Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einladung - Gespräch über berufliche Situation
Hallo!
Heute habe ich eine Einladung zum Arbeitsamt bekommen, um meine Bewerbersituation zu besprechen.
Mir ist da nicht wohl bei, da ich nicht weiß, was mich erwartet. Ich bin seit dem 05. März 2007 arbeitslos gemeldet, hatte erst ein Gespräch im Amt. Bei einer Vertretung meines Bearbeiters, da mein Ansprechpartner im Urlaub gewesen ist. Bei diesem Gespräch wurde mein Profil und meine Teilzeitarbeitslosigkeit aufgenommen. Der Herr riet mir zu einem weiteren Termin bei meinem Ansprechpartner um den 30. April. Ich habe mir einen Termin am 25. April bei meinem Bearbeiter machen lassen.
Heute bekomme ich aber eine Einladung am 13. April und wieder bei einem anderen Herrn.
Was passiert bei so einem Gespräch? Mir ist bei dieser ganzen Geschichte unwohl. Ich habe noch nicht einen Vermittlungsvorschlag erhalten. Leider habe ich auch erst 3 Bewerbungen schreiben können, da es keine anderen Angebote in Teilzeit gegeben hat. Ist das genug? Bekomme ich Ärger?
Ich finde es so blöd, dass ich niemanden persönlich ans Telefon bekomme, und immer nur in einer Art Callcenter lande.
Kann mir jemand seine Erfahrungen mitteilen?
Liebe Grüße, Dini46
Das ist ganz einfach nur ein Gespräch über Deine berufliche Situation, da wird besprochen wie es bei Dir aussieht, welche Aussichten Du hast, etc. Deine Eigenbemühungen (Bewerbungskopien) solltest Du mitnehmen & vorlegen.
Ist eigentlich gar nichts schlimmes & das man jedesmal einen anderen Ansprechpartner hat ist durchaus nicht ungewöhnlich, die rechte Hand weiß da selten was die linke schon gemacht hat :patsch:
Hallo Trish!
Vielen Dank für Deine schnelle Antwort!
Ist es denn üblich, dass ich einen Termin bekomme, obwohl ich in dem Monat schon einen anderen ausgemacht habe?
Ist es denn üblich, dass ich noch keinen Vermittlungsvorschlag bekommen habe?
Ist es schlimm, dass ich erst 3 Bewerbungen schreiben konnte? Ich bin arbeitslos für Teilzeit 30 Stunden gemeldet - da gibt es hier auf dem Land nicht so viele Angebote.
Mir ist da bange vor, weil ich mich unter Druck fühle, da ich von denen ja ALG1 bekomme.
Wie oft muss man mit so einer Einladung rechnen?
Liebe Grüße, Dini46
Hallo Dini,
es könnte schon so sein wie Trish schreibt, aber ich tendiere eher dazu das der Termin der Erstellung einer Eingliederungsvereinbarung dienen soll, -hierfür spricht die vorherige Erstellung eines Profils.
Ärger kannst Du nicht bekommen, sollte Dir trotzdem unwohl bei diesem Besuch sein würde ich Dir raten eine Person deines Vertrauens zu diesem Termin als Zeugen mitzunehmen.
Gruß
border
Hallo border!
Eine Eingliederungserklärung haben wir schon erarbeitet und unterschrieben:
Von wegen, dass ich brav nach Stellen suche, dafür bekomme ich Geld, und wenn eine Firma es gerne hätte, bekäme die Unterstützung vom Amt.
Darf man wirklich jemanden mitnehmen? Sieht das nicht blöde aus?
Liebe Grüße, Dini46
Hallo Dini,
natürlich darfst Du jemanden mitnehmen, -sozusagen als Zeugen, falls man versucht dich zu übervorteilen, einzuschüchtern oder mit unwahren Behauptungen zu etwas zu bringen oder zu bewegen was Du sonst nicht machen würdest.
Beachten mußt Du nur daß die Aussagen des Beobachters genauso gezählt werden als wären es Deine, wenn Du ihnen nicht widersprichst, der Beobachter sollte sich ggf. Notizen über das Gespräch machen.
-und wie das aussieht das sollte Dir im Zweifel egal sein, die meisten Sachbearbeiter (auch und sowieso die fiesen) sind in Begleitung eines Zeugen meist wie ausgewechselt und handzahm.
also viel Erfolg beim Termin
Gruß
border
Seebarsch
05.04.2007, 19:00
Hallo Dini46,
so wie ich es sehe, beziehst Du ja zur Zeit Alg1. Da werden in der Regel keine "Hinterhältigkeiten" geplant.
In dem Gespräch wird es tatsächlich um Deine berufliche Situation gehen. Da können z.B. Alternativen zum jetzigen Berufsbild erarbeitet werden, oder ein eventueller Fort- oder Weiterbildungsbedarf gecheckt werden.
Gehe da doch ganz offen an die Sache ran und sei froh, dass man sich um Dich kümmert!
Viel Er:engel: folg!
Hallo nochmal!
Vielen Dank, dass Ihr mir alle Mut gemacht habt. Jetzt kann ich beruhigter an das Gespräch heran gehen.
Eine gute Nacht, Dini46
x_anonymus_x
06.04.2007, 07:06
Hallo Dini46,
Ist es denn üblich, dass ich einen Termin bekomme, obwohl ich in dem Monat schon einen anderen ausgemacht habe?
Ja und Nein: eigentlich machst Du mit Deinem Arbeitsvermittler in dem ersten Gespräch aus, welche Art von Stelle Du suchst (Profil) und was beide Seiten dafür tun und bis wann sie das tun (Eingliederungsvereinbarung), d.h. wahrscheinlich Dein Termin am 30.04.07.
Auf der anderen Seite kann es aber auch sein, dass - genau so wie Du Dich jederzeit melden kannst oder sogar musst, sollte sich etwas ändern oder etwas Unvorhergesehenes passieren - bei der Agentur etwas ansteht, was man zwischendurch in einem extra Termin besprechen muss.
Du kannst ja mal am Dienstag versuchen über das Service Center mehr Informationen zu dem Termin zu bekommen. Ich würde einfach anrufen und genau diese Frage stellen. Solltest Du am Telefon keine zufriedenstellende Antwort erhalten, dann bitte um Rückruf Deines zuständigen Arbeitsvermittlers. Der Rückruf erfolgt normalerweise innerhalb von zwei Tagen. Solltest Du zu bestimmten Zeiten telefonisch besser erreichbar sein als zu anderen, dann würde ich das auch noch durchgeben.
Ist es denn üblich, dass ich noch keinen Vermittlungsvorschlag bekommen habe?
Das hängt davon ab, was für eine Stelle Du suchst und wie die Rahmenbedingungen (Arbeitsmarkt, Mobilität, Flexibilität, Berufserfahrung, ...) sind. Du schreibst unten, dass es in Deiner Gegend nicht sehr viele Angebote für Dich gibt. Die Agentur kann ja (leider) keine Stellen backen, d.h. die sind hier bei Vermittlungsvorschlägen auf die Meldung offener Stellen angewiesen.
Ist es schlimm, dass ich erst 3 Bewerbungen schreiben konnte? Ich bin arbeitslos für Teilzeit 30 Stunden gemeldet - da gibt es hier auf dem Land nicht so viele Angebote.
"Schlimm" ist eigentlich das falsche Wort. Ob das mit Deinen drei Bewerbungen soweit ok ist, das hängt vor allem davon ab, was Du bei Deinem ersten Gespräch mit dem Vermittler besprochen und ausgemacht hast. Wenn Ihr da vereinbart habt, dass Du Dich mindestens zwei Mal pro Woche bewirbst, dann wirst Du sicher gefragt werden, wieso das nicht funktioniert hat. Das ist erstmal kein Vorwurf, sondern einfach tatsächlich eine Frage. Je nachdem, was sich dann als Hemmschuh herausstellt (in Deinem Fall, dass Du nicht ausreichend offene Stellen gefunden hast, die passen) werdet Ihr gemeinsam überlegen, was man dann machen kann (z.B. evtl. die Suchstrategie anpassen, Initiativbewerbungen, etc.).
Ich hol' an der Stelle noch Deine Frage vom ersten Beitrag herein:
Was passiert bei so einem Gespräch?
Was in dem ersten Gespräch passiert, habe ich oben kurz beschrieben. In den weiteren Gesprächen geht es einfach darum zu besprechen, was in der Zwischenzeit gelaufen ist und - sollte die vereinbarte "Strategie" nicht zum Erfolg führen - woran es genau liegt, dass Du keine neue Stelle findest und wie man die Chancen verbessert.
Mir ist da bange vor, weil ich mich unter Druck fühle, da ich von denen ja ALG1 bekomme.
Verstehe ich sehr gut und würde mir wahrscheinlich kein bisschen anders gehen. Die Idee jemanden zum Gespräch mitzunehmen finde ich sehr gut. Vielleicht nicht unbedingt, damit man nicht über den Tisch gezogen wird, aber es gibt doch ein bisschen Sicherheit im Gespräch, wenn man da nicht so ganz alleine hingehen muss.
Wie oft muss man mit so einer Einladung rechnen?
Das kommt eben ganz darauf an, was mit dem Vermittler vereinbart wird. Es gibt da keine pauschale Regelung.
HTH
x_anonymus_x
--
Der obige Beitrag gibt nicht die Meinung des Verfassers wieder.
Alle Angaben ohne Gewähr
Wieder vielen Dank für die Antwort.
Ich dachte, wir hätten schon im ersten Gespräch alles abgeklärt, aber das scheint ja nicht so. Über eine Anzahl der Bewerbungen haben wir gar nicht gesprochen. Nur, dass ich mich bewerbe, und dass es wegen meiner 3-jährigen Tochter besser ist, mich teilzeit-arbeitslos zu melden.
Ich werde mir höchstwahrscheinlich jemanden mitnehmen, denn beim ersten Gespräch, das wirklich sehr lange dauerte, fühlte ich mich in einer Tour unwohl.
Beim CallCenter habe ich schon angerufen. Die Dame hat gesagt, dass sie keine Ahnung hat, warum ich kommen soll. Und auch nicht, warum ich schon wieder zu jemand anderem soll, aber noch nie bei meinem Berater war.
Also, dann muss ich wohl abwarten. Ich wüsste gar nicht, bei welchem der drei Herren ich jetzt anrufen soll. Mein Ansprechpartner kennt mich noch gar nicht. Ich finde das blöd.
Nun denn, liebe Grüße, Dini46
Mir ist da bange vor, weil ich mich unter Druck fühle, da ich von denen ja ALG1 bekomme.
Blödsinn von denen bekommst du kein ALG I.Du bekommst dein ALG deswegen weil du jahrelang in diesen maroden sozialstaat eingezahlt hast und dir dadurch einen anspruch auf eben diese leistung erworben hast.
Im Grunde hast du damals diese leute die heute über dein schicksal entscheiden mitfinanziert.also raus aus dieser gebückten haltung,so wie ich sie herausgelesen habe.
Zum Zweiten.Es ist schon ok das du bewerbungen schreibst.ich hoffe du hast auch nach einer Bewerbungskostenrückerstattung gefragt.
Du musst wissen das die Ämter dir gegenüber eine Beratungs und Auskunftspflicht haben,allerdings denken Sie das sie dieser nur nachkommen müssen wenn man gezielt nachfragt.Dies allerdings ist illegal.Trotzdem solltest du dir stichpunkte machen,was du noch fragen willst bzw. fördermöglichkeiten.
MfG
Codeman
Hallo
@ Codeman: ich finds ja klasse, wenn du ihr Mut und Selbstbewusstsein zusprechen willst, aber dieses ewige Rumgehacke auf "dem bösen Amt" finde ich auch unangebrachte Stimmungsmache.
Ich meine, Sätze wie:
- "diese leute die heute über dein schicksal entscheiden mitfinanziert".
- "allerdings denken Sie das sie dieser nur nachkommen müssen wenn man gezielt nachfragt.Dies allerdings ist illegal."
Habt ihr wirklich alle NUR schlechte Erfahrungen gemacht?? Klingt manchmal so ...
claridge
09.04.2007, 18:28
Hallo
@ Codeman: ich finds ja klasse, wenn du ihr Mut und Selbstbewusstsein zusprechen willst, aber dieses ewige Rumgehacke auf "dem bösen Amt" finde ich auch unangebrachte Stimmungsmache.
Ich meine, Sätze wie:
- "diese leute die heute über dein schicksal entscheiden mitfinanziert".
- "allerdings denken Sie das sie dieser nur nachkommen müssen wenn man gezielt nachfragt.Dies allerdings ist illegal."
Habt ihr wirklich alle NUR schlechte Erfahrungen gemacht?? Klingt manchmal so ...
Hast du schon mal daran gedacht Foren wie dieses hier nicht notwendig wären wenn Codeman mit seinen Äußerungen Unrecht hätte?
Ich z.B. habe teilweise sehr gute Erfahrungen gemacht. Aber nur weil ich mich dank dieser Foren vorher kundig gemacht habe und entsprechend auftreten konnte. Hätte ich diese Möglichkeit nicht gehabt wäre ich mit Sicherheit über den Tisch gezogen worden.
Habt ihr wirklich alle NUR schlechte Erfahrungen gemacht?? Klingt manchmal so ...
tja ich für meinen teil habe keine guten erfahrungen mit diesen amt machen müssen.Ich habe mich damals in brandenburg als hartz-4 empfänger gemeldet.frisch aus der ausbildung raus.keinen job gefunden.Also umgesehen nach einer zweitausbildung.habe diese auch in berlin gefunden.
Und jetzt gehts los......
Habe das damals meiner arge in zossen gemeldet.die waren natürlich froh.dann bin ich zur arge berlin-nord gefahren um zu erfahren ob man mir auch während meiner ausbildung eine wohnung finanziert,weil nur vom lehrlingsgeld kann man ja schlecht leben.O-Ton: "natürlich,wir züchten uns doch nicht unsere eigenen arbeitslosen!" Klasse,also mit einer mitübernahmebescheinigung auf wohnungssuche gegangen.ging auch recht fix dann alles und ich habe einen unterschriebenen mietvertrag.Dann zog die Arge Berlin-Nord um.Habe dann auch entsprechende Bewilligungsbescheide aus berlin bekommen,mit aufhebung zum 1.8.2005 (ab dem zeitpunkt beginnt meine ausbildung) (Grund: ich ziehe nach berlin ! hääääääääääääää?) Widerspruch eingelegt.Ich dann zu diesen neuen jobcenter hin.keiner weiss von was.die frau gabs wohl auch nie,weil es gibt ja auch nie namensschilder draussen an der tür,wo man sich evtl. nen ansprechpartner merken kann.Erstmal haben sie festgestellt das ich ja noch nicht mal in berlin polizeilich gemeldet bin,von daher sind sie gar nicht zuständig.
Wie konnte ich dann aber wochen davor noch einen algII-antrag in berlin stellen ???? Keine reaktion.
Jedenfalls noch am selben tag zur anmeldestelle meines bezirks gegangen um mich polizeilich zu melden (für eine wohnung,die ich noch nicht mal bezogen hatte,nur damit die für mich zuständig sind).Dann wieder zurück zum jobcenter.Jedenfalls hat man mir dann erklärt,dass alg-II bei einer zweitausbildung nicht greift.Auf meine intervention,dass man mir das aber zugesichert hatte,gab es auch nur schweigen.Dementsprechend gibs auch keine miete für die wohnung.
Ich also zu meinen vermieter hin,der mich nur ungläubig anschaute als ich ihm gesagt habe,was abgeht.Er hat zum glück davon abstand genommen mir die wohnung wieder zu kündigen.
Dann habe ich bei der arge zossen einen umzugskostenantrag gestellt.Der natürlich prompt verschlampt wurde.Nach 2 wochen,in denen ich mich gewundert habe das nichts passierte (weil man mir ja gesagt hat,es würde zügig bearbeitet werden),ging ich also wieder hin um ebend dieses zu erfahren."beschweren sie sich doch bei meinen chef" bekam ich als antwort,auf meine dreiste frage,wo denn das geld bleibt.ich also zu diesem teamleiter."tja wir sind ja gar nicht mehr für sie zuständig,sie sind ja schon in berlin gemeldet." "wir haben zwar den umzugskostenantrag verschlampt - aber sie sollten auch ihren mitwirkungspflichten nachkommen" - solche lustigen sätze habe ich da dann zu hören bekommen.Nachdem ich ihn dann klar gemacht habe,das ich mir in diesen fall einen rechtsanwalt einschalten will,wurde es bei ihm wohl etwas heller im kopf,weil er auf einmal was von neuantrag faselte.tatsächlich wurde der auch genehmigt.Aber auf einmal brauchte dieser antrag mehr angaben als beim erstantrag."tja da hat wohl meine sb geschlafen,als sie sagte nur ausfüllen.natürlich brauchen wir auch ihren lehrvertrag.ohne diesen hätten wir den ersten antrag abgelehnt."
Ende der geschichte ich bin zum 25.7.2005 hier in meiner neuen wohnung eingezogen und am 1.8. begann meine ausbildung - ohne das amt.
achso erst letzten monat kam der widerspruchsbescheid von damals.abgelehnt - natürlich.
So Limone und da soll ich jetzt sagen,dass ich nur durchweg und ausschliesslich gute erfahrungen mit diesen ämtern gemacht habe.ich glaube ja wohl nicht.
MfG
Codeman
Hallo!
So, jetzt war ich gestern beim Amt. Ich musste dann gleich zum Geschäftsstellenleiter, beim 2. Termin! Meinen Bearbeiter kenne ich immer noch nicht.
Ich habe einen Bildingsgutschein bekommen mit dem ich schon am 23. April zu einer Weiterbildung für 6 Monate gehe, die wohl meine Lücken aufarbeiten soll, die im Erziehungsurlaub entstanden sind. An für sich gar nicht schlecht nur etwas kurzufristig, da ich jetzt in kürzester Zeit einen KiGa-Platz für meine Tochter finden muss. Aber auch das schaffe ich. Außerdem darf ich in den nächsten 6 Monaten nicht in den Urlaub. wir wären aber im Sommer gern gefahren, die letzte Zeit war sehr stressig. Aber so ist das nun mal.
Liebe Grüße, Dini46
StephanK
14.04.2007, 08:10
Das ist doch mal was positives!
Ich wünsche Dir, dass Du noch rechtzeitig eine Betreuung für Deine Kleine findest. :)
Hast du schon mal daran gedacht Foren wie dieses hier nicht notwendig wären wenn Codeman mit seinen Äußerungen Unrecht hätte?
Das ist schon klar, dass so ein Forum wichtig ist, um sich gegenseitig Tipps zu geben und auch mal den Frust von der Seele zu schreiben.
Aber dennoch finde ich, es artet oft in ein einziges Schmipfen auf "das böse Amt" aus, so dass man von vornherein denkt, dass es dort NUR schlimme Sachbearbeiter, Fallmanager etc. gibt.
Es wird sich - zu recht - darüber aufgeregt, wenn es verallgemeinernd und klischeehaft heißt, dass alle Arbeitslosen faul seien oder betrügen etc. Aber ebenso zu Unrecht ist es, wenn man so wie hier schreibt, dass ALLE Menschen, die in den Argen und Kommunen arbeiten, böse, verachtend, etc. sind ! Es sind genau so Menschen wie du und ich und somit ist jeder unterschiedlich und keiner verdient es, über einen Kamm geschoren zu werden, oder?!
So Limone und da soll ich jetzt sagen,dass ich nur durchweg und ausschliesslich gute erfahrungen mit diesen ämtern gemacht habe.ich glaube ja wohl nicht.MfG Codeman
Hallo, ja, da ist ja wirklich jede Menge schief gelaufen und du hattest das Pech, durch die verschiedenen und widersprüchlichen Antworten herumgeschubst worden zu sein. Das seh ich auch ein, dass du stinkig bist. Aber dennoch finde ich es einfach Stimmungsmache, das zu verallgemeinern und auf alle anderen Ämter zu übertragen. Nur leider sind ja die guten Erfahrungen und die Sachbearbeiter, die helfen und beraten, keiner Erwähjnung wert. Das liest sich nicht so unterhaltsam, oder?
Ich bin einfach allergisch gegen Klischees und Verallgemeinerungen, v.a. so abwertender Natur!! Nichts gegen Erfahrungsaustausch und sicher ist es auch nützlich, seine negativen Erfahrungen zu äußern, aber wenn man sich durchs Forum liest, hat man den Eindruck, es entsteht ein totaler Hass gegen die Mitarbeiter der Argen. Klar ist das ätzend, von dem Geld und somit ein Stückweit von den Menschen abhängig zu sein, die über die Anträge entscheiden. Aber wenn man schon so geladen und mit der Meinung "alle im Amt sind böse und wollen mir nur was schlechtes" dahingeht, dann hilft das auch nicht weiter, oder? Klar, wenns schief läuft, kann oder sollte man sich beschweren und sein Recht bekommen, aber es gibt auch viele Fälle, wo alles gut läuft. Nur, dass die keiner erwähnt.
Ich plädiere einfach nur für ein bißchen mehr Toleranz, Aufgeschlossenheit und Respekt - auf BEIDEN "Seiten" !!
StephanK
14.04.2007, 19:12
Ich plädiere einfach nur für ein bißchen mehr Toleranz, Aufgeschlossenheit und Respekt - auf BEIDEN "Seiten" !!Diesem Plädoyer schließe ich mich gerne an und füge noch hinzu: Auch wenn manche Ärgerlichkeiten auf das Konto von Sachbearbeiter(inne)n gehen sollten wir nicht vergessen, dass längst nicht jedes "nein" oder "geht nicht" auch auf deren Mist gewachsen ist. Auch die Gutwilligen und Hilfsbereiten unter ihnen müssen ein Gesetz ausführen, das nun mal so schlecht ist wie es ist und von ein paar hundert Damen und Herren in Berlin gemacht wurde, in einem großen Haus mit einer Glaskuppel obendrauf. Die Kleinlichkeit und die "denen-soll's-bloß-nicht-zu-gut-gehen"-Mentalität ist dort mindestens genau so verbreitet.
@ StephanK : Da hast du nur zu Recht!!!
Ich muß oft genug gegen mein eigenes Gefühl von Gerechtigkeit entscheiden.
Zum Beispiel muss ich Anträge ablehnen, bei denen ich der Meinung bin, dass sie bewilligt werden müssten (z.B. gibt es bei uns im Landkreis keinen Zuschuss für einen Baby-Auto-Sitz, ist in einer für mich bindenden Verordnung geregelt, dagegen darf ich nicht verstossen.)
Oder die Teamleitung entscheidet, dass eine Zahlsperre gesetzt wird, weil ein Sachverhalt geklärt werden muss und ich denke,
das könnte man auch "im Guten" klären und nicht mit solchen Druckmitteln. Ich versuche dann soweit es geht,
mit der Teamleitung einen Kompromiss zu erreichen, aber ich merke immer wieder, dass ich damit "unbequem" bin und kann es nicht ausreizen,
dann wäre ich meinen Job los und das kann ich auch nicht verantworten, schließlich bin ich für mein Kind verantwortlich.
Also versuche ich, soweit es mir möglich ist, als kleines Rädchen im Getriebe mein Bestes, um den Bürgern zu helfen.
Wobei es bei den Arbeitslosen - genau wie bei den Sachbearbeitern - auch so manche unfreundliche Menschen gibt.
Ich versuch's nicht persönlich zu nehmen, aber die ganze Zeit den Frust der Menschen abzubekommen, ist nicht ohne.
Deshalb regen mich eben diese Verallgemeinerungen so auf, wenn nur auf das böse Amt geschimpft wird.
Ich kenne beide Seiten, weiss selber noch gut genug, wie blöd einfach die Situation ist, geldmäßig abhängig zu sein
- aber dennoch bin zu der Zeit ich immer freundlich auf "meine" Sachbearbeiter zugegangen.
Ich dachte mir nämlich, dass sie meine Unterlagen bestimmt schneller bearbeiten, wenn ich nett bin, als wenn ich motzig auftrete
- und man sollte den Menschen einfach immer so entgegentreten, wie man selber behandelt werden möchte!!
Hallo Limone,
in diesen Forum sind rund 6900 user angemeldet.ich gehe davon aus das 95% arbeitslos sind.das das immernoch 95% zu viel sind,ist logisch.
Aber dennoch finde ich, es artet oft in ein einziges Schmipfen auf "das böse Amt" aus, so dass man von vornherein denkt, dass es dort NUR schlimme Sachbearbeiter, Fallmanager etc. gibt.
Bei allen Respekt.Wie es in den Wald schallt so schallt es auch hinaus.wenn ich erlebe,wie teilweise menschenverachtend,herablassend,erniedrigend mit arbeitslosen seitens der HartzIV-Behörden umgegangen wird,dann fällt es mir schwer,nicht auf diesem "bösen" amt herumzutreten.Hier sind etliche Fallbeispiele aufgeführt,bei chefduzen.de auch und von tacheles-sozialhilfe.de will ich erst gar nicht reden,wo man sehen kann,wie auch mal seitens von SB gerne über das gesetz verschärft hinaus entschieden wird und dann brauchen sich die "vernünftigen" SBs auch gar nicht wundern,wieso so viele Arbeitslose teilweise so einen hass gegen sie haben.Vielleicht mal bei den lieben netten kollegen nachfragen.
Das liest sich nicht so unterhaltsam, oder? *sakasmus an* entschuldige bitte,ich werde in zukunft nur noch versuchen,positive aspekte meiner odyssee zu nennen.
Positiv z.b. ist es,dass ich sehr viel durch berlin gefahren bin bzw. nach berlin.so kam ich wenigstens nicht auf die idee meine million auf den konto auszugeben,die ich natürlich bei antragsabgabe verschwiegen habe,für z.b. besuche bei meinen kumpel florida-rolf. *sakasmus aus*
es entsteht ein totaler Hass gegen die Mitarbeiter der Argen. Klar ist das ätzend, von dem Geld und somit ein Stückweit von den Menschen abhängig zu sein, die über die Anträge entscheiden.
Wieso entsteht? Der ist doch schon da.Täglich werden,ich behaupte systematisch,leute seitens der arge um ihr eh schon viel zu spärliches geld gebracht.Da werden anträge trotz klarer rechtslage nicht positiv entschieden.woanders werden einfach anträge nicht entgegengenommen.Das trägt nicht dazu bei,wohlwollen unter den arbeitslosen zu sähen.wenn ich weiss,dass mündliche bescheide ("sie bekommen ihre waschmaschine") sofort schriftlich wiederzugeben sind,wenn der betroffene es verlangt und es in seinen interesse ist,dieses dann jedoch verweigert wird,die waschmaschine nicht genehmigt wird,dann entsteht klarer rechtsbruch.
Wenn ich erlebe das Beratungs - und auskunftspflichten seitens der ämter gar nicht bzw. nur gering beachtet werden,dann stösst es auch bei mir hoch.Und dann soll man um sein recht kämpfen ? wie soll man das bitteschön machen,wenn die ämter nicht mal sagen bzw. nicht die auskunft geben,dass man diese und jene sachen bekommen könnte !
So entsteht hass.
Ich plädiere einfach nur für ein bißchen mehr Toleranz, Aufgeschlossenheit und Respekt - auf BEIDEN "Seiten" !!
ich plädiere darauf,das hartz4 1:1 umgesetzt wird.es hiess ja mal fördern und fordern,nur das ersteres nicht umgesetzt wird.man soll sich vollkommen nackisch machen,um diese paar kröten zu bekommen und die meisten - ich wiederhole - die meisten (nicht alle) SB gönnen dir nicht mal das.da werden kürzungsbescheide rausgeschickt,mit sperrzeiten weil man angeblich nen termin nicht wahrgenommen hat,der jedoch nie verschickt wurde.Ich glaub ich hab schon zu viel mit diesen ämtern durch,um da noch vorurteilsfrei reinzugehen.Ich verstehe dich,dass du das forderst,nur fordern die arbeitslosen das auch von euch.Schön,dass du so korrekt erscheinst,aber als arbeitsloser hast du vielleicht das glück heute dich und morgen schon deinen miesen kollegen von zimmer 301 zu bekommen,den es eine freude ist,auch die letzten euro zu kürzen.
Hallo, ja, da ist ja wirklich jede Menge schief gelaufen und du hattest das Pech, durch die verschiedenen und widersprüchlichen Antworten herumgeschubst worden zu sein. Das seh ich auch ein, dass du stinkig bist.
ich lebe zur zeit am untersten existenzminimum.eigentlich habe ich noch weniger als ein hartz4 empfänger.und warum ? weil ich so blöd war,mich selbst aus der scheiße zu ziehen,wofür ich nichts konnte.und wenn man dann noch so ein auftreten der ämter wie bei mir hat "kommen sie doch mal ihren mitwirkungspflichten nach" - obwohl die das verschlampt haben,dann nützen auch freundliche worte nichts mehr.
alleine jetzt die woche musste ich zum normalen arbeitsamt zu so nen gespräch (man muss sich ja 3 monate eher melden).O-Ton "Würden sie auch bei einen unternehmen probearbeiten so für 1-2 wochen?" "Nein,schließlich kann ich ja auch nicht zum bäcker gehen und sagen,ich teste mal ihre brötchen 1-2 wochen und entscheide dann ob ich dafür bezahle." "wenn sie schon leistungen bekommen würde,hätte ich sie dafür schon gesperrt".
Das sagt ja wohl vieles.
Diesem Plädoyer schließe ich mich gerne an und füge noch hinzu: Auch wenn manche Ärgerlichkeiten auf das Konto von Sachbearbeiter(inne)n gehen sollten wir nicht vergessen, dass längst nicht jedes "nein" oder "geht nicht" auch auf deren Mist gewachsen ist.
Ist ja auch korrekt.Nur bei allen verständnis,wenn es mehr "normale" SB´s geben würde,als solche die lieber kürzen als zu fördern,dann hättest auch du weniger zu tun *g*.
Und fördern meine ich nicht so eine einseitig aufgedrückte EV oder einen 1-euro-job , das hat nichts mit fördern zu tun,nur mit staatlicher zwangsarbeit.
Jetzt nochmal was allgemeines.Es kann ja auch nicht sinn und zweck sein,dass man jede entscheidung der SBs nachprüfen muss.Wir leben jetzt bald 3 jahre in dieser hartz4 gesellschaft.viele sozialgerichte haben richtungsweisende urteile gesprochen.wenn diese jedoch von den ämtern und SBs,wissentlich oder evtl. auch unwissentlich,ignoriert werden,dann ist das traurig.ebenso kann es ja auch nicht sein,dass SBs selbst heute noch weite teile von hartz4 gar nicht kennen.es ist doch traurig wenn man sich als arbeitsloser im SGB II besser auskennen muss als sein eigener SB,weil wenn der SB nen fehler macht,dann heisst es ups tschuldigung.wenn ein hartzer einen fehler macht - dann steht der SB gleich mit der keule bereit.
Getreu den Motto.
Ihr da oben - wir hier unten
Und nochmal was persönliches an Limone,falls sie bis hierhin noch gelesen hat.Ich finde deine einstellung gut,auch das du hier postest,nur es gibt zu wenige von dir und zu viel von denen die die hetze von bild & co. auch in form von sperrzeiten umsetzen.
MfG
Codeman
"Und nochmal was persönliches an Limone,falls sie bis hierhin noch gelesen hat.Ich finde deine einstellung gut,auch das du hier postest,nur es gibt zu wenige von dir und zu viel von denen die die hetze von bild & co. auch in form von sperrzeiten umsetzen."
Ja, habe ich - bis hierhin gelesen, meine ich.
Diese Verallgemeinerungen gibts ja auf Seite der Kollegen leider auch. Diese Vorurteile, dass alle ALG II-Empfänger faul seien usw. - ich lasse dann immer wieder gern anklingen, dass ich selber trotz Studium eine zeitlang Sozialhilfe und danach alg II bekommen habe. Dann wird es kurz ruhig ... Wenn ich bedenke, dass ein Großteil der Kollegen das Glück hatte, direkt nach der Ausbildung einen Job in der Verwaltung zu bekommen, selber nie arbeitslos waren und oft genug auch noch bei den Eltern wohnt und finanzielle Nöte einfach nicht kennen, erklärt sich vieles. Ich selber kann nachvollziehen, wie es den Menschen "auf der anderen Seite des Schreibtisches" geht, da ich das selber durchgemacht habe inkl. 1 Euro-Job und allem drum und dran. Jedoch hatte ich vielleicht so gesehen immer noch Glück, denn wir wurden damals nett behandelt. Klar, an der Situation, alles offen zu legen und diesem Gefühl der Abhängigkeit änderte das nichts, das war auch so schlimm und daher bin ich heilfroh, einen Job zu haben. Nur deshalb mache ich das auch weiter, denn es ist extrem stressig und dazu kommen:
- das viele Frust-Ablassen der Bürger (wobei ich immer denke "das hab ich nicht verdient, ich bin doch nett zu meinem Gegenüber, warum schreit der mich an???")
- der immensen Arbeitsanfall (selbst wenn ich mich noch so bemühe, es ist nicht zu schaffen, alle Anträge zeitnah zu bearbeiten, dafür habe ich zu viele Akten)
- die vielen Überstunden (wodurch mein Kind viel, viel zu kurz kommt)
- Urlaubs- oder Krankheitsvertretung klappt gar nicht, weil ja jeder kaum seine eigenen Sachen erledigt kriegt, weil es einfach zu viel ist. D.h. wenn ich nach der Krankschreibung immer noch angeschlagen wieder ins Büro komme, bricht mein Schreibtisch vor Stapeln von Papier zusammen und es dauert ewig, das wieder aufzuarbeiten. Das kanns doch auch nicht sein, denn ich weiß ja, dass da zum Teil Leute dadurch auf ihr Geld warten müssen, aber mehr als arbeiten kann ich auch nicht ...
- oft genug muss ich auch in der wenigen Freizeit noch arbeiten, DENN die Einarbeitung war unter aller Kanone. Eine Schulung zum Thema SGB II bekam ich nach zig Monaten, den Rest musste ich mir selber anlesen, erfragen, recherchieren - daher auch solche Erfahrungen, wie du sie gemacht hast! Es gibt a) Kollegen a la "das haben wir in der Sozialhilfe immer so gemacht, das machen wir jetzt genau so" oder b) ich mach Dienst nach Vorschrift. Wenn mein Chef mir das nicht erklärt, lass ich das halt. Eigeniniative gleich null. Wobei es auch nicht sein kann, dass ich meine Freizeit noch dafür in dem Maße einsetzen muss, oder? Da liegt der Fehler im System. Das ganze Gesetz wurde auf die Schnelle umgesetzt, wird immer wieder nachgebessert, aber an Schulungen mangelt es.
Ach - da gibts so viel ...
Das soll sagen, nicht nur die ALGII-Bezieher leiden unter den gesetzlichen Bedingungen und der Umsetzung, sondern auch die Leute, die dies umsetzen sollen.
Naja, trotzdem wünsche ich mir nach wie vor Respekt. Ich habe ja auch schlechte Erfahrungen mit Ämtern, aber auch in anderen Bereichen gemacht (z.B. Ärzte, Krankenhaus) - trotzdem schimpfe ich nicht auf alle diese Berufsgruppen. Dann doch eher auf die Gesetzgeber, die die Vorgaben machen, die zu dem Frust auf beiden Seiten führen. Oder eben speziell auf diesen einen Arzt, Bafögsachbearbeiter etc. Und auch von denen war/bin ich in gewisser abhängig, dennoch bringt es mir nichts, wenn ich dann zum nächsten gehe und erwarte, dass der genau so blöd ist wie der Arzt/Bearbeiter etc., wo ich schlechte Erfahrungen machte. Ich glaube an das Gute im Menschen ;-)
x_anonymus_x
15.04.2007, 20:05
Hallo Limone,
vorneweg erstmal: ich ziehe wirklich meinen Hut vor Menschen, die nicht nur im SGB II Bereich versuchen gut, im Sinne von bürgernah, und engagiert zu arbeiten, sondern sich darüber hinaus in ihrer Freizeit noch in Foren wie diesen konstruktiv engagieren. Dies ist aber leider, meiner ganz persönlichen und subjektiven Meinung nach, die absolute Ausnahme. Somit:
:danke:
Diese Verallgemeinerungen gibts ja auf Seite der Kollegen leider auch.
Und das ist, wieder meiner ganz persönlichen und subjektiven Meinung nach, die Regel. Wenn sich die eigene berufliche Lebenswirklichkeit über Jahre hinweg ausschliesslich in einem so geprägten Umfeld bewegt, dann hat das selbstverständlich Auswirkungen auf die persönliche Einstellung, Wahrnehmung, Wertung oder um's mit Watzlawick zu sagen: "Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel." Da bedarf es dann im Laufe der Zeit schon ausserordentlich viel Selbstreflektion und Professionalität, um den eigenen Tunnelblick nicht als das Maß aller Dinge anzusehen.
- das viele Frust-Ablassen der Bürger (wobei ich immer denke "das hab ich nicht verdient, ich bin doch nett zu meinem Gegenüber, warum schreit der mich an???")
Weil dieses Frust-Ablassen (hoffentlich) nichts mit Dir als Mensch und Person Limone zu tun hat, sondern damit, dass Du dort als Vertreterin und Repräsentatin dieser Institution mit allen ihren Entscheidungen und der dahinter stehenden Gesetzgebung sitzt. Und damit gehört das leider zur Jobdescription dazu, das ist nichts Persönliches.
Und ich kann durchaus nachvollziehen, dass, wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, Contenance nicht immer die geeignete Haltung zu sein scheint die Dringlichkeit des eigenen Anliegens zu kommunizieren. Ich kann aber ebenfalls auch nachvollziehen, dass wenn man denn einer derjenigen ist, die sich innerhalb ihres Gestaltungsspielraums für die Bürger einsetzen, dass man sich dann ab und an ungerecht behandelt fühlt.
Da liegt der Fehler im System.
Soweit so gut - oder eben auch nicht bzw. ganz sicher ganz und gar nicht gut. Klar, weder Du noch ich noch Codeman oder einer der Moderatoren hier, wir alle hier werden alleine dieses System nicht ändern. Aber jeder für sich kann einen Beitrag dazu leisten und wenn dies auch wirklich alle machen würden, dann hätte das ganz sicher auch einen wahrnehmbaren Effekt.
Ach - da gibts so viel ...
Wenn ich Deine Punkte so lese (und das liest / hört man ja auch anderweitig), dann bin ich mir nicht sicher, ob es in so einem Umfeld wirklich Sinn macht von innen heraus etwas verändern zu wollen oder ob es nicht sinnvoller wäre, das eigene Engagement dann irgendwann außerhalb einzusetzen, da dort vielleicht größere Chancen auf eine Änderung bestehen.
Das soll sagen, nicht nur die ALGII-Bezieher leiden unter den gesetzlichen Bedingungen und der Umsetzung, sondern auch die Leute, die dies umsetzen sollen.
Das glaube ich Dir gerne! Und nochmal: ich finde es außerordentlich, dass Du Dich hier in Deiner Freizeit zusätzlich engagierst, aber - und das meine ich mit allem gebotenen Respekt - in einem Forum wie diesem, auch noch von den Betroffenen zu erwarten, dass sie Verständnis für die Zwangslage der ausübenden Organe / SB aufbringen sollen, das geht einfach zu weit bzw. das funktioniert einfach nicht. Dazu ist das Machtgefälle zu groß, die Abhängigkeit zu stark und die Konsequenzen mit ihren daraus resultierenden finanziellen Zwangslagen einfach viel zu essentiell.
Es funktioniert einfach nicht, dass wenn man jemanden - aus welchem Grund auch immer - die letztmöglichen Mittel sperrt, dass dieser Mensch, der dann nicht mehr weiß, wie er seine Miete zahlen soll, wo er das Geld für Lebensmittel herzaubern soll, dann auch noch dem SB quasi eine Absolution erteilt, weil der ja schliesslich auch - mit Verlaub - 'ne arme Sau ist, die nicht anders kann. Das schliesst sich meiner ganz privaten Meinung nach schlicht und ergreifend einfach aus. Und es ist in dieser Situation auch ganz egal, ob derjenige das selbst verschuldet hat, nicht besser wusste oder sich der Folgen nicht klar war. ALG II ist einfach so Ende der Fahnenstange, dass in der Situation keine weiteren "formalen" Lösungsmöglichkeiten mehr existieren. Ich habe manchmal den Eindruck, dass die SB das nicht immer wahrhaben (wollen).
Was man dagegen manchen kann - und das sehe ich hier nach wie vor - ist Transparenz zu schaffen und Hilfe anzubieten.
Naja, trotzdem wünsche ich mir nach wie vor Respekt.
Meinen hast Du! Indes ... s.o. ;-)
x_anonymus_x
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Der obige Beitrag gibt nicht die Meinung des Verfassers wieder.
Alle Angaben ohne Gewähr
->Das glaube ich Dir gerne! Und nochmal: ich finde es außerordentlich, dass Du Dich hier in Deiner Freizeit zusätzlich engagierst, aber - und das meine ich mit allem gebotenen Respekt - in einem Forum wie diesem, auch noch von den Betroffenen zu erwarten, dass sie Verständnis für die Zwangslage der ausübenden Organe / SB aufbringen sollen, das geht einfach zu weit bzw. das funktioniert einfach nicht. Dazu ist das Machtgefälle zu groß, die Abhängigkeit zu stark und die Konsequenzen mit ihren daraus resultierenden finanziellen Zwangslagen einfach viel zu essentiell.
100% Zustimmung.
->Es funktioniert einfach nicht, dass wenn man jemanden - aus welchem Grund auch immer - die letztmöglichen Mittel sperrt, dass dieser Mensch, der dann nicht mehr weiß, wie er seine Miete zahlen soll, wo er das Geld für Lebensmittel herzaubern soll, dann auch noch dem SB quasi eine Absolution erteilt, weil der ja schliesslich auch - mit Verlaub - 'ne arme Sau ist, die nicht anders kann. Das schliesst sich meiner ganz privaten Meinung nach schlicht und ergreifend einfach aus. Und es ist in dieser Situation auch ganz egal, ob derjenige das selbst verschuldet hat, nicht besser wusste oder sich der Folgen nicht klar war.
Auch hier 100%ige Zustimmung.
Auch ich wage es mir mal zu fragen,ob denn auch von seiten der SB´s mal darüber nachgedacht wird,was denn mit den leuten auf der anderen seite des schreibtisches passiert,wenn ich ihnen 30% kürze.
Das diese Leute irgendwann amok laufen und einen hass auf die mitarbeiter bekommen,dürfte doch nur eine logische folge sein.Und genau da sollte auch sich mal fragen,ob das denn alles vereinbar ist,mit den grundsatz,man wolle "passgenaue Stellen" (O-Ton Clement,Wirtschaftsminister a.D.) schaffen.Wie will man leute auf passgenaue stellen vermitteln,die kein geld mehr haben um ne bewerbung zu verschicken.Klar man bekommt es ersetzt,aber trotzdem muss man das geld erstmal vorstrecken.
Wo ist denn das Fördern und Fordern geblieben.Von Fordern lese ich jeden tag in der zeitung.verschärfung hier verschärfung da.nur wann wird denn mal gefördert? Und mit förderung meine ich keinen 1-euro-job,denn,auch das wirst du ja evtl. bestätigen können Limone,diese vernichten eher sozialversicherungspflichtige job.
MfG
Codeman
Auch ich wage es mir mal zu fragen,ob denn auch von seiten der SB´s mal darüber nachgedacht wird,was denn mit den leuten auf der anderen seite des schreibtisches passiert,wenn ich ihnen 30% kürze.
Wo ist denn das Fördern und Fordern geblieben.
.nur wann wird denn mal gefördert?
Hallo!
Also zu 1.)
klar denke ich darüber nach! Wobei ich bei denen, die - und die gibt es eben auch - mehrfach Arbeitsangebote ablehnen bzw. sich auf die zugesandten Stellenangebote (nicht 1-Euro-Jobs, sondern "normale" Arbeit), die Sanktionen auch gerechtfertigt finde. Denn es kann nicht sein, dass jemand Sozialleistungen bezieht und uns offen ins Gesicht sagt, dass er keinen Bock hat zu arbeiten oder nun dieser zugesandte Job "echt keinen Spaßfaktor hat" (das war ein Zitat!!) - also echt, nach dem Spaßfaktor habe ich diesen Job, denn ich nunmal gerade mache, auch nicht ausgesucht. Dann hätte ich alles nach 2 Tagen wieder hinschmeissen müssen ;-) Ich würde auch gern was anderes machen, wenn ich denn die Auswahl hätte. Aber ich habe ein Kind zu versorgen und muss zur Zeit in Kauf nehmen, dass der Job stressig, frustig und aufreibend ist.
Ganz platt gesagt -wenn ich mit Einstellung arbeite, dass ich nur das mache, was mir Spaß macht und der Rest ist mir wurscht, dann verdiene ich auch entsprechend wenig oder nichts, oder?
Zu 2.)
Nun, da mag ich bei uns in der Behörde "verwöhnt" sein in der Hinsicht. Wir sind keine Arge, sondern eine Optionskommune. Da wir ja nach der "Testphase" von 6 Jahren vorweisen müssen, dass wir erfolgreicher sind als die Argen, wird bei uns in Arbeitsvermittlung sehr viel Energie gesteckt. Unser Arbeitgeberservice fährt ständig raus zu den Betrieben zum "Klinkenputzen", die Förderinstrumente von Einstiegsgeld über Eingliederungszuschuss und dergleichen, werden häufig eingesetzt und es wird auch immer wieder darauf hingewiesen (Beratungspflicht), was es für Möglichkeiten gibt, wie z.B. demnächst eine Maßnahme, bei der die Teilnehmer den Führerschein erwerben.
Das ist sicher in Großstädten wie Berlin, Köln etc anders. Wir haben hier den Vorteil, dass es eine kleinere Stadt ist und der Arbeitgeberservice dadurch noch einen besseren Kontakt zu den Arbeitgebern knüpfen kann. Allerdings hat's eben auch den Nachteil, dass es so wahnsinnig viele Firmen nicht gibt ...
Aber so kanns ja eigentlich auch nicht sein, dass es
regional zu große Unterschiede gibt. Ich denke, die Optionskommunen haben im Moment eh viele Vorteile, weil es eben nicht so eingefahrene Wege wie bei den Argen gibt, die durch die Arbeitsämter so häufig durch das "Das haben wir immer schon so gemacht" geprägt sind.
Aber wie gesagt - das müsste schon überall so sein!
Ich wünsch euch allen, dass ihr an einen SB geratet, der mit euch an einem Strang zieht ...
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