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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ALG II & Nebenjob


mad1979
03.05.2005, 20:41
Hallo,
Hab mal ne Frage:
Lohnt es sich als ALG2 Enpfänger überhaupt noch einen Nebenjob anzunehmen?
War Heute mal wieder beim AA, um mir so nen Antrag zu holen, aber dort bekam ich gesagt, das diese 165€ Jobs jetzt auch ans ALG2 angerechnet werden. Warum soll man denn da überhaupt noch nen Nebenjob annehmen, wenn das dort verdiente Geld, (was man am schluß ja sowieso für Sprit ausgibt, um zu der Arbeitsstelle zu kommen ) unterm Strich am Monatsende eigentlich nix bringt?

Sorry, ich will echt kein sogenannter Sozialschmarotzer sein, aber ich frag mich grad ernztlich...
Mich würde da mal eure Meinung interessieren...

FG, MAD

Schneida
03.05.2005, 21:12
Durchrechnen

Es gibt auch hier im Arbeitslosen NETZ Beispiele zu Berechnungen und verschiedene links, um sich zum Thema schlau zu machen.

Fahrkosten können z.B. mit bei der Berechnung einfließen.

Aber es bleibt natürlich knapp mit den Zuverdienstmöglichkeiten, dazu gibt es ja auch schon Kritiken der Gewerkschaften und der Erwerbsloseninitiativen.

Im Moment ist es halt erst mal so und ggf. kann man sich engagieren, an der Diskussion beteiligen und vielleicht bewegt sich ja was ...

:Action2:

Grüße

E.Schneider

Betroffener
03.05.2005, 21:34
Ich möchte zur Antwort von E.Schneider ergänzen:

es gibt verschiedene 1 Euro Jobs.

die öffentlich geförderten (da kann man alles behalten)
die nicht öffentlich geförderten (da gibt es diese Abzüge, wie an anderer Stelle schon beschrieben, daß da je nach Absetzmöglichkeiten von 165 Euro zwischen 35 bis ca. 65 Euro übrigbleiben.)

Insofern ist die Aussage zumindest unsachlich, das jetzt immer bei 165 Euro Jobs angerechnet wird. Es hängt von der Maßnahme ab.

Nach meinem Kenntnisstand sind aber gerade die öffentlich geförderten hochaktuell, um die Statistiken zu frisieren.
Mit dem Knopf: http://www.arbeitslosennetz.de/forum/templates/subSilver/images/icon_mini_search.gif Suchen (http://www.arbeitslosennetz.de/forum/search.php) und der Eingabe von 165 solltest Du fündig werden.

FXS64
04.05.2005, 09:16
Es ist ja auch das erklärte Ziel, dass die ALG2 Empfänger sich nicht mit ALG2 und Nebenjob durchs Leben schlagen können sondern dass diese Menschen gezwungen werden sich nach was Vollzeitmäßigem umzuschauen. Vor Harz konnten sich die "richtigen" Sozialschmarozzer ja sehr gut mit Sozialhilfe/Nebenjob/Schwarzarbeit über Wasser halten. Diesen Leuten ging es oft Besser als vielen der arbeitenden Schicht. Das will man ja mit Harz etwas eindämmen. Logisch, dass dann solche Methoden rauskommen. Leider erwischt es jetzt Alle und nicht nur die Sozialschmarozzer - aber das ist ja immer das Problem bei solchen einschnitten.

Ziel soll eben sein, dass man sich mit seiner Situation nicht abfindet und mit ALG 2 und Nebenjob seinen Lebensunterhalt bestreiten kann sondern eben nach Mehrarbeit sucht. Das weitere Problem was die Regierenden nicht bedacht haben, es gibt im Moment eben keine Arbeit ... was kann dann die überwiegende Mehrheit dafür dass es eine Minderhit gibt die Jahrelang unsere Sozialsysteme ausgenutzt haben. Wie gesagt, leidtragend sind nun leider Alle.

In deinem Fall würde ich jedoch Fahrtkosten geltend machen und das Ganze als Einstieg nutzen. Im Lebenslauf und bei Bewerbungen liest es sich sicher Besser wenn da steht, Nebenjob - als Nix gemacht ... und dann hast du vielleicht mal gerade deshalb einen kleinen Vorteil gegenüber einen Mitstreiter um den Job. Die meisten Unternehmer legen gesteigerten Wert auf "lückenlose" Lebensläufe.

ulysses
04.05.2005, 15:15
.. obgleich und zum Glück heute lückenlose Lebensläufe mehr und mehr - auf Grund der Gegebenheiten - als kaum darstellbar gelten.

Dazu sollte man vielleicht noch sagen dass schummeln im Lebenslauf meistens 'auffliegt'. Allenfalls dass man eine unbelegte Zeit als eine freiberuflich tätige Phase darstellen kann.