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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bescheid noch nicht da, was jetzt?


Medea
21.02.2006, 15:48
Hallo!

Ich bin vor kurzem ausgezogen. Da ich den Bezirk gewechselt habe, durfte ich den Erstantrag nocheinmal ausfüllen... :-x . (die Akte von einem Bezirk in den anderen schicken wäre ja nicht einfacher...)Habe für diesen Monat noch kein Geld bekommen, da der Bescheid noch nicht da ist...
Jetzt bin ich pleite... (jaja umzug ist teuer)... Bekomme ich beim zuständigen Amt Geld für Lebensmittel, Lebenshaltungskosten UND Miete??? Nach zwei Monaten nicht gezahlt, werde ich laut Mietvertrag gekündigt... Was kann ich jetzt tun?

LG Medea

P.S.: Weiß eigentlich jemand hier, warum die Anträge so lange dauern???
Wenn die nicht genügend Leute haben, sollen die welche einstellen...

StephanK
21.02.2006, 17:02
Geh zum Amt und verlange eine Vorschusszahlung, und zwar in einer Höhe, die Dir erlaubt, Deine Miete zu zahlen und Dich zu ernähren.
Zur Vorschusszahlung verpflichtet sind die Ämter zwar erst einen Monat nach Antragstellung, aber sie sind bei einer Notlage nicht daran gehindert, auch früher zu zahlen. Deine Notlage solltest Du knapp, aber anschaulich schildern.

Die Bearbeitungsdauer hat wahrscheinlich nicht unbedingt etwas mit Personalmangel zu tun. Jedenfalls gibt es auch noch andere Gründe, die das ganze Verfahren verlangsamen - z.B. dass die Software der ARGEn sich nur ganz schlecht an Änderungen in den gesetzlichen Bestimmungen anpassen lässt. Das ist ja auch so was seltenes, dass damit hat kein Mensch rechnen können... :wink:

Limone
16.03.2006, 14:41
@ Medea: Personalmangel ist durchaus eine mögliche Erklärung. Ursprünglich war mal vorgesehen, dass jeder Fallmanager etwa 70-80 Bedarfsgemeinschaften betreuen sollte, in der Praxis sind es oft 200 (gibt sicher auch Ausnahmen, wo es weniger sind ...) . Das ist nicht wirklich zu schaffen. Und mehr Personal einstellen - das wurde in vielen Fälle gemacht, unsre Behörde hat von anfangs 40 auf 70 aufgestockt, weil die Zahl der Bedarfsgemeinschaften so viel höher war als Ende 2004 vermutet wurde. Aber selbst damit sind es pro Sachbearbeiter noch zu viele, um die er sich kümmern muss, dass es mitunter leider so lange dauert. Bei uns ist z.B. auch keine wirkliche Vertetung da, wenn man krank ist oder ein paar Tage frei hat. Als ich mal 2 Wochen im Krankenhaus war, hatte ich nachher 4 Riesenstapel Akten und Briefe auf meinem Schreibtisch. Der Kollege im Büro kann gerade mal so das Telefon und die Bürger, die ohne Termin vorbeikommen, halbwegs abdecken, aber mehr schafft er nicht, da er ja selber so viel zu tun hat. Nach diesen 2 Wochen Krankschreibung dauerte es teilweise Wochen, bis ich manches erledigt hatte, weil ja die tägliche Post, Termine, Anrufe etc. immer dazukommen (+ Schulungen, zeitraubende Statistikaufgaben, die aber ach so dringend sind usw.). Hab das auch den Chefs gemeldet, dass ich Verstärkung bräuchte, aber das wurde nur abgewunken. Ja, vierteilen kann ich mich leider auch nicht, mehr als arbeiten und Überstunden machen geht nicht ...

Meist hilft es, wenn man nachbohrt und den Fall dringend macht, um einen Termin und Vorschuss bittet, wenn man sich nicht anders zu helfen weiss, kein Geld privat leihen kann usw. Am besten einen Termin beim nächst höheren Vorgesetzten geben lassen, auf die dringende Notlage hinweisen und auf bevorzugte Bearbeitung bestehen!!!

@ StephanK: ach ja, die Software. Ein schönes Thema :) A2ll ist schon arg, Prosoz auch nicht besser ;) Jede Woche Serverwartung und Zahllauf = mindestens 2 Std. sind die PCs lahm gelegt :-x