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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "kleiner Leitfaden" - Anruf nach schriftlicher Bew


StephanK
04.05.2005, 12:31
Die Lektüre des kleinen Leitfadens bringt mich zu einer Nachfrage:
Ist der "Nachfass-Anruf" wirklich in jedem Fall nötig oder überhaupt nützlich? Oder kommt es da nicht doch ziemlich auf den jeweiligen (potentiellen) Arbeitgeber an?

Zum Beispiel in allen kleineren Unternehmen, die keine eigene Personalverwaltung unterhalten und Bewerbungen nebenbei bearbeiten, wenn ihnen die übrige Arbeit gerade mal die Zeit dafür lässt, kommt ein solcher Anruf mit großer Wahrscheinlichkeit ungelegen, weil er den Angerufenen aus seinem Arbeitsablauf herausreißt. Keine gute Kommunikations-Situation, oder?

Zum Beispiel in großen Unternehmen oder Verwaltungen, bei denen Bewerbungen stark arbeitsteilig bearbeitet werden, zwischen Personal- und Fachabteilung hin- und hergereicht werden: Es ist dort recht schwierig, jemanden anzutreffen, der "aus dem Stand" weiss, wie weit die Sache gediehen ist und einem das auch noch offen sagt.

Diese Bedenken beruhen auf eher negativen Erfahrungen, die ich mit Nachfass-Anrufen gemacht habe. Deswegen meine Frage, ob diese Empfehlung nicht vielleicht ein wenig relativiert werden müsste.

Betroffener
04.05.2005, 14:42
@Stephan,

die Überlegung hat natürlich auch etwas für sich.

Andererseits halte ich es für müssig, ewig auf eine wie auch immer geartete Rückantwort zu warten.

Deshalb war ja auch der Hinweis dazu, höflich zu fragen, wann und ggf. wen man zu gegebener Zeit wieder ansprechen könne.

Wichtig ist auf jeden Fall die persönliche Kontaktaufnahme, das sich in Erinnerung bringen, das sanfte erzeugen "des schlechten Gewissens" (weil immer noch nicht bearbeitet - warum auch immer), ggf. das in Erfahrung bringen, das sich Anforderungen geändert haben - was auch immer.

Das halte ich auf jeden Fall für besser (auch wenn es jemanden aus der Arbeit reissen sollte - das wird eigentlich immer der Fall sein!), als nur zu warten. Es wird ja auch Interesse damit bekundet - was bei anderen Bewerber, die sich nicht melden als fehlend angesehen wird.

Meine Erfahrung aus vielen Jahren Vertrieb und auch Personalwesen:
- einfach nur Angebote / Bewerbungen aussenden bringt trotz intensiver Arbeit den geringsten Erfolg
- durch nachhaken ergeben sich in fast allen Fällen weitere Ansatzpunkte (positiver oder negativer Art), auf die man/frau reagieren kann.

Auf den Keks gehen soll man den Leuten dabei natürlich nicht - deshalb ja auch der Tipp zu fragen, wann es in etwa gut passen würde und wer zuständig ist als direkter Ansprechpartner.

Wichtig ist doch für alle Beteiligten, auf den Punkt zu kommen und die Dinge nicht ewig zu verschleppen - damit ist keinem gedient.