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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : selbst Kündigen oder gekündigt werden?


Lea007
07.05.2007, 15:49
Ich fange am 01.07. bei der neuen Firma an. Was ist für mich lukrativer: selbst Kündigen oder gekündigt werden? Ich habe schriftliche Zusage von der neuen Firma. Ich vermute, wenn ich selbst Kündige, „sieht es besser aus“ für mein Zeugnis und Lebenslauf. Neue Stelle bittet mir mehr Gehalt und Perspektiven, habe aber Probezeit – 6 Monate. Wenn es dann doch etwas Schief gehen sollte, würde ich wahrscheinlich bei Selbstkündigung kein Anspruch auf ALG haben. Obwohl meine jetzige Firma gar keine Aufträge mehr hat und hat Schwierigkeit Gehälter zu bezahlen. Arbeitsamt soll sich normalerweise freuen, dass ich mir selbst eine Stelle gefunden habe. Nur Selbstkündigungen sehen sie überhaupt nicht gern.

StephanK
07.05.2007, 16:23
:welcome: Lea007,
leider trifft Dein Verdacht zu: Wenn Du jetzt selbst kündigst könnte Dir das unter Umständen auch noch am Ende des künftigen Arbeitsverhältnisses "nachschleichen" und eine Sperrzeit zur Folge haben. Im Hinblick auf die Arbeitsagentur ist es also besser, wenn Du gekündigt wirst.

Im Hinblick auf Deinen Lebenslauf wäre eine Eigenkündigung zwar besser, aber eine Kündigung, die ausdrücklich mit Auftragsmangel des Arbeitgebers begründet wird schadet Dir auch nicht.

Wenn man beide Gesichtspunkte gegeneinander abwägt, wäre es in Deinem Fall wohl besser, wenn der Arbeitgeber Dir kündigen würde. Achte auf die korrekte Begründung - und natürlich darauf, dass Du ein gutes Zeugnis bekommst.

ratsuchende
07.05.2007, 16:28
Hallo!

Wenn die neue Stelle UNBEFRISTET ist, ist es kein Problem, selber zu kündigen, es folgt auch keine Sperre, wenn es schief geht. Bei einer neuen BEFRISTETEN Stelle ist es aber ratsam, sich kündigen zu lassen, da sonst sehr wohl eine Sperrzeit verhängt wird. Die Probezeit alleine spielt keine Rolle!

Lea007
10.05.2007, 08:13
Danke schön, ich werde mich wohl doch kündigen lassen, wegen des Auftragsmängels. Gibt es vielleicht Muster-Zeugnisse dafür? Mein jetzige AG war immer mit meine Arbeit sehr zufrieden und wird nichts dagegen haben, wenn ich einen fertigen Zeugnis vorlege zum unterschreiben.

Lea007
10.05.2007, 08:17
Diese Seite ist sehr nützlich, Danke dafür. Noch eine Frage: wie ist es mit Aufhebungsvertrag in meinem Fall?

StephanK
10.05.2007, 09:21
Ein Aufhebungsvertrag hätte die gleiche Problematik in puncto Sperrzeit wie eine Eigenkündigung, wie sie die Ratsuchende und ich weiter oben schon angesprochen haben.

Hinsichtlich Arbeitzeugnis schau Dich vielleicht mal bei http://www.arbeitszeugnis.de um. Man sollte aber nicht schematisch vorgehen, sondern immer auf den konkreten Arbeitsplatz und die dortigen Aufgaben bezogen. Das einzige, was mehr oder weniger schematisch ist, ist die "Note", also die Sache, wie "voll" die Zufriedenheit ist, zu der Du die Aufgaben erledigt hast.

Gerade wenn Du das Zeugnis selbst formulieren kannst, achte darauf, dass Deine Aufgaben richtig beschrieben werden: Vollständig mit Erläuterung, welche Verantwortung(en) Du dabei getragen hast (ausführend, planend, steuernd - nach Anleitung oder selbständig) - und dennoch so knapp wie möglich zusammengefasst.

Wenn das Verhältnis zum Arbeitgeber gut ist, kannst Du Deinen Zeugnisentwurf auch vorher noch mal mit einem Personal-Menschen (so vorhanden) besprechen. Diese Leute kennen sich mit den Feinheiten der Formulierung aus.