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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Begründung Kündigung während der Probezeit


giubed
09.05.2007, 12:37
Hallo,

mir wurde während der Probezeit gekündigt, da das Arbeitsverhältnis zwischen meiner Ex-Chefin und einem Kollegen nicht gut war und Null Einarbeitung stattfand. Letzendlich war der Kollege das Problem, meine Ex-Chefin war nicht ehrlich zu mir und ich darf es ausbaden.
Nun gut, wie kann ich das in einem Gespräch so begründen, dass es zu meinen Gunsten steht? WEnn ich die Gründe für die Kündigung nenne, wirkt das für den Interviewer immer so, als ob ich das Problem in der Firma gewesen war.

Vielen Dank für Eure Hilfe!

StephanK
09.05.2007, 23:49
:welcome: giubent,
ich finde, dass diese Frage kaum zu beantworten ist ohne Dich, Deinen Beruf, Deinen bisherigen Arbeitsplatz und die Verhältnisse dort zu kennen.

Jedenfalls ist es immer schwierig, wenn einem während der Probezeit gekündigt wurde. Zwei Eindrücke sollte man zu vermeiden versuchen, nämlich (1) dass man die Aufgabe nicht bewältigt hat und (2) dass man sich nicht in das Team einfügen konnte. (2) ist schwierig zu erklären, weil man sich selbst natürlich als anpassungsfähig darstellen muss. Ich denke, Du kannst aber schon auf das Betriebsklima Bezug nehmen, vor allem, wenn es ein kleinerer Betrieb war. Jedenfalls verständigen Personalentscheidern ist klar, dass es Situationen gibt, in denen man einfach kein Bein auf den Boden kriegt, selbst wenn man sich Mühe gibt. Trotzdem sollte der Hinweis darauf vorsichtig und diplomatisch geschehen, weil es nicht gerne gesehen wird, wenn man seinen vorherigen Arbeitgeber "anschwärzt".

giubed
10.05.2007, 16:14
Hallo Stephan,

vielen Dank für Deine Antwort :) .
Ich habe für diese Firma (weltweit 30.000 Mitarbeiter) knapp zwei Jahre im Management (bin Diplom-Kauffrau) gearbeitet , weil ich

in der ersten Abteilung über ein Jahr als befristete Arbeitskraft gearbeitet habe (Probezeit ohne Probleme überstanden!) und später
intern gewechselt bin (kompletter neuer Fachbereich mit komplett anderen Aufgaben); unbefristeter Arbeitsvertrag nochmals ProbezeitIch muß dazu erwähnen, dass ich in der ersten Abteilung super eingearbeitet wurde bzw. immer einen Ansprechpartner hatte u. konnte innerhalb kurzer Zeit die Aufgaben übernehmen. Außerdem habe ich selber Kollegen eingearbeitet.

Genau das Gegenteil war es in der zweiten Abteilung. Ich habe mich selbst eingearbeitet, da mir keiner in dem Fachbereich genug Infos geben konnte. Habe mir die Infos selber zusammengesucht über etliche Umwege. Und ein bestimmter Kollege, hat nicht eingesehen, mich manchmal zu unterstützen, so dass er mir das Leben nicht sehr leicht gemacht hatte.

Meine Vorgängerin hat nur drei Monate die Aufgaben gemacht u. gleich abgegeben. Mein Vorvorgänger hatte kaum Zeit für mich. Meine Chefin war auch nicht die große Hilfe. Letzendlich weíß ich, dass sich meine Ex-Chefin keine Gedanken gemacht hatte, bezügl. Aufgaben-Übergabe u. sonstige Unterstützung. Darüberhinaus war sie nicht ehrlich zu mir u. das hat mich am meisten geschockt :mad: !

Probleme in den Teams hatte ich nie.

WEnn ich den Vorstellungsgesprächen erwähne, dass ich mit einem Kollegen nicht klar gekommen bin, bedeutet es für einen Personaler, dass ich ein schwieriger Mensch bin und nicht teamfähig. Erwähne ich das mit der miserablen Aufgabenübergabe, heißt es ich hätte keine Initiative ergriffen und konnte die Aufgaben nicht überwältigen. So oder so lande ich immer beim selben Ergebnis, was ziemlich frustrierend für mich ist. :(


Gruß,
giubent

StephanK
10.05.2007, 18:48
Danke für die zusätzliche Information. Sie führt dazu, dass ich ein deutlich anderes Bild gewinne. Ich weiss jetzt nämlich, dass das ein Riesen-"Laden" war. Deswegen ist mir auch klar (und den meisten Personal-Menschen wohl auch), dass Abteilungen ein gewisses Eigenleben führen können und das Klima in Abteilung Y total mies sein kann, auch wenn es vorher in Abteilung X prima war.

Ich denke, genau dies gilt es auch bei Bewerbungsgesprächen zu vermitteln. Natürlich muss das deutlich diplomatischer geschehen und unter Vermeidung des Eindrucks, Du wolltest eigene shortcomings auf den früheren Arbeitgeber schieben. Das wird aber auch dadurch klar, dass Du ja schon länger im gleichen Unternehmen gearbeitet hattest und der neue Arbeitsvertrag keiner mit einem neuen Arbeitgeber war; auch das solltest Du betonen, denke ich.

giubed
15.05.2007, 15:52
Hallo Stephan,

vielen Dank und drück mir die Daumen !

Gruß,
giubent