Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ärztlicher Dienst der Arbeitsagentur
beatmucke
11.05.2007, 13:03
Hallo, ich habe demnächst einen Termin beim Ärztlichen Dienst des Arbeitsamtes wegen meiner Psychischen Erkrankung,sprich Angst und Panikstörung , Depressionen und Schlafstörungen.
Meine Frage: Was wird da gemacht ? Gibt es bei einer Erkrankung der Psyche auch eine körperliche Untersuchung oder kommt es da nur zu einem Gespräch zwischen Arzt und Patient?
Wer hat sowas schon hinter sich und kann mir bissl was davon berichten?
Vielen Dank schon im Voraus::::::Die Beatmucke
StephanK
11.05.2007, 14:21
Ich kenne den Ärztlichen Dienst der Arbeitsagentur nicht aus eigener Erfahrung. Deswegen kann ich nur aufschreiben, was mir logisch oder plausibel erscheint:
Eine körperliche Untersuchung könnte in Deinem Fall nur den Zweck haben, körperliche Ursachen auszuschließen, also die Diagnose zu sichern. Wenn Du bereits in ärztlicher Behandlung stehst wird das aber nicht nötig sein und auch nicht stattfinden. Deswegen wird es sich wahrscheinlich darauf beschränken, dass Du über Krankheitsbild, die bisherige Behandlung und vor allem über Einschränkungen berichtest, die das für Dich bedeutet, denn es geht ja in erster Linie um die Frage, ob und/oder unter welchen Voraussetzungen Du eine Arbeit annehmen kannst/könntest.
Seebarsch
11.05.2007, 15:17
Hallo,
der ärztlich Dienst wird psychische Erkrankungen nur sehr schwer feststellen können. Zur Abkürzung des Verfahrens kann man dann auch, wenn man will, eigene Befundunterlagen des behandelnden Arztes mitnehmen. Anhand dieser Unterlagen wird dann der ärztliche Dienst auch seine Einschätzung hinsichtlich der Leistungsfähigkeit und Einsetzbarkeit auf dem Arbeitsmarkt treffen.
Übrigens können psychische Störungen als Krankheitsbild durchaus auch körperliche Beeinträchtigungen oder Symptome verursachen!
:razz:
beatmucke
12.05.2007, 12:13
Hallo und vielen Dank für die Antworten.
Ich bin seit mehreren Jahren wegen dieser Erkrankung in ärztlicher Behandlung bei meinem Hausarzt und bei einer Psychtherapeutin.Also dürfte es ja wohl genug Unterlagen zu meiner Sache geben. Der Ärztliche Dienst fordert mit meinem Einverständnis die Krankenakten bei den behandelnden Ärzten an.
Ich habe nur so meine Bedenken, das der Ärztliche Dienst nicht objektiv den Grad meiner Einschränkungen erkennt,also von der eigentlichen Belastung, die solch eine Langwierige Erkrankung mit sich bringt, keine Ahnung hat. Wie gesagt, seit nunmehr 5 Jahren kämpfe ich gegen diese Krankheit an, mit allen Höhen und Tiefen.Ich weiß aus den Erzählungen aus dem Bekanntenkreis, das dieser Ärztliche Dienst oftmals die Schwere der Erkrankung nicht erkennt bzw. erkennen will und man somit als voll erwerbsfähig eingestuft wird.
Wenn dies bei mir der Fall wäre, würde ich wohl längst wieder in einer Tätigkeit sein,bzw.nicht noch immer ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen.
Meine Therapeutin ist der Meinung, das es ohne Therapie noch immer nicht geht und auch noch kein Ende abzusehen ist.
Ich hoffe mal, das man das alles dort wirklich so erkennt, sicherlich muss ich ja auch noch so einiges erzählen beim Ärztlichen Dienst.
Manchmal entscheiden die ja auch gleich per Aktenlage, wenn genügend Material vorhanden ist , um eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vorzunehmen, sagte mir die Vermittlerin auf dem Amt. Dann wird man gar nicht erst vorgeladen.
Also muss ich wohl abwarten, was nun passiert.
Wünsche ein schönes WE LG Die Beatmucke
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