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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vermittlungsvorschlag 2 Stellenangebote - Sanktionen


wolle04
15.05.2007, 12:23
Hallo zusammen!

Bin durch zufall auf dieses Forum gestoßen und habe auch gleich eine ganz dringende Frage:

Ich habe von der Agentur für Arbeit einen Vermittlungsvorschlag zugeschickt bekommen, habe dann auch eine Bewerbung zu der Firma hingeschickt. Zwei Tage später hatte ich dann dort ein Vorstellungsgespräch. Dann wurde mir eine Stelle angeboten. Doch leider ist die Stelle über 1 Stunde von meinem Arbeitsplatz entfernt. Ich hatte trotzdem erstmal zugesagt, da ich keinerlei Sanktionen von der Agentur für Arbeit bekommen möchte.

Einen Tag später hab ich einen Anruf von einer Firma, ca. 10 km von meinem Wohnort entfernt, bekommen mit der Aussage das Sie sehr interessiert an mir wären und das es eigentlich nur noch um Formalitäten ginge (Zu wann ich anfange und Gehalt). Diese Stelle ist eigentlich sowas wie ein Traumjob für mich.

Nun kommt die Frage:

Wie kann ich bei der ersten Stelle absagen ohne Sanktionen von der Agentur zu bekommen. Ich habe noch nichts schriftliches und soll schon morgen bei der weit entfernten Stelle anfangen. Bin völlig verzweifelt, bitte helft mir möchte meinen Tarumjob nicht aufs Spiel setzten.

Vielen Dank im Voraus

StephanK
15.05.2007, 13:22
:welcome: wolle04,
vielleicht solltest Du der Aussage, dass es "nur noch um Formalitäten" gehe ein klein wenig vorsichtiger und skeptischer begegnen. Gab es denn bei "Firma 2" schon eine Vorstellung? (Du schreibst nur von einem Anruf.)

Ist die "Zusage" bei "Firma 1" denn schon ein verbindlicher (schriftlicher!) Arbeitsvertrag oder hängt die Sache in einem Zwischenstadium? Wenn dort noch nicht alles festgeklopft ist, lässt sich evtl. eine Probezeit vereinbaren. während derer sich das Probearbeitsverhältnis für beide Seiten leicht wieder lösen lässt.

wolle04
15.05.2007, 13:32
Ein Vorstellungsgespräch gab es. Zwar nur mit dem Lagerleiter (ging um eine Stelle im Lager) aber der sagte auch zu mir, dass er mich gerne einstellen will, da ich auch Erfahrungen in dem Bereich wo die Firma tätig ist habe. Anschließend habe ich dann mit der Personalchefin telefoniert und die hatte auch schon mit dem Lagerleiter gesprochen und war der Meinung das wenn ich dort gerne anfangen möchte keinerlei einwände Ihrerseits bestehen. Sie müsste halt nur noch mit dem Chef über den Zeitpunkt und Gehalt reden, dann sei alles fix.

Bei der zweiten Stelle hingegen wurde mir die Pistole auf die Brust gesetzt, dort wurde mir gesagt, dass man ja engen kontakt mit meiner Agentur pflegen würde und man ja mit meiner Sachbearbeiterin reden könnte wenn ich das Angebot ablehnen würde, oder ein paar Dinge mir nicht gefallen würden, schließlich müsste ich ja jede Arbeit annehmen. Ich finde das ist nicht gerade der Ton für eine gesunde zusammenarbeit!

StephanK
15.05.2007, 13:43
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich denke, aus der Sache kommst Du nur heil raus, wenn Firma 2 sehr schnell mit einem Arbeitsvertrag in die Schuhe kommt, so dass Du das Angebot von Firma 1 sozusagen überholst. Dann ist es auch schnuppe, dass Du das Angebot von Firma 1 ablehnst.

Meine Frage, ob mit Firma 1 bereits ein Arbeitsvertrag geschlossen wurde, hast Du aber nicht beantwortet. Das ist - jenseits von Gedanken an die Arbeitsagentur - auch in anderer Hinsicht wichtig, nämlich wegen denkbarer Schadensersatzansprüche gegen Dich, wenn Du arbeitsvertragswidrig nicht erscheinst. Nur wenn noch kein Arbeitsvertrag geschlossen wurde, ist noch Verhandlungsspielraum da - evtl. auch zum "hinhalten".

wolle04
15.05.2007, 14:25
Unterschrieben habe ich noch gar nichts!

Ich habe der Firma 2 auch ein bißchen erklärt, dass ich eine schnelle Entscheidung (einen Arbeitsvertrag) benötige, da ich einen anderen Arbeitsvertrag angeboten bekommen habe.

Hab dazu noch eine Frage:

Was gäbe es denn für Sanktionen, wenn ich den Arbeitsplatz einfach ablehnen würde?
Hatte ja auch im Vermittlungsgespräch über das Thema Entfernung gesprochen und mit meiner Sachbearbeiterin abgesprochen nicht mehr als eine Stunde pro Fahrt mit Ihr Vereinbart. Doch diese Stelle sind nun mehr als eine Stunde (zwar nur zehn minuten aber dennoch mehr) entfernt.

StephanK
15.05.2007, 16:38
Unterschrieben habe ich noch gar nichts!Gut so!

Was gäbe es denn für Sanktionen, wenn ich den Arbeitsplatz einfach ablehnen würde?Eine Sperrzeit von zwölf Wochen.

Hatte ja auch im Vermittlungsgespräch über das Thema Entfernung gesprochen und mit meiner Sachbearbeiterin abgesprochen nicht mehr als eine Stunde pro Fahrt mit Ihr Vereinbart.Wenn diese Vereinbarung in einer Eingliederungsvereinbarung schriftlich festgehalten wurde, dann bist Du mit 'ner Ablehnung auf der sicheren Seite. Wenn es nur eine mündliche Absprache ist, hängt Dein "Schicksal" davon ab, ob die Dame sich korrekt erinnern kann und will... :roll:

Seebarsch
15.05.2007, 17:02
Hallo wolle,
ich muss Stephan mal ins positive korrigieren.
Bei der ersten Ablehnung einer Stelle gibt es eine Sperrzeit von 3 Wochen.
siehe auch § 144 Absatz 4 Nr 1c SGB III. (http://bundesrecht.juris.de/sgb_3/__144.html)
Alternativ könntest Du auch die erste Stelle antreten und dann, wenn die 2 Stelle tatsächlich akut wird, innerhalb der Probezeit wechseln!
Solange Du bei der zweiten Stelle wirklich nichts konkretes hast, kann ich Dir nur empfehlen, die erste Stelle anzunehmen!
:sad: