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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Drohung mit Kündigung wegen Montage


whites
18.05.2007, 22:22
Mein Chef hat mir heute abend gesagt (freitag) das ich ab Montag auf montage fahren soll,obwohl ich noch nie auf montage war.
will und kann es nicht.Habe Familie-Frau und 3 Kindern und die auch etliche termine die ich nicht absagen kann/will.
Nun Sagt mein Boss wenn ich am Montag nicht fahre,übrigens mit mein eigenen PKW gibts eine fristlose Kündigung. Unterkunft stellt er aber auslöse zahlt er nicht. Essen muss ich selbst bezahlen.
Wie verhalte ich mich..?

Upsala
18.05.2007, 23:19
Servus White!

Ich denke da wäre ein Fachanwalt für Arbeitsrecht angesagt. Ohne deinen Arbeitsvertrag zu kennen lässt sich da aber m.E. schwerlich eine Aussage treffen. Ich tendiere dazu zu sagen, dass das nicht ganz in Ordnung ist, würde aber sagen nimm den Auftrag an und lass dich von einem Anwalt unter Vorlage deines Arbeitsvertrages beraten, um von dir eventuell vorgelegte Auslagen wieder einzufordern. Dazu solltest du jede Quittung aufbewahren. Trotzig „Nein“ sagen hilft in diesem Fall vermutlich wenig und kostet vermutlich den Job und dann vielleicht auch noch eine Sperre beim ALG I.
Warte noch andere Meinungen ab, denn das war nur:mymind:

StephanK
18.05.2007, 23:31
Ich sehe das genau so wie stupido!
Da es jetzt über's Wochenende ist, wirst Du freilich kaum einen Anwalt erreichen - außer über eine der (allerdings teuren!) Telefonberatungen ("hotlines"). Oder Du schaust Dich mal in einem der Internet-Foren um, die sich speziell mit Fragen zum Arbeitsrecht beschäftigen (was hier bei uns eher ein Randthema ist).

nontes
18.05.2007, 23:41
Schliesse mich Stupido's Meinung an.

Wahrscheinlich wird es nicht möglich sein, juristischen Rat bis Montag einzuholen.

Deshalb bleibt dir zunächst nichts anderes übrig, als der Forderung deines Chefs nachzukommen.

Beachte bitte, wenn du dein eigenes Fahrzeug benutzt, muss dir dein Chef im Falle eines Unfalls keinen Schadenersatz leisten.


Auslöse:
http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=12589

whites
19.05.2007, 00:29
danke für eure antworten.
trotzig nein,habe ich nicht gesagt. aber es kann doch nicht sein das der ag von jetzt auf gleich,mich einfach auf montage schicken will. ich bin mit unterbrechung seid 15 jahren im betrieb.
im vertagt steht nichts von montage. da steht unter anderen nur drinnen das der arbeitnehmer bei vertragswidriger nichtaufnahme der tätigkeit eine vertragsstrafe zahlen soll!! aber ich verweigere ja nicht die arbeit wenn ich am Montag in der werkstatt erscheine,oder?
und wie soll ich ein anwalt aufsuchen wenn ich ja die ganze woche nicht da bin.. was kostet den solche anwaltshotline und kann man die nr erfahren??
die frage ist ja auch nur,muss ich als arbeitnehmer gegen meinen willen auf montage fahren??? danke euch im vorraus...

nontes
19.05.2007, 01:06
Anwalthotlines findest du, wenn du ein wenig googlest.

Aber das hilft dir zunächst nicht weiter, weil der Anwalt deinen Vertrag sorgfältig durcharbeiten muss.

Selbst wenn du im Recht wärest, hilft dir das alles nicht viel weiter.

Dein Arbeitgeber könnte dir eine Änderungskündigung zukommen lassen und damit wäre dein Problem nicht gelöst.

Ehrlich gesagt: die Angelegenheit sieht mir nach einem grösseren Problem aus.

Bei der Gelegenheit sollte man vielleicht über einen Gewerkschaftsbeitritt nachdenken.

whites
19.05.2007, 01:28
ja,wegen ein eintritt in einer gewrkschaft hab ich auch schon nach gedacht. aber wie schnell können die mir helfen. gleich nach eintritt,nach bezahlung oder erst in ein paar monaten. und bekomme ich dann aus trotz vom arbeitgeber nicht trotzdem eine kündigun weil ich in einer gewerkschaft bin? könnte ich mir vorstellen.
was bitte ist eine Änderungskündigung???

nontes
19.05.2007, 04:18
was bitte ist eine Änderungskündigung???

http://www.finanztip.de/recht/arbeitsrecht/arbeitsrecht-aenderungskuendigung.htm



eine kündigun weil ich in einer gewerkschaft bin?

... dass du Gewerkschaftsmitglied bist, musst du dem Boss ja nicht auf die Nase binden ... DAS BLEIBT DEIN GEHEIMNIS !

Die Gewerkschaft wird dir allgemeine Auskünfte geben, nur Rechtsschutz wird erst nach drei Monaten gewährt.

ratsuchende
19.05.2007, 07:03
Beachte bitte, wenn du dein eigenes Fahrzeug benutzt, muss dir dein Chef im Falle eines Unfalls keinen Schadenersatz leisten.



Hallo!
Ich bin ebenfalls der Meinung, daß Du den Montageeinsatz nicht verweigern kannst/solltest. Viele Arbeitsverträge sehen vor, daß man für bestimmte Zeit auch andere Tätigkeiten an anderen Orten ausführen muß. Aufwandsersatz bzw. Auslöse muß aber bezahlt werden.

Im Gegensatz zu obigem Zitat bin ich der Meinung, daß wenn der Chef die Nutzung des privaten Fahrzeugs ANORDNET, ein Schadensersatz bei Unfall nicht ohne weiteres ausgeschlossen werden kann. Dies kann nur dann geschehen, wenn ein Mitarbeiter eigenmächtig statt des Firmenfahrzeugs den Privatwagen benutzt! Deshalb wird in vielen Firmen daruaf geachtet, daß AN eben NICHT den Privatwagen benutzen, sondern das Firmenfahrzeug!

whites
19.05.2007, 10:25
also,muss ich mein kopf einziehn,schlucken und auf montage fahren.
aber aulöse muss er mir bezahlen?? auch wenn er eine ferienwohnung zuverfügung stellt? ausser pfeflegung!
Und mit meinen Fahrzeug muss ich fahren? es sind ca 200km. Muss er mir dann spritgeld geben? Täglich sind es dann noch ca 20km von ferienwhg zu arbeitsstätte. Benutze sonst das Fahrzeug nicht da meine werkstatt im ort ist und ich das Fahrrad benutze.

nontes
20.05.2007, 02:48
ein Schadensersatz bei Unfall nicht ohne weiteres ausgeschlossen werden kann. Dies kann nur dann geschehen, wenn ein Mitarbeiter eigenmächtig statt des Firmenfahrzeugs den Privatwagen benutzt! Deshalb wird in vielen Firmen daruaf geachtet, daß AN eben NICHT den Privatwagen benutzen, sondern das Firmenfahrzeug!

Ich habe meinen Kommentar bewusst kurz gehalten. Das Problem liegt nämlich stets darin, dass ein Arbeitnehmer bei einem Unfall mit seinem Privatfahrzeug anlässlich einer Dienstfahrt fast nie nachweisen kann, dass die Fahrt angeordnet wurde. Da haben die zuständigen Herren nämlich plötzlich immer Amnesie. Genauso verhält es sich mit den Strafzetteln und den Flensburger Punkten.

Was die übrigen Konditionen angeht, solltest du ein Gespräch mit deinem Boss führen.

Auch dann, wenn du für die Arbeit ein Firmenfahrzeug bekommst, sollte der Versicherungsstatus geklärt werden. Ein Firmenfahrzeug würde ich nur mit Vollkasko fahren. Oder mit einer Verzichtserklärung des Arbeitgebers, in der er erklärt, auf alle Forderungen dir gegenüber zu verzichten, die evtl. mit dem Firmenfahrzeug zusammenhängen.

ratsuchende
20.05.2007, 08:49
also,muss ich mein kopf einziehn,schlucken und auf montage fahren.
aber aulöse muss er mir bezahlen?? auch wenn er eine ferienwohnung zuverfügung stellt? ausser pfeflegung!
Und mit meinen Fahrzeug muss ich fahren? es sind ca 200km. Muss er mir dann spritgeld geben? Täglich sind es dann noch ca 20km von ferienwhg zu arbeitsstätte. Benutze sonst das Fahrzeug nicht da meine werkstatt im ort ist und ich das Fahrrad benutze.

Hallo!
Es gibt da einen steuerfreien Betrag pro Tag (längere Ortsabwesenheit), der für zusätzliche Verpflegungskosten vorgesehen ist. Aufwandsersatz für die Fahrtkosten (ca. 30 cent/km) sollte auf jeden Fall sein. Die Unterkunft wird ja dann bezahlt.

Wenn es kein Firmenfahrzeug gibt und auch keins zur Verfügung gestellt wird, fährt man eben mit dem eigenen! Wegen der Haftung bei Unfall gilt folgendes:

Wenn der Unfallgegner Schuld hat, trägt die Kosten dessen Versicherung. Wenn Du selber Schuld bist, muß man über Schadensersatz nachdenken. Wenn man den Unfall grob fahrlässig verursacht hat (betrunken gefahren, bei Rot über die Ampel), bleibt man sowieso auf den Kosten sitzen...

Wenn man mit einem Firmenfahrzeug fährt: Die allermeisten Fahrzeuge sind geleast oder mit Kredit finanziert, also auch meist Vollkaskoversichert! Selbst wenn nicht, die Haftung des AN gegenüber des AG wird bei Nutzung von Betriebsmitteln (als solches wird das Fahrzeug betrachtet, wenn man beruflich aus Weisung des Chefs unterwegs ist) von Gerichten sehr stark eingeschränkt. Ausnahme: grob fahrlässiges Verhalten (s.o)....

whites
20.05.2007, 10:33
also muss der arbeitgeber für die fahrt von 200Km 60 euro bezahlen.
wird nur eine richtung bezahlt? Und was ist dann mit den fahrten zwischen arbeitsstätte und Ferienwhg? das währen auch nochmal,eine richtung 10Km.
Könnt ihr mir da eine zahl nennen wie hoch die Verpflegungskosten sind.
Da muss es doch eine richtlinie geben.

jimmygjan
20.05.2007, 20:29
Hallo zusammen,
hallo white,

ich möchte grundsätzlich die Rechtmäßigkeit der Anordnung des Arbeitgeber (AG) in Zweifel ziehen.
Vorab muss einem aber klar und bewußt sein, wenn man den Anordnungen des AG nicht nach kommt, dass dann alles auf eine Kündigung hinaus läuft. Sodann besteht jedoch die Frage, ob diese Kündigung dann rechtmäßig ist. Wenn mehr als 10 Arbeitnehmer (AN) beschäftigt sind, kommt sodann auch das Kündigungschutzgesetz zur Anwendung. Wenn weniger als 10 Arbeitnehmer, muß eine Kündigung auch begründet sein. Da reicht es eben nicht, dass der AG erklärt, dass der AN nicht mit seinem eigenen Kfz auf Montage gefahren ist. So wie ich es verstanden habe, ist in dem Arbeitsvertrag davon nichts vereinbart. Unter Umständen könnte man die Anweisung des AG auch als Änderungskündigung verstehen !

Für mich scheint auch klar zu sein, das ein AG nicht von "Heute auf Morgen" vom AN verlangen kann, dass er sein eigenens Kfz benutzt, um auf Montage zu fahren! Was wäre z.Bsp. wenn das Kfz reparaturbedürftig sein sollte ? Zahlt der AG vorab auch die Reparatur des Kfz ? Schon allein an diesem Beispiel kann man sehen, dass ein AG so etwas nicht verlangen kann. Der AG kann dieses als "Bitte" äußern, aber der AN braucht dieser "Bitte" nicht nachkommen, es sei denn, es ist im Arbeitsvertrag vereinbart.

Als Ergebnis bleibt festzuhalten, das sich User "white" klar sein muss, was sein Handeln für Konsequenzen hat.

Nachgeben bedeutet keinen "Ärger", sich weigern bedeutet erheblichen Ärger !
Ich bitte meine Ratschläge ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit aufzufassen.

Es grüßt Euch

Jimmy

ratsuchende
21.05.2007, 16:19
Hallo!

Man muß wohl schon die "Kirche im Dorf" lassen. Es ist durchaus üblich (und kommt sicher in D hunderttausendfach vor), daß bei gewissen Fällen, die der AG als "Notfall" ansieht, erwartet wird, daß jemand mal auf Montage fährt und auch, daß dafür der private Pkw benutzt wird. Das mit der Reparatur (@jimmygan) ist kein stichhaltiges Argument.

Die steuerfreie Verpflegungspauschale beträgt, je nach Abwesenheitsdauer zwischen 6 und 12 EUR. Die Fahrtkosten zwischen der Ferienwohnung und der Arbeitsstätte sollten natürlich auch vergütet werden, sie sind ja schließlich, genauso wie die Anfahrt, beruflich veranlaßt!

Wenn jemand als langjähriger Beschäftigter MAL auswärts tätig werden muß, ohne daß dies in Zukunft öfters der Fall ist, würde ich das nicht so streng sehen. Falls es aber in der Zukunft häufiger zu solchen Einsätzen kommen sollte, müßte dies natürlich im Arbeitsvertrag erneut geregelt werden!!!

jimmygjan
21.05.2007, 17:26
Hallo!

Man muß wohl schon die "Kirche im Dorf" lassen. Es ist durchaus üblich (und kommt sicher in D hunderttausendfach vor), daß bei gewissen Fällen, die der AG als "Notfall" ansieht, erwartet wird, daß jemand mal auf Montage fährt und auch, daß dafür der private Pkw benutzt wird. Das mit der Reparatur (@jimmygan) ist kein stichhaltiges Argument.

Die steuerfreie Verpflegungspauschale beträgt, je nach Abwesenheitsdauer zwischen 6 und 12 EUR. Die Fahrtkosten zwischen der Ferienwohnung und der Arbeitsstätte sollten natürlich auch vergütet werden, sie sind ja schließlich, genauso wie die Anfahrt, beruflich veranlaßt!

Wenn jemand als langjähriger Beschäftigter MAL auswärts tätig werden muß, ohne daß dies in Zukunft öfters der Fall ist, würde ich das nicht so streng sehen. Falls es aber in der Zukunft häufiger zu solchen Einsätzen kommen sollte, müßte dies natürlich im Arbeitsvertrag erneut geregelt werden!!!

Halo zusammen,

über dieses Rechtsverständnis kann ich mich nur wundern ! Was heisst hier Notfall ? Ist es ein Notfall, wenn der AG den AN zwei Tage vorher in Kenntnis setzt, dass er auf Montage fahren muß ? Mit Sicherheit ist dieses kein Notfall, wenn wie meist üblich der AG diesesn Auftrag verschlampt hat und bei rechtzeitiger Planung so etwas vermieden werden kann.
Weiterhin besteht nunmal ein Arbeitsvertrag, der eine Montage nicht einschließt. Der AG kann darum bitten, aber der AN muss dem so kurzfristig nicht nachkommen. Anders wäre es zu beurteilen, wenn bei einer längerfristigen Planung eine Montage angeordnet wird. Aber das ist hier nicht geggeben.
Zum Kfz ist zu bemerken, wie die Sachlage denn zu beurteilen ist, wenn der AN überhaupt kein Kfz besitzt ? Die Fahrt zu Montage mit eigenem Kfz kann eben nicht so ohne weiteres erwartet werden. Der AG kann bitten, nicht mehr und nicht weniger ! Es ist das Problem des AG sein Personal zu einem anderen Einsatzort zu transportieren.

Dass bei häufigeren Monatageeinsätzen dann dieses in einem Arbeitsvertrag neu geregelt werden muss ist strikt abzulehnen. Dieses ist eine Änderungskündigung. Der AG muss eine Änderungskündigung aussprechen ! Ob diese Änderungskündigung wirksam ist, ist dann gesondert zu beurteilen. Aber von sich aus einfach den Arbeitsvertrag ändern, kann ich nur empfehlen, wenn damit eine Verbesserung des Einkommens und ander sozialer Aspekte verbunden ist.

Warum sonst sollte ein AN denn den Arbeitsvertrag abändern ? Nur weil der AG so schöne blaue Augen hat ? Oder damit er noch mehr Gewinn machen Kann ?

Also bitte nicht dem AN seiner Rechte beschneiden, einfach so ! Die Gewerkschaften haben lange genug für die Rechte der AN "gekämpft" ! Solche eine Einstellung wie von "ratsuchende", sorry, dass ich es so unmissverständlich sage, ist AN feindlich und kann ich nicht verstehen.

Es grüßt Euch

Jimmy

x_anonymus_x
21.05.2007, 19:53
Hallo Jimmy,

wir alle hier versuchen einfach nur so gut als möglich zu helfen. Und keiner von uns hat den Arbeitsvertrag im genauen Wortlaut gesehen und ebenso kennt keiner von uns die genauen Gründe, die diesen Montageeinsatz notwendig machen - d.h. wenn sich schon gewundert wird, dann selbstverfreilich auch über diese locker dahingeschriebene Unterstellung:

Mit Sicherheit ist dieses kein Notfall, wenn wie meist üblich der AG diesesn Auftrag verschlampt hat und bei rechtzeitiger Planung so etwas vermieden werden kann.

Und auch das Folgende, die Anfahrt zum Arbeitsort ...

Zum Kfz ist zu bemerken, wie die Sachlage denn zu beurteilen ist, wenn der AN überhaupt kein Kfz besitzt ? Die Fahrt zu Montage mit eigenem Kfz kann eben nicht so ohne weiteres erwartet werden. Der AG kann bitten, nicht mehr und nicht weniger ! Es ist das Problem des AG sein Personal zu einem anderen Einsatzort zu transportieren.

... hängt davon ab, was genau im Arbeitsvertrag steht. In der Regel hat es nämlich dem AG wurscht zu sein, wie ein AN seinen Arbeitsplatz erreicht. Und das ist auch gut so, denn ich will mir nicht vorschreiben lassen, ob ich nun zu meinem Arbeitsplatz laufe, fahre, fliege oder schwimme - solange ich pünktlich da bin. Und genau deshalb - wiederum abhängig vom Detail - ist es eben in erster Linie nicht das Problem des AG wie seine Leute zum Job kommen. Selbstverständlich müssen aber Reisekosten (so es denn welche sind und eben keine "einfache" Anfahrt zum Arbeitsort) in einem transparent gestalteten Verfahren abrechenbar sein.

Dass bei häufigeren Monatageeinsätzen dann dieses in einem Arbeitsvertrag neu geregelt werden muss ist strikt abzulehnen. Dieses ist eine Änderungskündigung. Der AG muss eine Änderungskündigung aussprechen ! Ob diese Änderungskündigung wirksam ist, ist dann gesondert zu beurteilen. Aber von sich aus einfach den Arbeitsvertrag ändern, kann ich nur empfehlen, wenn damit eine Verbesserung des Einkommens und ander sozialer Aspekte verbunden ist.

Warum sonst sollte ein AN denn den Arbeitsvertrag abändern ? Nur weil der AG so schöne blaue Augen hat ? Oder damit er noch mehr Gewinn machen Kann ?

Weil manchmal theoretisch Recht haben, auf die Dauer nicht satt macht.

Also bitte nicht dem AN seiner Rechte beschneiden, einfach so !

I'll beg to differ! Es geht nicht darum einfach die Rechte des AN zu beschneiden, das will keiner hier - ganz sicher auch ratsuchende nicht.

Es geht darum im Einzelfall eine Güterabwägung zu machen. Manchmal ist es kurz-, mittel- und auch langfristig taktisch klüger nicht korinthenkackenderweise auf seinem Recht zu bestehen. Ein Arbeitsgerichtsprozeß ist - auch wenn in der Regel sehr AN freundlich - nämlich nicht zwangsläufig so der Hit und wenn die Gegend nur überschaubar genug ist, die Branche sich gut genug kennt und der AG nur pelzig genug ist, dann wird man - trotz Recht haben - erstmal nicht mehr seines (Berufs-)Lebens froh. Manchmal lohnt es sich Dinge erst einmal in Ruhe anzusehen und sich im Zweifel erst beruflich neu zu orientieren bevor man mit dem AG ein riesen Faß aufmacht - sollte der AG denn wirklich dieser AN-saugende Unhold sein - bzw., dann sogar erst recht!

Die Gewerkschaften haben lange genug für die Rechte der AN "gekämpft" ! Solche eine Einstellung wie von "ratsuchende", sorry, dass ich es so unmissverständlich sage, ist AN feindlich und kann ich nicht verstehen.

Nö, seh' ich nicht so. IMHO war das nicht AN feindlich, sondern u.U. einfach nur pragmatisch. Denn eine 1-Mann Demo zum Schutz der AN Rechte vor'm eigenen AG hat bislang nur selten zum Erfolg geführt.

HTH

x_anonymus_x

--
Der obige Beitrag gibt nicht die Meinung des Verfassers wieder.
Alle Angaben ohne Gewähr

jimmygjan
21.05.2007, 21:16
Hallo zusammen,
hallo x_anonymus_x,

wenn man dieses Forum genau liest, dann wird man an meinem Beitrag vom 20.05.07, 20.29 Uhr erkennen, dass ich genau diese pragmatische Lösung angesprochen habe.

Aber immer klein beizugeben, weil man "Angst" hat keinen neuen Arbeitsplatz zu finden, weil der AG jeden in Frage kommenden neuen AG überzeugt, was doch der AN für ein Querulant ist, ist grundsätzlich gesehen nicht die anzustrebende Lösung. Aber genau an diesem Punkt krankt auch unsere Gesellschaft, was durch den Beitrag von x_anonymus_x belegt wird.

Belegt daurch, daß eben die Konsequenzen gefürchtet werden. Wo sind denn die nachfolgenden Atribute der AN geblieben, wenn ich Frage:

Steckt denn in den AN´ern keine Zivilchorage ?
Sind denn alles "Einzelkämpfer" ?
Ist Jeder sich selbst der Nächste ?
Wird denn nicht bemerkt, daß dieses alles durch Politik und Arbeitgeberverbände eine gewollt herbeigeführte Situation ist ?
Wird denn der Beitritt in eine Gewerkschaft immer erst dann akut, wenn die Probleme schon vorhanden sind ?
Wo bleibt die Solidarität unter den AN ?

Ich könnte diese Frageliste noch Seitenlang fortsetzen.

Ich möchte exemplarisch darauf eingehen, daß mir unterstellt wird, daß ich so locker mal daher geplaudert habe, daß der AG wahrscheinlich den Auftrag verschlampt hat. Aber genau dafür sprechen die Fakten ! Fakt ist, daß ein AG am Freitag seinem AN mitteilt, daß dieser am Montag auf Montage zu fahren hat. Dieser Umstand, daß am nächsten Werktag, ein AN auf Montage zu fahren hat, der sonst damit nichts zu tun hat, zeigt entweder, daß der AG kein Zeitmanagement beherrscht oder es ist böswillig. Zu Gunsten des AG unterstelle ich mal, dass es nicht böswillig ist. Also, wo ist das denn dann einfach so daher geplaudert, bzw. mal so locker dahergeschrieben.

Also bitte ersteinmal genau über die Problematik nachdenken !

Im weiteren ist der Einsatzort der Montage nämlich nicht der Arbeitsplatz, welcher bisher seit ca. 15 Jahren vom AN zu erreichen war. Es ist unzumutbar, wenn ein AG verlangt einen Montageeinsatrzort von Heute auf Morgen mit dem eigenen Kfz aufzusuchen !

Ich könnte somit auch jedes angebliche Argument von x_anonymus_x widerlegen, aber dazu ist mir die Zeit zu schade. Mir ist auch klar, daß mit meiner Meinung einige nicht einverstanden sind. Aber es steht ja jedem offen Kritik zu äußern. Aber bitte sachlich dabei bleiben und mir z.Bsp. nicht unberechtigt unterstellen, ich hätte so mal daher geschrieben, denn s.o. habe ich gerade diese Problematik widerlegt !
Im übrigen ist es mir auch egal, was andere dazu sagen und meinen, denn ich für meine Person zeige jedenfalls Zivilchorage, was ich hier bei einigen Usern jedoch vermisse, bzw. diese mir diesen Eindruck vermitteln ! Oder sind hier die User nur im Forum anwesend, wenn ein eigenes Problem vorhanden ist und ansonsten wird mit Abwesenheit geglänzt. Dieses jedenfalls würde meine Bedenken hinsichtlich der AN nur noch bestärken !

Es grüßt Euch, nunmehr insbesondere freundlich

Jimmy

Upsala
21.05.2007, 23:01
Servus Jimmy!

Ich verstehe nicht warum du hier so eine harte Linie fährst.
Im übrigen ist es mir auch egal, was andere dazu sagen und Das gefällt mir überhaupt nicht. Denn damit redet man gleich gegen die Wand.:wut:
Die allgemein gehaltenen Aussagen von „ratsuchende“ und x-anonymus-x“ teile ich. Da ich einige Erfahrung aus der Praxis habe, eben auch im Montage- Bereich, dazu auch beide Seiten (AG-AN) kenne.
Es kommt doch tatsächlich immer auf die Situation an und die ist wahrlich nicht nur vom Terminplan abhängig. Nur sollten solche Extras auch extra vergütet werden und nicht, wie im Fall des Fragestellers, Nun Sagt mein Boss wenn ich am Montag nicht fahre,übrigens mit mein eigenen PKW gibts eine fristlose Kündigung.
gleich Drohungen ausgesprochen werden.:kotz:

x_anonymus_x
22.05.2007, 06:48
Guten Morgen jimmy,

wenn man dieses Forum genau liest, dann wird man an meinem Beitrag vom 20.05.07, 20.29 Uhr erkennen, dass ich genau diese pragmatische Lösung angesprochen habe.

hab' ich schon gelesen.

Aber immer klein beizugeben, weil man "Angst" hat keinen neuen Arbeitsplatz zu finden, weil der AG jeden in Frage kommenden neuen AG überzeugt, was doch der AN für ein Querulant ist, ist grundsätzlich gesehen nicht die anzustrebende Lösung. Aber genau an diesem Punkt krankt auch unsere Gesellschaft, was durch den Beitrag von x_anonymus_x belegt wird.

Wo liest Du in diesem Thread, dass man immer klein beigeben soll?

Steckt denn in den AN´ern keine Zivilchorage ?

Nope, nur halte ich nicht grundsätzlich jedes :sdagegen: für Zivilcourage.

Sollte ich z.B. auf die Idee kommen mich mutterseelenalleine vor einen Castor Zug zu werfen, dann hätte das zwar vielleicht auch etwas mit Zivilcourage zu tun, wäre aber wahrscheinlich keine so wirklich gute Idee ;-)

Sind denn alles "Einzelkämpfer" ?

Nö, sieht man ja z.B. hier an diesem Forum.

Ist Jeder sich selbst der Nächste ?

Hm?! Wie Du angesichts dieser Diskussion auf diese Frage kommst, erschliesst sich mir nicht ganz.

Wird denn nicht bemerkt, daß dieses alles durch Politik und Arbeitgeberverbände eine gewollt herbeigeführte Situation ist ?

Doch, doch, diese Ansicht könnte man durchaus teilen.

Wird denn der Beitritt in eine Gewerkschaft immer erst dann akut, wenn die Probleme schon vorhanden sind ?

Vielleicht nicht immer, aber ab und an ist das halt so.

Wo bleibt die Solidarität unter den AN ?

Aber selbstverständlich ist diese Solidarität vorhanden. Nur, und das möchte ich nicht einfach weggewischt haben, meine Solidarität hilft white (und seiner Familie) erstmal gar nix, sollte er die fristlose Kündigung bekommen, weil ich ihm evtl. - ohne genaue Kenntnis der Sachlage - geraten hätte sich auf die Hinterfüsse zu stellen.

Worst case wäre nämlich u.U.: Arbeitsverweigerung, Kündigung, keine Kohle, erstmal Sperrzeit alg I, Antrag alg II mit entsprechender Wartezeit auf das Geld, parallel dazu Arbeitsgerichtsprozess - und alles mit mehr oder weniger (von hier aus) ungewissem Ausgang. Ich weiß ja nicht wie Du das so siehst, aber wenn es einen geschickteren Weg gibt das Problem zu lösen, dann würde ich den allemal vorziehen. Selbstverständlich kann man da immer noch was von mangelnder Zivilcourage schreiben, aber mit Familie im Rücken ist man halt leider evtl. doch nicht so schnell bei der Hand mit "Widerstand". Das könnte man nun auch auf der anderen Seite mit Verantwortungsübernahme gleich setzen.

Ich könnte diese Frageliste noch Seitenlang fortsetzen.

Und ich könnte darauf seitenlang antworten! Bitte nicht falsch verstehen, mir geht es in keinem Fall um's grundsätzliche "klein beigeben", aber ein Einzelfall taugt IMHO nur sehr bedingt um ein "Zeichen zu setzen".

Mir ist auch klar, daß mit meiner Meinung einige nicht einverstanden sind. Aber es steht ja jedem offen Kritik zu äußern. Aber bitte sachlich dabei bleiben und mir z.Bsp. nicht unberechtigt unterstellen, ich hätte so mal daher geschrieben, denn s.o. habe ich gerade diese Problematik widerlegt !

Sollte das bislang noch nicht deutlich rübergekommen sein, dann gerne explizit: Deine Meinung ist absolut in Ordnung und im Grundsatz teile ich diese auch (sonst wäre ich wahrscheinlich auch nicht hier).

Allerdings die Sachlichkeit, die Du einforderst, die hatte mir bei Deiner Antwort auf ratsuchende ein wenig gefehlt. Nicht jeder, der - nochmal - im Einzelfall! eher für eine besonnene Reaktion plädiert, argumentiert deshalb gleich arbeitnehmerfeindlich.

Oder sind hier die User nur im Forum anwesend, wenn ein eigenes Problem vorhanden ist und ansonsten wird mit Abwesenheit geglänzt.

Dass Du ausgerechnet in einer Diskussion mit "Stamm-Usern" diese Frage stellst, mag zwar rhetorisch in Ordnung sein, mutet mich aber angesichts der eben noch geäußerten "Meinungsfreiheit" seltsam an. Da könnte man fast auf den Gedanken kommen, dass die nur dann taugt, wenn sie Deiner entspricht - und ansonsten läuft man u.U. Gefahr als duckmäuserischer Mitläufer gebrandtmarkt zu werden, der die AN Rechte bei erstbester Gelegenheit verrät und verkauft - Nee, oder? ;-)

Ebenso freundliche Grüße zurück

x_anonymus_x

--
Der obige Beitrag gibt nicht die Meinung des Verfassers wieder.
Alle Angaben ohne Gewähr

ratsuchende
23.05.2007, 18:21
Hallo!
@jimmy
Ich bin nicht der Meinung, daß ich AN-feindlich eingestellt wäre.

Grundsätzlich folge ich Deiner Argumentation voll und ganz. Duckmäusertum und fehlende Solidarität ist vom AG durchaus gewollt, deshalb wurde ja auch in der 16-jährigen Kohlregierung nichts gegen die Massenarbeitslosigkeit unternommen, weil man genau die heutige Situation und Entwicklung wollte (Ausbeutung der Arbeitnehmerschaft, Kapitalisierung von unten nach oben).

"Den Arbeitnehmern ging's einfach in den 70ern zu gut"

Jetzt sieht man, daß es nicht mehr rückführbar und nicht mehr finanzierbar ist und man zaubert die nächste Stufe der Entwicklung zum schlechteren aus dem Hut. Stichwort "Überwachungsstaat - Schäuble-Diskussion", um die Bürger weiterhin und noch schlimmer zu gängeln und zu schikanieren.

Nur darf man jemanden, der ein Problem hat, nicht so ohne weiteres zum Mitstreiter machen wollen, ohne die Realität aus den Augen zu verlieren. Deshalb meine "pragmatische" Antwort. Auch ich war in den letzten 20 Jahren immer wieder gezwungen, Dinge zu tun und Verträge zu unterschreiben, die ich mit 1 Mio auf der Kante NIEEEE getan hätte!

Deshalb mein Dank an x_anonymus_x, dessen Antworten ich mich hiermit ebenfalls anschließen möchte!

Nicht jeder hat die Kraft und das Wissen und ist in der Lage, sich Widerstand "leisten" zu können. Deshalb mein Fazit: Die Deutschen haben aus der Geschichte NICHTS gelernt, im Gegenteil!

Auch ich habe immer wieder von meinen Eltern zu hören bekommen: Besser nicht den Mund aufmachen, gibt nur Nachteile und Probleme. Ich bin froh darüber, trotzdem den Mund oft zu weit aufzumachen, auch wenn ich mir damit mein Leben nicht einfach mache. Das bin ich meiner Selbstachtung schuldig und ich bin stolz darauf!!!!

whites
26.05.2007, 10:40
Danke euch anllen für die vilen verschiedenen antworten.
So,ich bin auf die montage gefahren.
Bin am Montag provokativ zu Fuss zur Werkstatt.
Also,musste mir mein Boss ein Wagen zu verfügung stellen.
Auslöse hat und wird er mir nicht bezahlen. Wenn ich klage kann ich davon ausgehen das er mich kündigt. Aber kann er das so ohne weiteres dann?
Hab ja gehorcht und mir nichts zu schulden kommen lassen.
Übrigens war die arbeit kein notfall,sonder eine arbeit wie jede andere die ich schon seid ca 15 jahre mache...
Fakt ist nur das er mir am Freitag abend erzählt hat das ich am Montag fahren soll.
Nun,aber der Hammer.
Bin jsa nicht alleine gefahren,sondern mit ein Auszubildenden. Der Arbeitgeben hat ihn in der woche von 2 Schultagen befreit und hat ihn natürlich auch keine auslöse gezahlt.
Der arme jung (21 jahre) hat gehungert und ich musste ihn finatziel aushelfen. Was ich aber gerne getan habe.
Also,ich finde das wirklich eine schweinerei was sich der ag da geleistet hat.
Leider hat bei uns in der Firma keine Zivilchorage und sie lassen sich alles gefallen. Denke wenn ich so weitermache werde ich wohl,oder übel gehen müssen...

x_anonymus_x
27.05.2007, 09:04
Hallo white,

So,ich bin auf die montage gefahren.
Bin am Montag provokativ zu Fuss zur Werkstatt.
Also,musste mir mein Boss ein Wagen zu verfügung stellen.

na immerhin! :-)

Auslöse hat und wird er mir nicht bezahlen. Wenn ich klage kann ich davon ausgehen das er mich kündigt. Aber kann er das so ohne weiteres dann?
Hab ja gehorcht und mir nichts zu schulden kommen lassen.

Nochmal zum Punkt Auslöse: Ob Dir Auslöse zusteht, hängt von Deinem Arbeitsvertrag ab:
1. Du hast einen Arbeitsvertrag nach Tarifvertrag, in dem das geregelt ist,
2. Kein Tarifvertrag, aber Du hast einen Arbeitsvertrag, in dem dieser Punkt geregelt ist,
3. weder noch, dann auch keine Auslöse (!)

Zum Punkt Kündigung: Selbstverständlich kann Dir Dein Arbeitgeber nicht kündigen, nur weil Du vielleicht versuchen solltest zu Deinem Recht zu kommen. Aber, und da schreib' ich Dir ganz sicher nichts Neues, ein (Kündigungs-)Grund findet sich (fast) immer. Noch dazu sollte man sich die Größe des eigenen Betriebs ansehen (Stichworte: Kleinbetrieb, Kündigungsschutz).

Beide Punkte haben aber eigentlich nichts mit den Themen dieses Forums zu tun und deshalb die große Bitte: Informier' Dich da nochmal an anderer Stelle.

Nun,aber der Hammer.
[...]
Der arme jung (21 jahre) hat gehungert und ich musste ihn finatziel aushelfen. Was ich aber gerne getan habe.

Jessas! Wieso das denn? Ich dachte, der AG hat euch - nun doch Auto - aber eben auch Unterkunft zur Verfügung gestellt?! Oder musstet Ihr da finanziell in Vorleistung gehen?

HTH

x_anonymus_x

--
Der obige Beitrag gibt nicht die Meinung des Verfassers wieder.
Alle Angaben ohne Gewähr

whites
27.05.2007, 19:28
hallo, ja er hat uns auto und unterkunft gestellt. aber ohne verpflegung.
naja,der stift hat ja kein geld um sich selbst zu verplegen. er muss ja rauchen und so:wut:
da hab ich ihn ausgeholfen.
habe ein tarifvertrag nur von montage steht wie gesagt nichts drinnen..