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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kapitalismus brutal: Betrachtung zu Geld + "Heuschrecke


Betroffener
10.05.2005, 20:53
Kapitalismus brutal

Hier eine meiner Meinung nach sehr bemerkenswerte Sammlung hochinteressanter Artikel, über die ich heute gestolpert bin, wegen deren Umfang aber hier nicht vollständig einstellen möchte, da sich möglicherweise nicht jeder damit wirklich aus einander setzen möchte.

Wirklich spannend dabei ist natürlich die Tatsache, daß die Änderungen der Steuergesetzgebung 2000 und einige andere Maßnahmen der Bundesregierung Deutschland für die "Heuschrecken" erst richtig interessant gemacht hat (und zu diesem Zweck auch hochkarätige Leute aus der Wirtschaft anheuerte, um die Haie zu locken), gegen die (inzwischen nicht nur) Müntefering jetzt wettert, weil das offensichtlich seitens der etwas blauäugigen Regierenden nicht so gedacht war, wie es jetzt gekommen ist.

5 Artikel beschreiben sehr treffend mit erschreckender Präzision mit welchen Methoden da interessante Firmen im wahrsten Sinne des Wortes auseinander genommen werden, von der Stammbelegschaft befreit, finanziell ausgeplündert und wieder "restrukturiert" an die Börse geworfen werden.

Der 6. und letzte Artikel von Zeit-Fragen, Schweiz (Autor: Prof. Dr. Eberhard Hamer, Mittelstandsinstitut Hannover) mag dem einen oder anderen etwas spinnert und übertrieben vorkommen, macht aber im Grundtenor durchaus Sinn (und gibt auch dem Irak-Überfall den vielleicht wirklicheren Hintergrund) und zieht der noch mieseren Seite des Brutal-Kapitalismus amerikanischer Prägung die Maske ab. Dabei fängt er vorsichtig in der Geschichte des Geldes und Geldwertes an ...

Tipp: Bei Zeit-Fragen finden sich viele sehr gute Hintergrund-Artikel zu diversen weltpolitischen und europäischen Themen. Auch viele Themen um die EU und die Verfassung werden hier kritisch beleuchtet. Vor allem liest man/frau hier über die Dinge, die uns die nationalen Regierungen verschweigen.
http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/THEMEN/INDEX.HTM

Viel Spass passt an dieser Stelle nicht - eher erschrecktes Staunen, wie Regierungen und die Großfinanz mit uns wirklich umgehen.
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2 Artikel in Frontal21 im ZDF von Steffen Judzikowski, Hans Koberstein, Dana Nowak vom 03.05.2005

Schnelles Geld statt Arbeitsplätze
Sie sind das Schreckensbild des Franz Müntefering: Private-Equity-Fonds kaufen Unternehmen auf, halten sie drei bis fünf Jahre und verkaufen sie dann meist mit deutlichem Gewinn wieder.
Vollständiger Artikel: Teil 1 - Schnelles Geld statt Arbeitsplätze (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/0/0,1872,2294112,00.html)
Vollständiger Artikel: Teil 2 - Schnelles Geld statt Arbeitsplätze (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/13/0,1872,2294509,00.html)
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2 Artikel von Werner Rügemer 22/23.02.2005 in "Junge Welt"

»Invest in Germany«
Investitionen ohne Arbeitsplätze. Teil 1: Deutschland – ein bevorzugter Standort für Finanzinvestoren. Kurzer Verwertungszyklus, hohe Gewinnraten von 25 bis 40 Prozent
Vollständiger Artikel: Teil 1 - Invest in Germany (http://www.jungewelt.de/2005/02-22/005.php)

Ein Angstregime
Investitionen ohne Arbeitsplätze. Teil 2: Die Gewinne der Finanzinvestoren beruhen auch auf Arbeitsplatzvernichtung, Lohnsenkungen, Outsourcing und dem verstärkten Einsatz von Leiharbeitern
Vollständiger Artikel: Teil 2: Ein Angstregime (http://www.jungewelt.de/2005/02-23/003.php)
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manager-magazin.de, 19.08.2004, 08:41 Uhr
PRIVATE EQUITY

Das Who is Who der Firmenjäger

Von Jörn Sucher und Kai Lange

KKR, Permira, Blackstone, Cerberus – die Branche der Firmenjäger ist reich an schillernden Namen. Genug Geld haben sie alle, doch ihre Strategien unterscheiden sich deutlich. manager-magazin.de stellt die in Deutschland aktiven Spieler vor.

Mit der Attacke auf den Nahrungsmittelriesen Nabisco machte der US-Investor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) 1988 Schlagzeilen und brachte seine Branche gründlich in Verruf. Die Unternehmensgründer Henry Kravis, Jerry Kohlberg und George Roberts wollten bei der Übernahmeschlacht um Nabisco eigentlich im Hintergrund bleiben. Der Deal kostete sie aber nicht nur ihre Anonymität, sondern am Ende auch mehr als 25 Milliarden Dollar.
Vollständiger Artikel: Das Who is Who der Firmenjäger (http://www.manager-magazin.de/unternehmen/mittelstand/0,2828,313831,00.html)
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Artikel 1: Zeit-Fragen Nr. 45 vom 22.11.2004
von Prof. Dr. Eberhard Hamer, Mittelstandsinstitut Hannover

Der Welt-Geldbetrug
Der grösste und weitreichendste Wirtschaftsskandal unserer Tage findet zurzeit durch die Manipulationen an den Geld- und Währungssystemen statt. Der Geldbetrug hat erstmalig eine globale Dimension, weil er sich weltumspannend abspielt, von keiner nationalen Regierung deshalb mehr kontrolliert, gestoppt oder verhindert werden kann, und weil er sogar nach den veralteten nationalen Gesetzen formell legal stattfindet. Sicher ist aber, dass der Geldbetrug wie jeder andere Betrug auch nicht langfristig zur Bereicherung der Täter durch Entreicherung der Opfer führen kann, weil kein freies Geldsystem auf Dauer missbraucht werden kann.

Vollständiger Artikel: Der Welt-Geldbetrug (http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_123c/T01.HTM)

ulysses
27.05.2005, 15:08
Verein nimmt sich die Freiwirtschaftslehre des Anti- Kapitalisten Silvio Gesell (1862-1930) zum Vorbild, die auf möglichst schnellem Geldumlauf basiert


http://www.n-tv.de/536373.html

Betroffener
27.05.2005, 19:27
Das ist ja auch eine interessante Lösung, um das Geld in der Region kursieren zu lassen. Das gefällt mir.

Leider ändert das natürlich nichts am generellen Problem durch nichts - ausser dem Altpapierwert - gedeckter Papierwährungen (im Gegensatz zur guten alten DM!)

sedanon
15.03.2006, 16:25
Verein nimmt sich die Freiwirtschaftslehre des Anti- Kapitalisten Silvio Gesell (1862-1930) zum Vorbild, die auf möglichst schnellem Geldumlauf basiert


http://www.n-tv.de/536373.html
Dazu gibt es auch ein Buch (nur als Info)

jimmygjan
12.04.2007, 21:44
Hallo zusammen,

ich könnte nun auch noch erklären wie die Heuschrecken das Deutsche Steuersystem ausnutzen, was dann zu Laster der Allgemeinheit geht, bzw. wie die Gewinne dann auch noch in sogenannte Steueroasen legal transferiert werden ! Es ist wirklich der Hammer ! Im übrigen hat das ein Herr Heiner Geisler schon längst erkannt und bemängelt deshalb sogar seine eigene Partei (CDU).

Jimmy

Antonia
27.07.2009, 13:23
Interessanter Beitrag - und das aus dem Jahr 2005!
Wie das "Arbeits"-Ergebnis dieser Heuschrecken aussieht, sehen wir nun.

Tip zum Lesen: www.nachdenkseiten.de

Da kriegt man die jeweils aktuellen Nachrichten der Mainstream-Medien nochmal aus einer anderen Perspektive zu sehen und es wird vieles kritisch hinterfragt und kommentiert. Sehr empfehlenswert!