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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umzug bei Selbständigkeit


AndOHV
08.06.2007, 12:09
Ich wohne im Landkreis Oberhavel (Brandenburg) und beziehe ALGII vom Landratsamt Oberhavel.

Mit einem Bekannten (er wohnt in Berlin – er bezieht ALGII vom JobCenter Bln-Mitte) will ich mich in Berlin Selbstständig machen. Zu diesem Zweck haben wir einen gemeinsamen Businessplann erstellt.

Da mein zukünftiger Geschäftspartner nun in Berlin wohnt und ich in Oberhavel, haben wir also bei unseren jeweils zuständigen Ansprechpartnern im Amt, einen Beratungstermin vereinbart.

In Berlin: Kein Problem! - Nach einer ausführlichen Beratung, konnte mein Partner unseren Businessplan ohne Komplikationen bei der IHK Berlin, zwecks einer fachkundigen Stellungnahme einreichen.

In Oberhavel: Termin für eine Erstberatung in 8 Wochen bekommen – das wäre also in der letzten Woche im Juni! L

Das führte zu dem Entschluss, das ich einen Umzug nach Berlin, in die unmittelbare Umgebung unserer zukünftigen Selbständigkeit, beantragte. Denn selbst mit Umzug nach Berlin, würde meine Bearbeitung, dann durch das JobCenter Berlin-Mitte, noch schneller gehen!

Zur Erklärung: Wir wollen dort ein Ladengeschäft eröffnen und haben schon die diesbezügliche Zusage einer größeren bekannten Ladenkette erhalten.

Nachdem ich 3 Wohnungsangebote in unmittelbarer Umgebung unseres zukünftigen Geschäfts vorlegte, wurde mir der Umzug durch das Landratsamt OHV genehmigt. Ich konnte sogar meinen zufüftigen Wohnungs-Vermieter dazu bewegen, mit der Zahlung der Mietkaution zu warten, bis ich die Kaution meiner momentanen Wohnung zurück erhalte.

Jetzt holte ich 3 Kostenangebote für ein Miet-KFZ ein und plante meinen Umzug, mit Unterstützung von Freunden durchzuführen.

Die gute Nachricht: Das Amt genehmigte mir für das Fahrzeug die notwendigen 177 Euro.

Folgende Positionen wurden mir allerdings abgelehnt:

- Benzinkosten für das Miet-KFZ
- Kosten für 10 Umzugskartons

Die Umzugskartons wurden abgelehnt, weil ich mir Zitat: „ein paar blaue Säcke“ besorgen könnte und die sind ausreichend! Ich habe ja dann auch kein Problem, diesbezüglich blaue Säcke zu benutzen, aber es gibt da schon ein paar Dinge, die lassen sich nun mal nicht in solchen Säcken verstauen.

Na und zu den Benzinkosten – gehört zu einem Miet-KFZ nicht auch die Betankung vor Abgabe mit dazu?

Der ganze Umzug würde dem Amt, inkl. der abgelehnten Positionen, ca. 250 Euro kosten! Ich vermute mal, das ist etwa ein zehntel, was vielleicht eine professionelle Umzugfirma kosten würde!

Vielleicht hat ja hier jemand einen Tipp für mich oder ähnliche Erfahrungen gemacht...

StephanK
09.06.2007, 11:40
:welcome: AndOHV,
die Leistungen, um die es Dir geht, sind kommunale Leistungen und im Gesetz nicht näher geregelt. Deswegen kocht hier jeder Landkreis sein eigenes Süppchen, und es gibt nur wenig Rechtsprechung, die zu einer Vereinheitlichung beitragen könnte.

Zur Frage der Umzugskartons gibt es einen hier im Forum (http://www.arbeitslosennetz.de/forum/showthread.php?t=2739) nachgewiesenen Gerichtsbeschluss, der Dir nicht gefallen wird. Evtl. lohnt sich mal ein Blick in die Angebote bei ebay, um billig an welche zu kommen.

Die Ablehnung der Kraftstoffkosten halte ich allerdings für absurd und eine willkürliche Abtrennung eines Kostenanteils, der ganz selbstverständlich dazu gehört. Insoweit scheint es mir angebracht, Widerspruch zu erheben (wie immer: schriftlich und nachweisbar).