Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Widerspruch Dauer?
pumaspuma
19.06.2007, 00:07
Hi Leute,
wie lange dauert eigentlich die Bearbeitung eines Widerspruches?
Ich warte jetzt mittlerweile mehr alsein Jahr.
Wie lange dürfen die sich zeit lassen?
Grüße
Wie lange dürfen die sich zeit lassen?
3 Monate. Nicht mehr, und nicht weniger.
StephanK
19.06.2007, 07:32
Weniger schon - niemand hindert eine Behörde, schneller zu arbeiten :wink:
Teufel hat völlig recht, ich möchte nur ergänzend noch erklären:
Das Widerspruchsverfahren ist ja etwas, das dem Gerichtsverfahren vorgeschaltet ist, um der Behörde die Chance zu geben, sich selbst zu korrigieren. Es ist also eine "Hürde", aber auch nur eine Art Anhängsel des Gerichtsverfahrens und nichts, was unter allen Umständen stattfinden muss.
Deswegen sagt das Gesetz sozusagen: wenn die Behörde es in drei Monate nicht schafft, sich selbst noch mal zu überprüfen, dann hat sie ihre Chance vertan und die Hürde auf dem Weg zum Gericht fällt automatisch.
Für Dich heisst das: Du kannst die Behörde nicht zwingen, über Deinen Widerspruch zu entscheiden - aber Du kannst nach Ablauf der drei Monate gerichtlich gegen den Bescheid vorgehen.
Das ganze ist im §88 SGG (http://bundesrecht.juris.de/sgg/__88.html) geregelt.
Es ist dahingehend auch "schön", dass nicht wie schonmal vorgeschlagen, das Widerspruchsverfahren entfernt wird... so würden die SG gar nicht mehr klar kommen und es wäre auch für den Bürger eine mehrbelastung.
In manchen Fällen hingegen stört es natürlich, lange warten zu müssen, aber im allgemeinen überwiegen die Vorteile doch schon!
Bearbeitungszeit meines letzten Widerspruchs: 5 Monate
Bearbeitungszeit meines letzten Widerspruchs: 5 Monate
Denen hätte ich da schon lange auf den Zahn gefühlt, und mal gefragt was wichtiger ist... Widersprüche des Kunden oder die Onlinepräsenz :engel:
Denen hätte ich da schon lange auf den Zahn gefühlt, und mal gefragt was wichtiger ist... Widersprüche des Kunden oder die Onlinepräsenz :engel:
Gutes Argument *g*
Ich frag mich sowieso warum die ArGe es nicht schafft gleichzeitig beantragte Dinge auch gleichzeitig oder wenigstens zeitnah zu bearbeiten.
Letztes Beispiel:
Ich habe zeitgleich meinen letzten Antrag auf Fortzahlung, den Antrag auf Übernahme der Nebenkostennachzahlung & die Info das sich meine Heizkosten gesenkt haben gefaxt, inkl. den Belegen.
Der Antrag auf Fortzahlung war nach wenigen Tagen bearbeitet, Heizkosten auch, nur die Nachzahlung lässt wieder auf sich warten...
So ist das jedes Mal...
Weil dafür verschiedene Leute zuständig sind und die verschieden schnell arbeiten / verschieden viel zutun haben...
Man hat bei Widersprüchen nunmal das recht vor das SG zuziehen nach 3 Monaten... natürlich ist es jedem selbst überlassen ob man das wahrnimmt!
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