Colatrinker
14.05.2005, 15:23
Vorstellen per E-Mail
Online-Bewerbungen sind auf dem Vormarsch.
Die meisten Unternehmen akzeptieren weiterhin klassische Mappen.
Von Jörg Wiebking, dpa
Bewerbungen über das Internet sind auf dem Vormarsch.
Der Anteil elektronischer Bewerbungen liegt in Deutschland derzeit bei 43 Prozent.
Das hat die von der Universität Frankfurt und der Online-Stellenbörse Monster erstellte Studie „Recruiting Trends 2005“ ergeben.
Und die Tendenz geht zu noch mehr Bewerbungen per E-Mail.
Doch noch können sich Bewerber entscheiden:
Die meisten Unternehmen akzeptieren weiterhin klassische Mappen.
Immer öfter haben Kandidaten die Wahl zwischen E-Mail-Bewerbung, Mappe und Formularen auf der Unternehmens-Homepage oder in Jobbörsen.
Dabei lässt sich nicht pauschal feststellen, wann Online-Bewerbungen die besseren Chancen bieten, sagt Prof. Wolfgang König von der Universität Frankfurt, Co-Autor der Studie.
„Unsere Daten deuten allerdings darauf hin, dass die Unterschiede nach Qualifikation, Branchen und Unternehmensgrößen zunehmend verschwinden.
„Einen Trend hat zumindest der Bewerbungstrainer Jürgen Hesse aus Berlin ausgemacht:
Eine elektronische Bewerbung sei um so sinnvoller, je größer ein Unternehmen ist, je mehr es mit digitalen Techniken zu tun hat und je höher Qualifikationen und Stellenanforderungen sind.
Wer sich nicht sicher ist, sollte vor der Bewerbung recherchieren, rät Svenja Hofert, Fachautorin aus Hamburg:
Was steht in der Anzeige?
Wie stellt sich das Unternehmen auf der eigenen Homepage dar?
„Firmen wie Siemens schreiben ganz klar, dass sie Online-Bewerbungen bevorzugen“, sagt Hofert.
Im Zweifel helfe ein Anruf im Unternehmen. Lässt die Firma dem Kandidaten die freie Wahl, dann sei eine Postbewerbung zu bevorzugen, rät Hofert,
die Autorin eines Ratgebers für Online-Bewerbungen ist („Stellensuche und Bewerbung im Internet“, Humboldt-Verlag, ISBN 3-89994-912-9, 9,80 Euro).
„Auf dem Papier hat man ganz andere Möglichkeiten, sich selbst darzustellen und den Leser dazu zu verführen, sich mit dem Bewerber zu beschäftigen“, bestätigt Karriereberater Hesse. Zudem bergen elektronische Bewerbungen einige Gefahren: E-Mails können in elektronischen Filtern hängen bleiben. Web-Formulare sind im Vergleich dazu zwar sicherer. Manche Unternehmen nutzen sie jedoch, um noch schneller auszusieben – „zum Beispiel nach Alter, Qualifikation oder anderen Kriterien“, warnt Hesse.
Wird ausdrücklich eine elektronische Bewerbung verlangt, dann sollten Bewerber deren Stärken nutzen.
E-Mail-Bewerbungen lassen sich einfach individualisieren und eignen sich besonders als Kurzbewerbungen, betont Hesse. „Sie sollen Neugierde wecken, vielleicht zu einem Telefonat führen.“
Für die Profile in Jobbörsen spreche, dass sie leicht zu aktualisieren sind. Und ein Formular auf einer Unternehmens-Website könnten Kandidaten unverbindlich testen – mit falschem Namen und einer anonymen E-Mail-Adresse.
Viel Zeit sparen elektronische Bewerbungen allerdings nicht: Sie sollten auch im Internet sorgfältig verfasst werden und so individuell wie möglich ausfallen, rät Hesse.
Wer seine Bewerbungen wie Serienbriefe verschickt, habe kaum eine Chance.
Artikel gefunden bei SZ-online
http://www.sz-online.de/oas/stellen/artikel.asp?id=834212
Online-Bewerbungen sind auf dem Vormarsch.
Die meisten Unternehmen akzeptieren weiterhin klassische Mappen.
Von Jörg Wiebking, dpa
Bewerbungen über das Internet sind auf dem Vormarsch.
Der Anteil elektronischer Bewerbungen liegt in Deutschland derzeit bei 43 Prozent.
Das hat die von der Universität Frankfurt und der Online-Stellenbörse Monster erstellte Studie „Recruiting Trends 2005“ ergeben.
Und die Tendenz geht zu noch mehr Bewerbungen per E-Mail.
Doch noch können sich Bewerber entscheiden:
Die meisten Unternehmen akzeptieren weiterhin klassische Mappen.
Immer öfter haben Kandidaten die Wahl zwischen E-Mail-Bewerbung, Mappe und Formularen auf der Unternehmens-Homepage oder in Jobbörsen.
Dabei lässt sich nicht pauschal feststellen, wann Online-Bewerbungen die besseren Chancen bieten, sagt Prof. Wolfgang König von der Universität Frankfurt, Co-Autor der Studie.
„Unsere Daten deuten allerdings darauf hin, dass die Unterschiede nach Qualifikation, Branchen und Unternehmensgrößen zunehmend verschwinden.
„Einen Trend hat zumindest der Bewerbungstrainer Jürgen Hesse aus Berlin ausgemacht:
Eine elektronische Bewerbung sei um so sinnvoller, je größer ein Unternehmen ist, je mehr es mit digitalen Techniken zu tun hat und je höher Qualifikationen und Stellenanforderungen sind.
Wer sich nicht sicher ist, sollte vor der Bewerbung recherchieren, rät Svenja Hofert, Fachautorin aus Hamburg:
Was steht in der Anzeige?
Wie stellt sich das Unternehmen auf der eigenen Homepage dar?
„Firmen wie Siemens schreiben ganz klar, dass sie Online-Bewerbungen bevorzugen“, sagt Hofert.
Im Zweifel helfe ein Anruf im Unternehmen. Lässt die Firma dem Kandidaten die freie Wahl, dann sei eine Postbewerbung zu bevorzugen, rät Hofert,
die Autorin eines Ratgebers für Online-Bewerbungen ist („Stellensuche und Bewerbung im Internet“, Humboldt-Verlag, ISBN 3-89994-912-9, 9,80 Euro).
„Auf dem Papier hat man ganz andere Möglichkeiten, sich selbst darzustellen und den Leser dazu zu verführen, sich mit dem Bewerber zu beschäftigen“, bestätigt Karriereberater Hesse. Zudem bergen elektronische Bewerbungen einige Gefahren: E-Mails können in elektronischen Filtern hängen bleiben. Web-Formulare sind im Vergleich dazu zwar sicherer. Manche Unternehmen nutzen sie jedoch, um noch schneller auszusieben – „zum Beispiel nach Alter, Qualifikation oder anderen Kriterien“, warnt Hesse.
Wird ausdrücklich eine elektronische Bewerbung verlangt, dann sollten Bewerber deren Stärken nutzen.
E-Mail-Bewerbungen lassen sich einfach individualisieren und eignen sich besonders als Kurzbewerbungen, betont Hesse. „Sie sollen Neugierde wecken, vielleicht zu einem Telefonat führen.“
Für die Profile in Jobbörsen spreche, dass sie leicht zu aktualisieren sind. Und ein Formular auf einer Unternehmens-Website könnten Kandidaten unverbindlich testen – mit falschem Namen und einer anonymen E-Mail-Adresse.
Viel Zeit sparen elektronische Bewerbungen allerdings nicht: Sie sollten auch im Internet sorgfältig verfasst werden und so individuell wie möglich ausfallen, rät Hesse.
Wer seine Bewerbungen wie Serienbriefe verschickt, habe kaum eine Chance.
Artikel gefunden bei SZ-online
http://www.sz-online.de/oas/stellen/artikel.asp?id=834212