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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kein Geld dank unkompetenter Mitarbeiter


Marduk
27.03.2006, 16:30
Also vor 7 Wochen hatte ich beim AA-Giessen meinen ALG-II Verlängerungsantrag abgegeben. Zum 31.3. läuft dieser aus. Nun frage ich letzte Woche mal nach was damit ist und mir wurde gesagt ich solle heute nochmal nachfragen.

Also stehe ich heute morgen um 8.30 Uhr wieder da.
Eine total zickige und unfreundliche Mitarbeiterin sagt zu mir daß der noch aufn Tisch liegt und da die Kollegin nich da ist, könnte sie nicht mehr sagen. Es würde wohl eventuell noch was fehlern.

Als ich Sie darauf aufmerksam machte daß ich die Unterlagen vor 7 Wochen, was wohl ne menge Zeit ist, abgegeben hatte und wenn das nicht schnellt geschieht, ich am 1. kein Geld bekomme. Hat diese mich nur tierisch angezickt und gemeint ich soll Ihr meine Telefonnummer geben, die Kollegin ruft zurück.

Und nochmal sprach ich sie auf den 1. an, ob ich einen Vorschuss bekommen kann. Nein, Sie fiel mir immer wieder ins Wort, das würde nicht gehen. Also Abschluss meinte ich nur daß ich halt ne Bank überfallen muss wenns net anders geht.

1. Was kann ich denn nun machen? Ich habe 0 EURO auf dem Konto und am 1. gehen meine Rechnungen ab, da kann ich mir bald nen Strick nehmen wenn ich kein Geld bekomme.

2. Kann man sich über die extrem unfreundliche Mitarbeiterin beschwerden und lohnt sich das?


Ich denke mal in 7 Wochen sollte man es doch hinbekommen einen Verlängerungsantrag zu bearbeiten und schon früher erkannt worden sein daß noch was fehlt??? Bin echt langsam am verzweifeln.

StephanK
27.03.2006, 17:03
1. Was kann ich denn nun machen? Ich habe 0 EURO auf dem Konto und am 1. gehen meine Rechnungen ab, da kann ich mir bald nen Strick nehmen wenn ich kein Geld bekomme.Geht auch nur, wenn Du den Strick nicht erst kaufen musst... :wink: Aber ich hab' 'nen besseren Vorschlag:
Geh zu Deiner ARGE, verlange einen Vorschuss und lass Dich diesmal nicht abwimmeln. Du hast einen Rechtsanspruch darauf: § 42 SGB I (Erstes Buch des Sozialgesetzbuches) Vorschüsse
(1) Besteht ein Anspruch auf Geldleistungen dem Grunde nach und ist zur Feststellung seiner Höhe voraussichtlich längere Zeit erforderlich, kann der zuständige Leistungsträger Vorschüsse zahlen, deren Höhe er nach pflichtgemäßen Ermessen bestimmt. Er hat Vorschüsse nach Satz 1 zu zahlen, wenn der Berechtigte es beantragt; die Vorschußzahlung beginnt spätestens nach Ablauf eines Kalendermonats nach Eingang
des Antrags.Das ist also kein "Gnadenakt", sondern etwas, worauf Du ab einen Monat nach Antragstellung einen Rechtsanspruch hast. Und: "geht nicht gibt's nicht". Wenn auf der Sachbearbeiterebene gemauert wird, geh zum/zur Vorgesetzten, aber geh nicht ohne einen Barscheck wieder raus. Gelegentlich muss man etwas hartnäckig sein, aber es funktioniert in aller Regel.
Barscheck übrigens deswegen, weil Du den besser bar auszahlen lässt und gleich wieder bar einzahlst; dann muss das Geld am gleichen Tag gutgeschrieben werden, während der Einzug eines Schecks auf das Konto ziemlich lange dauert.

Marduk
27.03.2006, 17:06
OK, danke für deinen Rat...das hört sich gut an.
Mit dem Gesetztext wusste ich nicht, aber gut zu wissen.

Nunja, die haben bei uns im Amt sogar so nen Automat stehen wo man Geld direkt ausbezahlt bekommt.
Ich warte mal ab was die alte mir die Woche am Telefon sagt und dann geh ich nochmal zum Amt und will Bares sehen.

Danke

Scotty
27.03.2006, 19:47
Den Ärger kann ich gut verstehen.
Bei dem Arbeitsamt, was bei mir vor Hartz IV zuständig war, gab es auch so eine Schnepfe...

Grundsätzlich, auch wenn man noch so kocht:
Ruhe bewahren, freundlich bleiben, Faust in der Tasche machen und die alte Behördenregel anwenden:

Kommste mit Schmidtchen nicht klar, geh zu Schmidt. Kommste mit Schmidt nicht klar, geh zu Oberschmidt.

Freundlich aber bestimmt. Abwimmeln dürfen Sie dich nicht.

Örtliche Zeitungen sind im übrigen auch immer sehr interessiert....


Alles Gute

Scotty

Die Ägypter
27.03.2006, 20:36
Wobei der Vorschlag eine Bank zu überfallen, nach einer Dienstaufsichtsbeschwerde schreit....

Diese ist sehr gefürchtet - sie bleibt in der Akte des betr. SB und führt ggf. zu Verzögerungen bei Beförderungen (Gehaltserhöhungen :twisted: )... Manchmal wirkt es schon Wunder mit dieser "Option" gegenüber dem betr. SB zu "spielen"....

Upsala
27.03.2006, 21:00
Wobei der Vorschlag eine Bank zu überfallen, nach einer Dienstaufsichtsbeschwerde schreit....
Den Vorschlag der Bankrobbery hat Marduk selbst unterbreitet.
:sad:

Die Ägypter
27.03.2006, 21:09
:patsch: stimmt.... überlesen!

Bleibt trotzdem die unfreundliche Behandlung... Sind wir nicht alle "Kunden"?

Upsala
27.03.2006, 21:12
Kunde ist König und so soll es auch bleiben!
:engel:

PS: Neues outfit?

Marduk
27.03.2006, 21:24
Ja, also bei uns im Amt sind die Kunden keine Könige mehr.

Habs auch schon mitbekommen daß bei der Anmeldung jemand da war der unserer Sprache nicht sehr mächtig war und die den tierisch zur Sau gemacht hab und zwar mit rassistischen Äusserungen, weil er das ganze nicht auf Anhieb verstanden hat.

Upsala
28.03.2006, 10:29
Guten Morgen!

„König Kunde“ zielte mehr in Richtung Nefertaris Äußerung, also sich gegen "unfreundliche" Kundenbetreuer zur Wehr setzen. Den aufrechten Gang sollte man sich nicht abgewöhnen lassen, auch ohne Krone u. Zepter.
:mymind: