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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alg I - wegen Nebenverdienst nicht arbeitslos?


Niva91160
16.05.2005, 10:44
Hallo
Ich bin seit Januar arbeitslos und das Arbeitsamt verweigert mir das Arbeitslosengeld, ich habe einen Nebenjob ,den ich schon 13Jahre betreibe.Es sind aber weit unter 15Std in der Woche.
Was tut man? :patsch:

StephanK
16.05.2005, 11:11
Hallo und :welcome:
Prinzipiell: erst mal schriftlich Widerspruch einlegen!
Ansonsten ist das ohne nähere Kenntnis der Umstände kaum zu sagen.

Es gibt ZWEI verschiedene 15-Stunden-Grenzen.
Die eine betrifft die Frage der Beschäftigungslosigkeit: Wenn Du mehr als 15 Wochenstunden arbeitest, bist Du nicht beschäftigungslos (§ 115 Abs. 3 SGB III).
Die andere betrifft die Frage der Verfügbarkeit für 'nen neuen Job: § 119 Abs. 5 Nr. 1 SGB III verlangt, dass Du mindest 15 Wochenstunden (in Deinem Fall: zusätzlich) arbeiten kannst. Wenn nicht, bist Du nicht verfügbar, und es gibt kein Arbeitslosengeld.

Kann's dran liegen? Wäre z.B. denkbar, wenn zwischen Deinem Wohnort und Deinem Nebenjob ein paar hundert Kilometer liegen - kommt ja durchaus vor.

Niva91160
16.05.2005, 11:19
Hallo
Mein Nebenjob betreibe ich von zu Hause aus. Wie gesagt weit unter 15 Std. Stehe voll zu

FXS64
16.05.2005, 12:20
Handelt es sich um einen echten Nebenjob ... Einkommen so um die 300 Euro monatl. oder gar um einen richtigen Job ... dann z.B. wenn dein Nebenjob um die Hälfte des ganzen monatl. Einkommens liegt. Das wird wohl insgesamt gerechnet ?? War bei meinem Bruder ähnlich jedenfalls.

Aber es fehlen echt konkrete Angaben um das Ganze sachlich zu durchleuchten.

Niva91160
16.05.2005, 13:18
Hallo
Mein Jahtesbrut. aus Nichtselbstst. Arbeit lag bei ca 60000€
der Nebenerwerb die letzten 5Jahre in den Roten

Betroffener
16.05.2005, 13:52
Niva91160,

vielleicht hast Du auch noch ein wenig mehr Details?
Unsere Glaskugeln sind alle gerade zum Putzen :engel:

Da Du von Arbeitslosengeld schreibst - das wäre eine Versicherungsleistung auf Basis der Einzahlungen in Arbeitslosenversicherung - gibt es hier eigentlich nicht viel Diskussionsspielraum.

Da Du die letzten 5 Jahre im "Nebenjob" Verluste hattest, war das sicher gut für die Steuer auf die 60.000€. Bis 15 Stunden dürfte auch bei Arbeitslosengeld I unproblematisch sein. Ansonsten: Nebenjob sofort aufgeben!

Oder hast Du vergessen, uns noch was mitzuteilen? Oder hattest Du gar keine Arbeitslosenversicherung und fällst jetzt direkt in ALG II ?

Falls ALG II: Was hast Du im Antrag zu Einkommen und Arbeitsfähigkeit angegeben und mit welcher Begründung hat die Agentur einen ablehnenden Bescheid formuliert?

Ansonsten ist diese Tabelle vielleicht hilfreich:

http://www.arbeitslosennetz.de/forum/images/mod/Tabelle-Anspruchsdauer.gif

und die noch zum nachdenken dazu, was danach kommen kann als ALG II Empfänger:

http://www.arbeitslosennetz.de/forum/images/mod/Regelsatzschluessel.gif

Niva91160
16.05.2005, 17:31
Ich habe treu und braf 27 Jahre lang ohne Unterbrechung In unser Sozials.
einbezahlt, hatte einen Super Job bei einem großen amerikanischen Unternehmen. das Arbeitsamt weigert sich,weil es sagt ich stände dem Arbeitsmarkt nicht zu Verfügung und ich würde mehr wie 15 Std in der Woche arbeiten.was ich aber anhand von Rechnungen wiederlegen konnte.
Nun ist Totenstille und Sie melden sich nicht mehr. Ich habe das Gefühl es soll alles hinausgezogen werden. Komme jetzt schon 5 Monate ohne Geld aus.

FXS64
16.05.2005, 18:43
Wieso sollen die bei ALG1 etwas hinauszögern ... du hast ja Rechte ... und dann müssten sie dir alles Nachbezahlen, das kann ich mir gar nicht vorstellen.

Aber mal was anderes, wenn dein Nebenjob eh nur Verluste einfährt ... wozu machst du das Ganze dann ?? Dann würde ich den halt auf ein Minimum reduzieren und dann stehst du dem AA auch zur Verfügung. Aorry aber ich versteh das nicht so ganz und kann mir das auch nicht so richtig vorstellen was du schreibst. Was ist denn das für ein Nebenjob ... und woraus bezieht das AA die Aussage du stundest dem Markt nicht zur Verfügung ??

Betroffener
17.05.2005, 10:47
Niva91160,

ich hatte es schon mal geschrieben - unsere Glaskugeln zum Wahrsagen und sehen sind alle zum Putzen. Ohne Input von Dir kann es auch keinen Output an Dich geben. Allgemeines herum nölen bringt weder Dir noch uns was.

Schreibe endlich, worum es geht, welche Schritte Du unternommen hast, und wie die Agentur darauf reagiert hat. Die 15 Stunden für Deinen Nebenjob mit negativem Einkommen können nicht das wirkliche Problem sein oder Du hast falsche Angaben gemacht.

Wenn ich einen Anspruch auf Arbeitslosengeld habe, sitze ich nicht 5 Monate ohne Geld zu Hause und jammere, wie schlecht die Welt zu mir ist, sondern tue etwas, damit mein Anspruch sich endlich in klingende Münze verwandelt. In Deinem 60T€-Job wurde doch sicher auch etwas mitdenken gefordert?

Bedenke auch, daß Leistungen erst ab Antrag geleistet werden und niemals rückwirkend.