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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : E 303 Wie funktioniert das????


kelo
16.05.2005, 12:53
Hallo,

habe gestern von Diesem Formular gehört :Respekt:

Nun frage ich mich allerdings, wie das gehen soll? Mit Hartz 4 soll es ja anscheinend auch funktionieren.

Bedeutet das, man bekommt weiterhin das Geld und die Miete bezahlt???

Was wäre dann im Ausland mit der Unterkunft in der Zeit wo man noch nach Arbeit suchst???

Muss man hier die Wohnung kündigen? :kotz:

Vielleicht hat hier ja schon jemand erfahrung gesammelt!

Wäre prima, Danke

Kelo

StephanK
16.05.2005, 13:20
Ich zitiere mal aus http://www.anti-hartz.de/material/doc/LebenshilfeABCkomplett.pdf

- E 303
Ab in den Süden! Hinter “E 303” verbirgt sich nichts Giftiges, sondern eine heilsame Sozialleistung.
Ihr könnt mit eurem ALG II für drei Monate ins europäische Ausland reisen: zur
Arbeitssuche. Dafür müsst ihr das Antragsformular “E 303” ausfüllen. Es ist indes gleichgültig,
ob in diesem Land die Arbeitsmarktsituation genauso schlecht oder gar schlechter ist. Ihr
habt einen Rechtsanspruch auf diese Leistung. Zu beachten ist lediglich, dass ihr nach dem
Antrag eine 4-wöchige Wartefrist einzuhalten haben, in der ihr dem deutschen Arbeitsmarkt
noch zur Verfügung stehen müsst.
Nach der Abmeldung vom hiesigen AA müsst ihr euch innerhalb von sieben Tagen bei
der Arbeitsverwaltung im jeweiligen Land melden. Dieses zahlt dann auch das Geld aus.
Wenn ihr nach drei Monaten keinen Job gefunden habt, müsst ihr euch vor Ablauf der drei
Monate beim AA in Deutschland wieder zurückmelden, sonst ist euer Anspruch auf ALG II
verloren.
Tipp: Ihr könnt während einer Phase der Arbeitslosigkeit euer Geld nur einmal mit auf die
Reise nehmen. Erst wenn die Arbeitslosigkeit durch eine neue Beschäftigung unterbrochen
worden ist, kann man wieder einen neuen Antrag stellen (auch hier gilt eine 4-wöchige
Wartefrist). Es ist allerdings egal, um was für eine Arbeit es sich handelt; es genügt jede, auch eine kurzfristige Beschäftigung.

Zitat Ende.
In welches Land willst Du denn?

Betroffener
16.05.2005, 13:37
Ein paar Informationen wirst Du auf diesen (nicht mehr ganz taufrischen) Seiten http://www.europaserviceba.de/ finden und auch bei der Arbeitsagentur direkt bei Suche nach Formblatte E 303 (was aber selber nicht in Erscheinung tritt).
Das Arbeiten im Ausland scheint seitens der BA von großen Geheimnissen umgeben zu sein.

Nach dem was ich herausgelesen habe, werden wohl für 90 Tage die Leistungen weiter bezahlt. Ansonsten wird wohl davon ausgegangen, daß Interessenten für Jobs im europäischen Ausland quasi über Nacht alles auflösen und ebenso quasi über Nacht alles wieder herbeizaubern können - oder sich das Nichtzaubern leisten können. :geist:

kelo
16.05.2005, 13:45
@Stephan

Hallo und DANKE Dir :D

Dieses Hatte ich bereits auch schon gefunden :?

Nur stellt sich mir wirklich die Frage, ob die uns für so bescheuert halten hier alles aufzulösen und ab..... :patsch:

Wie ja Betroffener bereits auch geschrieben hat....


Ich will nach Spanien :engel:

Betroffener
16.05.2005, 14:36
Ich möchte das jetzt mal so formulieren.
Nicht so ganz ohne Grund wurden auch im Krieg bei bestimmten Gelegenheiten die hinter einem liegenden Brücken in die Luft gejagt.

Dann gibt es nur noch einen Weg - und der führt nach vorne :D
Sprich: Wer sich selber da unter Druck setzt, wird wohl bessere Chancen haben, als Menschen, die sich immer noch ein bis drei Hintertürchen offen lassen.

Allerdings bezweifele ich ganz erheblich, daß sich sowas wie ein Länderumzug wegen der Arbeitsaufnahme in 90 - 1 Tag(en) wirklich begründet entscheiden läßt. Es steht ja auch im Text: zur Arbeitssuche.
Was dann passiert, wenn man welche gefunden hat, ist wieder ein anderes Thema.

Die meisten "Auswanderer" hatten entweder etwas Geld und haben sich selbständig gemacht (was für die meisten schwer genug war und zum Etablieren mit ausreichend Ertrag meist länger dauert) oder sind als Einzelkämpfer in günstige Gelegenheiten hineingerutscht.
Bei südländischen Behörden kriegt man noch mehr graue Haare als bei unseren inländischen :patsch:

Und Spanien liegt wohl nach wie vor im oberen Drittel bei den europäischen Arbeitslosenzahlen

Ich hatte auch mal in den europäischen Vermittlungsblättern die Suche nach "Praktikanten" gesehen, die auf einem deutschen Pferdehof in Spanien gegen Kost und Logis + Mini-Taschengeld praktisch 18 Stunden am Tage OHNE Kündigungsmöglichkeit für 12 Monate alle Arbeiten erledigen sollten, die in so einem Touristenbetrieb da anfallen. Von der Gastbetreuung, Bettenmachen, Küchenhilfe, Bedienung, Pferdepflege bis zum Stall ausmisten war da wirklich das volle Programm dabei.