StephanK
11.07.2007, 11:44
Es sieht fast so aus, als ob die Bundesagentur auf den hier im Forum (http://www.arbeitslosennetz.de/forum/showthread.php?t=47451) dokumentierten parlamentarischen Vorgang reagieren würde. Jedenfalls wird heute in einer Pressemitteilung auf das Thema eingegangen, die hier (http://www.arbeitsagentur.de/nn_27008/zentraler-Content/Pressemeldungen/2007/Presse-07-050.html) nachlesbar ist.
Heinrich Alt, betonte hierbei die Notwendigkeit beruflicher Weiterbildung besonders auch für die Alg II-Empfänger.Es ist gut, das aus berufenen Munde zu hören. Die darauffolgende PassageDoch gerade bei Alg II-Empfängern gibt es vielschichtige Probleme, die sie an einer Qualifizierung hindern.ist meiner Meinung nach jedoch mit Vorsicht zu genießen. Die Forderung nach "kombinierten Maßnahmen" und "sozialpädagogischer Betreuung", die Alt daraus ableitet, ist eine zweischneidige Angelegenheit.
Für manche Menschen trifft es sicher zu, dass sie ergänzende Hilfen brauchen und es ist keineswegs falsch, die Alg II-Träger an ihre diesbezüglichen Pflichten zu erinnern. Auf der anderen Seite folgt diese Forderung einem Trend, der z.B. auch in der Bildungspolitik wirksam ist und sich - mit nur ein klein wenig Zuspitzung - beschreiben lässt als "Menschen nach dem Bild der Wirtschaft formen". Diesen Trend halte ich für gefährlich und falsch. Er widerspricht dem Menschenbild und dem Staatsverständnis des Grundgesetzes. Es ist nicht Sache des Staates oder staatsnaher Einrichtungen wie der Bundesagentur, "Menschen zu formen". Die Grenzen zwischen Hilfe und "Formung" in diesem Sinne verschwimmen zusehends und die alte Wahrheit gerät in Vergessenheit, dass die Wirtschaft für die Menschen da ist - und nicht umgekehrt.
Heinrich Alt, betonte hierbei die Notwendigkeit beruflicher Weiterbildung besonders auch für die Alg II-Empfänger.Es ist gut, das aus berufenen Munde zu hören. Die darauffolgende PassageDoch gerade bei Alg II-Empfängern gibt es vielschichtige Probleme, die sie an einer Qualifizierung hindern.ist meiner Meinung nach jedoch mit Vorsicht zu genießen. Die Forderung nach "kombinierten Maßnahmen" und "sozialpädagogischer Betreuung", die Alt daraus ableitet, ist eine zweischneidige Angelegenheit.
Für manche Menschen trifft es sicher zu, dass sie ergänzende Hilfen brauchen und es ist keineswegs falsch, die Alg II-Träger an ihre diesbezüglichen Pflichten zu erinnern. Auf der anderen Seite folgt diese Forderung einem Trend, der z.B. auch in der Bildungspolitik wirksam ist und sich - mit nur ein klein wenig Zuspitzung - beschreiben lässt als "Menschen nach dem Bild der Wirtschaft formen". Diesen Trend halte ich für gefährlich und falsch. Er widerspricht dem Menschenbild und dem Staatsverständnis des Grundgesetzes. Es ist nicht Sache des Staates oder staatsnaher Einrichtungen wie der Bundesagentur, "Menschen zu formen". Die Grenzen zwischen Hilfe und "Formung" in diesem Sinne verschwimmen zusehends und die alte Wahrheit gerät in Vergessenheit, dass die Wirtschaft für die Menschen da ist - und nicht umgekehrt.