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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Geld komplett einbehalten, dürfen die das?


Kiara
06.04.2006, 03:53
Hallo zusammen.

Ich bin wirklich froh, dass ich per Zufall auf dieses Forum hier gestoßen bin. Ich hoffe Ihr könnt mir den ein oder anderen hilfreichen Tipp geben, ich weiß nämlich absolut nicht mehr weiter.

Ich habe im Dezember einen 400€ Job angenommen. Ich habe auch nur diesen einen Monat in dieser Firma gearbeitet. Ich habe dann, wie verlangt das Formular abgegeben(Einkommensnachweis), leider nur bei der AfA, nicht bei der Arge. Aber es wurde dorthin weitergeleitet. Gleichzeitig habe ich auch mitgeteilt, dass ich auch nicht mehr dort arbeite.

Einige Zeit später bekam ich einen Brief, indem mir mitgeteilt wurde, dass von nun an Geld einbehalten wird, da ich ja arbeite. In dem Brief stand ein vollkommen falscher Zeitraum und ein vollkommen falsches Einkommen. Wie die darauf gekommen sind, ist mir schleierhaft.

Darauf habe ich dort angerufen und es wurde vereinbart, dass ich Kontoauszüge schicke, die beweisen sollen, dass ich kein weiteres Einkommen habe. Das habe ich auch gemacht, alles kein Problem.

Den darauffolgenden Monat wurde dann auch ein Teilbetrag(240€) einbehalten, was ja auch richtig war.
Ca 14 tage später bekam ich wieder einen Brief, indem stand, ich solle Nachweise erbringen, um klar zu stellen, dass ich kein weiteres Einkommen habe.

Hier habe ich einen "verhängnisvollen Fehler" gemacht! Dummerweise war ich im glauben, dass sich da mal wieder was überschnitten hätte, oder ich mal wieder einen Brief 3x zugeschickt bekommen(kein Einzelfall bei mir). Also war ich so dumm und habe mich nicht weiter drum gekümmert! :-x

Diesen Monat kam dann auf einmal gar kein Geld mehr. Mein Mann bekommt auch ALG2, auch das wurde einbehalten. Nach einem Anruf, stellte sich heraus, dass ich halt den Brief nicht hätte ignorieren sollen.
Es würde erwartet, dass ich eine Bescheinigung meines ehem. Arbeitgebers bringe, in der steht, dass ich nur im Dez.05 dort gearbeitet habe und das ich nur einmalig 400€ bekommen habe.
Das Problem war, dass mein ehem. Arbeitgeber gar nicht wissen durfte, dass etwas für die AfA ausgefüllt werden musste. Das hat die Verwaltungsangestellte den einen Monat heimlich gemacht. Dementsprechend würde der Arbeitgeber also auch nichts bestätigen. (Auch wenn er dazu verpflichtet ist). Also wurde wieder vereinbart, dass ich mit Kontoauszügen vorbeikommen soll.

Das habe ich am selben Tag gemacht und hatte das Pech an eine extrem unfreundliche "Dame" zu geraten. Nach langem hin und her hat sie mich wieder nach Hause geschickt, weil ihr die Kontoauszüge nicht reichen. Ich MUSS die Bescheinigung des Arbeitgebers bringen. Ich habe ihr versucht das Problem zu erklären, aber das war ihr herzlich Egal!

Also hab ich am selben Tag in meiner ex Firma angerufen und die Verwaltungsangestellte wollte das ganze dann heimlich für mich ausfüllen und mir in den Briefkasten werfen. Hat sie aber nicht gemacht!

Jetzt steh ich da und weiß nicht mehr weiter. Gut, ich hätte mich eher drum kümmern sollen, das ist klar. Aber nun hab ich doch alles getan, was ich tun konnte! Geld kriege ich immer noch nicht und mein Mann auch nicht!!!! Wir habe weder Miete, noch Strom, noch die Telekom bezahlt, wovon auch. Zu Essen haben wir auch fast nichts mehr und mein Mann ist zudem auch noch krank und braucht neue Tabletten. Wenn er die nicht nimmt, kann das ernste Konsequenzen haben.
Was soll ich denn noch tun, wenn ich die Arge besch*** wollte, hätte ich doch nicht sämtliche Kontoauszüge vorlegen wollen, außerdem können die doch bei der Minijobzentrale fragen, wie lange ich dort gemeldet war.


Meine Bemühungen mit einem Vorgesetzten zu reden sind auch gescheitert, ich komm gar nicht durch zu ihm.

Müssen die uns nicht zumindest einen Teil des Geldes zahlen?
Wenn die Arge davon ausgeht, dass ich noch 400€ verdiene, könnten sie doch einfach 240€ einbehalten, (160 darf man ja behalten) bis die Angelegenheit geklärt ist! So sitze ich hier und habe auf deutsch gesagt nichts zu fre** und muss damit rechen, dass ich meinen Mann jeden Augenblick ins Krankenhaus bringen kann. Muss denn nicht wenigstens er sein Geld bekommen?

Habt ihr nicht ein paar Tipps für mich? Das währe wirklich nett.

LG eine recht verzweifelte
Kiara

Die Ägypter
06.04.2006, 14:49
Hallo Kiara,

leider verstehe ich nicht, warum der Arbeitgeber diese Bescheinigung nicht ausstellen kann = darf der nicht wissen, das du Leistungen beziehst?

Dann weiß ich nicht, ob du das alles nachweisbar -per Empfangsbeleg- oder per Einschreiben/Rückschein gemeldet hast...

Woher weißt du dass das AFA es an die ArGe weitergeleitet hat?

Zu den Kontoauszügen = hast du denn da einen Nachweis, dass du der Forderung nachgekommen bist =?

Ansonsten: Schreiben aufsetzen an die ArGe - Sachverhalt schriftlich erläutern und die Kontoauszüge in Kopie anbei... (vielleicht noch einmal die Frau aus dem ehem. Mini-Job wegen der Bescheinigung ansprechen und falls Bestätigung kommt ebenfalls in Kopie beilegen!). Das ganze dann per Einschreiben/Rückschein an die ArGe schicken...

Nebenbei mit allen Unterlagen zum Sozialgericht gehen und eine Einstweilige Anordnung erwirken - denn ich sehe keinen Hintergrund, die komplette Leistung einzubehalten!

Kiara
06.04.2006, 22:10
Hallo Kiara,

leider verstehe ich nicht, warum der Arbeitgeber diese Bescheinigung nicht ausstellen kann = darf der nicht wissen, das du Leistungen beziehst?

Genau, er durfte das nicht wissen, er füllt Grundsätzlich nichts aus, wurde mir zumindest gesagt! Zu dem Zeitpunkt wollte ich den Job haben, also habe ich das aktzeptiert. Passiert mir garantiert nie wieder!!!


Aber das ganze hat sich heute GOTT SEI DANK alles geklärt! Nach jeder menge Theater und warterei und was weiß ich! War fix und fertig! Die hauptsache ist aber ich habe das Geld jetzt! Miete ist bezahlt und alles andere auch. *seufz*

Der Gag dabei ist nur, dass die lieben Leute da glatt darauf bestanden haben, mir mehr Geld auszuzahlen als mir zusteht! Ich habe natürlich sofort darauf aufmerksam gemacht, aber sie sagten es habe schon so seine richtigkeit!

Die haben ja einen Monat 240€ einbehalten, weil ich auf 400€ Basis gearbeitet habe. Das war ja auch richtig, nur wollten die mir heute partout genau dieses Geld wiedergeben.

Hab mehrfach versucht denen klar zu machen, dass ich soweit ich weiß, keinen Anspruch darauf habe, aber sie sagten halt es würde stimmen.

Wer bin ich, dass ich mich gegen MEHR Geld sträube?!?

Aber da ich die ARGE kenne, hab ich das Geld brav auf seite gepackt, demnächst flattert bestimmt ne Zahlungsaufforderung ins Haus und ich muss das Geld wieder zurückgeben! Ich versteh die nicht!

Oder wird eine EINMAHLIGE Einahme nicht berechnet?!?!

LG Kiara