odradek
10.04.2006, 15:13
hallo zusammen,
ich habe eine allgemeine frage zur zumutbarkeit von jobangeboten. bin bezieher von alg I und seit januar 2006 arbeitssuchend gemeldet. nun habe ich vom aa ein jobangebot als kaufm. angestellter bekommen, auf das ich mich natürlich auch prompt beworben habe. die firma hat sich einen monat später gemeldet und mich eingeladen - allerdings müsse man mir gleich im voraus mitteilen, dass zunächst ein fünftägiges praktikum anstehen würde, "weil wir das immer so machen". muss dazu sagen, ich habe ein abgeschlossenes geisteswissenschaftliches studium, eine kaufmännische ausbildung und mehrere jahre berufserfahrung als assistentin.
nun habe ich die firma kennengelernt und es scheint so, dass die arbeitsleistung dort hauptsächlich auf den schultern von auszubildenden und praktikanten ruht - praktikanten, die dort, je nach bereich, von einer woche bis zu vier wochen unentgeltlich arbeiten. nach meinem eintreffen dort wurde nicht etwa erstmal ein vorstellungsgespräch geführt, sondern ich wurde sofort mit arbeiten "versorgt". ich durfte am ersten tag einen brief und ein paar e-mails schreiben (oh wunder! das habe ich hinbekommen!), am zweiten tag dann lernte ich, dass man im büro auch telefonate führen muss und durfte einen behördentermin für meinen zukünftigen chef ausmachen. ich habe in meinem "praktikum" also nichts gelernt, dass ich nicht auch vorher schon gewusst hätte. bezahlt wurde das ganze vom aa (da ich ja weiterhin alg I bezog), für den arbeitgeber war ich eine billige zusätzliche arbeitskraft, das "praktikum" war faktisch eine kostenlose probezeit.
das ist aber noch nicht alles: meine zukünftiger chef ist ein choleriker, wie ich noch keinen vorher erlebt habe. von morgens bis abends faltet er seine mitarbeiter auf eine art und weise zusammen, wie ich es bisher noch nicht erlebt habe. er behandelt seine mitarbeiter ohne rücksicht auf ihre würde als mensch, brüllt sie an und beschimpft sie auf übelste weise. meiner meinung nach ist er psychisch krank, aber egal. meine frage ist: muss ich diesen job annehmen, falls sich die firma dazu entschließt, mich einzustellen? nicht, dass ich nicht gerne wieder arbeiten will, aber ich weiß jetzt schon: wenn dieser typ mein direkter vorgesetzter wird, dann kann ich mich nach spätestens zwei wochen einweisen lassen... das ganze grenzt für mich an seelische grausamkeit.
kann ich diesen job ablehnen, ohne eine sperre zu riskieren? über hinweise eurerseits bin ich dankbar.
ich habe eine allgemeine frage zur zumutbarkeit von jobangeboten. bin bezieher von alg I und seit januar 2006 arbeitssuchend gemeldet. nun habe ich vom aa ein jobangebot als kaufm. angestellter bekommen, auf das ich mich natürlich auch prompt beworben habe. die firma hat sich einen monat später gemeldet und mich eingeladen - allerdings müsse man mir gleich im voraus mitteilen, dass zunächst ein fünftägiges praktikum anstehen würde, "weil wir das immer so machen". muss dazu sagen, ich habe ein abgeschlossenes geisteswissenschaftliches studium, eine kaufmännische ausbildung und mehrere jahre berufserfahrung als assistentin.
nun habe ich die firma kennengelernt und es scheint so, dass die arbeitsleistung dort hauptsächlich auf den schultern von auszubildenden und praktikanten ruht - praktikanten, die dort, je nach bereich, von einer woche bis zu vier wochen unentgeltlich arbeiten. nach meinem eintreffen dort wurde nicht etwa erstmal ein vorstellungsgespräch geführt, sondern ich wurde sofort mit arbeiten "versorgt". ich durfte am ersten tag einen brief und ein paar e-mails schreiben (oh wunder! das habe ich hinbekommen!), am zweiten tag dann lernte ich, dass man im büro auch telefonate führen muss und durfte einen behördentermin für meinen zukünftigen chef ausmachen. ich habe in meinem "praktikum" also nichts gelernt, dass ich nicht auch vorher schon gewusst hätte. bezahlt wurde das ganze vom aa (da ich ja weiterhin alg I bezog), für den arbeitgeber war ich eine billige zusätzliche arbeitskraft, das "praktikum" war faktisch eine kostenlose probezeit.
das ist aber noch nicht alles: meine zukünftiger chef ist ein choleriker, wie ich noch keinen vorher erlebt habe. von morgens bis abends faltet er seine mitarbeiter auf eine art und weise zusammen, wie ich es bisher noch nicht erlebt habe. er behandelt seine mitarbeiter ohne rücksicht auf ihre würde als mensch, brüllt sie an und beschimpft sie auf übelste weise. meiner meinung nach ist er psychisch krank, aber egal. meine frage ist: muss ich diesen job annehmen, falls sich die firma dazu entschließt, mich einzustellen? nicht, dass ich nicht gerne wieder arbeiten will, aber ich weiß jetzt schon: wenn dieser typ mein direkter vorgesetzter wird, dann kann ich mich nach spätestens zwei wochen einweisen lassen... das ganze grenzt für mich an seelische grausamkeit.
kann ich diesen job ablehnen, ohne eine sperre zu riskieren? über hinweise eurerseits bin ich dankbar.