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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Urlaub "verbieten"?


Xenia26x
20.05.2005, 22:31
Ich habe ein großes Problem.
Meine Mutter hatte mich und meine Tochter (3 Jahre) im Februar mit einen Urlaub Überrascht den sie dann mit meiner Zustimmung gebucht hatte.
Sie hat dafür sehr lange gespart und wollte uns eine Freude machen.

Im Juni soll es eigentlich endlich soweit sein.
Nur hat 2 Monate nach der Buchung mich das Amt angeschrieben.
Ich soll mir wieder Arbeit suchen. Dieses wollte ich sowieso , nur da meine Tochter seit dem kindergarten extrem oft krank ist und darum sehr oft fehlt,
wollte ich noch ein bißchen warten. Der Urlaub sollte für uns etwas besonderes sein und meine Tochter freud sich auch schon so sehr.

Nur wenn ich eine Arbeit bekomme , kann meine Sachbearbeiterin mir" verbieten" den Urlaub anzutreten.
Ich konnte das doch aber nicht vorher wissen, das das Amt auf mich zu kommt, sonnst hätte ich doch nie zugestimmt in den Urlaub zu fliegen.
Nun habe ich schon nächte Woche ein Vorstellungsgespräch. Kann man da nichts machen ?
Hat jemanden vielleicht etwas ähnliches erlebt ?

Ich würde ja sofort nach dem Urlaub jede Arbeit annehmen, die für mich und meine Tochter(Wegen Betreuung) passt.
Außerdem würde mich interessieren, wie lange ich arbeiten muß. Denn mein Kind bis 16.00 Uhr in den Kindergarten zu s
tecken würde mir mehr als schwer fallen. Schließlich ist es meine Tochter und ich würde sie schon gerne
selbst erziehen und auch noch Zeit mit ihr verbringen.

Betroffener
21.05.2005, 00:29
:welcome: Xenia26x

ich verstehe, daß Dich das bewegt - aber gerade eine Xenia braucht in der Überschrift nicht so zu "schreien" :lol:

Das Thema Urlaub hatten wir gerade vor ein paar Tagen am Wickel.

Die erst mal interessante Frage wäre, welchen Status Du hast?

ALG I oder ALG II

Zum einen mußt Du als Mutter die Beaufsichtigung, Betreuung und Erziehung Deiner Tochter sicher stellen, zum anderen ist das Arbeitsamt ab einem bestimmten Alter des Kindes verpflichtet und auch berechtigt, Dich zur Arbeitssuche auf zu fordern und Dich zu vermitteln.

Hier warst Du möglicherweise etwas zu blauäugig.

Üblicherweise ist es auch sinnvoll, daß Kinder so ab dem Dritten/Vierten Lebensjahr im Kindergarten lernen sich mit anderen Kindern auseinander zu setzen - statt nur zu lernen Mama und Oma um den Finger zu wickeln. :D

Und dieser Zeitpunkt scheint nun bei Dir für das Arbeitsamt gekommen zu sein und Du hast eine routinemässige Aufforderung erhalten, die Arbeitssuche wieder auf zu nehmen. Das ist erst mal nichts schlimmes, meine ich. Aber Deine Schonfrist ist es offensichtlich vorbei.

Und ja - Deine Fallmanagerin oder Sachbearbeiterin kann Dir den Urlaub verbieten (vor allem, wenn sie gerade ganz tolle Angebote für Dich hat) oder ihn erlauben. Den Urlaub anmelden und Dich dabei für maximal 3 Wochen abmelden musst Du Dich auf jeden Fall. Das sofortige Anmelden hinterher nicht vergessen. Sonst kommt böse Post.

Hier kommt es jetzt darauf an, wie gut Du mit der Dame kannst und ihr so von Frau zu Frau treuherzig die ganze Geschichte erzählen (so als Abschied aus Deiner nur-Mutter-Rolle und blah, blah, Oma hat lange gespart) und die Dich wohlwollend noch mal aus eventuell schon angedachten Maßnahmen und sonstigem entfernt oder Du Dich nur einfach in den Urlaub abmeldest (die wollen die Abmeldung möglichst immer erst kurz vor der Reise - da können dann einige verbiesterte die Leute so richtig ärgern, aber Du möchtest ja jetzt Klarheit, also solltest Du das kurzfristig mit der Dame regeln). In welcher Form Du das auch immer tun willst. Vom Zeitrahmen passt das auch schon für das Arbeitsamt.

Wenn es hart auf hart kommt, ziehst Du jedoch immer den kürzeren - das solltest Du berücksichtigen.

Das Vorstellungsgespräch solltest Du auf jeden Fall wahrnehmen und Dich dort auch normal verhalten. Vorstellung bedeutet ja noch lange nicht Einstellung. Wenn es aber in diese Richtung geht, ist natürlich die Frage nach dem Arbeitsbeginn zu stellen wegen Deinem Urlaub.

Ist das ein Termin bei einer richtigen Firma oder mehr ein Beschäftigungsgesellschaft?

Ungewöhnlich finde ich schon eher, daß da Vorstellungstermine passend aus dem Hut gezaubert werden können. Gerade Mütter mit Kleinkindern sind ja bei Firmen nicht unbedingt der Hit bei Neueinstellungen - weil die kindbedingt häufig fehlen.