Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arbeitstraining. Keine weitere Unterstützung???
Hallo,
ich wollte mal nachfragen in wie weit ich mich vom Arbeitsamt unterstützen lassen kann.
Ich soll am Montag ein Trainingsarbeiten für 3 Wochen beginnen, und der Job liegt in Hamburg und ich wohne im Münsterland (ca 340km fahrt).
Was kann ich bei der AfA beantragen, denn meine Frau und die zwei Kinder bleiben zu hause. Bekomme ich Übernachtungen bezahlt, bezahlt man mir die Fahrten nach Hause am WE, oder muß ich dort hinfahren zum Arbeiten und im Auto schlafen??
Wer weiß was und kann mir helfen.
MfG Aletris
StephanK
19.04.2006, 17:49
Ich muss zurückfragen, was genau es mit diesem "Trainingsarbeiten" auf sich hat?
Leider gibt es Arbeitgeber, die so was regelmäßig machen, weil sie wissen, dass Arbeitsuchende sich auch auf kostenlose Arbeitsleistung einlassen, weil sie sich einen festen Arbeitsvertrag davon erhoffen - während dann auf Arbeitgeberseite ein Arbeitsvertrag in Wirklichkeit gar nicht beabsichtigt ist, sondern der nächste "zu Trainierende" kommt, Praktikant oder wie auch immer das genannt wird. Eine gesunde Skepsis ist also leider angebracht!
Solche Dinge sind im System der Arbeitsagentur nicht vorgesehen. Das Gesetz (SGB III) geht noch davon aus, dass ordentliche Arbeit auch ebenso bezahlt wird. Das SGB III kennt zwar Trainingsmaßnahmen und Arbeitserprobungen, aber damit sind nur solche gemeint, die im Auftrag der Arbeitsagentur von irgendwelchen Dritten (Weiterbildungsträgern) durchgeführt werden.
Du bewegst mich bei einer solchen Probearbeit (wie es wohl richtiger zu nennen wäre) also leider zwischen diversen Stühlen. Ich denke, es wird nur im Verhandlungsweg etwas zu erreichen sein. Dein/e Gesprächspartner/in in der Arbeitsagentur wird natürlich etwas schriftliches vom Arbeitgeber haben wollen um zu wissen, was Du dort treibst, und er/sie wird eine Grundlage brauchen, um einzuschätzen, ob die Aktion reale Chancen auf einen Arbeitsplatz bietet.
Bei gleicher Gelegenheit sollte dann auch geklärt werden, ob Deine Abwesenheit für die drei Wochen "einfach so" genehmigt wird oder ob das von Deinem quasi-"Urlaubsanspruch" abgeht, denn sonnt ist dieser für 2006 ausgeschöpft.
Sprich also mit Vermittler/in oder Fallmanager/in, leg die Karten auf den Tisch und versuche, gut zu verhandeln.
Danke erstmal für die Antwort.
Der Arbeitgeber sagte mir das ich mich bei der AfA nachfragen sollte wegen der Probearbeit, da er keinen einstellen möchte der ein 3/4 Jahr lang arbeitslos war und er nicht weiß wie derjenige arbeitet. Er sagte auch das die AfA kosten übernimmt, hätte er immer so erlebt. (Stellte die Probearbeiter auch ein , es sei denn sie waren wirklich nix.)
Das Arbeitsamt sagt das sie mein Arbeitslosengeld weiterzahlen für den maximalen Zeitraum von 3 Wochen. Damit das alles schnell gehen kann wollen sie irgendwelche Papiere den Arbeitgeben zufaxen. Ich habe nur das Problem das ich nicht genügend Geld habe um einfach so nach Hamburg zu fahren und dort zu Nächtigen , und das für 3 Wochen.
Möchte von der AfA nur Geld/ Unterstützung für die Fahrt und ein Zimmer oder so. sonst kann ich der Probearbeit "good bye" sagen und somit auch keinen Arbeitsvertrag bekommen.
Traurig ist nur das man bei der AfA hartneckig bleiben soll, sich nicht abwimmeln lassen soll. Wo sind wir denn hier auf einem Basar?
Ich weiß auch das die Mobilitätshilfe mir erst zusteht wenn ich einen Arbeitsvertrag habe. Aber eine bessere aussicht auf einen Vertrag kommt nicht so schnell.
Naja, besten dank jedenfalls für deine schnelle Antwort.
MFG *heuteeinweniggeffrustet*
Aletris
StephanK
19.04.2006, 23:48
Ich habe nur das Problem das ich nicht genügend Geld habe um einfach so nach Hamburg zu fahren und dort zu Nächtigen , und das für 3 Wochen.
Möchte von der AfA nur Geld/ Unterstützung für die Fahrt und ein Zimmer oder so. sonst kann ich der Probearbeit "good bye" sagen und somit auch keinen Arbeitsvertrag bekommen.Das Problem ist, dass das Gesetz (§ 50 SGB III (http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__50.html)) anscheinend davon ausgeht, dass so was nur im Tagespendelbereich vorkommt, denn tägliche Fahrtkosten können bezahlt werden. Das wäre zwar theoretisch möglich, wenn Du täglich fünf Stunden im Zug zu sitzen in Kauf nähmest, aber es wäre Unsinn.
Vielleicht kannst Du verhandeln. Motto: Drei Wochenkarten MS-HH (ab 480 €) wären teurer als eine Rückfahrkarte + Billighotel oder eine Bleibe über eine Mitwohnzentrale.
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