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24.04.2006, 18:13
Hallo zusammen,
habe heute folgenden Artikel in der HAZ gefunden:
Hannover
Arge will mehr Jobs für Ältere
Das Job-Center (früher Arge, noch früher Arbeitsamt) der Region Hannover will verstärkt so genannte Ein-Euro-Jobs für über 50-Jährige einrichten.
„Eine direkte Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt ist für diese Altersgruppe extrem schwierig, weil viele Firmen jüngeres Personal bevorzugen“, sagt Thomas Heidorn, Geschäftsführer des Job-Centers. Deshalb suche man Tätigkeitsfelder, in denen die Generation 50 und älter beschäftigt werden kann. Eines hat man bereits gefunden: Der Fahrgastbegleitservice der Üstra, der am 1. Mai mit 84 Mitarbeitern an den Start geht, wird ausschließlich mit Arbeitslosen besetzt, die älter sind als 50 Jahre.
Ein-Euro-Jobber, meistens sind es Langzeitarbeitslose, können sich maximal 1,50 Euro pro Stunde zum Arbeitslosengeld II dazuverdienen. Ihre Arbeitgeber sind hauptsächlich Kommunen und Wohlfahrtsverbände. Die Tätigkeiten müssen gemeinnützig sein, außerdem dürfen sie keine Stellen auf dem regulären Arbeitsmarkt verdrängen. Deshalb darf das zusätzliche Üstra-Personal zwar Fahrgäste informieren und Behinderten helfen, aber keine Tickets verkaufen. „Dann wäre die Sache nicht mehr gemeinnützig, schließlich gehört das Kassieren von Fahrpreisen zum Hauptgeschäftsfeld von Verkehrsunternehmen“, sagt Heidorn.
Die Fahrgastbetreuer der Üstra dürfen bis zu drei Jahre diesen Job verrichten. Arbeitsvermittler hoffen, dass sich die Jobber zusätzliche Qualifikationen erwerben – beispielsweise im Service – und dass sie dadurch auch für den ersten Arbeitsmarkt interessanter werden.
Keine Angaben machte das Job-Center über die Anzahl der Ein-Euro-Jobs, die über 50-Jährigen angeboten wird. Auch die Tätigkeitsfelder stehen noch nicht alle fest. „Es gibt einige. Arbeit in den Kindergärten gehört sicherlich dazu“, nennt Heidorn ein Beispiel.
Quelle: http://www.haz.de/hannover/287079.html
meiner Ansicht nach eine Meldung die einen Leserbrief wert ist, der wahrscheinlich nie veröffentlicht wird (wie schon viele andere die diese Zeitung von mir bekam)
werde ihn deshalb mal hier veröffentlichen:
Nun ist es schon soweit das über 50 jährige Menschen zu einer staatlich verordneten Zwangsarbeit getrieben werden. Um diesen eine Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt verschaffen zu können, hilft diesen bestimmt kein unqualifizierter Ein-Euro-Job, der zudem nicht zusätzlich ist! Die ÜSTRA spart durch dieses Programm reguläres Personal zur längst notwendigen Fahrgastbetreuung ein, und erhält dadurch vom Staat ein monatliches Zubrot von ca. 25.000 Euro. - denn pro Ein-Euro-Job bekommt die ÜSTRA 500 Euro vom sogenannten Job-Center, -muß davon aber nur 120 Euro an die Arbeitslosen auszahlen, bleibt ein Gewinn von 380 Euro je Arbeiter 84x380= 26.880 Euro die von der Gemeinschaft der Steuerzahler zusätzlich zu den Leistungen die der ALG2 Empfänger bekommt gezahlt werden.
Eigentlich sollte es einem Unternehmen wie der ÜSTRA möglich sein, reguläre Arbeitsplätze für diesen Bereich schaffen zu können, denn dieses dient der Kundenzufriedenheit. -Allerdings scheint diese der ÜSTRA gleichgültig zu sein denn hierfür mag sie nichts ausgeben, - lieber verdient Sie an dem Elend der Arbeitslosen.
Den hier längst erforderlichen Dienst der Fahrgastbetreuung als gemeinnützig zu kaschieren spricht für die Phantasie der Jobcenter und Verkehrsbetriebe.
Das eigentliche Problem ist daß durch solche Maßnahmen keine Arbeitsplätze geschaffen sondern vernichtet werden, -da sie als zusätzlich gemeinnützig eigentlich überflüssig erachtet werden. -Aber solange die ÜSTRA daran verdient und die eigentlich erforderlichen eigenen Personalkosten einsparen kann wird sie es tun. - so wie es momentan alle machen die normalerweise genug Geld hätten regulär einen Arbeitnehmer einzustellen.
- Und das auf Kosten aller Steuerzahler.
Und welche zusätzlichen Qualifikationen Ein-Euro -Jobber hier erhalten soll, -die einem anderen regulären Arbeitgeber dazu veranlassen könnten diesen aufzunehmen, bleibt mir zumindest verborgen.
Die Arbeit in den Kindergärten sollte meines erachtens nach auch von qualifizierten Menschen in regulären Arbeitverhältnissen verrichtet werden. -Aber für Kinder und deren professioneller Betreuung gibt es in Deutschland ja kein Geld.
MfG
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habe heute folgenden Artikel in der HAZ gefunden:
Hannover
Arge will mehr Jobs für Ältere
Das Job-Center (früher Arge, noch früher Arbeitsamt) der Region Hannover will verstärkt so genannte Ein-Euro-Jobs für über 50-Jährige einrichten.
„Eine direkte Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt ist für diese Altersgruppe extrem schwierig, weil viele Firmen jüngeres Personal bevorzugen“, sagt Thomas Heidorn, Geschäftsführer des Job-Centers. Deshalb suche man Tätigkeitsfelder, in denen die Generation 50 und älter beschäftigt werden kann. Eines hat man bereits gefunden: Der Fahrgastbegleitservice der Üstra, der am 1. Mai mit 84 Mitarbeitern an den Start geht, wird ausschließlich mit Arbeitslosen besetzt, die älter sind als 50 Jahre.
Ein-Euro-Jobber, meistens sind es Langzeitarbeitslose, können sich maximal 1,50 Euro pro Stunde zum Arbeitslosengeld II dazuverdienen. Ihre Arbeitgeber sind hauptsächlich Kommunen und Wohlfahrtsverbände. Die Tätigkeiten müssen gemeinnützig sein, außerdem dürfen sie keine Stellen auf dem regulären Arbeitsmarkt verdrängen. Deshalb darf das zusätzliche Üstra-Personal zwar Fahrgäste informieren und Behinderten helfen, aber keine Tickets verkaufen. „Dann wäre die Sache nicht mehr gemeinnützig, schließlich gehört das Kassieren von Fahrpreisen zum Hauptgeschäftsfeld von Verkehrsunternehmen“, sagt Heidorn.
Die Fahrgastbetreuer der Üstra dürfen bis zu drei Jahre diesen Job verrichten. Arbeitsvermittler hoffen, dass sich die Jobber zusätzliche Qualifikationen erwerben – beispielsweise im Service – und dass sie dadurch auch für den ersten Arbeitsmarkt interessanter werden.
Keine Angaben machte das Job-Center über die Anzahl der Ein-Euro-Jobs, die über 50-Jährigen angeboten wird. Auch die Tätigkeitsfelder stehen noch nicht alle fest. „Es gibt einige. Arbeit in den Kindergärten gehört sicherlich dazu“, nennt Heidorn ein Beispiel.
Quelle: http://www.haz.de/hannover/287079.html
meiner Ansicht nach eine Meldung die einen Leserbrief wert ist, der wahrscheinlich nie veröffentlicht wird (wie schon viele andere die diese Zeitung von mir bekam)
werde ihn deshalb mal hier veröffentlichen:
Nun ist es schon soweit das über 50 jährige Menschen zu einer staatlich verordneten Zwangsarbeit getrieben werden. Um diesen eine Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt verschaffen zu können, hilft diesen bestimmt kein unqualifizierter Ein-Euro-Job, der zudem nicht zusätzlich ist! Die ÜSTRA spart durch dieses Programm reguläres Personal zur längst notwendigen Fahrgastbetreuung ein, und erhält dadurch vom Staat ein monatliches Zubrot von ca. 25.000 Euro. - denn pro Ein-Euro-Job bekommt die ÜSTRA 500 Euro vom sogenannten Job-Center, -muß davon aber nur 120 Euro an die Arbeitslosen auszahlen, bleibt ein Gewinn von 380 Euro je Arbeiter 84x380= 26.880 Euro die von der Gemeinschaft der Steuerzahler zusätzlich zu den Leistungen die der ALG2 Empfänger bekommt gezahlt werden.
Eigentlich sollte es einem Unternehmen wie der ÜSTRA möglich sein, reguläre Arbeitsplätze für diesen Bereich schaffen zu können, denn dieses dient der Kundenzufriedenheit. -Allerdings scheint diese der ÜSTRA gleichgültig zu sein denn hierfür mag sie nichts ausgeben, - lieber verdient Sie an dem Elend der Arbeitslosen.
Den hier längst erforderlichen Dienst der Fahrgastbetreuung als gemeinnützig zu kaschieren spricht für die Phantasie der Jobcenter und Verkehrsbetriebe.
Das eigentliche Problem ist daß durch solche Maßnahmen keine Arbeitsplätze geschaffen sondern vernichtet werden, -da sie als zusätzlich gemeinnützig eigentlich überflüssig erachtet werden. -Aber solange die ÜSTRA daran verdient und die eigentlich erforderlichen eigenen Personalkosten einsparen kann wird sie es tun. - so wie es momentan alle machen die normalerweise genug Geld hätten regulär einen Arbeitnehmer einzustellen.
- Und das auf Kosten aller Steuerzahler.
Und welche zusätzlichen Qualifikationen Ein-Euro -Jobber hier erhalten soll, -die einem anderen regulären Arbeitgeber dazu veranlassen könnten diesen aufzunehmen, bleibt mir zumindest verborgen.
Die Arbeit in den Kindergärten sollte meines erachtens nach auch von qualifizierten Menschen in regulären Arbeitverhältnissen verrichtet werden. -Aber für Kinder und deren professioneller Betreuung gibt es in Deutschland ja kein Geld.
MfG
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