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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Elterngeld gegen "Achterbahn"


ALN - Robot
25.04.2006, 12:36
Die bisherige staatliche Unterstützung für junge Familien hat ihr Ziel verfehlt. So lautet eine der zentralen Thesen des Familienberichts, den Ressortchefin von der Leyen heute vorlegen will. Eine Lösung für das Problem hat die Ministerin bereits parat: das Elterngeld. Adrian Feuerbacher berichtet.

Der Artikel zur Meldung hier... (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5465008_REF1,00.html)

Die Ägypter
25.04.2006, 14:07
... und Geld gegen die finanzielle "Achterbahn

Bleibt das Problem "Achterbahn". Damit meinen die Wissenschaftler die finanzielle Talfahrt, auf die sich viele junge Eltern mit einem Kind begeben: Vor der Geburt des Babys haben beide Partner gearbeitet und Geld verdient, nach der Geburt fällt ein Einkommen weg, weil einer zuhause bleibt - meist die Mutter. Der Berliner Soziologe Hans Bertram rechnete vor: Einem jungen Paar, das zusammen 2700 Euro netto verdient, fehlen etwa 500 Euro, wenn sie ein Kind bekommen.

Diese Lücke müsste geschlossen werden, finden Bertram und seine Kollegen. Nicht nur um die finanzielle Achterbahnfahrt zu beenden. Auch, um es den Männern schmackhafter zu machen, den Beruf für das Baby zu unterbrechen. Experten schlagen ein Elterngeld vor. Also eine finanzielle Leistung des Staates, die das Einkommen desjenigen, der sich um das Baby kümmert, zumindest zum Teil ersetzt.

Dieses Konzept dürfte vielen bekannt vorkommen. Denn es handelt sich dabei in der Tat um das Elterngeld, das auch die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen im nächsten Jahr einführen will. Zumindest in diesem Punkt haben die Wissenschaftler also Aussicht auf Erfolg, wenn sich von der Leyen mit ihrem Konzept durchsetzen kann.

Ja gut, dann bleibt "Papa" also 2 Monate zuhause, wenn sein Arbeitgeber das mitmacht...

Und wie kommt "Mama" mal eben für 2 Monate in den Beruf zurück um den finanziellen Einbruch aufzufangen? Sofern sie überhaupt einen Job in "Parkposition" hätte (was bei den meisten Frauen nicht zutrifft), müsste ihr Chef ja auch bereit sein, dass 2-Monats-Experiment mitzumachen (um sie danach als Arbeitskraft wieder für den Rest der Elternzeit einzubüßen, bis dann der Kindergarten zur Verfügung steht)...

Für Arbeitgeber ist das personaltechnisch schlicht eine Zumutung - muss doch für die Pausenzeiten von Papa und Mama jeweils ein befr. Ersatz her...

Bei allen theoretischen Erwägungen um diese Fragen, ist es ja nun einmal Fakt, dass immer noch die Frauen die Kinder bekommen, also von Haus aus 6 Wochen vor und mind. 8 Wochen nach der Geburt berufstechnisch komplett ausfallen; es liegt also in der Natur der Sache, dass Frauen den ersten Teil der sog. Erziehungszeit nehmen - auch weil die meisten ihren Job eh einbüßen (oder von vornherein befristete Arbeitsverhältnisse hatten)...

Viele Frauen wollen ihr Kind auch stillen - ok, der Gesetzgeber sieht Stillpausen vor - ich habe aber noch von keinem Arbeitsplatz gehört der Baby´s in unmittelbarer Nähe zulässt... also hetzt Frau 2x während der Arbeitszeit nach Hause (sofern die Heimstatt nicht zu weit entfernt liegt) um mal eben ihr Kind zu stillen?

Oder pumpt sie dann ganze Milchvorräte ab (sofern sie das kann) ???

Wie weltfremd muss man eigentlich sein, um solche Ideen zu entwickeln?
Ich möchte nicht falsch verstanden werden - ich bin auch für Gleichberechtigung, aber sie muss auch praktikabel und umsetzbar sein.

Und hier sehe ich einen pausierenden Mann und eine Frau, die für diese Phase eben nicht mal eben berufstätig sein kann, weil es einfach nicht passgenau funktioniert und die leben dann zu dritt von 67 % "neuem" Elterngeld.... 8)

Video des ZDF - Interview mit Frau von der Leyen (http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/31/0,4070,3927295-6-wm_dsl,00.html)