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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : verzögerte Einstellung wegen Trainingsmassname


thorsten hinz
30.08.2007, 13:07
Hallo Liebe Usergruppe,
wer kann mir mal nen Tipp geben wie ich mich verhalten soll ?

Zur Sache ich habe Harz IV bezogen und war seit zwei Jahren Arbeitslos.
Ich habe einen neuen Job gefunden und war mir am montag den 25 06 einig mit dem AG zum Montag den 02 07 eingestellt zu werden.

Ich habe dem AG den Tipp gegeben er sollte mal erfragen ob die Arbeitsagentur sich in Form einer Eingliedrungsmassname irgend wie beteiligt. Mir wurde dieses so von der Arbeitsagentur so mitgeteilt.

Darauf hin wurde ich vom AG am selben Tag angerufen ich könne schon am 26. 06 anfangen als Trainingsmassname.

Ich voller Freude auf die endlich gefunde Arbeit habe mich dann voll reingehängt und jeden Tag min 12 stunden hart körperlich gearbeitet :engel:

So weit so gut nun kommt mein unmut an dem daraufolgenden Montag den 02 07 kommt dann so eine Vereinbarung beim AG an die ich schnell durchflogen habe und auch unterzeichnet.
Auf die Frage wie es dann mit der Vergütung aussieht erhielt ich vom Arbeitgeber die Antwort Sie bekommen ja ihr geld weiter...

Ich habe also einen wirtschaftlichen Schaden von 130 Stunden zu 11 €
desweiteren wurde meine Einstellung um 8 Tage verzögert.

Mal ehrlich gibs für Harz VI empfänger jetzt wieder Zwangsarbeit völlig kostenlos, und noch dazu ohne Absprache mit den Betroffenden ?

Ich suche mir einen Job und werde Belohnt damit das die Arbeitsagentur mich für zwei Wochen verschenkt, ich habe noch nicht mal Kenntniss ob ich überhaupt versichert war wärend der Massname und das im Gerüstebau...
Und alles ohne mit mir ein Wort zu wechseln, da kommen ja erinnerungen hoch die man eigentlich nicht erwähnen sollte " arbeit macht Frei "

StephanK
30.08.2007, 14:29
:welcome: Thorsten,
Deine Geschichte ist wirklich höchst ärgerlich.
Das richtige wäre wohl ein Eingliederungszuschuss gewesen, also Geld, das der Arbeitgeber für einen begrenzten Zeitraum zum Ausgleich dafür bekommt, dass Du (angeblich) nach längerer Arbeitslosigkeit eine gewisse Anlaufzeit brauchst und nicht sofort "von Null auf Hundert" gehen kannst.

Stattdessen läuft das ganze jetzt als Trainingsmaßnahme, die auch eine Eingliederungsmaßnahme, aber eigentlich dafür gedacht ist, auszutesten, ob Du den Anforderungen an regelmäßige Arbeit überhaupt und konkret im Betrieb gewachsen bist - obwohl das eher nicht fraglich sein dürfte. Für den Arbeitgeber ist das wirtschaftlich attraktiver als "nur" ein Eingliederungszuschuss, weil er Deine Arbeitsleistung umsonst bekommt statt nur verbilligt.

Man muss es ganz klar sehen: diese Förder-Instrumente verlocken manche Arbeitgeber zum abzocken, und das wird ihnen besonders leicht gemacht, wenn der Alg II-Träger nicht sehr genau hinschaut, welches Förder-Instrument für welchen Arbeitsuchenden das richtige ist.

Ich glaube nicht, dass sich jetzt noch etwas ändern lässt. Den wirtschaftlichen Schaden hast Du leider an der Backe. :wut:

thorsten hinz
30.08.2007, 15:56
Erst mal vielen Dank für Deine schnelle Antwort.
Die richtige Förderung ist noch zusätzlich erfolgt, drei Monate a 30 %...

Mich ärgert nur das ich mir einen Job suche und die Agentur schaltet sich ein und schwupp arbeitet man halt mal zwei wochen umsonst :wut:

Ich habe die Agentur angeschrieben und bekam die Antwort sie sind sich keiner Schuld bewusst, und das man unentgeltlich arbeitet soll man durch die freude am neuen Job kompensieren...

Nicht nur dass die Arge es nicht hinbekommen hat in zwei Jahren auch nur einen Arbeitsvorgang korrekt und richtig in einem zeitlich angemessenden Rahmen zu bearbeiten, nein da findet man endlich eine Arbeit, und selbst dann schaffen sie es noch Ihre Kunden über den Tisch zu ziehen.

Aber normaler weise müsste man doch zivilrechtlich schaden geltend machen können, weil hier ganz klar eine ungleichheit vor dem Gesetz vorliegt, es hat keine Aufklärung oder Beratung gegeben und der Schaden ist nachweislich und rechenbar. Das ist nicht nur Diskriminierend sondern noch dazu Amtpflichtverletzung und Betrug.

Ich weis nicht wie eine Behörde sich derart viele versäumnisse und noch dazu so viel inkopetenz leisten kann. Ehrlich gesagt ist es mir gar nicht mehr verständlich dass die Bürger sich ohne sich zu wehren dieses gefallen lassen. Es müssen wohl erst die Bürger auf die Straße damit die begreifen das auch der Dümmste Bürger merkt das das keine Versehen sind.