Minga610
26.04.2006, 11:30
Ausgehend von einem offenen Brief einer Hartz IV Empfängerin, den ich in einer in einer „linken“ Zeitung gefunden habe, möchte ich folgenden Brief einigen unserer führenden Politikern per E-Mail zustellen.
Auf die Reaktion, falls es überhaupt eine geben sollte, bin ich sehr gespannt
Liebe Politiker,
Ihre Beschimpfungen von Hartz IV-Empfängern, Ihre Forderungen nach weiteren Kürzungen beim ALG II, nach weiteren Kontrollen, nach weiteren Sanktionen und nach weiteren Zwangsmaßmahmen haben mich veranlasst Ihnen einmal folgende Fragen zu stellen.
Wissen Sie eigentlich,
Dass viele ALG II-Bezieher vollkommen vom Öffentlichen Leben ausgeschlossen sind, d.h. kein Kino, kein Theater, kein Schwimmbad und keine Vereine mehr.
Dass viele ALG II-Bezieher ihre Krankheiten selbst kurieren und auf Hausmittel zurückgreifen um Praxis- und Rezeptgebühr zu sparen.
Dass viele ALG II-Bezieher, sowohl psychisch als auch physisch erkranken, durch den immer höher werdenden Druck der auf sie ausgeübt wird.
Dass viele ALG II-Bezieher ihre Lebensmittel in Breiform zu sich nehmen, weil sie sich keinen Zahnersatz leisten können.
Dass viele ALG II-Empfänger, um Kosten zu sparen, zu den größten Abnehmern vom sogenannten Gammelfleisch wurden.
Dass viele ALG II-Empfänger darauf angewiesen sind nur noch Lebensmittel zu kaufen, die kurz vor dem Verfallsdatum stehen.
Dass viele ALG II-Empfänger Obst und Gemüse nur noch als Konservenware kennen.
Dass viele ALG II-Empfänger und ihre Kinder immer mehr auf Nahrungsmittelspenden und warme Mahlzeiten von Öffentlichen Tafeln angewiesen sind.
Dass viele ALG II-Bezieher und ihre Kinder sich ihre notwendige Kleidung in Kleiderkammern besorgen müssen.
Dass viele ALG II-Empfänger ihren Kindern keine ausreichende Grundausstattung für die Schule zur Verfügung stellen können.
Dass viele ALG II-Empfänger dazu verurteilt sind den ganzen Tag vor dem Fernseher zu verbringen, weil sie sich Bücher, Zeitschriften, Zeitungen oder Internet nicht mehr leisten können.
Dass viele ALG II-Empfänger ihre Nebenkostenabrechnungen gar nicht mehr, oder nur unter größten Mühen bezahlen können.
Dass viele ALG II-Empfänger ihre Haustiere in Tierheimen abgeben müssen, weil sie nicht mehr in der Lage sind für ihre Tiere aufzukommen.
Dass viele ALG II-Empfänger Tag für Tag Angst haben, Fernseher, Waschmaschine, Kühlschrank oder ein anderes Gerät könnte defekt werden. Handwerker sind für ALG II-Empfänger nicht bezahlbar.
Dass viele ALG II-Empfänger durch Ihre Beschimpfungen und Verunglimpfungen mit Verbrechern auf eine Stufe gestellt werden.
Dass viele ALG II-Empfänger durch die Argen keinerlei Unterstützung erhalten und nur noch als 1 €-Jobber missbraucht werden.
Dass viele ALG II-Empfänger durch Ihre Gesetzgebung kaum noch eine Chance haben jemals wieder auf den 1. Arbeitsmarkt zurückzukehren.
Sie wissen dies alles. Sie nutzen es aus, um die ALG II-Empfänger zu den alleinigen Schuldigen an der schlechten Situation in Deutschland zu machen. Sie nutzen es aus um von Ihren Fehlern und Versäumnissen in den letzten Jahrzehnten abzulenken.
Eine Antwort auf diese E-Mail erwarte ich nicht von Ihnen. Höchstens ein Schreiben von Ihnen, mit der Bitte um eine Spende für Ihre notleidende Partei. Von meinen üppigen 345 Euro monatlich, werde ich Ihnen gerne einen angemessenen Teil spenden um Ihre größte Not zu lindern.
Das war mein letztes Posting im Forum. Um weitere Kosten einzusparen, werde ich das Internet nur noch dazu nutzen, wozu es eigentlich auch gedacht war, um mich über Stellenangebote zu informieren.
Den Moderatoren und allen Mitgliedern Danke für die Hilfe.
Und allen in Zukunft einen hoffentlich menschenwürdigen und vernünftig bezahlten Job.
MfG
Auf die Reaktion, falls es überhaupt eine geben sollte, bin ich sehr gespannt
Liebe Politiker,
Ihre Beschimpfungen von Hartz IV-Empfängern, Ihre Forderungen nach weiteren Kürzungen beim ALG II, nach weiteren Kontrollen, nach weiteren Sanktionen und nach weiteren Zwangsmaßmahmen haben mich veranlasst Ihnen einmal folgende Fragen zu stellen.
Wissen Sie eigentlich,
Dass viele ALG II-Bezieher vollkommen vom Öffentlichen Leben ausgeschlossen sind, d.h. kein Kino, kein Theater, kein Schwimmbad und keine Vereine mehr.
Dass viele ALG II-Bezieher ihre Krankheiten selbst kurieren und auf Hausmittel zurückgreifen um Praxis- und Rezeptgebühr zu sparen.
Dass viele ALG II-Bezieher, sowohl psychisch als auch physisch erkranken, durch den immer höher werdenden Druck der auf sie ausgeübt wird.
Dass viele ALG II-Bezieher ihre Lebensmittel in Breiform zu sich nehmen, weil sie sich keinen Zahnersatz leisten können.
Dass viele ALG II-Empfänger, um Kosten zu sparen, zu den größten Abnehmern vom sogenannten Gammelfleisch wurden.
Dass viele ALG II-Empfänger darauf angewiesen sind nur noch Lebensmittel zu kaufen, die kurz vor dem Verfallsdatum stehen.
Dass viele ALG II-Empfänger Obst und Gemüse nur noch als Konservenware kennen.
Dass viele ALG II-Empfänger und ihre Kinder immer mehr auf Nahrungsmittelspenden und warme Mahlzeiten von Öffentlichen Tafeln angewiesen sind.
Dass viele ALG II-Bezieher und ihre Kinder sich ihre notwendige Kleidung in Kleiderkammern besorgen müssen.
Dass viele ALG II-Empfänger ihren Kindern keine ausreichende Grundausstattung für die Schule zur Verfügung stellen können.
Dass viele ALG II-Empfänger dazu verurteilt sind den ganzen Tag vor dem Fernseher zu verbringen, weil sie sich Bücher, Zeitschriften, Zeitungen oder Internet nicht mehr leisten können.
Dass viele ALG II-Empfänger ihre Nebenkostenabrechnungen gar nicht mehr, oder nur unter größten Mühen bezahlen können.
Dass viele ALG II-Empfänger ihre Haustiere in Tierheimen abgeben müssen, weil sie nicht mehr in der Lage sind für ihre Tiere aufzukommen.
Dass viele ALG II-Empfänger Tag für Tag Angst haben, Fernseher, Waschmaschine, Kühlschrank oder ein anderes Gerät könnte defekt werden. Handwerker sind für ALG II-Empfänger nicht bezahlbar.
Dass viele ALG II-Empfänger durch Ihre Beschimpfungen und Verunglimpfungen mit Verbrechern auf eine Stufe gestellt werden.
Dass viele ALG II-Empfänger durch die Argen keinerlei Unterstützung erhalten und nur noch als 1 €-Jobber missbraucht werden.
Dass viele ALG II-Empfänger durch Ihre Gesetzgebung kaum noch eine Chance haben jemals wieder auf den 1. Arbeitsmarkt zurückzukehren.
Sie wissen dies alles. Sie nutzen es aus, um die ALG II-Empfänger zu den alleinigen Schuldigen an der schlechten Situation in Deutschland zu machen. Sie nutzen es aus um von Ihren Fehlern und Versäumnissen in den letzten Jahrzehnten abzulenken.
Eine Antwort auf diese E-Mail erwarte ich nicht von Ihnen. Höchstens ein Schreiben von Ihnen, mit der Bitte um eine Spende für Ihre notleidende Partei. Von meinen üppigen 345 Euro monatlich, werde ich Ihnen gerne einen angemessenen Teil spenden um Ihre größte Not zu lindern.
Das war mein letztes Posting im Forum. Um weitere Kosten einzusparen, werde ich das Internet nur noch dazu nutzen, wozu es eigentlich auch gedacht war, um mich über Stellenangebote zu informieren.
Den Moderatoren und allen Mitgliedern Danke für die Hilfe.
Und allen in Zukunft einen hoffentlich menschenwürdigen und vernünftig bezahlten Job.
MfG