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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Von 20 auf 30 Stunden erhöhen?


Yuna
26.04.2006, 12:18
Hallo,

an meinem letzten Arbeitsplatz habe ich 30 Stunden pro Woche gearbeitet. Als ich arbeitslos wurde, bezog ich 3 Monate ALG und pausierte dann 2 Jahre (also ohne Bezüge). Als ich mich nun erneut arbeitslos meldete, gab ich als Arbeitszeitwunsch 20 Std./Woche an, weil ich davon ausgegangen war, daß ich mich ansonsten auf Vollzeit vermitteln lassen müßte.

Nun meine Frage: Kann ich die angemeldeten 20 Wochenstunden auch auf 30 Wochenstunden (also wie an meinem letzten Arbeitsplatz auch) ändern oder ist das nachträglich nicht möglich und ich bin auf die genannten 20 Stunden festgelegt?

Es ist nämlich so, daß mir bei 20 statt 30 Stunden immerhin 250 Euro ALG verlorengehen und ich das zum einen nicht einsehe, da meine ALV-Beiträge letztlich ja auch an meinem 30-Std.-Gehalt bemessen wurden. Außerdem fehlt mir das Geld, ich könnte damit zumindest meine Rentenversicherung aufstocken.

Kann ich das nachträglich ändern? Und wenn ja: Muß ich es begründen? Und wende ich mich damit an meinen Arbeitsberater oder an die Anmeldung, wo ich seinerzeit auch meinen Antrag gestellt habe? Oder gibt es vielleicht sogar ein entsprechendes Änderungsformular?

Seebarsch
26.04.2006, 18:35
Die Erhöhung der wöchentlichen Arbeitzeit ist kein Problem. Solange die Kinderbetreuung sichergestellt ist und du auch tatsächlich 30 Stunden in der Woche arbeiten kannst, ist das möglich. Es kann natürlich auch passieren, dass dir Arbeit oder eine Maßnahme für 30 Stunden in der Woche angeboten werden.
Die Änderung ist kein Problem. Sofort zur Agentur gehen und dort erklären, dass du dich ab sofort für 30 Stunden dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellst. Dazu auch den zeitlichen Rahmen nennen.
Das Alg1 wird dann auf 30 Stunden geändert, aber erst ab dem Tag deiner Erklärung !
Lass dir deine Vorsprache bescheinigen !
:engel:

Yuna
27.04.2006, 11:22
Hallo Seebarsch,

danke für die Info. Aus dem Alter der Kinderbetreuung bin ich lange raus ;o), ich habe seinerzeit an meinem Arbeitsplatz aus gesundheitlichen Gründen von Vollzeit auf 30 Stunden reduziert.

Wohin wende ich mich denn mit der gewünschten Änderung? Muß ich das mit meinem Arbeitsberater besprechen? Oder wende ich mich damit an die "Anmeldung", wo ich auch den ALG-Antrag gestellt habe?

Es kann natürlich auch passieren, dass dir Arbeit oder eine Maßnahme für 30 Stunden in der Woche angeboten werden.

Bedeutet das im Umkehrschluß, daß mir bei 20 Wochenstunden keine Ganztags-Maßnahme, sondern nur eine Halbtags-Maßnahme angehängt werden darf? Genau das wollte das AA nämlich vor 2 Jahren tun. Ich sollte zu einer Maßnahme, die von 8.00 morgens bis 15.00 h nachmittags gedauert hätte. Die Sache hatte sich dann zwar erledigt, weil ich mich wegen häuslicher Pflege meiner Mutter beim AA abgemeldet hatte. Aber in Ordnung fand ich das nicht, daß ich 14 Tage lang 7 Stunden täglich zu einer solchen Maßnahme hätte fahren müssen.

Seebarsch
27.04.2006, 19:06
Hallo,
für die Änderungen ist der Empfang bzw. die Eingangszone der Arbeitsvermittlung zuständig. Zugang zum Vermittler hat man eigentlich nur nach Termin.
Wie gesagt, ganz schnell!!!!!!
Am besten morgen früh um 08:00 Uhr sonst geht dir Geld verloren.
8)
Da sich die Gesetzeslage mittlerweile geändert hat, kann man dir nur eine Maßnahme anbieten, die auch dem Zeitraum entspricht, in dem du dich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellst.
Die Neuregelung gilt seit dem 01.01.2006.
:P

Yuna
28.04.2006, 12:17
Da sich die Gesetzeslage mittlerweile geändert hat, kann man dir nur eine Maßnahme anbieten, die auch dem Zeitraum entspricht, in dem du dich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellst.
Danke für den Hinweis. Vielleicht ist das dann auch der Grund, warum man mir bisher keine Maßnahme aufgedrückt hat, obwohl ich schon seit 1.2. arbeitslos gemeldet bin. Vielleicht haben sie keine Halbtags-Maßnahmen im Programm. Ist aber vielleicht ganz gut so, denn von einem ebenfalls Betroffenen habe ich mir mal sagen lassen, daß solche Maßnahmen ziemlich sinnfrei sein sollen und letztlich nicht viel bringen.

StephanK
28.04.2006, 12:37
Ist aber vielleicht ganz gut so, denn von einem ebenfalls Betroffenen habe ich mir mal sagen lassen, daß solche Maßnahmen ziemlich sinnfrei sein sollen und letztlich nicht viel bringen.Wenn es sich um Bewerbungstrainings o.ä. handelt, muss ich das leider bestätigen. Der Erkenntnisgewinn aus drei Wochen hätte sich an einem Nachmittag erzielen lassen... :patsch: