PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auszubildenden fehlt IT Kompetenz


ALN - Robot
05.09.2007, 21:50
http://www.pressebox.de/images/pressebox-logo-145.gif

Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Infratest versagt jeder zweite Auszubildende am PC.
Bei 46% aller Lehrlinge fehlen die nötigen Grundlagen für den Umgang mit berufsspezifischen PC- sowie Textverarbeitungsprogrammen.

Dagegen erachten es die meisten Unternehmen als besonders wichtig, dass ihre Auszubildenden über die notwendige Kompetenz für den Umgang mit Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen verfügen.Um diesem Defizit entgegenzuwirken,
bietet das Kompetenzzentrum für IT-Sicherheit und Qualifizierte Digitale Signatur (KOMZET) der Handwerkskammer Rheinhessen...

Weiterlesen... (http://www.pressebox.de/pressemeldungen/handwerkskammer-rheinhessen/boxid-124414.html)

fragi
06.09.2007, 07:14
ohh man wenn ich das schon lese...

Bei 46% aller Lehrlinge fehlen die nötigen Grundlagen für den Umgang mit berufsspezifischen PC

"berufsspezifischen"... ist doch klar das keiner zuhause mitm CAD programm oder SAP arbeitet... das hat man einfach nicht... deshalb stört mich auch dieses Wort... ist die Ausbildung nicht dazu da diese Inhalte zu vermitteln?
Grundkenntnisse müssen vorhanden sein, das stimmt, aber davon ist doch gar nicht die rede...

agegen erachten es die meisten Unternehmen als besonders wichtig, dass ihre Auszubildenden über die notwendige Kompetenz für den Umgang mit Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen verfügen.

Ha, soll ich mal aus meiner schulzeit reden? Die Lehrer alle keine AHnung von PC's... einer war dabei, der wollte uns was beibringen (weil er musste?)... Präsentationen müssen möglichst viele farben enthalten und bund sein, damit man zeigen kann das mann es kann, und tabellen fängt man in der mitte an...

Son Quatsch!!!

Der Anfang sollte hier bei den ungebildeten Lehrern in der Schule gemacht werden, dann löst sich das problem mit den jugendlichen meist allein. Denn am PC lernen macht den meisten sogar spaß!? :confused:

Trish
06.09.2007, 08:26
Bei 46% aller Lehrlinge fehlen die nötigen Grundlagen für den Umgang mit berufsspezifischen PC

Diese Aussage find ich auch den Hammer, es kann gar nicht sein das in der Schule Kenntnisse berufsspezifscher Software vermittelt werden, das ist doch in jedem Berufszweig anders, dafür geht man dann doch zur Berufsschule.
Anders sieht es allerdings mit Word, Exel, etc. aus, sowas sollte schon vermittelt werden.
Zu meiner Schulzeit lag allerdings das Hauptaugenmerk noch darauf wie man einen PC mittels Startdiskette hochfährt (DOS) :razz: Und auch da war es so das man mehr von den Mitschülern, als von den Lehrern gelernt hat, denn die waren einfach Ahnungslos...

StephanK
06.09.2007, 08:41
Anders sieht es allerdings mit Word, Exel, etc. aus, sowas sollte schon vermittelt werden.Microsoft sieht es gerne, wenn schon Schulkinder auf seine Produkte "geeicht" werden und macht genau deswegen auch entsprechende Angebote an Schulen... :razz:
Das ist nicht nur als launige Anmerkung am Rande gemeint, sondern darin liegt wirklich ein gewisses Problem. Wenn ein Sportlehrer einem vorschreiben wollte, dass man nur mit Schuhen mit drei Streifen oder mit einer Raubkatze auflaufen darf, bekäme er vermutlich Ärger, und das zurecht. Aber selbst wenn wäre es belanglos dafür, wie Schüler später mit ihrem Körper umgehen. Bei Softwareprodukten ist das anders, denn sie prägen den Zugang zu einer ganzen Technologie.

Trish
06.09.2007, 08:47
Dies sind aber nun mal die am verbreitetesten Produkte, wie es dazu gekommen ist lass ich einfach mal im Raum stehen... Ich finde nur es macht keinen Sinn Schülern Software zu vermitteln, mit der sie nie wieder arbeiten werden, wie es z.B. bei OpenOffice & wie sie alle heißen durchaus passieren kann.
An M$ führt im IT-Leben kaum ein Weg vorbei...

fragi
06.09.2007, 09:01
An M$ führt im IT-Leben kaum ein Weg vorbei...

:shock: dazu sag ich mal schau mal hier (http://www.sernet.de/SerNet/Jobs.html)

finde das unternehmen sehr gut, nur meine Kenntnisse reichen meiner Meinung nach dafür nicht...

wieso führt denn kein Weg vorbei? Weil die meisten Leute einfach keine Ahnung haben. sie lassen sich von Mschrott gern alles diktieren, sieht man doch am besten am neuen directx das angeblich auf xp nichtmehr laufen soll sondern nur auf vista... das enginge hat sich aber kaum verändert, nur bei der betriebssystemprüfung am anfang haben se einfach eingebaut dass xp nicht geht...

da ist ja WINE fast schon weiter....
Wären die Leute aufgeklärter würde jeder weg an M$ vorbeiführen...

Ich finde nur es macht keinen Sinn Schülern Software zu vermitteln, mit der sie nie wieder arbeiten werden, wie es z.B. bei OpenOffice & wie sie alle heißen durchaus passieren kann.

Openoffice ist genau das selbe wie das gegenprodukt von mschrott... heißt nur anders... in manchen belangen ist oo sogar besser... schonma ausprobiert?

Außerdem: Will man was über den Pc lernen, geht das mit M$ nicht... wieso? Am Besten sieht man das doch an manchen Druckern...
Ich sage nur GDI-Schnittstelle (http://de.wikipedia.org/wiki/Graphics_Device_Interface)...

Maschinen arbeiten mit 0 und 1... kommt strom, kommt keiner... Microsoft hat sich z.b bei HP soweit eingekauft, dass fast alle drucker damit ausgerüstet werden... jetzt mussten sich leute hinsetzen, um für linuxsysteme eine SOftwareschnittstelle zu bauen, die von GDI wieder auf 0 und 1 geht... son quatsch... wieso lässt man es nicht bei 0 und 1?

Richtig es geht ums Geld... Schaut doch mal was HPlips ist :wut:

StephanK
06.09.2007, 10:14
Anders als fragi kann und will ich nicht auf technische Einzelheiten eingehen; mir geht's eher um die Frage, wie berufliche Bildung aussehen wollte.
Dass an den Produkten jener Redmonder Firma derzeit nicht all zu viele Wege vorbeiführen ist leider richtig. Andererseits ist vieles in Bewegung, und ich denke, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen, die scharf rechnen müssen, mehr und mehr auf Open Source Software umsteigen oder auf komerzielle Distributionen von Open Source-Produkten, die kleine Bruchteile dessen kosten, was man für Programmpakete aus Redmond bezahlen muss.

Schule muss auf die Zukunft vorbereiten und nicht einfach das Aktuelle in die Zukunft projizieren. Sie muss nicht allein (nur vermeintlich feststehendes) Wissen vermitteln, sondern vor allem lehren, wie man sich neu entstehendes Wissen aneignet. Das gilt besonders bei einem sich rasch entwickelnden Bereich wie Software. Deswegen hielte ich es für zu kurz gedacht, wenn man Schüler nur auf die Produkte des aktuellen Marktführers "einschwört" - erst recht nicht, wenn dieser Marktführer langsam, aber stetig Marktanteile verliert.

Trish
06.09.2007, 10:18
Eigentlich wollte ich auch nur anregen das es Sinn macht Grundkenntnisse zu vermitteln, Funktionsweise & Umgang zu erklären, damit Schüler zumindest ansatzweise wissen worum es geht, wie ein Brief geschrieben wird, man eine Kalkulation oder eine Tabelle erstellt. Welche Software jetzt genau verwendet wird ist ja eigentlich nebensächlich, es geht ums Funktionsprinzip...

zauberhexe
06.09.2007, 10:26
Mein Mann kann ein täglich Liedchen davon singen. Er arbeitet als Fluglehrer. Bei den Grundschülern wird es am deutlichsten: sie sind zwischen 18 und 23 Jahren alt und kennen sich wunderbar im Spielen von Computerspielen aller Art aus. Wenn sie dann aber z. B. einen kurzen Vortrag zu einem Thema ausarbeiten sollen, wird es kritisch: teilweise haben sie Probleme, das Word-Dokument (der Arbeitgeber (öffentlicher Dienst) meines Mannes arbeitet mit Produkten der Officegruppe) zu erstellen und zu bearbeiten. Eine kleine Präsentation ohne Folien können die wenigsten erstellen.
Nun ist es aber so, daß diese jungen Leute später auch Unterrichte halten werden und ihre Schüler unterrichten werden.
Mein Mann fragt in jedem neuen Grundkurs die IT-Kenntnisse ab. Oft lautet die Antwort, daß der Unterricht ganz ausgefallen sei, die Schüler schlauer als der Lehrer waren oder 3 Schüler einen PC teilen mußten usw.
Natürlich lernt man auch bei einem Computerspiel etwas und Entspannung soll auch sein. Aber ich denke wirklich, daß hier die Schulen bzw. die Politik gefragt sind. Es müssen die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden und es müssen Lehrkräfte vor Ort sein, die diesen Namen verdienen. IT muß genauso als Schulfach voll anerkannt sein wie z. B. Mathematik oder Deutsch.
Andererseits hat mein Mann gerade jetzt ein anderes Beispiel in seinem aktuellen Kurs: ein junger Mann, aus recht einfachen und nicht mit Reichtum gesegneten Verhältnissen, hat sehr gute Computerkenntnisse. Auf die Frage, woher er die hat, sagte er, daß er regelmäßig Kurse an der vhs besucht habe. Weil heute ohne entsprechende Kenntnisse nichts mehr geht.
Ich denke, hier muß Eigeninitiative des Einzelnen gepaart mit Wahrnehmung der Verantwortung seitens der Politik stattfinden.
Viele Grüße,
zauberhexe

fragi
06.09.2007, 10:53
Ich denke, hier muß Eigeninitiative des Einzelnen gepaart mit Wahrnehmung der Verantwortung seitens der Politik stattfinden.

Die Eigeninitive muss bei denen kommen die schon mit der schule fertig sind bzw es bald sind.
Allerdings ist der Begriff IT ein bisschen weit gefasst, ich würde daraus eher ein EDV machen...

Kein Auzubildender brauch Information und Telekommunikations Fähigkeiten.
Es muss z.b keine wissen was beim ISDN aufm D-Kanal passiert, bzw was für Netzelemente in einem SDH Netz vorkommen.
Ebenfalls brauch keiner Wissen, wie du 0 und 1 über Adress- und Datenleitungen im PC laufen...

Das sind IT Kenntnisse.

EDV Kenntnisse = Elektronische Datenverarbeitung.

Das braucht das Volk :)
Allein schon an dem Titel der News sehe ich, dass es überall am Fachwissen fehlt. Ich sehe es so, es muss in der Schule anfangen, und das schnell!

Tommi NRW
19.09.2007, 18:27
Das Kenntnisse in der Textverarbeitung beim angehenden Lehrling vorhanden sein sollen, kann ich nachvollziehen. Wobei es ziemlich egal ist, ob die Kenntnisse mit MS-Office, Open Office oder Lotus erlangt wurden. Die Produkte sind sich sehr ähnlich und unterscheiden sich nicht wesentlich.
Ein Lehrchef der sich am abweichenden Softwarepaket stößt, hat seinen Ausbildungsauftrag vergessen.
Verantwortlich ist die Schule selbstverständlich dafür, dass eines der gängigen Büropaket im IT-Zeitalter geschult wird.

Zur Aussage über mangelnde Kenntnisse in berufsspezifischen PC-Programmen, stellen sich mir allerdings die Nackenhaare hoch.
Da wollen unsere Arbeitgeber mal wieder alles vom Staat subventioniert haben, damit sie sich den fertigen Mitarbeiter vom Fließband nehmen können.
Einen Auszubildenden auszubilden kommt scheinbar immer mehr aus der Mode.
Mir wird immer ganz flau, wenn ich per Fernsehen sehe, wie sich eine Handvoll Junger Leute um eine Lehrstelle zerreiben, während Chefchen die Liste mit den fachlichen Vorkenntnissen der Bewerber auswertet.
Das kann es doch nicht sein?
Wer sich z.B. um eine Lehrstelle als Automechaniker bewirbt, von dem kann ich nicht erwarten, dass er Vorkenntnisse in z.B. Bremsanlagen hat.
Da fragt man sich doch, was denn jetzt kaputt ist.
Wahrscheinlich ist es die Bremsanlage der Regierung, die solche Gebaren fördert, statt sie zu stoppen.

Bei der Forderung nach Kenntnissen in berufsspezifischer Software verhält es sich ebenso.
Soll ein Bewerber um eine Ausbildungsstelle als Steuerfachangestellter womöglich DATEV-Kenntnisse mitbringen?
Soll ein Bewerber um eine Ausbildungsstelle als Technischer Zeichner Kenntnisse in verschiedenen CAD-Systemen mitbringen?
Soll ein Bewerber um eine Ausbildungsstelle als Kaufmann Kenntnisse in SAP mitbringen?
Alleine die Anschaffung der notwendigen Soft- und Hardware würde Unsummen verschlingen.
Das das nicht sein kann, steht hoffentlich noch fest.

Unserer derzeitigen CDU/SPD-Regierung würde ich diesen Unsinn allerdings auch noch zutrauen, sich darauf einzulassen, die Ausbildungspflichten der Ausbildungsbetriebe zu übernehmen.
Es wäre ja auch eine feine Sache, wenn Chefchen den neuen Lehrling ab dem ersten Tag gewinnbringend einsetzen kann.

Natürlich wird versucht den Trend in diese Richtung zu treiben, weil Betriebe in Aus- und Weiterbildung lediglich Kosten sehen, die sich in ihrer kurzfristigen Planung nicht in positives Kapital wandeln lassen.
Auf lange Sicht werden nur die Subventionen des Staates eingeplant.
Fehlt es dann an Fachkräften wird nach Hilfe vom Staat verlangt, der dann auch noch pariert und diese aus dem Ausland importiert (IT-Fachkräfte aus Indien dank Schröder(SPD)), während der Markt mit arbeitslosen IT-Fachkräften übersäht ist.
Auch dort lag die Problematik bei Firmen die nicht bereit waren, den IT-Berufseinsteiger auf die firmenspezifischen Anforderungen zu schulen, weil man ja fertige Leute mit Berufserfahrung importieren konnte.
Die Folge davon ist, dass mittlerweile wieder nach IT-Fachleuten aus dem Ausland gerufen wird, während unsere IT-ler aus Kostengründen auch vom Staat nicht weitergebildet werden und unter Hartz IV verschimmeln.:patsch:


Gruß Tommi

fragi
20.09.2007, 08:13
Die Folge davon ist, dass mittlerweile wieder nach IT-Fachleuten aus dem Ausland gerufen wird, während unsere IT-ler aus Kostengründen auch vom Staat nicht weitergebildet werden und unter Hartz IV verschimmeln

Der Satz trifft zu.

Bin selber aus der IT Branche, und sehe es immer an den Stellenangeboten... da werden fertig geschulte und sofort einsatzbereite Leute gesucht, vorkenntnisse in diesem programm und jenem... Leider ist es so, dass der passende dazu nie gefunden wird... man kann also beobachten, dass etwa im 4-6 Wochentakt die selben Firmen, die selben Stellen immer wieder ausschreiben weil sich keine "idealbesetzung" findet.

So wird der Regierung signalisiert uns fehlen "fachkräfte". Dass die Fachkräfte zuhause sitzen, sieht niemand, denn die müssten ja noch 1-2 Wochen eingearbeitet werden, das ist nicht gewinnbringend... da lässt man lieber die bisher vorhandenen solange überstunden schieben, bis wer passendes aus dem Ausland kommt...

So ist Deutschland, und die Regierung spielt mit, armes Deutschland!

Ich bin auch schon am überlegen ob ich junge IT-Fachkraft nicht im Ausland besser aufgehoben wäre... bsp Schweiz oder Schweden. :weg:

Odin1506
07.12.2007, 12:52
Ich habe von 2002-2004 zum it-systemelektroniker Fachbereich netzwerk und computer umgeschult, mußte sogar so einen iq-test mitmachen, wollte mich jetzt weiterbilden zum sys-admin, und was bekomme ich zur antwort?

1. Es kostet zuviel Geld
2. Sie sind zu alt
3. Wissen wir ja überhaupt nicht, ob sie danach einen Job bekommen

Was soll das? Da kann einem doch die Hutschnur hochgehen wenn man liest, das die Firmen IT-Fachkräfte aus dem nicht-europäischen Ausland importieren.Und das Koriose daran ist, die wollen noch nicht mal nach Deutschland, weil sie hier unterbezahlt werden. Es sollte sich mal die Regierung darum mal kümmern, das die vorhandenen Arbeitskräfte auch weitergebildet werden und nicht wie Tommi NRW geschrieben hat die Folge davon ist, dass mittlerweile wieder nach IT-Fachleuten aus dem Ausland gerufen wird, während unsere IT-ler aus Kostengründen auch vom Staat nicht weitergebildet werden und unter Hartz IV verschimmeln.:patsch: