StephanK
18.09.2007, 22:47
2006 haben die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) aus Kommunen und Arbeitsagenturen Private mit der Vermittlung von rund 400 000 Arbeitslosen beauftragt. Doch Private sind bei der Vermittlung der Arbeitslosen nicht erfolgreicher als die Arbeitsagenturen. Das belegen erste Ergebnisse der Hartz-Forschung. Zum Teil schneiden sie sogar schlechter ab. „Im Schnitt waren die von Dritten vermittelten Menschen vier Monate länger arbeitslos als die Vergleichsgruppe. Insbesondere bei Arbeitslosen ab 45 Jahren sowie in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit sei der Einsatz Dritter nicht geeignet, die Chancen auf Integration zu erhöhen“, stellt DGB-Arbeitsmarktexperte Adamy in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Soziale Sicherheit fest.
Die Ergebnisse decken sich mit den bislang vorliegenden Erkenntnissen der BA. Demnach ist es nicht gelungen, die Dauer der Arbeitslosigkeit und die Integration der Arbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt durch private Vermittler zu beschleunigen. Genauere Erkenntnisse über die Leistungsfähigkeit privater Vermittler sollen mehrere 2006 von der BA und den Arbeitsgemeinschaften von Kommunen und BA (ARGEn) gestartete Modellprojekte bringen. Obwohl deren Ergebnisse noch nicht vorliegen, hat der Verwaltungsrat der BA im Juli 2007 einen neuen, auf zwei Jahre befristeten Modellversuch gestartet.
Der DGB lehnt den neuen Modellversuch ab: „Inhalt und Begründung des neuen Modellkonzepts lassen befürchten, dass es längst nicht allen Beteiligten um eine objektiven Vergleich geht“, ob eine Arbeitsvermittlung durch Private effektiver ist, sondern auch um eine Begründung für die „Ausweitung privater Arbeitsvermittlung“ und deren „stärkere Subventionierung“, kritisiert Adamy.
Nach Meinung der Arbeitnehmervertreter im Verwaltungsrat der BA hätten vor dem Start des neuen Modellversuchs erst die Ergebnisse der 2006 gestarteten Modellprojekte abgewartet werden müssen. Zudem kritisieren die ArbeitnehmervertreterInnen die Konzentration der neuen Modellprojekte auf Großstädte. Sie seien nicht für die Vermittlungschancen Arbeitsloser repräsentativ. Die Modellprojekte hätten – wie in anderen europäischen Ländern – auf Arbeitslose mit mehreren Vermittlungshemmnissen begrenzt werden müssen.
Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund
Der vollständige Artikel ist in der DGB-Zeitschrift "Soziale Sicherheit" erschienen und hier (http://www.dgb.de/themen/themen_a_z/abisz_doks/p/private_arbeitsvermittlung.pdf) als PDF-Datei nachlesbar.
Die Ergebnisse decken sich mit den bislang vorliegenden Erkenntnissen der BA. Demnach ist es nicht gelungen, die Dauer der Arbeitslosigkeit und die Integration der Arbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt durch private Vermittler zu beschleunigen. Genauere Erkenntnisse über die Leistungsfähigkeit privater Vermittler sollen mehrere 2006 von der BA und den Arbeitsgemeinschaften von Kommunen und BA (ARGEn) gestartete Modellprojekte bringen. Obwohl deren Ergebnisse noch nicht vorliegen, hat der Verwaltungsrat der BA im Juli 2007 einen neuen, auf zwei Jahre befristeten Modellversuch gestartet.
Der DGB lehnt den neuen Modellversuch ab: „Inhalt und Begründung des neuen Modellkonzepts lassen befürchten, dass es längst nicht allen Beteiligten um eine objektiven Vergleich geht“, ob eine Arbeitsvermittlung durch Private effektiver ist, sondern auch um eine Begründung für die „Ausweitung privater Arbeitsvermittlung“ und deren „stärkere Subventionierung“, kritisiert Adamy.
Nach Meinung der Arbeitnehmervertreter im Verwaltungsrat der BA hätten vor dem Start des neuen Modellversuchs erst die Ergebnisse der 2006 gestarteten Modellprojekte abgewartet werden müssen. Zudem kritisieren die ArbeitnehmervertreterInnen die Konzentration der neuen Modellprojekte auf Großstädte. Sie seien nicht für die Vermittlungschancen Arbeitsloser repräsentativ. Die Modellprojekte hätten – wie in anderen europäischen Ländern – auf Arbeitslose mit mehreren Vermittlungshemmnissen begrenzt werden müssen.
Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund
Der vollständige Artikel ist in der DGB-Zeitschrift "Soziale Sicherheit" erschienen und hier (http://www.dgb.de/themen/themen_a_z/abisz_doks/p/private_arbeitsvermittlung.pdf) als PDF-Datei nachlesbar.