Renate
05.05.2006, 11:47
Guten Morgen,
nachdem ich gestern abend feststellte, dass die RTL-Info, die im Fernsehen für ALG II-Empfänger angepriesen wurde, wieder auch nur ausgemachter Blödsinn ist, fand ich Euch beim Surfen, ob ich nicht doch noch was finde.
Also, dann will ich mich mal vorstellen.
Bin 52, gelernte Industriekauffrau, habe lange in diesem Beruf gearbeitet und auf Steuerklasse 5 (mein Mann verdiente als Fliesenleger noch mehr) viele Steuern und Sozialabgaben an diesen Staat entrichtet.
Trotz vier Kindern, denn auf die hat lange Zeit immer meine Mama aufgepaßt.
Die sind jetzt erwachsen. Teils auch von Arbeitslosigkeit betroffen, teils auch nicht und recht erfolgreich im Beruf. Ich habe auch 3 Enkel.
Meine Mama ist nun heute ein Pflegefall, und zwar ist man das, wenn man im Rollstuhl sitzt, nicht mehr alleine zum Klo kommt und so, immer noch in der Pflegestufe 1. Die Person, die einen als Familienmitglied betreut, kriegt ganze 205 Euro von der Krankenkasse (die sind allerdings anrechnungsfrei - nur indirekt, denn meine Mama kriegt Sozialhilfe, weil ihre Rente unter dem Satz liegt und da sagen die dann wieder, sie sei ein Familienmitglied und wir müssen die Generalkosten tragen, sprich genausogenommen Unterhalt zahlen, den wir nicht absetzen können, weil es Unterhalt ja jetzt nicht mehr gibt - schlauer Schachzug vom Staat) :patsch: .
Sie klagt grad (na ja ich, weil meine Mama komplett senil ist und kaum mehr weiß, wie sie heißt) in der 2. Instanz vor dem Sozialgericht in Schleswig - schaun wir mal, wenn es denn sein muss, gehe ich damit bis vor das Bundesverfassungsgericht, dieweil es einen Paragraphen gibt, der da sagt (SGB XII 36, Absatz weiß ich jetzt nicht aus dem Kopf), also steht da, wenn denn die Haushaltsgemeinschaft wegen der Pflege ist, darf man nicht von einer Haushaltsgemeinschaft ausgehen. Wurde mir auch von der Landesregierung Schleswig-Holstein bestätigt, aber der Kreis Plön sieht das anders und in der 1. Instanz haben wir trotz des Schriebs des Regierung verloren. Tja. :lol:
Reicht nicht an Ärger. Mein Mann kann als Fliesenleger nicht mehr arbeiten, mit über 50 sind irgendwann die Knie im Eimer. Macht jetzt was mit arbeitslosen Jugendlichen (Anleiter), sind nur 32 Stunden die Woche und wird so schlecht bezahlt, dass er noch 70 Euro ALG II bekommt.
Was macht man jetzt mit mir? Ich kriege ein Schreiben, ich könne ja Vollzeit arbeiten. Habe bei der Landesregierung nachgefragt, die haben das bestätigt, muss sich aber mit der Pflege vereinbaren lassen.
Nun würde ich gerne Freitags oder so jobben oder online. Online findet man eigentlich nur Betrüger. Suche Euch die nachher mal raus, weil ich sah, Ihr habt hier eine Rubrik dafür. Wenn man das dem Arbeitsamt meldet, glaubt Ihr, die nehmen das raus? Nö. :kotz:
Na ja, kennt Ihr sicher alle. Wenn man alt ist, will einen sowieso keiner mehr, selbst die jungen Leute haben ja schon Probleme. Nur eins meiner Kinder hat einen Superjob, eine Tochter machte sich aus reiner Verzweiflung selbständig und noch läuft es, die anderen beiden sind auch von Arbeitslosigkeit betroffen.
Nur, jetzt machen die mir wegen 70 Euro auch noch Ärger.
Und mein Mann findet auch nichts, was anständig bezahlt würde.
Hat jemand mit den Schikanen an Leuten, die zu Hause einen Pflegefall haben, Erfahrungen?
Ansonsten, super, die Seite.
Gruß
Renate
:Respekt:
nachdem ich gestern abend feststellte, dass die RTL-Info, die im Fernsehen für ALG II-Empfänger angepriesen wurde, wieder auch nur ausgemachter Blödsinn ist, fand ich Euch beim Surfen, ob ich nicht doch noch was finde.
Also, dann will ich mich mal vorstellen.
Bin 52, gelernte Industriekauffrau, habe lange in diesem Beruf gearbeitet und auf Steuerklasse 5 (mein Mann verdiente als Fliesenleger noch mehr) viele Steuern und Sozialabgaben an diesen Staat entrichtet.
Trotz vier Kindern, denn auf die hat lange Zeit immer meine Mama aufgepaßt.
Die sind jetzt erwachsen. Teils auch von Arbeitslosigkeit betroffen, teils auch nicht und recht erfolgreich im Beruf. Ich habe auch 3 Enkel.
Meine Mama ist nun heute ein Pflegefall, und zwar ist man das, wenn man im Rollstuhl sitzt, nicht mehr alleine zum Klo kommt und so, immer noch in der Pflegestufe 1. Die Person, die einen als Familienmitglied betreut, kriegt ganze 205 Euro von der Krankenkasse (die sind allerdings anrechnungsfrei - nur indirekt, denn meine Mama kriegt Sozialhilfe, weil ihre Rente unter dem Satz liegt und da sagen die dann wieder, sie sei ein Familienmitglied und wir müssen die Generalkosten tragen, sprich genausogenommen Unterhalt zahlen, den wir nicht absetzen können, weil es Unterhalt ja jetzt nicht mehr gibt - schlauer Schachzug vom Staat) :patsch: .
Sie klagt grad (na ja ich, weil meine Mama komplett senil ist und kaum mehr weiß, wie sie heißt) in der 2. Instanz vor dem Sozialgericht in Schleswig - schaun wir mal, wenn es denn sein muss, gehe ich damit bis vor das Bundesverfassungsgericht, dieweil es einen Paragraphen gibt, der da sagt (SGB XII 36, Absatz weiß ich jetzt nicht aus dem Kopf), also steht da, wenn denn die Haushaltsgemeinschaft wegen der Pflege ist, darf man nicht von einer Haushaltsgemeinschaft ausgehen. Wurde mir auch von der Landesregierung Schleswig-Holstein bestätigt, aber der Kreis Plön sieht das anders und in der 1. Instanz haben wir trotz des Schriebs des Regierung verloren. Tja. :lol:
Reicht nicht an Ärger. Mein Mann kann als Fliesenleger nicht mehr arbeiten, mit über 50 sind irgendwann die Knie im Eimer. Macht jetzt was mit arbeitslosen Jugendlichen (Anleiter), sind nur 32 Stunden die Woche und wird so schlecht bezahlt, dass er noch 70 Euro ALG II bekommt.
Was macht man jetzt mit mir? Ich kriege ein Schreiben, ich könne ja Vollzeit arbeiten. Habe bei der Landesregierung nachgefragt, die haben das bestätigt, muss sich aber mit der Pflege vereinbaren lassen.
Nun würde ich gerne Freitags oder so jobben oder online. Online findet man eigentlich nur Betrüger. Suche Euch die nachher mal raus, weil ich sah, Ihr habt hier eine Rubrik dafür. Wenn man das dem Arbeitsamt meldet, glaubt Ihr, die nehmen das raus? Nö. :kotz:
Na ja, kennt Ihr sicher alle. Wenn man alt ist, will einen sowieso keiner mehr, selbst die jungen Leute haben ja schon Probleme. Nur eins meiner Kinder hat einen Superjob, eine Tochter machte sich aus reiner Verzweiflung selbständig und noch läuft es, die anderen beiden sind auch von Arbeitslosigkeit betroffen.
Nur, jetzt machen die mir wegen 70 Euro auch noch Ärger.
Und mein Mann findet auch nichts, was anständig bezahlt würde.
Hat jemand mit den Schikanen an Leuten, die zu Hause einen Pflegefall haben, Erfahrungen?
Ansonsten, super, die Seite.
Gruß
Renate
:Respekt: