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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Maßnahme für Menschen mit psychischen Problemen


autoliebhaber
27.09.2007, 22:21
Hallo Leute,

Bin vom Amtsarzt begutachtet worden mit dem Ergebnis 3-6 Stunden am Tag arbeiten zu können und noch folgende Einschränkungen: nicht heben, nicht bücken, nicht stehen, ohne psychischen Belastungen und Streß. Bin seit Jahren in psychologischer Behandlung.

Heute war ich bei der Arge und man hat mir vorgeschlagen eine Maßnahme mitzumachen bei der Caritas wo Menschen mit psychischen Teilnehmern stattfinden soll die ich angeblich auch ablehnen kann wenn ich will (hab schon von mehreren Leuten gehört dass wenn man einmal drin ist nicht mehr rauskommt ohne dass Geld gestrichen zu bekommen). Jetzt hab ich einige Fragen

1) Worum geht es bei dieser Maßnahme. Will die ARGE beweisen, dass ich arbeitsfähig bin (Arbeitsvermittler glaubt der Diagnose nicht)? Psychologen sind dort auch. Weil was für einen Sinn hätte es mich dahin zuschicken wenn ich quasi eh nicht dem wirklichen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe (bin 55 Jahre alt übrigens)
2)Können sie mich dazu zwingen? Wenn ja was ist dann das Beste? Krankschreiben lassen?
3)wie verhalte ich mich wenn ich da hin muß vor den Leuten?

Was ratet ihr mir was ich tun soll?

Vielen Dank schon jetzt für die Antwórten und sorry dass ich soviel geschrieben habe

StephanK
27.09.2007, 22:44
:welcome: Autoliebhaber, 1) Worum geht es bei dieser Maßnahme. Will die ARGE beweisen, dass ich arbeitsfähig bin (Arbeitsvermittler glaubt der Diagnose nicht)?Worum es genau geht kann ich natürlich nicht raten, aber sehr wahrscheinlich handelt es sich um eine Maßnahme der Eignungsfeststellung, die dazu dienen soll, herauszubekommen, welche beruflichen Möglichkeiten bestehen.

Weil was für einen Sinn hätte es mich dahin zuschicken wenn ich quasi eh nicht dem wirklichen Arbeitsmarkt zur Verfügung steheNach dem amtsärztlichen Befund stehst Du zwar nur für Teilzeitarbeit zur Verfügung und vielleicht sind die Chancen wirklich schlecht, aber es soll nichts unversucht bleiben, Dich so weit wie möglich in's Arbeitsleben zu integrieren. Das ist die Zielsetzung des Gesetzes.

2)Können sie mich dazu zwingen? Wenn ja was ist dann das Beste? Krankschreiben lassen?Direkter Zwang ist natürlich nicht möglich, aber Dein Alg II kann gekürzt werden, wenn Du unentschuldigt fernbleibst. Ob die "Ausweichlösung" Krankschreibung Dir persönlich gut tun würde kann ich nicht einschätzen und kann Dich nur bitten, darüber selbstkritisch nachzudenken.

3)wie verhalte ich mich wenn ich da hin muß vor den Leuten?Ich weiss fast nichts über Deine Probleme und kann deswegen nur sehr allgemein antworten: lass es auf Dich zukommen und schau Dir erst mal an, worum es eigentlich geht. Verhalte Dich nicht anders als sonst auch.

Was ratet ihr mir was ich tun soll?Ich kann Dir erst mal nur zu möglichst viel Gelassenheit und Offenheit raten. Es wird für Dich nicht darum gehen, "Leistung zu bringen", sondern darum, Dich kennenzulernen und mit Dir zusammen Möglichkeiten zu besprechen, wie es weitergehen kann.