ALN - Robot
08.05.2006, 23:34
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Ich-AGs droht das Ende
Die Existenzgründerförderung für Arbeitslose in Form der so genannten Ich-AG fällt Ende Juni einem Zeitungsbericht voraussichtlich weg. Union und SPD konnten sich bisher nicht über eine Anschlussregelung einigen, meldete das "Handelsblatt" am Montagabend vorab. Daher werde nun die im Sozialgesetzbuch vorgesehene Befristung greifen. "Die Ich-AG läuft zum 30. Juni ersatzlos aus", sagte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Ralf Brauksiepe (CDU), der Zeitung. "Das ist nicht optimal, unterm Strich aber keine schlechte Lösung."
SPD-Arbeitsmarktexperte Klaus Brandner sagte allerdings, eine Reform der Ich-AG sei weiter erstrebenswert.
"Da sollte man nicht leichtfertig sagen, ein Auslaufen wäre nicht so schlimm."
Die zuständige Arbeitsgruppe der Koalition habe bisher keine derartige Feststellung getroffen.
"Da muss in den nächsten zwei Wochen ein Ergebnis auf den Tisch", sagte Brandner
Eine Reform der Existenzgründerförderung sollte laut Koalitionsvertrag ein erster Schritt auf dem Weg zu einer umfassenden Neuordnung der Förderpolitik der Bundesagentur für Arbeit (BA) sein.
Hintergrund ist eine unerwartete Kostenexplosion:
Für die 2003 eingeführte Ich-AG und die bereits ältere Existenzgründerförderung durch ein so genanntes Überbrückungsgeld musste die BA 2005 zusammen 3,5 Milliarden Euro ausgeben - eine Milliarde Euro mehr als eingeplant.
Bei der Ich-AG, die Teil der Hartz-I-Reform war, zahlt die BA arbeitslosen Existenzgründern im ersten Jahr pauschal 600 Euro pro Monat.
Die Förderung läuft bis zu drei Jahre, wobei die Unterstützung stufenweise sinkt.
Dagegen wird das Überbrückungsgeld nur für sechs Monate gezahlt. Dafür entspricht es dem individuellen Arbeitslosengeld plus einer Pauschale für Sozialbeiträge und ist damit im Regelfall höher.
Der Artikel zur Meldung hier... (http://www.netzeitung.de/arbeitundberuf/397167.html)
Ich-AGs droht das Ende
Die Existenzgründerförderung für Arbeitslose in Form der so genannten Ich-AG fällt Ende Juni einem Zeitungsbericht voraussichtlich weg. Union und SPD konnten sich bisher nicht über eine Anschlussregelung einigen, meldete das "Handelsblatt" am Montagabend vorab. Daher werde nun die im Sozialgesetzbuch vorgesehene Befristung greifen. "Die Ich-AG läuft zum 30. Juni ersatzlos aus", sagte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Ralf Brauksiepe (CDU), der Zeitung. "Das ist nicht optimal, unterm Strich aber keine schlechte Lösung."
SPD-Arbeitsmarktexperte Klaus Brandner sagte allerdings, eine Reform der Ich-AG sei weiter erstrebenswert.
"Da sollte man nicht leichtfertig sagen, ein Auslaufen wäre nicht so schlimm."
Die zuständige Arbeitsgruppe der Koalition habe bisher keine derartige Feststellung getroffen.
"Da muss in den nächsten zwei Wochen ein Ergebnis auf den Tisch", sagte Brandner
Eine Reform der Existenzgründerförderung sollte laut Koalitionsvertrag ein erster Schritt auf dem Weg zu einer umfassenden Neuordnung der Förderpolitik der Bundesagentur für Arbeit (BA) sein.
Hintergrund ist eine unerwartete Kostenexplosion:
Für die 2003 eingeführte Ich-AG und die bereits ältere Existenzgründerförderung durch ein so genanntes Überbrückungsgeld musste die BA 2005 zusammen 3,5 Milliarden Euro ausgeben - eine Milliarde Euro mehr als eingeplant.
Bei der Ich-AG, die Teil der Hartz-I-Reform war, zahlt die BA arbeitslosen Existenzgründern im ersten Jahr pauschal 600 Euro pro Monat.
Die Förderung läuft bis zu drei Jahre, wobei die Unterstützung stufenweise sinkt.
Dagegen wird das Überbrückungsgeld nur für sechs Monate gezahlt. Dafür entspricht es dem individuellen Arbeitslosengeld plus einer Pauschale für Sozialbeiträge und ist damit im Regelfall höher.
Der Artikel zur Meldung hier... (http://www.netzeitung.de/arbeitundberuf/397167.html)