Betroffener
09.10.2007, 16:09
Spannend, was sich die Wirtschaft da wieder ausgedacht hat. Worum geht es?:
Flexicurity ist eine englische Wortschöpfung und kombiniert die Begriffe Flexibility und Security.
Damit soll das Bedürfnis der Unternehmen nach mehr Flexibilität mit einem hohen Standard an sozialer Sicherheit für die Arbeitnehmer in Einklang gebracht werden. Diese Verbindung soll zu mehr Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung führen. Unternehmen sollen ihre Arbeitnehmerzahl einfacher dem aktuellen Bedarf anpassen können. Im Gegenzug sollen für Arbeitnehmer neue Arten von Sicherheiten entwickelt werden, wobei sich der Akzent von der Arbeitsplatzsicherheit hin zur Beschäftigungssicherheit verschiebt und damit den veränderten Erwerbsbiographien unter sich wandelnden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung trägt.
76% der Europäer – so die Kommission – meinen, die Fähigkeit, leicht den Arbeitsplatz zu wechseln, sei nützlich; fast ebenso viele sprachen sich dafür aus, Beschäftigungsverträge flexibler zu gestalten. Sorgen macht der Kommission die Entwicklung „segmentierter Arbeitsmärkte“ mit Insidern (ver-
hältnismäßig geschützte Arbeitnehmer) und Outsidern (ungeschützte Arbeitnehmer).
Damit sind im Prinzip die positiv formulierten Eckpunkte festgelegt, die der europäischen Arbeitnehmerschaft übergeholfen werden sollen.
Über zu erwartenden Auswüchse darf man schon jetzt gespannt sein, wenn Unternehmen EU-weit gestattet wird noch "flexibler zu reagieren", als die es jetzt schon tun.
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„Flexicurity“ - Mehr und bessere Arbeitsplätze durch Flexibilität und Sicherheit -
Im Juni 2007 hat die Kommission die Mitteilung „Gemeinsame Grundsätze für den Flexicurity-Ansatz herausarbeiten: Mehr und bessere Arbeitsplätze durch Flexibilität und Sicherheit“ vorgelegt. Flexicurity, von der Kommission definiert als integrierte Strategie zur gleichzeitigen Stärkung von Flexibilität und Sicherheit auf dem Arbeitsmarkt, soll zur Modernisierung der Arbeitsmärkte beitragen. Ausgehend von vier Komponenten, darunter aktive arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und moderne Systeme der sozialen Sicherheit, stellt die Kommission acht gemeinsame Grundsätze als Grundlage für weitere Diskussionen vor. In Beispielen verweist sie u.a. auf die Vereinbarung „towards 2016“ (Irland), das dänische „Goldene Dreieck“ und Zeitarbeit in den Niederlanden. Im Dezember 2007 könnte sich bereits der Europäische Rat (ER) auf einige der Grundsätze als gemeinsame Bezugspunkte für die Mitgliedstaaten einigen.
weiterlesen ... PDF-Datei Wissenschaftliche Dienste des Bundestages (http://www.bundestag.de/bic/analysen/2007/Flexicurity.pdf)
Flexicurity ist eine englische Wortschöpfung und kombiniert die Begriffe Flexibility und Security.
Damit soll das Bedürfnis der Unternehmen nach mehr Flexibilität mit einem hohen Standard an sozialer Sicherheit für die Arbeitnehmer in Einklang gebracht werden. Diese Verbindung soll zu mehr Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung führen. Unternehmen sollen ihre Arbeitnehmerzahl einfacher dem aktuellen Bedarf anpassen können. Im Gegenzug sollen für Arbeitnehmer neue Arten von Sicherheiten entwickelt werden, wobei sich der Akzent von der Arbeitsplatzsicherheit hin zur Beschäftigungssicherheit verschiebt und damit den veränderten Erwerbsbiographien unter sich wandelnden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung trägt.
76% der Europäer – so die Kommission – meinen, die Fähigkeit, leicht den Arbeitsplatz zu wechseln, sei nützlich; fast ebenso viele sprachen sich dafür aus, Beschäftigungsverträge flexibler zu gestalten. Sorgen macht der Kommission die Entwicklung „segmentierter Arbeitsmärkte“ mit Insidern (ver-
hältnismäßig geschützte Arbeitnehmer) und Outsidern (ungeschützte Arbeitnehmer).
Damit sind im Prinzip die positiv formulierten Eckpunkte festgelegt, die der europäischen Arbeitnehmerschaft übergeholfen werden sollen.
Über zu erwartenden Auswüchse darf man schon jetzt gespannt sein, wenn Unternehmen EU-weit gestattet wird noch "flexibler zu reagieren", als die es jetzt schon tun.
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„Flexicurity“ - Mehr und bessere Arbeitsplätze durch Flexibilität und Sicherheit -
Im Juni 2007 hat die Kommission die Mitteilung „Gemeinsame Grundsätze für den Flexicurity-Ansatz herausarbeiten: Mehr und bessere Arbeitsplätze durch Flexibilität und Sicherheit“ vorgelegt. Flexicurity, von der Kommission definiert als integrierte Strategie zur gleichzeitigen Stärkung von Flexibilität und Sicherheit auf dem Arbeitsmarkt, soll zur Modernisierung der Arbeitsmärkte beitragen. Ausgehend von vier Komponenten, darunter aktive arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und moderne Systeme der sozialen Sicherheit, stellt die Kommission acht gemeinsame Grundsätze als Grundlage für weitere Diskussionen vor. In Beispielen verweist sie u.a. auf die Vereinbarung „towards 2016“ (Irland), das dänische „Goldene Dreieck“ und Zeitarbeit in den Niederlanden. Im Dezember 2007 könnte sich bereits der Europäische Rat (ER) auf einige der Grundsätze als gemeinsame Bezugspunkte für die Mitgliedstaaten einigen.
weiterlesen ... PDF-Datei Wissenschaftliche Dienste des Bundestages (http://www.bundestag.de/bic/analysen/2007/Flexicurity.pdf)