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Eddi
15.05.2006, 16:09
habe im dezember 2005 einen job (400,--euro basis) als auslieferungsfahrer bei einem menüdienst in hamburg angefangen. die tätigkeit beschränkt sich nur auf das wochenende (sa+so ggfs. feiertage). entlohnt wird das ganze mit 40,-- euro pauschal d.h. für ein wochenende 80,--euro im monat 320,-- euro...soweit so gut. jetzte habe ich nunmehr eine feste tour bekommen - vorher war ich ein sogenannter springer-.
nun soll ich für das fahrzeug mit welchem ich die essen ausliefere eine miete bezahlen sowie das fahrzeug betanken. das fahrzeug kostet mich pro tag 6,03 + mwst. an miete + benzin ca. 40,-- euro im monat. weiterhin werde ich jetzt nicht mehr pauschal bezahlt, sondern nach der anzahl der essen, worauf ich natürlich keinen einfluss habe. wenn es gut läuft komme ich dann auf ca. 200,-euro netto ( nach abzug der kosten )

meine frage ist nunmeher, ob es rechtens ist das ich eine miete für ein fahrzeug zahle, welches ich benötige um die esssen auszuliefern? man hat mir jetzt einfach eine rechnung zukommen lassen ohne das ich überhaupt einen vertrag o.ä. unterschrieben habe. bitte nicht antworten, suche dir einen anderen minijob . im übrigen ist das selbe fahrzeug auch an den wochenfahrer vermietet.

Die Ägypter
15.05.2006, 16:40
:shock: ... auf die Einzelheiten mag ich kaum eingehen... es wird bei dir gerade versucht eine Form der freiberuflichen Tätigkeit einzuleiten = Finger weg!

Wenn du weniger als vorher hast, macht es kaum Sinn... und je nach Tourenplanung schießt du sogar zu... Hast du keinen Arbeitsvertrag bzw. eine schriftliche Aufzeichnung des AG?

Gegen die Rechnung würde ich schriftlich angehen - außerdem möchte man dir bekanntgeben, wann sich bitteschön dein Arbeitsvertrag ohne deine Zustimmung (Unterschrift) verändert hat.

Und dann kannst du dir auch gleich einen guten RA suchen (Beratungshilfeschein vom Amtsgericht besorgen)!

Rechnung natürlich nicht zahlen... Mahnungen ablehnend beantworten und ggf. gegen Mahnbescheid Einspruch erheben... bis der RA so weit ist...

Außerdem - so denke ich wirst du eine Kündigung erhalten... Kündigungsfristen gelten wie bei "normalen" Arbeitsverträgen auch (ges. Kündigungsfrist 4 Wochen zum Ende oder 15. eines Monats); Gleiches gilt für sog. Änderungskündigungen = nur schriftlich möglich!

PS. Im Schreiben an deinen AG vollständige Zahlung des Lohnes nach Arbeitsvertrag bzw. bisher vollzogener Geflogenheit einfordern und schicke das per Post (Einschreiben/RS)... Kommt er dem nicht nach - 2. Schreiben = mit Klage vor dem Arbeitsgericht drohen!

Eddi
15.05.2006, 17:16
es wurde nur ein personalbogen aufgenommen. es existiert kein arbeitsvertrag o.ä . die begründung für die neue entlohnung ist, das ich jetzt eine feste tour habe u. nicht den stress wie die springer, die vorher nicht wissen welche tour sie fahren. meine arbeitszeit beläuft sich im schnitt auf 3,5 std.

HanniBauzeich
27.06.2006, 11:51
Dein Arbeitgeber versucht, Dich wie einen selbstständigen Freiberufler zu beschäftigen. (Schon allein sichtbar daran, dass Du das Fahrzeug mieten sollst, obwohl er es stellen müsste) Um es auf gut deutsch auszudrücken: Er versucht Dich über den Tisch zu ziehen. Nicht nur hat er finanzielle Vorteile mit der Sozialversicherung, weil Du quasi nur noch Aufträge für ihn ausführst aber nicht mehr als Angestellter arbeitest, außerdem begibst Du Dich selbst damit auf dünnes Eis. Als Selbstständiger (und mit nur einem einzelnen AG liegt sogar eine Scheinselbstständigkeit vor) musst Du Dich selbst versichern, bräuchtest eigentlich einen Gewerbeschein und mit einem derart geringen Einkommen zahlst Du da sogar drauf, wenn ich allein an die Krankenversicherung denke.
Das Argument mit dem "weniger Streß" kann ja wohl keine Begründung für eine unter-dem-Strich-halbierung deines Einkommens sein.
Das ist hochgradig unseriös, was dein Arbeitgeber da macht. Du solltest schnellstmöglich versuchen, das rückgängig zu machen, und wenn er nicht darauf eingeht, solltest Du das Arbeitsverhältnis sofort beenden. Leider kann man manche Dinge nicht vorher wissen und geht daher auf Angebote ein, ohne sich der Tragweite des ganzen bewusst zu sein, und manche Arbeitgeber nutzen die Unwissenheit geringfügig Beschäftigter eiskalt aus.
Stimme nefertari1968 100% zu. Finger weg davon! Sofort! Von so einer Sache hast Du nur Nachteile!