PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einzug bei Eltern - sinnvoll?


jupee
16.05.2006, 10:53
Hallo Leute,

ich habe eine Frage. Zunächst zur Vorgeschichte:
Ich bin 28 Jahre alt und habe nun nach Abschluß meines Studiums ALG II beantragen müssen (Antrag läuft noch (seit 1.4.), wird aber demnächst bewilligt). Derzeit wohne ich noch in einem Wohnheimzimmer zur Untermiete (Mietvertrag läuft zum 31.05.06 aus). Ursprünglich wollte ich mir nun ein weiteres Untermietzimmer für 3 Monate suchen und mich von dort aus weiter bewerben usw. Da ich nun möglicherweise eine Arbeit in Aussicht habe (wenn alles klappt, ab 1.7.), möchte ich mich nun nicht mehr für 3 Monate fest an einen Untermietvertrag binden. Ich könnte für diese Zeit (max 1 Monat, da ich wenn es nicht klappt, mir eine eigene Wohnung suchen möchte) bei meinen Eltern wieder einziehen (selbstgenutzte Doppelhaushälfte, aber noch nicht abbezahlt; Mutter hat Arbeit, Vater hat Ich-AG, die aber nicht richtig läuft).

Nun meine Fragen:

1) Könnte die ARGE nun mit der Unterhaltsvermutung kommen, dass mich meine Eltern für die Zeit, wenn ich bei Ihnen wohne, unterstützen müssen (meine Eltern können mich nicht weiter unterstützen (Kredite)? Muß ich das irgendwie nachweisen, dass mich meine Eltern nicht unterstützen können, bisher war das nämlich kein Thema?

2) Ich würde dann einen Untermietvertrag mit meinen Eltern machen und müßte dann auch Miete zahlen. Ist das sinnvoll? Wie ist das mit dem Trennen der Verpflegung? Wir haben nur einen Kühlschrank und ein Trennen des Essens ist schwierig. Wäre es also sinnvoll in den erwähnten Mietvertrag ein Kostgeld mit aufzunehmen, um dieses "Trennen" zu umgehen?

3) Ist es überhaupt sinnvoll, bei meinen Eltern wieder einzuziehen, oder sollte ich mir doch eine eigene Wohnung oder zumindest ein Untermietzimmer in fremder WG suchen? Achja, derzeit wohne ich in Dresden und meine Eltern sind in Chemnitz zu Hause. DD ist für mich Zweitwohnsitz (ist Arbeitsamt bekannt und es gab bisher kein Problem)

4) Wie ist dass, wenn es mit der Arbeit klappt (Vollzeit, nicht auf 400€ Basis). Ich müßte dann umziehen (ca. 500km entfernt). Bekäme ich dann noch Beihilfen, Zuschüsse, Darlehen zur Erstaustattung der Wohnung, Umzug, usw?

Vielen Dank schon im Voraus für´s Beantworten.

StephanK
17.05.2006, 10:43
:welcome: jupee (auf dem weg zum yuppie? :wink: )
1) Ja. Könnte nicht nur, sondern würde zwangsläufig. Wenn sie das von ihrem Einkommen und Vermögen her nicht können, muss das nachgewiesen werden.

2) Es wäre ein Miet- und kein Untermietvertrag, weil Deine Eltern ja selbst keine Mieter sind. Besonders sinnvoll ist das aber nicht, weil die von Deinen Eltern eingenommene Miete deren Einkommen steigern würde, so dass rechnerisch mehr für Deinen Unterhalt zur Verfügung stünde.
Trennen von Versorgung: Wenn man unter einem Dach lebt, ist es recht schwierig, das Bestehen einer Haushaltsgemeinschaft zu widerlegen. Ob der Aufwand, einen kleinen Extra-Haushalt für Dich aufzubauen, für zwei Monate (hoffentlich) lohnt, musst Du selbst wissen - sio weit ich es ohne nähere Kenntnis der Einzelheiten beurteilen kann, wäre ich ziemlich skeptisch.

3) Das ist die Auswahl zwischen Pech und Schwefel: Bei den Eltern hast Du die Sache mit der Haushaltsgemeinschaft, bei einer eigenen Interims-Wohnung musst Du darauf achten, dass die Miete nicht zu hoch ist und/oder die WG nicht unversehens als Bedarfsgemeinschaft eingestuft wird usw. Vergnügen macht das leider alles nicht...

4) Ja. Für Dich interessant sind vor allem die Mobilitätshilfen (http://www.arbeitsagentur.de/vam/vamController/CMSConversation/anzeigeContent?navId=76&docId=4538&rqc=3&ls=false&ut=0), die es - als "Kann"-Leistung auch für Alg II-Bezieher gibt.