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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Chef zahlt keinen Lohn - was nun?


Meier85
22.05.2006, 11:22
Hallo,

war ja nun froh seit märz wieder in arbeit zu sein aber war wohl nix :(
Hab Anfang märz Trainingsmaßnahme für 2 Wochn gemacht dann Vertrag bekommen unbefristet.
Aber der 1. Monat bekam ich meine 419€ ausezahlt nur jetzt dem 2. monat (laut vertrag gibts am 10. des folge monats geld)
Nun aber immernoch nix da, also auf zum chef der ja kommt die woche war auch nix drauf nun hieß es heute es müsste heute kommen.
ich glaubs nicht mehr.

auch deshalb weil andere kollegen von dort schon 2 bis 3 monate kein geld bekommen haben,
das ist echt das letzt fahre jeden tag ca. 70KM kostet auch nicht wenig :(

nur ich kann ja nicht kündigen, da sonst keine leistung vom amt :(
Bin auch unter 25.
Nur was kann ich da machen?
Habe noch 70€ nen halbvollen tank und das wars und nächsten monat kommen wieder miete und telefon usw. :(

Bitte mal um Tipps

DANKE der meier!

StephanK
22.05.2006, 12:35
Zunächst mal ist das ein Problem zwischen Dir und dem Arbeitgeber. Genau so, wie er seine Leistung (den Arbeitslohn) zurückhält, kannst Du Deine (Arbeits-)Leistung zurückhalten. Allerdings kannst Du nicht einfach zuhause bleiben, sondern musst im Betrieb ankündigen, dass Du ab dem nächsten Tag nicht mehr kommen wirst, bis und so lange der Lohn nicht gezahlt wird. Im übrigen solltest Du den fehlenden Arbeitslohn einklagen.
Wenn Du Gewerkschaftsmitglied bist, solltest Du die Rechtsberatung Deiner Gewerkschaft in Anspruch nehmen, ansonsten einen Rechtsanwalt mit Fachrichtung Arbeitsrecht einschalten.

Selbst kündigen ist in der Tat eine - im Hinblick auf Arbeitslosengeld -risikoreiche Sache, sogar bei Pflichtverletzungen des Arbeitgebers wie in Deinem Fall. Du solltest das vermeiden, so lange es irgendwie geht. Für den Fall, dass es nicht anders geht, solltest Du aber vorbauen und sehr sorgfältig notieren, welche Lohnzahlungen ausgeblieben sind, Gesprächsnotizen machen, wenn Du mit dem Arbeitgeber redest und - falls es Schriftwechsel dazu gibt - von allem eine Kopie für Dich machen. Wenn Du nämlich kündigen musst, musst Du der Arbeitsagentur oder der ARGE nachweisen, dass Du dazu gezwungen warst.