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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verhalten beim Vorstellungsgespräch nach Kündigung


princess
09.11.2007, 09:36
Hallo,

im netz habe ich mich jetzt dusselig gesucht und leider nichts gefunden. Hoffe das mir hier jemand helfen kann.

Ich wurde nach 8Jahren von meinem letzten Arbeitgeber krankheitsbedingt gekündigt, daraufhin habe ich Kündigungsschutzklage eingereicht. Nach langem hin und her haben wir uns dann beide auf einen Vergleich geeinigt über das Arbeitsgericht. Hätte ich weiter geklagt hätte der Arbeitgeber keine Chance vor Gericht gehabt.
So habe ich eine betriebsbedingte Kündigung erhalten mit Abfindung.

Jetzt zu meinem wirklichen Problem.
Bei den Vorstellungsgesprächen werde ich natürlich gefragt wieso ich nach 8Jahren gekündigt wurde. Bei dieser Frage komm ich total ins stottern.

Ich möchte nicht lügen aber auch ungern über meinen letzten Arbeitgeber schlecht reden, das gehört sich meiner Meinung nach nicht.

Wie kann ich am besten auf diese Frage antworten, ich war noch nie in der Lage arbeitlos zu sein bis dato und weiss gar nicht wie ich mich verhalten soll.

Einfach sagen es war eine betriebsbedingte Kündigung?
Wenn dann nachgehakt bin ich meistens sprachlos.

Hilfe! Kann mir jemand einen Tipp geben?

vielen lieben dank im voraus
greetz
princess

StephanK
09.11.2007, 10:50
Einfach sagen es war eine betriebsbedingte Kündigung?Ja! Es war ja eine; dass diese Begründung erst erstritten werden musste und ein anderer Grund im Hintergrund stand darfst und solltest Du für Dich behalten.
Sollte nach den "betriebsinternen" Gründen der Kündigung nachgefragt werden (was sich eigentlich nicht gehört), kannst Du allemal ausweichend und allgemein antworten (organisatorische Veränderungen, Rationalisierung, Umsatzrückgang - je nach dem, was zur Situation des Betriebes passt). Völlig frei erfinden solltest Du freilich nichts, vor allem, wenn Du Dich in der gleichen Branche bewirbst, denn dann ist der potentielle neue Arbeitgeber meist ein Unternehmen, das mit dem früheren Arbeitgeber konkurriert und deswegen über die Situation beim Konkurrenten einigermaßen Bescheid weiß.

fragi
09.11.2007, 10:54
kannst Du allemal ausweichend und allgemein antworten (organisatorische Veränderungen, Rationalisierung, Umsatzrückgang - je nach dem, was zur Situation des Betriebes passt)Dabei allerdings vorsichtig...
Ich hatte bis jetzt immer ne Datenschutzerklärung zu unterschreiben... das hindert dich natürlich über Interna zu sprechen, was du dann auch nicht tun solltest.

Es kann manchmal auch ne prüfung sein, in wie weit du dich im Datenschutz auskennst und über den Unterrichtet bist. In größeren Unternehmen ist das schon alltag. Hängt aber natürlich auch vom Job ab.

princess
09.11.2007, 11:13
vielen Dank für die Antworten!

ich habe eine datenschutzerklärung unterschrieben, und weiss das ich auch nichts ausplaudern darf. Ich habe im Call center gearbeitet und ich darf auch bei den Gesprächen nicht erwähnen in welchen Projekten ich eingesetzt war.
(schade eigentlich, denn bei nennen der Projekte hätte ich durch die namenhaften Firmen bessere chancen denk ich).

Geht jetzt der Arbeitgeber wo ich mich vorstelle auf die Website des Ex-Arbeitgebers, dann ist zu sehn das dort genau solche Stellen offen sind.

Deswegen traue ich mich da nicht zu sagen,organisatorische Veränderungen, Rationalisierung, Umsatzrückgang. Oder kann ich das trotzdem?

Ich werde sobald ich schummel total rot! Glühwürmchengesicht :oops:

Wenn ich nun sage " es war eine betriebsbedingte Kündigung, weiteres kann ich aus datenschutzgründen nicht sagen". Ist das unhöflich?

nach 8jahren ein Bewerbungsgespräch zu haben ist irgendwie heftig und beim nachforschen wie mann/frau sich zu verhalten hat erschreckt es mich regelrecht und bekomm nur mehr angst die gespräche zu verhaun.

merci & greetz
princess

StephanK
09.11.2007, 11:25
ich habe eine datenschutzerklärung unterschrieben, und weiss das ich auch nichts ausplaudern darf.Wenn's denn so ist, dann darfst Du Dich auch zugeknöpft geben und auf Deine Verpflichtungserklärung verweisen - vielleicht noch mit dem Zusatz, dass "Sie (=der neue Arbeitgeber) von früheren Mitarbeitern ja Loyalität auch noch nach Ende des Arbeitsverhältnisses erwarten".

Ich werde sobald ich schummel total rot! Glühwürmchengesicht :oops:Üben! Das lässt sich gut mit Bekannten machen, die Dir nicht gar zu nahe stehen und sich auf ein Rollenspiel (natürlich mit Dir in der Rolle der Bewerberin) einlassen.