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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Muss man Jobs im Ausland annehmen?


tupacsdestiny
27.05.2006, 13:03
Hallöchen!

Ich bin neu hier und hoffe, ihr könnt mir helfen. Mein Cousin (21) soll von der Arbeitsagentur aus in der Schweiz arbeiten. Nun meine Frage, dürfen die ihn zwingen, im Ausland zu arbeiten?

Ich hoffe, jemand kann mir da weiterhelfen.

LG
tupacsdestiny

StephanK
27.05.2006, 18:14
:welcome: tupacsdestiny,
nein. Das ist ein zusätzliches Angebot, bei dem man frei ist, es wahrzunehmen oder auch nicht.
Allerdings ist Auslandserfahrung in vielen Berufen ein gefragtes "plus" bei Bewerbungen, und in diesem Alter fällt einem die Gewöhnung an (etwas) andere Sitten und Gebräuche noch leicht. Warum also eigentlich nicht?

tupacsdestiny
27.05.2006, 18:26
Hallo Stephan,

lieben Dank für Deine Hilfe... ich finde das Forum wirklich klasse, hab mich shcon vor'm Anmelden ein bißchen durchgelesen und finde echt prima, dass es so eine Webseite gibt.

Ich weiß nicht, warum er es nicht annehmen möchte.. ich hätte es auf jeden FAll angenommen.. schon der Erfahrung wegen..

Nochmals vielen Dank

LG
Sunny

tupacsdestiny
27.05.2006, 18:27
Ps

danke für Deinen Willkommensgruß!

LG
Sunny

Big Micky
03.06.2006, 00:28
hallo leute,
ich bin durch google an dieses forum geraten und habe mir schon einige beiträge hier durchgelesen... ich habe ein ähnliches problem wie der threadersteller, welches ich jetzt erst einmal schildere...ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt...

ich beziehe seit 11 monaten alg II... ich bin 35 jahre alt, verheiratet, habe 4 kinder (3 aus erster ehe, die nur am wochenende bei mir zu besuch sind) und meine frau ist im 5. monat schwanger... vorgestern rief mich meine fallmanagerin zu sich ins büro und gab mir eine telefonnummer bei der ich mich melden sollte...ich rief dort an und der personalchef erklärte mir, dass er mich haben wollte, da ich busfahrer bin und er unbedingt welche braucht.. es handelt sich um einen seelenverkäufer, über 5000 mitarbeiter..ich soll ab nächster woche für 5 monate nach dänemark als busfahrer eingestellt werden.. dort auf skallingen läuft ein internationales projekt... es werden dort landminen aus derm 2. weltkrieg gesucht und vernichtet.. meine aufgabe soll darin bestehen, dass ich die leute zu den jeweiligen einsatzorten chauffiere mit dem bus...

ich sagte meiner fallmanagerin, dass ich den job nicht annehmen möchte, da ich nur alle 3-4 wochen übers wochenende nach hause darf meine frau bekommt die kriese, ich ebenfalls.. ich kümmere mich zur zeit um unsere 4-jährige tochter, mache viel im haushalt, da meine frau sich wegen der schwangerschaft schonen soll...die fallmangerin sagte mir, dass wenn ich diesen jobangebot ablehne, dass ich kürzungen meiner leistungen in kauf nehmen muss...

jetzt mal zu meiner frage, darf sie mich als familienvater einfach zum arbeiten ins ausland schicken? spielen soziale aspekte keine rolle? meine frau hat leider kein rückrad, ich weiß genau, dass wenn ich gehe, dass sie nen psychischen knacks wegbekommt.. sie kann jetzt schon nicht mehr richtig schlafen, weil sie unentwegt daran denkt und ängste hat...

alles reden mit der fallmanagerin half nichts, meine frau ist sogar persönlich mit mir zu ihr gefahren und hat ihr ihre situation klargemacht.. aber leider ohne erfolg...helft mir bitte, wie kann ich noch vorgehen?

gruß, micky

StephanK
04.06.2006, 16:02
:welcome: Micky,
ich denke, Du bist/Ihr seit bisher durchaus klug vorgegangen und an einer starrköpfigen Fallmanagerin abgeprallt. Das einzige, was ich in dieser Situation noch für möglich halte, ist ein Gespräch mit deren Vorgesetztem oder Vorgesetzter. Das Problem wird aber sein, einen solchen Gesprächstermin schnell genug zu bekommen. Natürlich kannst Du das am Dienstagmorgen versuchen, aber Du müsstest schon wirklich Glück haben, wenn sich das so schnell realisieren ließe.

Deine Situation ist aber insofern anders als bei tupacsdestiny's Frage als es bei Dir/Euch um Alg II geht und die Zumutbarkeitskriterien für angebotene Jobs wesentlich schärfer sind. Dennoch gilt auch für Dich, dass die Erziehung eigener Kinder durch einen neuen Job nicht gefährdet werden darf. Bei "Wochenendkindern" tritt diese Gefahr zwar in der Regel nicht so schnell ein, aber - gerade wenn sie jedes Wochenende bei Dir/Euch sind - wirkt der Umstand, dass Du nur alle vier bis fünf Wochen eine Familienheimfahrt hättest, sich um so stärker aus.

Eine Möglichkeit, Deine Fallmanagerin oder ihre/n Vorgesetzte/n wenigstens in's Nachdenken zu bringen, wäre die Frage, ob eine Haushaltshilfe finanziert werden kann, denn mit Kind (wie alt?) im Haushalt und schwanger ist es recht wahrscheinlich, dass Deine Frau diese Aufgaben allein kaum bewältigen kann. Diese Frage soll nur dazu dienen, Deinen guten Willen zu beweisen; es ist nicht damit zu rechnen, dass sie positiv beantwortet wird.

Ansonsten bleibt aber leider nur Konfrontationskurs: Den Job ablehnen und sich dann gegen die Sanktionen wehren. Für die Nerven ist das auch nix, und Du musst abwägen, was Du für schlimmer hältst.

Big Micky
07.06.2006, 12:31
hallo stephan,

danke für die antwort...meine fallmanagerin hatte letze woche donnerstag umgehend bei der krankenkasse angerufen.. diese haben uns einen antrag geschickt, die der arzt mitunter ausfüllen muss.. evtl. bekommt meine frau für täglich 4 stunden eine haushaltshilfe...ist theoretisch nicht grundsätzlich schlecht, aber meine frau mag es nicht, wenn andere personen bei uns durch´s haus huschen und alles sauber halten.. geht ihr zu sehr in die privatsphäre...klnkt alles vielleicht ein wenig merkwürdig, ich möchte auch nicht den eindruck erwecken, dass ich nicht arbeiten will..

im gegenteil, ich möchte gerne arbeiten und wieder ein festes einkommen haben..und sei es nur für 5 monate...mir geht es in meinem fall darum, dass ich "nur" alle 4 wochen nach hause komme fürs wochenende...und das in der zeit, wo meine frau schwanger ist.. unsere kleine tochter und auch meine frau wäre psychisch gar nicht dazu in der lage mich 4 wochen nicht zu sehen, dazu klammern die beiden zu doll und kämen mit dieser situation gar nicht klar...ich bin auch ein familienmensch, werde ungern für so eine dauer aus meiner familie gerissen...ich bin nicht der "scheißegaltyp" mir ist meine familie wichtiger als geld..

ich kann mir nicht vorstellen, dass es den fallmanagern erlaubt ist eine familie so lange voneinander zu trennen...wenn ich jedes wochenende nach haus ekommen würde, dann kämen wir alle damit klar.. aber nicht alle 4 wochen...für solche arbeiten sollten die meiner meinung junggesellen ohne verpflichtungen oder freiwillige schicken...meiner meinung nach ist es ein unding, einen familienvater für 5 monate ins ausland zu schicken, wo die frau auch noch im 5 monat schwanger ist...

ich kann die bewegtgründe nicht nachvollziehen..kenne auch nicht die kriterien, nach edm die fallmanager gehen...es wäre blödsinn gegen die fallmanagerin anzugehen, bzw. wäre es aussichtslos.. sie ist die schwester von unserem landrat.. (der oberste chef vom landkreis) der hält garantiert zu ihr.. ich weiß nicht mehr was ich machen soll..bis jetzt hat sie sich noch nicht wieder gemeldet...scheinbar soll es aber schon diesen samstag losgehen... ich bin mal gespannt...meine frau ist psychisch am ende, sie hat wenig rückrad und ist sehr ängstlich der ganzen sache eingestellt..

gruß aus dem emsland, micky