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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zahl der Minijobber auf Rekordkurs - 6,6 Millionen


Betroffener
17.11.2007, 01:19
Nun wird langsam bekannt, wo die vielen "Arbeitsplätze" herkommen und wo auch ein Großteil der noch offen Stellen liegt.

Bei den 400 € Jobs.

Interessant auch die Leserkommentare, die wohl für sich sprechen dürften.
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Zahl der Minijobber auf Rekordkurs (http://www.focus.de/jobs/branchen/arbeitsmarkt_aid_139450.html)
jom/ddp in Focus Online vom 16.11.2007

Die Zahl der geringfügig beschäftigten Aushilfen in Privathaushalten und Unternehmen ist um 240 000 auf 6,6 Millionen angestiegen.
Insgesamt waren im dritten Quartal des Jahres rund 6,6 Millionen Menschen als Minijobber angestellt, wie die Knappschaft Bahn See am Freitag in Bochum mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeute dies einen Anstieg um 3,7 Prozent. Mit rund 6,5 Millionen Menschen sei die große Mehrzahl im gewerblichen Bereich angestellt gewesen, in Privathaushalten arbeiteten etwa 148 000 geringfügig Beschäftigte.

Seit Dezember 2006 ist damit den Angaben zufolge eine kontinuierliche Steigerung der Zahlen im Quartalsvergleich gemessen worden. Besonders viele Minijobber seien in der Gebäudereinigung, dem Gesundheitswesen, dem Hotel- und Gaststättengewerbe sowie im Einzelhandel beschäftigt. Der Anteil der Frauen habe Ende September bei knapp 64 Prozent gelegen.
weiterlesen in der Quelle (http://www.focus.de/jobs/branchen/arbeitsmarkt_aid_139450.html)

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17.11.2007, 01:35
Genau so hab ich mir das vorgestellt.

Einen Job damit man aus der Statistik fällt, die Politik feiert sich, wie toll sie für die Senkung der Arbeitslosenzahlen sorgt und der Betroffene muss noch ergänzende Sozialleistungen beantragen.

Bleibt nur die Frage, wer das nachher alles finanzieren soll, wenn es so weitergeht.

Die Unternehmer freuen sich natürlich, wenn sie weiter sparen können. Ich kann denen das nicht mal vorwerfen, als Unternehmer würde ich es nicht anders machen, wenn mir der Staat das Geld regelrecht vor die Füße schmeißt.

StephanK
17.11.2007, 21:58
Bleibt nur die Frage, wer das nachher alles finanzieren soll, wenn es so weitergeht.Diese Frage ist mehr als berechtigt, vor allem die Frage nach dem "nachher". Aktuell zahlen Minijobber keine Einkommensteuer, die Alg II-Leistungen, mit denen ihr Einkommen auf das Existenzminimum aufgestockt werden, müssen aber aus Steuermitteln aufgebracht werden. Im wesentlichen sind das die Einkommensteuer der "Vollverdiener" und die Umsatzsteuer, die alle einschließlich der Minijobber selbst, auf die meisten Waren und Dienstleistungen bezahlen müssen. Nachher oder längerfristig betrachtet zeigt sich die Schattenseite der vermeintlichen "Attraktivität" der Minijobs mit ihren minimalen Sozialabgaben in Gestalt von Minirenten. Minijobs sind ein Weg in die Altersarmut, die später wiederum aus Steuermitteln in Gestalt von aufstockender Sozialhilfe/Grundsicherung finanziert werden muss. Das ist das alte Übel in neuer Gestalt: die heutige "Entlastung des Faktors Arbeit" wird in einigen Jahren und Jahrzehnten von künftigen Generationen bezahlt werden müssen.