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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arbeit-Integration ablehnen?


christinebln
10.12.2007, 17:18
Hallo, bin neu hier, hoffentlich poste ich auch richtig? kenne mich noch nicht so aus, sorry...

mein Al-Berater hat mir eine ABM-Maßnahme aufgedrückt, wo ich in die Arbeitswelt wieder integriert werden soll, d.h. eine Stelle, wo ich 900 € bekomme, also ca. 720 € raus, weniger als mein Hartz IV, rest vom Arbeitsamt. ALso ich gehe dann arbeiten für nothing! Ich werde sozusagen an gemeinnützige Stellen vermittelt, die sich keinen Arbeitnehmer leisten können.

Da mir das nun wirklich zu wenig Geld ist, also nichts, es bleibt alles wie gehabt, und ich bin bis zu 10 Stunden ausser Haus, möchte ich wissen, ob ich das wegen "unzumutbar" ablehnen darf, oder ich dann ein Sperre (wie hoch ca.) bekomme. Bin chronisch krank, aber ich denke mal, das ist nicht ausschlaggebend, denn arbeiten kann ich, will ich auch, aber ein wenig Geld möchte ich schon verdienen.

Dabei war mein Berater auch der Ansicht, dass ich eine ABM-Maßnahme bekommen sollte, ohne dass ich vom Arbeitsamt abhängig bin, wir waren uns einig gewesen, dass ich kommendes Jahr was vernünftiges vermittelt bekomme.

Was sollte ich tun? Vielen Dank für Eure Hilfe, wenn möglich?

LG Christine

Trish
10.12.2007, 17:41
Bei ALG2 ist (leider) jede Möglichkeit zur Verringerung der Bedürftigkeit zu nutzen, das heißt auf deutsch:
Alles ist zumutbar was dem Staat Geld spart, also auch Arbeitsgelegenheiten bei denen Du weiterhin auf ALG2 angewiesen bist.

LG

restart
10.12.2007, 17:51
Hallo christinebln,

hab dein Thema mal hierher verschoben.

Da mir das nun wirklich zu wenig Geld ist, also nichts, es bleibt alles wie gehabt, Das dir nichts bleibt, ist auch nicht ganz richtig. Laut meiner Rechnung hast du ca. 250 € mehr in der Tasche, abzüglich der Fahrtkosten.

Infos zu Einkommensanrechnung findest du hier (http://www.arbeitslosennetz.de/forum/faq.php?faq=platzhalter#faq_einkommensanrechung_al g_ii) (an deinem Bedarf dürfte sich nichts ändern).

christinebln
10.12.2007, 18:49
hallo restart...

man erklärte mir das so, ich bekomme von denen 900 €, davon bleiben mir 720 € (aller Abzüge), mein Hartz IV Geld incl. Miete beträge um die 800 €, also wird es vom Arbeitsamt nur augestockt, dass ich weiterhin 800 € bekomme. Und ist das richtig?

lg christine

ns. vielen danke für deine Antwort...

restart
10.12.2007, 20:18
Es findet auch bei ABM-Einkommen eine Einkommensrechnung satt, heißt auch da gibt es die Freibeträge.

Etwa so:
900 € Bruttoeinkommen

720,00 € Nettoeinkommen
- 100,00 € (Freibetrag Werbungskosten, Fahrtkosten etc., sofern du keine höheren Kosten nachweisen kannst)
- 140,00 € (Freibetrag 20%, von 100-800 € vom Brutto)
- 10,00 € (Freibetrag 10 %, von 801-1200 € vom Brutto)
470,00 € die als Einkommen angerechnet werden dürfen

Wenn du bisher also 800 € ALG II erhälst bekommst du während der ABM noch 330 € ergänzendes ALG II (800 - 470). Macht also insgesamt 1050 € (720 + 330) die du im Monat auf deinem Konto hast. Fahrtkosten die du sonst nicht hättest, musst du natürlich davon abziehen.