Schneida
14.03.2005, 11:15
Zum Februar wurde ich arbeitslos. Im Januar habe ich noch gearbeitet, wurde versichert und Beiträge zur Sozialversicherung wurden für Januar von meinem Gehalt abgeführt. Leider wurde mein Gehalt erst im Februar überwiesen, was für das Arbeitsamt bedeutet, dass ich im Februar Einkommen hatte und dieses somit erst ab März ALG II zahlt. Für Februar wurden somit keine Sozialabgaben gezahlt, die ich nun selbst zahlen soll und zwar von dem Januargehlt, von dem doch schon einmal Beiträge entrichtet wurden. Auf ein Gehalt zweimal Kranken-, Pflege und Rentenversicherung zahlen ?! Hallo!? Aber es geht ja noch weiter: Durch diese Weigerung des Arbeitsamtes im Februar nicht zu zahlen, musste ich mein Konto überziehen, um meinen Unterhalt zu sichern. Nun wäre mein Patenonkel bereit mir Geld zu leihen, um mein Konto wieder zu decken. Das Arbeitsamt würde diese Zahlung aber als Einkommen wehrten und wiederum mein ALG II kürzen. Aber ohne das Verhalten des Amtes wäre es gar nicht zur Kontoüberziehung gekommen.
Und es geht nochmal weiter: Im April werde ich wieder arbeiten. ALG II wird aber bis zum Eingang des des neuen Gehalts gezahlt (hat man mir am Telefon der Infoline der Bundesagentur für Arbeit zumindest gesagt, da ALG II eine Vorauszahlung ist). Somit bin ich über ALG II im April sozialversichert. Mein neuer Arbeitgeber wird mich aber natürlich für den April versichern, auch wenn mein Gehalt erst im Mai auf mein Konto eingehen wird, weil ich ja im April für ihn gearbeitet habe. Ergebnis: Doppelt versichert!
Und es geht noch weiter: Ich bin Regieassistent und stecke bis zu fünfmal im Jahr in dieser Situation, denn für jeden Film bekomme ich lediglich einen Zeitvertrag und bin nach Beendigung des Films wieder arbeitslos. Ich kann aber wegen der relativ kurzen Anstellungszeiträume keinen Anspruch auf normales Arbeitslosengeld erarbeiten, obwohl ich von meinem Einkommen natürlich Beiträge zur Arbeitslosenversicherung leiste. Und schließlich werde ich vom Amt wie ein Langzeitsarbeitsloser behandelt, obwohl ich doch immer wieder arbeite. Ach ja, mir fehlen pro Jahr ungefähr 10-15 Tage angemeldete Beschäftigungstage, um wieder Anspruch auf Arbeitslosengeld zu erwirtschaften. Ich will von dem System nicht profitieren, doch ich muss, denn alle Möglichkeiten mich als Regieassistent selbständig zu machen sind nicht rechtlich. (ich habe schon viel Geld bei Anwälten gelassen und viel blöde Sprüche von Gewerkschaft und Regieverband dazu gehört. Als Regieassistent bin ich weisungsgebunden und somit nie als Selbständiger legal.)
Und, wer hat ähnliche Erfahrungen und/oder eine Meinung?
Und es geht nochmal weiter: Im April werde ich wieder arbeiten. ALG II wird aber bis zum Eingang des des neuen Gehalts gezahlt (hat man mir am Telefon der Infoline der Bundesagentur für Arbeit zumindest gesagt, da ALG II eine Vorauszahlung ist). Somit bin ich über ALG II im April sozialversichert. Mein neuer Arbeitgeber wird mich aber natürlich für den April versichern, auch wenn mein Gehalt erst im Mai auf mein Konto eingehen wird, weil ich ja im April für ihn gearbeitet habe. Ergebnis: Doppelt versichert!
Und es geht noch weiter: Ich bin Regieassistent und stecke bis zu fünfmal im Jahr in dieser Situation, denn für jeden Film bekomme ich lediglich einen Zeitvertrag und bin nach Beendigung des Films wieder arbeitslos. Ich kann aber wegen der relativ kurzen Anstellungszeiträume keinen Anspruch auf normales Arbeitslosengeld erarbeiten, obwohl ich von meinem Einkommen natürlich Beiträge zur Arbeitslosenversicherung leiste. Und schließlich werde ich vom Amt wie ein Langzeitsarbeitsloser behandelt, obwohl ich doch immer wieder arbeite. Ach ja, mir fehlen pro Jahr ungefähr 10-15 Tage angemeldete Beschäftigungstage, um wieder Anspruch auf Arbeitslosengeld zu erwirtschaften. Ich will von dem System nicht profitieren, doch ich muss, denn alle Möglichkeiten mich als Regieassistent selbständig zu machen sind nicht rechtlich. (ich habe schon viel Geld bei Anwälten gelassen und viel blöde Sprüche von Gewerkschaft und Regieverband dazu gehört. Als Regieassistent bin ich weisungsgebunden und somit nie als Selbständiger legal.)
Und, wer hat ähnliche Erfahrungen und/oder eine Meinung?