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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arbeitnehmerüberlassung/Personaldienstleister


stefanX
18.12.2007, 14:08
Hallo Ihr lieben,
Ich bin seit ca. einem monat Arbeitslos.
Wie einige von euch das übliche prozedere kennen musste ich also zum Arbeitsamt hin mich vorstellen bei meinem Arbeitsberater...anträge abgeben etc.
Ich war vorher ca 8 Jhare im Lager Logistik bereich tätig und verfüge über einschlägige Berufserfahrung in diesem bereich (mit Berufsausbildung).
Mein Verdienst lag so um die 2100 € brutto.

Jetzt kommt das ärgerliche an der ganze sache: Ich bekomme Stellenangebote vom Arbeitsamt die von Personaldienstleister bzw. Arbeitgeberüberlassungen kommen.
Obwohl ich dieses im vorhergegangenen Gesprächen klipp und klar geklärt hatte das ich bei solchen Ausbeutern nicht anfangen werde.
Nicht destotrotz kommen die angebote solcher Halsabschneider zu mir nach hause.
Ich erzählen euch mal wie ich ein Vorstellungsgespräch führe - wo ich nu nicht anfangen möchte.
Viele von Euch kennen das ja , wenn man ein vorstellungsgespräch hat ,kommt man gepflegt,und mit sauberen klamotten dorthin.
Ihr könnt Euch vorstellen das mir dieses an diesem Tag nicht so recht gelingt.
War aber immer kein problem - darüber wurde weggesehen (mist!http://www.eselchen-portal.eu.com/forums/images/smilies/frown.gif )
Nach der üblichen Begrüßung und womit es sich bei der jeweiligen "Firma" handelt und das das ja alles sozial und fair abläüft sowie einiger anderen stellen die mir da zur aussicht gestellt wurde (und alles in einem netten umgangston) kommt das eigentliche für mich ausschlagende thema: Dem monatlichen Gehalt.
Dabei liegt meine schmerzgrenze so bei ca 150€ wenniger im monat also so um 1900€uro.
Nach dem mir vermittelt wurde das "Sie" unbedingt jemandes mit solcher einer berufsausbildung und berufserfahrung haben wollen....dachte ich mir so das es auch kein problem sei dieses zu verlangen....
Nenene...is nicht so.
ich wollte 1900€-bei 13 Monatsgehältern - 30tage Urlaub - 37 stunden woche nur um mal im groben zu bleiben.

Das sei nu aber überhaupt nicht machbar sagen diese Sklaventreiber.

1625 €uro bei 12 Moantagehältern - 24 tage gesetzlicher Urlaub 44 stunden woche und nach 2 Jahren Betriebstzugehörigkeit vieleicht auch 100 € mehr.http://www.eselchen-portal.eu.com/forums/images/smilies/confused.gif

Trotz meiner betonung unbedingt arbeiten zu wollen und ich zu meinen bedingungen auch sofort anfangen würde ...lehnten "Sie" dankend ab.

Is schon komisch , aber dann ging der schritt ja noch weiter is ja damit nicht beendet.

Nach ca. 3 tagen kam dann ein Anruf meines Arbeitsvermittlers.
Wieso ich denn den Job nicht angenommen habe etc.
Ich habe Ihm von dem Gespräch erzählt und nochmals klar gemacht das für mich solche "Firmen" nicht in frage kommen würde solange sie nicht mehr bezahlen.

Trotz einer Androhung von kürzungen meines Arbeitslosengeldes (was ich aber sofort verpuffen lies (Androhung mit Anwalt etc.) und ich ja die Arbeit nicht angenommen habe lag ja nicht daran das ich ja nicht wollte sondern der Arbeitsvertrag nicht mit nicht konform ist - also bei etwa 400 € wenniger als mein letzter verdienst und 6 tage wenniger urlaub und ca 6 stunden mehr Arbeit in der woche ... .

Das ist dann gleich am Telefon schon geklärt worden.

Um diese Diskussion zu verschärfen habe ich noch hinzugefügt, das ich für solche Stellenangebote keinen Arbeitsvermittler vom Arbeitsamt brauche sonder ich diese selber herraussuchen kann (Den sowas gibt es wie sand am Meer).

Das Gespräch endete nur mit einem Satz : Das es für meinem Beruf nur noch über Arbeitnehmerüberlassungsdienste laufen würde und er rein defenitiv nichts anderes bieten könne. (was für ein Armutszeugniss http://www.eselchen-portal.eu.com/forums/images/smilies/lol.gif )

Ich möchte hierzu eindringlich sagen Das ich gewillt bin Arbeiten zu gehen!
Auch für wenniger verdienst,wenniger Urlaub etc.

Aber ich möchte dieses alles Diskriminierungs frei und im Fairen verhältnis tuen.

Ich möchte nicht Arbeitslos sein ich möchte aber auch nicht unbedingt auf biegen und brechen jeden schlechtbezahlten job annehmen um am monatsende letztendlich genau soviel in meiner Geldbörse zu haben wie ich es als Hartz4 empfänger habe (was niemals soweit kommen möge).

Es gibt sicherlich einige Personaldienstleister die wirklich fair sind und bestrebt sind dich zur festanstellung an firmen vermitteln. (es gibt solche und solche).
In meiner Region finde ich diese leider nicht - und werde konsequenterweise mich weiterhin so verhalten.

Wie steht Ihr den so zu diesem Thema?

Gruß
Steven

x_anonymus_x
18.12.2007, 18:14
Hallo Steven,

Ich möchte nicht Arbeitslos sein ich möchte aber auch nicht unbedingt auf biegen und brechen jeden schlechtbezahlten job annehmen um am monatsende letztendlich genau soviel in meiner Geldbörse zu haben wie ich es als Hartz4 empfänger habe (was niemals soweit kommen möge).

[...]

Wie steht Ihr den so zu diesem Thema?

verständlich! Mir fallen zu Deiner Schilderung spontan allerdings nicht wirklich die Supertipps schlechthin ein. Vielleicht als erstes: Wie gehe ich in dem Fall mit meinem Arbeitsvermittler um? Wichtig dürfte für Dich §121, SGB III mit entsprechender Durchführungsanweisung (http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Geldleistungen/da-alg-p121.pdf) sein. Damit solltest Du Vermittlungsvorschläge über Zeitarbeitsunternehmen in den ersten sechs Monaten der Arbeitslosigkeit im Wesentlichen wegargumentieren können.

Der zweite Punkt ist die Einschätzung des Arbeitsmarkts. Leider sehe ich das ähnlich, dass gerade im Bereich Lager / Logistik über 90% der Stellen über Zeitarbeitsunternehmen ausgeschrieben sind. Da hilft Dir eigentlich nur Dich selbst nach Unternehmen mit entsprechenden Lagerstellen umzusehen, Dich zu informieren, wie diese Unternehmen einstellen (viele stellen nämlich in der Tat gar nicht mehr selbst ein, sondern arbeiten in dem Bereich ausschliesslich mit Personaldienstleistern zusammen) und dann gezielt genau dort bewerben.

HTH

x_anonymus_x

--
Der obige Beitrag gibt nicht die Meinung des Verfassers wieder.
Alle Angaben ohne Gewähr

ratsuchende
19.12.2007, 18:15
Hallo!

Versuche rauszubekommen, welche Firma gerade sucht, d.h. für welche Firma der Einsatz vermittelt werden soll. Schicke dann eine Bewerbung direkt dort hin. Auch wenn die Dich nicht direkt einstellen können/wollen, sondern nur über ZA, die Firma aber Dich gerne haben möchte, dann lass Dich bei der ZA anstellen, aber eben zu Deinen Bedingungen. Du bist dann in einer guten Verhandlungsposition und kannst gegenüber der ZA entsprechend auftreten, bekommst dann eine "Sonderbehandlung". Denn keine ZA wird so doof sein, Dich nicht zu nehmen, wenn der Entleiher bereit ist, entsprechend zu zahlen.

So habe ich meinen derzeitigen Job bekommen, das Gehalt wird bei der ZA nur durchgeschleust und ich habe zumindest eine korrekte Einstufung meier Tätigkeit bekommen. Wenn die Firma Dich über ZA haben will, kannst Du gut mit denen verhandeln und Zuschläge rausholen.