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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Job kündigen, aber wie ?


jfk
09.06.2006, 11:14
Hallo,

ich habe vor ca. 2 Monaten eine neue Stelle angetreten und zwar als Luftsicherheitsassistent am Flughafen. Nachdem ich einige Tage arbeitete, hatte ich extreme Knieschmerzen bekommen. Jetzt bin ich seit 6 Wochen zuhause und war auch schon bei verschiedenen Ärzten (Orthopäden). Sie haben mir Krankengymnastik verschrieben und wenn das auch nicht helfen sollte, müsste das Knie ambulant "gerichtet" werden.
Obwohl es von meiner Tätigkeit am Flughafen herrührt und ich auch noch Kreuzschmerzen davon bekommen habe, schreiben mir die Ärzte kein Attest, das ich diese Tätigkeit auf dauer nicht ausüben kann.

Was kann ich also tun? Wieder arbeiten gehen mit Schmerzen und Schmerzmitteln schlucken ??

Die Ägypter
09.06.2006, 11:29
Nun... vielleicht solltest du erst einmal abwarten, ob das Richten des Knies etwas bringt... Es ist ja häufiger so, dass z.B. alte, längst vergessene Sportverletzungen bei bestimmten Arbeitstätigkeiten quasi aufflackern. Wenn jetzt die Ursache beseitigt wird, ist das Problem doch ebenfalls beseitigt - und falls nicht, wirst du wieder einen gelben Schein einreichen - solange - bis entweder die Ursache beseitigt ist oder aber ein Arzt einsieht, dass es einen Zusammenhang gibt.

Ohne Attest wirst du bei einer Eigenkündigung mit ziemlicher Sicherheit eine Sperre ALG I erhalten - und der Anspruchszeitraum verkürzt sich.

StephanK
09.06.2006, 11:39
:welcome: jfk (wieso JFK und nicht MUC ? :wink: )
wie Du mit Deiner gesundheitlichen Situation umgehen solltest, kann ich nicht wirklich beurteilen und nur darauf hinweisen, dass orthopädischen Problemen im Knie die Tendenz innewohnt, sich auf längere Zeit einzurichten, wenn man nicht streng den ärztlichen Anweisungen folgt.
Ich weiss nicht, wie Deine Tätigkeit im Erdinger Moos im einzelnen aussieht und ob die derzeitigen Probleme eine bisher unerkannt gebliebene dauerhafte Schwachstelle aufgedeckt haben oder vielleicht "nur" darauf beruhen, dass Dein Körper zu wenig Zeit hatte, sich auf ungewohnte Belastungen einzustellen. Letztlich wird das nur ein arbeitsmedizinisch kompetenter Orthopäde (oder ein orthopädisch kompetenter Arbeitsmediziner) entscheiden können.

Dauerhafte Anwendung von Schmerzmitteln kann keine Lösung sein, weil deren Wirkung meist mit der Zeit nachlässt und dadurch die Gefahr von Folgeschäden (z.B. an der Leber) wächst. Also Vorsicht!

Was mich fast wundert ist der Umstand, dass der Arbeitgeber Dir noch nicht gekündigt hast. Wenn ich es recht verstehe, bist Du von acht oder neun Wochen im neuen Job schon sechs Wochen krank. Wenn - wie üblich - eine Probezeit vereinbart wurde, wäre deswegen schon eine arbeitgeberseitige Kündigung eigentlich schon zu erwarten gewesen.

Wenn Du Dir sicher bist, dass Du diesen Job aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht ausüben kannst, solltest Du den Arbeitgeber dazu kriegen, Dir zu kündigen. Bei massiven Gesundheitsproblemen führt zwar auch eine Eigenkündigung nicht zu Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld (oder Minderung beim Alg II), aber Du musst sie nachweisen bzw. weitere Untersuchungen über Dich ergehen lassen. Das ließe sich ggf. durch eine arbeitgeberseitige Kündigung vermeiden.

Gute Besserung!

jfk
09.06.2006, 11:40
hallo,

danke für die schnelle antwort. Wie lange wäre denn eine Sperre seitens des Arbeitsamtes denn ??

StephanK
09.06.2006, 11:43
Bei einer Eigenkündigung ohne wichtigen Grund (der in gesundheitlichen Problemen liegen kann, die aber eben nachgewiesen werden müssen) und wenn Du überhaupt (noch) einen Anspruch auf Arbeitslosengeld hast, sind das volle zwölf Wochen.