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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stefan Müller (CSU) fordert Arbeitsdienst für Arbeitslose!!!


border
14.06.2006, 15:09
Hallo Zusammen,

nachdem mir diese Forderung von Herrn Stefan Müller bekannt wurde mußte ich Ihm einen Brief schreiben.

http://www.bild.t-online.de/BTO/System/Bilder/logo.gif (http://www.bild.t-online.de/)

SPD-Chef Kurt Beck prangerte an, daß die Hartz-IV-Gesetze oft ausgenutzt werden
(„Man muß nicht alles rausholen, was geht.“).
Jetzt fordert Stefan Müller (CSU),
der arbeitsmarktpolitische Obmann der Unionsfraktion im Bundestag,
die Einrichtung eines „Gemeinschaftsdienstes für Langzeitarbeitslose“.

Der Artikel zur Meldung hier... (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/06/14/arbeit-ersatzdienst/arbeit-ersatzdienst.html)

hier der Brief:

Sehr geehrter Herr Stefan Müller,

mit Erstaunen muß ich Ihre getätigten Äußerungen in der Bild lesen.

Darin fordern sie also einen Arbeitsdienst, der Arbeitslose zu "gemeinnütziger" Arbeit verpflichtet,
so etwas wie einen Arbeitsdienst hatten wir in früherer Vergangenheit schon einmal, - mir hat es den Anschein sie möchten daran anknüpfen.

Leider widersprechen sich die von Ihnen getätigten Aussagen in sich selbst, ganz zu Schweigen davon das mit Ihrer absurden Idee keine neuen Arbeitsplätze geschaffen, sondern viele wie bei den EEJ vernichtet werden.

Zudem ist Ihre Argumentation Schwarzarbeit Arbeitsloser zu verhindern indem diese zur Arbeit zu verpflichtet werden, an den Haaren herbeigezogen. Denn selbst Ihnen dürfte bekannt sein das der größte Teil der Schwarzarbeit nach Dienstschluß am Wochenende oder im Urlaub und zwar von Arbeitstätigen geschieht.

Im großen und ganzen muß ich sagen das Sie sich in den Reigen derer einfügen, die momentan gegen die unverschuldet Arbeitslosen hetzen, um anscheinend dadurch auch mal eine Schlagzeile zu bekommen.

Diese Art des Mißbrauchs Ihrer Stellung ist auf äußerste sträflich, und sollte vom Gesetzgeber unter Strafe gestellt werden.

Meiner Verachtung ob solcher Aüßerungen seien Sie sich gewiß



Hier der link zu seiner "Fanseite", da gibt es auch eine Adresse wenn Ihr ihm etwas schreiben möchtet. Hier die
Homepage von Stefan Müller (http://www.stefanmueller.com/index.php?id=21)
Email : stefan.mueller@bundestag.de

MfG
border

efge
14.06.2006, 15:18
Mensch Border,

wieviel Platz hast Du eigentlich noch in Deiner Wohnung für Textbausteine? ;-)

Im Ernst: Der hat einen schweren, aber gefährlichen Dachschaden. Ich hoffe, daß es noch ANSTÄNDIGE gibt, die ihn zurückpfeifen. Ich hoffe...

Colatrinker
14.06.2006, 15:48
Zitat S.Müller auf seiner Hompage
"Mit Zwangsarbeit, oder einem Arbeitsdienst wie in den Dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat das nichts zu tun." (http://www.stefanmueller.com/index.php?id=15&backPID=15&tt_news=47)

So?
Was soll das den sonst sein???

Wieder einer von den Politikern die dieses Land nicht braucht!!!

(ironie on)
Die Welt zu Gast bei Arbeitlosen -
als ob das schon nicht schlimm genug wäre.

Demnächst

Die Welt zu Gast beim Arbeitsdienst
-das war sie ja schon mal
(ironie off)

Müller begründet seine Forderung so:
„Die Langzeitarbeitslosen haben so nicht länger das Gefühl,
überflüssig zu sein, gewöhnen sich wieder an regelmäßige Arbeit.
Positiver Nebeneffekt:
Sie können in dieser Zeit nicht schwarz arbeiten.

Die Folge: Arbeit, die getan werden muß,
wird dann wieder nur von Sozialversicherten erledigt.
Das schafft neue Arbeitsplätze und füllt die Sozialkassen.“

Das Gefühl überflüssig zu sein"???
Von welchem Stern haben die den denn geholt???

Der Typ (genau wie seien anderen Politikerkollegen) ist sowas von Weltfremd
- der sollte mal 4 Wochen an der "Schüppe" arbeiten dann bekommt er auch wieder einen klaren Kopf für die Realität!!!

http://www.stefanmueller.com/fileadmin/images/csu.jpg
Näher am Menschen???
Solche Slogans kann man bei solchen Aussagen wirklich nur noch belächeln!

Wie Wäre es mit
Weit weg von der Realität

border
14.06.2006, 17:15
Hallo Zusammen,

@ effge so wie es aussieht wird in der nächsten Zeit wohl Textbausteine sammeln zum Hobby werden, ich hab nämlich ehrlich gesagt die Schnauze voll von den Aüßerungen dieser Volksverhetzer.
- sorry wegen der Umgangssprachlichkeit, aber wollte das mal deutlich darstellen.

@colatrinker


Die Welt zu Gast beim Arbeitsdienst
-das war sie ja schon mal

auch eine schöne Idee für ein Transparent, indirekt haben Sie diesen Arbeitsdienst ja durch die EEJ schon durchgedrückt, das reicht Ihnen allerdings noch nicht, nun gilt es nur noch diesen Dienst zugunsten des deutschen (arbeitenden) Volkes salonfähig zu machen (mit Hilfe von Hetztiraden gegen Arbeitslose).

MfG

border

Betroffener
14.06.2006, 18:28
Ich will ja nicht unken, aber wenn wir schon beim Arbeitsdienst angekommen sind wird die nächste Runde die Unterkunft im Arbeitspotentialpark sein.

Sicher erfindet da noch jemand eine noch schöner positiv besetzte Formulierung für, ähnlich: Mülldeponie => Entsorgungspark

Am Rande der Städte gibt es doch überall für den Abriss vorgesehene Bauten (da kommen die Familien hin und ein netter Zaun drumherum), die Bundeswehr hat viele leerstehende Kasernen (da kommen die Alleinstehenden hin - 8-Bett-Zimmer sparen Geld - und Zaun und Wachschutz ist schon vorhanden).

Und morgens geht es mit einem frischen Lied auf den Lippen auf die LKW, der zum Tageseinsatz der jeweiligen "gemeinnützigen" Arbeit verfrachtet.

Da im Arbeitslosenpark alles kostenlos ist (die umliegenden Super- und Großmärkte liefern verfallene Lebensmittel frei Haus), braucht es auch kein ALG2 mehr und die Kosten der Unterkunft entfallen auch. Reparaturen können die Arbeitslosen ja selber machen in Ihrer nicht vom Arbeitsdienst beanspruchten Zeit.

Oh Gott - was will sich die Bevölkerung noch alles bieten lassen von diesen politischen Schmarotzern?

Wie wird man die legal überhaupt wieder los?
- Kann man Wahlstimmen wieder zurückziehen
- Kann man diese Bande wieder abwählen?

Ein Versicherungsvertreter verkauft Versicherungen, ein Volksvertreter verkauft ...

efge
14.06.2006, 21:58
Im GG steht leider nichts vom Abwählen. Wenn’s aber so weiter geht, dass durch die „Verschlimmbesserungen“ im SGB II das GG für Arbeitslose weiterhin ausgehebelt wird, sehe ich uns (nachdem uns das passive und aktive Wahlrecht aberkannt wird) bald schon ins Ausland abgeschoben.

Argentinien würde mir gefallen. ;-)

peter2006
14.06.2006, 22:17
die meisten politiker können eh machen was sie wollen.sie können nicht entlassen werden und arbeiten nach dem peter prinzip.

siehe anlage

Das Peter-Prinzip
oder:
Die Hierarchie der Unfähigen

Das Phänomen der Unfähigkeit

Unfähigkeit können wir überall beobachten. Es gibt unfähige Lehrer, unfähige Richter, Beamte, Handwerker, Ärzte oder Manager. Unfähigkeit ist nicht auf einen bestimmten Beruf beschränkt. Dabei erwecken unfähige Menschen, besonders wenn sie auf einer höheren Stufe der Hierarchie stehen, oft den Eindruck, als ob sie stets genau wüßten, was sie tun und daß sie stets das Richtige täten.

Bei näherem Hinsehen stellt man jedoch fest, daß sie keine Ahnung von ihrer eigentlichen Aufgabe haben und sich in Nebensachen verlieren oder daß sie grandiose Fehlentscheidungen treffen, die oft genug nur deshalb nicht zu ihrer katastrophalen Wirkung kommen, weil der unfähige Chef fähige Mitarbeiter hat, die seine Entscheidungen in die richtigen Bahnen lenken, ohne daß er es merkt.

Peter hat viele Beispiele für das Phänomen der Unfähigkeit gesammelt und analysiert. Dabei stellte er fest, daß alle Fälle gewisse Gemeinsamkeiten aufwiesen. Alle Personen, die er beobachtete. waren in einer Position, die sie voll und gut ausfüllten. Weil sie sich als fähig erwiesen, wurden sie befördert und nahmen dann eine Stellung ein, für die sie unfähig und ungeeignet waren. Aus diesen Beobachtungen von vielen hundert Fällen formulierte Peter sein Prinzip:
In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.

Diesem Prinzip kann sich im Grund niemand entziehen, weil wir alle in einer Hierarchie eingezwängt sind. Hierarchie ist die Umschreibung der Führungsstruktur einer Organisation, meist dargestellt in Form einer Pyramide, wobei jeder in dieser Organisation Beschäftigte innerhalb der Pyramide einen bestimmten Rang, eine bestimmte Position einnimmt. Die Fähigkeit, mit der ein Mitarbeiter seine Position ausfüllt, qualifiziert ihn zum Aufstieg in die nächsthöhere Position. Doch - genügend Rangstufen innerhalb der Hierarchiepyramide vorausgesetzt - kommt jeder Mitarbeiter mit jeder weiteren Beförderung irgendwann einmal in eine Position, in der er eindeutig überfordert ist. In dieser Position verharrt er dann, weil er sich für einen weiteren Aufstieg nicht qualifizieren kann. Peter folgert daraus:

Nach einer gewissen Zeit wird jede Position von einem Mitarbeiter besetzt, der unfähig ist, seine Aufgaben zu erfüllen.

Natürlich erreicht nicht jeder zur gleichen Zeit seine Stufe der Unfähigkeit, der lnkompetenz. Mitarbeiter, die diese Stufe noch nicht erklommen haben, leisten noch etwas, also:

Die Arbeit wird von den Mitarbeitern erledigt, die ihre Stufe der Inkompetenz noch nicht erreicht haben.

Man hat keine große Mühe, Beispiele für Peters Grundsätze in der Praxis zu finden:

Ein Lehrer wird befördert, weil er ein besonders guter Pädagoge ist. Eines Tages wird er Schulrat. Hier versagt er, weil er zwar der gute Pädagoge, nicht aber der gute Verwaltungsmann ist.

Derjenige, der in einer Abteilung seine sachbezogenen Aufgaben bestens erfüllt, wird zumAbteilungsleiter befördert. Er versagt, weil er nicht in der Lage ist, Menschen zu führen.

Beide haben die Stufe ihrer lnkompetenz erreicht, an sich fähige Mitarbeiter - jeder am richtigen Platz - vergrößern durch ihre Beförderung das Potential der Unfähigkeit. Nach dem Peter-Prinzip: ,,Blicken Sie in den Spiegel und fragen Sie sich, ob..."


Abweichungen

Peters Erklärung für das Phänomen der Unfähigkeit ist einfach, plausibel und logisch. Dennoch mag es Fälle geben, wo das Prinzip offenbar nicht funktioniert. Auch diesen nur scheinbaren Abweichungen ist Peter nachgegangen und hat festgestellt, daß auch sie aus seinem Prinzip heraus erklärt werden können und dem Prinzip unterworfen sind. Peter unterscheidet an scheinbaren Abweichungen:

1. Die geräuschlose Sublimierung:
Es handelt sich um eine Pseudobeförderung. Der Chef hat die Unfähigkeit eines Mitarbeiters erkannt und versetzt ihn auf einen anderen Posten, auf dem er genauso unproduktiv ist. Der Beobachter außerhalb der Hierarchie wird getäuscht, andere Mitarbeiter sehen in der geräuschlosen Sublimierung ein Stimulanz (,,wenn der befördert wurde, habe ich auch noch Chancen").

2. Die seitliche Arabeske:
Sie ist auch eine Pseudo-Beförderung. Ein unfähiger Mitarbeiter bekommt den Titel eines Vize-Präsidenten und den Auftrag, die Firmengeschichte zu schreiben. Peters Schlußfolgerung: je größer die Hierarchie, um so einfacher ist die seitliche Arabeske.

3. Peters Umkehrung:
Peter beobachtete, daß besonders kleine Beamte und Angestellte ohne Entscheidungsbefugnisse geradezu versessen darauf sind, alles korrekt ohne die geringste Abweichung von der Routine zu erledigen, ohne sich zu fragen, ob das irgendeinem vernünftigen Zweck dient. Er nennt diese Mitarbeiter, denen die Mittel wichtiger sind als das Ziel, Berufsautomaten. Nun wird die Befähigung eines Mitarbeiters von dessen Vorgesetztem und nicht von einem Außenstehenden beurteilt. Arbeitet der Mitarbeiter korrekt, gehorcht immer und entscheidet nie, so gilt er als befähigt, weil die Zusammenarbeit mit ihm klappt, unabhängig davon, ob er effektiv etwas leistet. Peter nennt dies Umkehrung bzw. Inversion, weil das Verhältnis zwischen Mittel und Zweck umgekehrt wird.

4. Ausschluß aus der Hierarchie:
Manchmal ist zu beobachten, daß besonders fähige Mitarbeiter nicht befördert, was eigentlich zu erwarten wäre, sondern im Gegenteil entlassen werden. Peter erklärt dieses Paradoxon so, daß Super-Kompetenz anstößiger ist als lnkompetenz. Super-Kompetenz gefährdet die Hierarchie. Der Superkompetente wird daher genauso ausgestoßen wie der absolut Unfähige. In beiden Fällen handelt es sich um Extreme, die von der Hierarchie nicht akzeptiert werden können.

5. Der paternalistische Zugang
Hier handelt es sich um eine Eigentümlichkeit von Familienunternehmen. Der Sohn des Unternehmers dient nicht von der Pike auf, um dann das Oberkommando zu übernehmen, sondern er steigt gleich oben ein, überspringt also gewissermaßen einige Klassen. So erreicht er nur schneller die Stufe seiner Inkompetenz.


Aufstiegsversessenheit und –rezepte

Peter beobachtet ein merkwürdiges Phänomen: kaum ein Beschäftigter ist zufrieden damit, auf seiner Stufe der Kompetenz zu verharren. Er ist versessen darauf, eine Aufgabe zu übernehmen, die seine Fähigkeiten übersteigt. Peter gibt eine Reihe von Rezepten, wie man seinen Aufstieg beschleunigen kann, um so schneller die Stufe der Inkompetenz zu erklimmen. Dazu gehören:

1. Protektion
Protektion wird definiert als die Beziehung eines Beschäftigen - durch Blutsverwandtschaft, Heirat oder Bekanntschaft - zu einer Person, die in der Hierarchie über ihm steht. Protektion verschafft man sich durch Gönnerschaft. Ein Gönner ist eine Person, die in der Hierarchie über einem steht und zum Aufstieg verhelfen kann. Besser als ein Gönner sind mehrere Gönner. Neue Gönner sind besser als alte Gönner. Jeder Gönner braucht aber ein Motiv, das man ihm mit entsprechender Erfindungsgabe verschaffen sollte.

2. Ehrgeiz
Protektion ist besser als Ehrgeiz. Ehrgeiz nützt wenig, wenn das Dienstaltersprinzip gilt. Ehrgeiz äußert sich in einem abnormen Lerneifer und darin, daß man morgens der erste im Büro ist und abends der letzte (dies führt zur Beachtung beim Chef, aber zur Verachtung bei den Kollegen).


Diagnose

Peter hat bei ehrgeizigen Personen ein Erfolgssyndrom beobachtet, das man an Nervenzusammenbrüchen, Magengeschwüren und Schlaflosigkeit erkennt. Hierbei kann es sich um ein Pseudo-Erfolgs-Syndrom handeln bei Personen, die noch Karrieresprünge vor sich haben, oder um das sogenannte Endplazierungssyndrom bei Männern, die am Ende ihrer Karriere stehen und die Stufe ihrer Inkompetenz erreicht haben.

Man kann selbst diagnostizieren, indem man sich fragt, ob die betreffende Person überhaupt noch irgendwelche nützliche Arbeit leistet.

Lautet die Anwort

ja: dann hat er seine Stufe der lnkompetenz noch nicht erreicht und leidet am Pseudo-Erfolgs-Syndrom.

nein: dann steht er auf der Stufe der lnkompetenz und hat das Endplazierungssyndrom.

weiß ich nicht: Sie haben Ihre Stufe der Inkompetenz erreicht. Prüfen Sie, an welchen Krankheiten Sie leiden.

Endplazierungsmerkmale

Neben medizinischen Merkmalen für das Endplazierungssyndrom gibt es aber vor allem auch psychologische.
Wenn man diese kennt, weiß man sofort, ob ein Vorgesetzter, Kollege oder Mitarbeiter seine Inkompetenzstufe erreicht hat.
Hier einige Beispiele aus Peters Sammlung:

Phonophilie
Die krankhafte Neigung, mehrere Telefone und Gegensprechanlagen besitzen zu müssen und auch gleichzeitig zu bedienen. Solche Leute sind oft kontaktschwach und versuchen ihre Schwäche durch solche Aktivitäten zu verdecken.

Papyrophobie
Der Papyrophobe kann kein Papier auf seinem Schreibtisch leiden. Er erweckt den Eindruck, daß er alles sofort erledigt. Aber in Wirklichkeit erinnert Papier ihn an Arbeit, die er haßt.

Papyromanie
Das Gegenteil der Papyrophobie. Man häuft Berge von Papier auf seinem Schreibtisch und erweckt den Eindruck, daß man mehr zu tun habe, als jeder andere bewältigen kann.

Ordnungswahn
Man ordnet Vorgänge und Akten, anstatt sie zu erledigen. Beschäftigung mit alten Akten fixiert aber den Blick auf die Vergangenheit anstatt auf die Zukunft.

Tabula-Gigantismus
Das zwanghafte Bemühen, stets einen größeren Schreibtisch als die Kollegen haben zu müssen.

Rigor cartis
Das engstirnige Bestreben, auch den kleinsten Geschäftsvorfall in Richtlinien, Weisungen, Organisations-und Ablaufdiagramme einreihen zu müssen.

Wanken und Wackeln
Die völlige Unfähigkeit, überhaupt irgendwelche Entscheidungen treffen zu können. Gewöhnlich läßt ein solcher Mann alle Probleme ruhen, bis es zu spät ist, sie sich von selbst erledigen oder ein anderer die Entscheidung trifft.

Structurophilie
Die Structurophilie (Bauwut) ist die zwanghafte Beschäftigung mit der Planung, dem Bau, der Pflege und dem Umbau von Gebäuden ohne das geringste Interesse daran, welche Arbeit in den Gebäuden erledigt wird oder erledigt werden sollte.

Dies sind nur einige Beispiele für das Endplazierungssyndrom, das Erreichen der Stufe der lnkompetenz. Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen in Ihrem Betrieb ist ausgeschlossen und wäre rein zufällig.


Der Unfähigkeitstrieb


Der Unfähigkeitstrieb, der durch das Peter-Prinzip erklärt wird, ist nicht nur ein individuelles Problem, son-dern auch ein solches der gesamten Menschheitsgeschichte. Nicht nur der einzelne entwickelt sich weiter, bis er die Stufe seiner Inkompetenz erreicht hat, sondern auch die gesamte Menschheit: Der Steinzeitmensch wurde zum Menschen der Bronzezeit, der Eisenzeit, der Technik, der Computer, der Weltraumfahrt. Wann erreicht er seine Stufe der Inkompentenz und - wichtiger noch - wird er sie erkennen?

Jede Regierung - so Peter – gleichgültig, ob demokratisch oder diktatorisch, kommunistisch oder westlich, muß zusammenbrechen, wenn ihre Hierarchie einen unerträglichen Reifegrad erreicht hat. Peters Formel dafür lautet:

Die Effizienz einer Hierarchie ist umgekehrt proportional zu ihrem Reifequotienten RQ:

RQ = Anzahl der Beschäftigten im Zustand der lnkompetenz x 100 /
Gesamtzahl der Beschäftigten in der Hierarchie

Wenn der Reifequotient 100 erreicht ist, kann offensichtlich überhaupt keine sinnvolle Arbeit mehr geleistet werden.


Die schöpferische Unfähigkeit

Das Peter-Prinzip wäre eine Philosophie der Verzweiflung, wenn es uns keinen Ausweg weisen könnte aus dem Dilemma, daß jedermann eines Tages die Stufe seiner Inkompetenz erreichen wird. Wie läßt sich das vermeiden? Schon ein altes Sprichwort zeigt einen Ausweg. Peter zitiert das bekannte Wort vom Schuster, der bei seinen Leisten bleiben soll als eine deutliche Warnung an den Schustergesellen, sich vor der Beförderung zum Abteilungsleiter in der Schuhfabrik zu hüten. Die Hand, die geschickt mit Ahle und Hammer umgeht, kann versagen, wenn sie den Hammer mit dem Kugelschreiber vertauscht und Lieferfristen und Arbeitspläne bearbeiten soll.

Am einfachsten wäre also die Abwehr einer Beförderung. Aber wer kann das schon. Man handelt sich dafür nur den Ärger der Ehefrau und den Spott der Kollegen ein. Man kann aber auf subtilere Art die Beförderung vermeiden. Peter nennt das einen Akt der schöpferischen Unfähigkeit. Die Regel heißt:: Verbreiten Sie den Eindruck, daß Sie Ihre Stufe der Unfähigkeit schon erreicht haben!

Schöpferische Unfähigkeit erreicht die besten Resultate dann, wenn Sie den Bereich der lnkompetenz so wählen, daß Sie bei der Erledigung der wichtigsten Aufgaben, die sich aus Ihrer gegenwärtigen Stellung ergeben, nicht ernsthaft behindert werden. Oder mit anderen Worten: Tue nie soviel, wie Du glaubst, tun zu können . Peter nennt noch andere Beispiele, um Beförderungen vermeiden zu können: Man parke stets auf dem Parkplatz des Chefs und fahre dabei möglichst eine alte Klapperkiste. Man gehe nicht so oft zum Friseur und trage ein wenig schäbige Kleidung. Man mache dann der Tochter des Chefs einen Heiratsantrag, auch wenn man sie noch nie vorher gesehen hat.

Aber der beste Weg, die letzte Beförderung zu vermeiden. ist die schöpferische Unfähigkeit. Sie ist der Schlüssel zu Glück und Erfolg im Beruf und Privatleben. Dabei ist aber sehr wichtig, daß man niemals zeigt, daß man die Beförderung vermeiden will.


Fazit:

Das Peter-Prinzip bietet - verpackt in satirischer und ironischer Form - Erkenntnisse, die durch viele Beobachtungen in der Praxis erhärtet sind. Ausgangspunkt aller Unfähigkeit ist eine falsche Beförderung. Jeder sollte sich deshalb selbstkritischer prüfen, ob er eine neue Position auch wirklich ausfüllen kann, bevor er sie annimmt. Das gleiche gilt umgekehrt für alle Vorgesetzten, die Mitarbeiter befördern.


Aus : Management-Wissen August 1977 Seite 6 – 10 (Mitarbeiterführung)

Literaturempfehlung:

Peter & Hull: Das Peter-Prinzip. Rowohlt Taschenbuch-Verlag, rororo Sachbuch Nr. 6793.
Peter: Das Peter-Programm. Rowohlt-Verlag, Hamburg.

... bleibt die Frage was Peter heute mehr als zwei Jahrzehnte später zu den Handy's eingefallen wäre. grins knirsch

gruß peter

geradeaus
15.06.2006, 00:05
Hallo Zusammen,

nachdem mir diese Forderung von Herrn Stefan Müller bekannt wurde mußte ich Ihm einen Brief schreiben.

http://www.bild.t-online.de/BTO/System/Bilder/logo.gif (http://www.bild.t-online.de/)

SPD-Chef Kurt Beck prangerte an, daß die Hartz-IV-Gesetze oft ausgenutzt werden
(„Man muß nicht alles rausholen, was geht.“).
Jetzt fordert Stefan Müller (CSU),
der arbeitsmarktpolitische Obmann der Unionsfraktion im Bundestag,
die Einrichtung eines „Gemeinschaftsdienstes für Langzeitarbeitslose“.

Der Artikel zur Meldung hier... (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/06/14/arbeit-ersatzdienst/arbeit-ersatzdienst.html)

hier der Brief:

Sehr geehrter Herr Stefan Müller,

mit Erstaunen muß ich Ihre getätigten Äußerungen in der Bild lesen.

Darin fordern sie also einen Arbeitsdienst, der Arbeitslose zu "gemeinnütziger" Arbeit verpflichtet,
so etwas wie einen Arbeitsdienst hatten wir in früherer Vergangenheit schon einmal, - mir hat es den Anschein sie möchten daran anknüpfen.

Leider widersprechen sich die von Ihnen getätigten Aussagen in sich selbst, ganz zu Schweigen davon das mit Ihrer absurden Idee keine neuen Arbeitsplätze geschaffen, sondern viele wie bei den EEJ vernichtet werden.

Zudem ist Ihre Argumentation Schwarzarbeit Arbeitsloser zu verhindern indem diese zur Arbeit zu verpflichtet werden, an den Haaren herbeigezogen. Denn selbst Ihnen dürfte bekannt sein das der größte Teil der Schwarzarbeit nach Dienstschluß am Wochenende oder im Urlaub und zwar von Arbeitstätigen geschieht.

Im großen und ganzen muß ich sagen das Sie sich in den Reigen derer einfügen, die momentan gegen die unverschuldet Arbeitslosen hetzen, um anscheinend dadurch auch mal eine Schlagzeile zu bekommen.

Diese Art des Mißbrauchs Ihrer Stellung ist auf äußerste sträflich, und sollte vom Gesetzgeber unter Strafe gestellt werden.

Meiner Verachtung ob solcher Aüßerungen seien Sie sich gewiß



Hier der link zu seiner "Fanseite", da gibt es auch eine Adresse wenn Ihr ihm etwas schreiben möchtet. Hier die
Homepage von Stefan Müller (http://www.stefanmueller.com/index.php?id=21)
Email : stefan.mueller@bundestag.de

MfG
border



Hallo Border ,
habe diesem Herrn M. ebenso was deftiges geschrieben.
Das man sich ständig diese Beleidigungen von denen anhören muss.
Beleidigung deshalb,weil alle ALG2 Bezieher in ein Topfgeworfen werden mit Beleidigunghen,diffamierungen usw.
Füe mich zeigt sich in solchen Äusserungen von diesen Hetzpolitikeraussagen die wahre Fratze von diesen Leuten.
Werde ich mir für die Zukunft merken.
Warum verklagt die eigentlich niemand ??

Gruss Geradeaus

border
15.06.2006, 00:21
HAllo zusammen,

@ geradeaus, schön daß DU dem Herrn Müller auch einen Brief geschrieben hast.

Warum verklagt die eigentlich niemand ??

- ich glaube das liegt schlicht und ergreifend daran das die Menschen die hier verleugnet werden und über die falsches Zeugnis abgelegt wird nicht über die entsprechenden Mittel verfügen sich zu wehren.

Hier zählt daß Prinzip des Stärkeren, weil diese ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung habenden Menschen, in Deutschland leider immer häufiger immer Recht zu Unrecht bekommen.

MfG

border

Betroffener
15.06.2006, 11:48
Dann will ich meinen gestrigen Brief auch veröffentlichen:

Sehr geehrter Herr Hartmut Koschyk,
alle Interessierten Leser

heute waren im schlimmsten deutschen Pressemedium Bild unqualifizierte, diffamierende, verlogene und rufschädigende Absonderungen gegenüber Arbeitslosen Menschen seitens Ihres CSU-Parteifreundes Steffen Müller zu lesen, der noch dazu im Bundestagsausschuß für Arbeit und Soziales ist.

Da bislang seitens der C-Parteien bislang kein Dementi oder Rückpfiff zu lesen war, muss man also annehmen, dass es sich hierbei um die grundsätzliche Meinung der C-Parteien handelt - was zutiefst erschütternd und ebenso harsch zu verurteilen ist.

Insofern entbehrt Ihre Kritik an der Kritik über Ihre Stellungnahme dazu jedweder Grundlage - denn wer selber im Glashaus sitzt, sollte eben nicht anfangen mit Steinen zu werfen und sich dann wundern, wenn es scheppert.

Wo ist das Christliche und Soziale aus Ihren Parteinamen hin entschwunden?

================================================== ================
Berlin (ots) - Zu der Kritik am Vorschlag des Obmanns der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Arbeit und Soziales,
Stefan Müller, zur Weiterentwicklung von Hartz IV erklärt der
Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Deutschen
Bundestag, Hartmut Koschyk:

Die Kritiker vergreifen sich im Ton. Die Angriffe auf den Obmann
der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Arbeit und Soziales
sind unqualifiziert und an Maßlosigkeit nicht mehr zu überbieten. Wer
Arbeitslosen wirklich helfen möchte, sollte wieder zu einer
sachlichen Diskussion zurückkehren. Mit Totschlagargumenten und
Denkverboten wird kein einziger Arbeitsloser wieder an den ersten
Arbeitsmarkt herangeführt.

Hartz IV bedarf einer grundlegenden Überholung. Dabei muss auch
eine Debatte über den Missbrauch bzw. über die Mitnahmeeffekte von
Arbeitsmarktinstrumenten geführt werden. Jeder sachliche Beitrag zur
Bekämpfung von Missständen verdient es, ernsthaft geprüft und
diskutiert zu werden. Dies wird die CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der
eigens eingerichteten Arbeitsgruppe in den nächsten Wochen intensiv
tun.
================================================== =================

Da sie zu konkreten Vorschlägen auffordern, möchte ich gerne diesem Wunsch nachkommen.

1. Die durch die C-Parteien im Bunderat und den Vorberatungen in Hartz IV einoperierten Änderungen sind der Hauptgrund dafür, dass diese Arbeitslosenverwaltungsreform neben vielen anderen Fehlern nicht funktionieren kann - wofür auch schon die Zusammensetzung der Kommisionsmitglieder stand (Böcke eignen sich nicht als Gärtner - das gilt auch für die schwer mißglückte Föderalismusreform).

Wo sind die versprochenen 2 Millionen Arbeitsplätze eigentlich geblieben, die die Grundlage dieser "Reform" sein sollten? Nur mit deren Grundlage wären die Planzahlen überhaupt halbwegs plausibel gewesen.

Von einer Arbeitsmarktreform ist seit über 40 Jahren nichts zu sehen - eher das Gegenteil. Arbeitsplätze werden in Massen abgebaut, exportiert und dafür wird auch noch die Wirtschaft subventioniert und zahlt Steuern entweder gar nicht oder woanders - obwohl auch dank Ihrer freundlichen Mithilfe jährlich 100 Milliarden Steuern bei der Wirtschaft erst gar nicht erhoben werden. Trotzdem heult die Wirtschaft seit ich denken kann über zu hohe Steuern und zu hohe Lohnnebenkosten. Reagiert die Politik darauf (was sie schon zu oft zum Schaden der Bundesrepublik getan hat), ändert sich nichts. Es wird mitgenommen und die Arbeitsplätze weiter reduziert. Jetzt geht es um die ach so hohen Steuersätze von insgesamt 39%. Wenn die wirklich bezahlt würden, könnte man ja drüber reden - aber welche Firma zahlt die? Wenn Firmen wie BMW und Daimler-Chrysler u.v.a nicht einen Cent Steuern zahlen müssen, dann stimmt etwas nicht in diesem Land. Dafür wird der Bürger mit maßlosen Steuern und Abgaben ausgeplündert - aber im Bundestag eine 3%ige Diätenerhöhung beschloseen, an der exorbitanten Altersversorgung natürlich nichts geändert und die Gelder für die Mitarbeiter noch um 30% aufgestockt. Und Herr Lammert verweigert gesetzwidrig die Veröffentlichung der Nebeneinkommen.
Würden dann vielleicht die Bürger erfahren, für wen die Abgeordneten wirklich tätig sind, wenn schon nicht für das Volk?

2. Die unter Kohl, Köhler, Schäuble und vielen anderen Ahnungslosen dilletantisch durchgeführte Wiedervereinigung und Eingliederung der ex-DDR legte die Grundlage für die heutige Situation ebenso wie durch einfaches Hinzufügen von Leistungsempfängern (aber ohne Zuzahlung) die Sozialsysteme über Gebühr belastet wurden (vom staatlichen Raub von 500 Milliarden seit den 50iger Jahren mal abgesehen) und die zusätzlich auch mit Hilfe der Politiker und Maßgabe der Versicherungswirtschaft weiter gegen die Wand gefahren werden.

Die feindliche Übernahme des Ostens durch den Westen mag ja durchaus im Interesse des Sie finanzierenden Kapitals gelegen haben, was sie ja auch überwiegend vertreten, gesamtvolkswirtschaftlich musste es aber im Zwischenstadium des jetzigen Desasters enden.

Umso unverständlicher erscheinen da populistische Attacken eines Herrn Stoibers (der den maßgeschneiderten Wirtschaftsministerjob vor Antritt aus Machtkalkül feige geschmissen hat) und andere C-Politiker gegenüber den wahrlich um alles beraubten Menschen im Osten - denen außer den "blühenden Landschaften" (von Arbeit hatte Kohl wohlweislich nie etwas gesagt) kaum etwas geblieben ist. In solchen Umfeldern blüht dann rechtes Gedankengut.

3. Obwohl die verfügbare Arbeit erheblich weniger geworden ist (und weiter weniger wird - das sollten auch die Politiker vielleicht irgendwann mal aufnehmen), gibt es in vielen meist halb- bis vollständig öffentlichen Bereichen reichlich Arbeit, da vorher aus diesen Bereichen sehr viele Menschen wegrationalisiert wurden. Ansonsten hätten nicht so kurzfristig über 630.000 Ein-Euro-Jobs in 2005 geschaffen werden können. Dieses nachrangigste Hilfs-Instrument der ganzen Reform avancierte jedoch leider zum vorrangigsten Instrument und hilft weiter beim Abbau sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze ebenso wie es vorher bereits die MiniJobs getan hatten und weiter tun.

Gleichzeitig entstand damit ein riesiger Mißbrauchsmarkt im öffentlichen und karitativen Bereich bei den Kommunen, die sich ihre ureigenen Aufgaben jetzt über EEJ machen lassen und dafür auch noch Geld aus der Bundeskasse bekommen. Das kostet in der Wirtschaft weitere Arbeitsplätze. Diese Tatsache war der hauptächliche Hintergrund des Briefes des Städte- und Gemeindebundes zusammen mit 3 karitativen Einrichtungen, um diese Pfründe weiter dauerhaft durch weitere Entrechtung der arbeitslosen zu sichern.

Insofern ist das Anliegen von Steffen Müller volkswirtschaftlich total hirnrissig über einen erzwungenen "Arbeitsdienst" a la Reichsarbeitsdienst kommunale Arbeiten und Dienstleistungen erbringen zu wollen. Und bei den vorgeschlagenen Tätigkeiten wird es wohl nicht lange bleiben, wie die Erfahrung mit den EEJ lehrt - wobei all dies normale Stellen wären und teilweise der vorher entlassene städtische Gärtner, Hausmeister, Altenpfleger seine Tätigkeit jetzt als EEJ an der gleichen Stelle ausübt wie vorher.

Der Satz: "Positiver Nebeneffekt: Sie können in dieser Zeit nicht schwarz arbeiten" ist ja wohl absolut als auch als generelle Unterstellung die dümmlichste Frechheit gegenüber Arbeitslosen, die förmlich wegen Volksverhetzung nach dem Staatsanwalt ruft.

Nebenbei angemerkt: Wenn es Schwarzarbeit gibt, dann gehört dazu immer auch ein Arbeitgeber der schwarz arbeiten lässt - was aber auch mit unserem Steuersystem zusammenhängt, an dem sie nicht unbeteiligt sind.

Nachweislich erbringen zum größten Teil Menschen die Arbeit haben aufgrund ihrer Arbeitsstelle oft noch zusätzliche Leistungen in ihrer Freizeit, aber in nur sehr geringem Umfang Arbeitslose, die seit längerer Zeit (OK - so lang sind 12 Monate auch nicht) aus dem "Geschäft" raus sind.
Es soll allerdings Regionen in Deutschland geben, wo das Rasenmähen als Nachbarschaftshilfe bei einer 80-Jährigen Frau als "Schwarzarbeit" angesehen wird.

4. Einführung von auskömmlichen gesetzlichen Mindestlöhnen über 7,50 €
Es war interessant zu beobachten wie insbesondere im Osten vorhandene übertarifliche Löhne z.B. im Reinigungsgewerbe von gut 10 € nach der Einführung von Hartz IV innerhalb von 12 Monaten in den Bereich um 3,50 € heruntergefahren wurden und den Leuten gesagt wird, holt Euch aufstockendes ALG2. DAS ist Leistungsmissbrauch zur reinen Gewinnmaximierung auf Staatskosten durch Arbeitgeber an inzwischen 1 Million Menschen. Finden Sie das etwa in Ordnung?
Das entspricht interessanterweise dem Kombilohnmodell von DIHK, IW und INSM - also der Arbeitgeberseite. Hier nachzulesen:
http://www.augsburg.ihk.de/dokumente/news/N163642.pdf

Beenden Sie diese Umverteilung von unten nach oben und treten Sie ein für faire Löhne, die durch Mindestlöhne nach unten abgedeckelt sind. Deutschland ist so ziemlich das einzige EU-Land ohne Mindestlöhne - egal was ein Professor (un)Sinn, DIHK, DIW, IW, INSM Ihnen dazu erzählen wollen.

5. Sogenannte Kombilöhne führen immer zu Mitnahmeeffekten auf der Arbeitgeberseite (das zeigt ja auch schon das DIHK-Papier auf) - das wird Herr Wulff spätestens nach 6 Monaten selber feststellen müssen, wenn die jetzt eingestellten Menschen wieder auf die Strasse fliegen und die nächsten Arbeitslosen den Förderzeitraum subventioniert bekommen.

6. Da nun wohl hoffentlich auch bei Ihnen angekommen ist, das weder EEJ noch Arbeitsdienst noch Kombilöhne Arbeitsplätze schaffen, sondern im Gegenteil vernichten durch den arbeitgeberseitigen Leistungsmißbrauch - sei es kommunal oder privatwirtschaftlich - können wir hoffentlich über neue Ansätze nachdenken, das Problem wirklich anzugehen, statt Arbeitslose der Schwarzarbeit und des Leistungsmißbrauches anzuprangern und deren Situation sinnlos ins unerträgliche zu verschärfen.

Statt also über Hartz IV Gesetze weiter "offenen Strafvollzug" zu betreiben, wäre vielleicht der Vorschlag des dm-Chefs mal wirklich auszuloten und zu hinterfragen.

In diesem Sinne blicke ich Ihrer ausführlichen Antwort mit Freude entgegen.

sue
15.06.2006, 12:14
sehr geehrter herr müller,

mit bestürzung habe auch ich ihren artikel in der "bild" gelesen.eigentlich sollten sie sich ihrer worte schämen.warum wird in berlin nicht wirklich was getan um dem deutschen volk zu helfen? sie politiker haben ein enormes einkommen,fürs nichts tun.sie sitzen da rum,schwingen klugen reden..und was kommt dabei raus? radikale einschnitte im leben eines jeden deutschen,ob arbeitslos,oder nicht.ich selber bin arbeitslos,aber nicht,weil ich faul bin,oder eine arbeit nicht zu schätzen wüßte,sondern weil ich mich dafür entschieden habe,ein kind für dieses schöne deutschland zu bekommen.mein kind ist zwei jahre alt,und seit meinem fünften schwangerschaftsmonat bin ich zu hause,weil es meinem kind und mir nicht gut ging.somit bin ich eine langzeitarbeitsllose,habe auch keinen mann,der für mich zahlt,also bin ich auf umterstützung vom staat angewiesen.und wenn ich dann daran denke,im nächsten jahr sowas wie "zwangsarbeit" machen zu müssen,wenn ich nicht schnell genug einen gut bezahlten job finde,kommt mir die galle hoch... sollen die kinder von arbeitslosen in zukunft im kindergarten und schule sagen,das sie nicht wüßten,was ihre eltern tun,weil die karten jeden tag neu gemischt werden,und sie fast täglich eine neue arbeitsstelle haben?und wenn mama und papa das nicht tun,kein geld da ist?? na,meinen besten dank auch...


sicherlich gebe ich ihnen recht,das viele das system zu ihren gunsten ausnützen.aber dann sollten sie sich anstrengen,diese menschen zu finden,und nicht pauschal alle dafür bestrafen. aber seien sie mal ehrlich,im zeitalter des mindestlohn,von 7,50€,immer weiteren kürzungen beim algII,kürzung des erziehungsgeld auf 14 monate,statt 2 jahre,ist es da wirklich eine überraschung,wenn der kleine mann sich was für nebenbei sucht um wenigstens noch etwas leben zu haben? seit jahren hört man nichts neues aus berlin...immer wieder fehlt es an arbeitsplätzen,aber neue geschaffen werden auch nicht..die geldtöpfe sind leer...aber es gehen soviele subventionen ins ausland..warum kann dieses geld nicht in deutschland bleiben,damit hier bei uns was geleistet wird???statt die steuern zu erhöhen und die lebensqualität noch weiter herunter zusetzen?aber politiker und abgeordnete haben ja auch keine exsistenzängste.


gemeinschaftsdienste für langzeitarbeitslose kann da nicht die lösung sein..aber warum versuchen SIE es nicht bei sich selber..ich möchte sehen,wie SIE eine arbeit machen,die IHNEN weder liegt,noch spaß macht,für den regelsatz von 345€ im monat...plus evtl 120€ zuschuß für getane arbeit..das ist ausbeutung..wären SIE dann ein glücklicher arbeitnehmer,der mit einem lächeln auf den lippen morgens aufsteht und zur "zwangsarbeit" maschiert? ich denke doch wohl nicht..aber vom faulen arbeitslosen kann man das ja verlangen...und dann noch die große frage; woher kommen diese über 7 millionen gemeinnützigen-arbeitsstellen,von denen sie da so klug erzählen,wenn doch vollbezahlten arbeitsplätze nicht zu schaffen sind?was wollen sie machen? sollen wieder autobahnen gebaut werden?

ich dachte in deutschland gäbe es einen demokratie,aber wie mir scheint ist dies nur noch ein schönes wort..diktatur passt da wohl eher..keiner fragt uns,das volk,was wir wirklich wollen..es werden unmögliche gesetze verabschiedet und das volk soll danach leben...eigentlich sollte doch schon bekannt sein,das alles, was von klugen politikern noch gemacht wird nur eine milchmädchenrechnung ist,die nicht aufgeht..geholfen wird doch nur den politikern selbst..alle anderen bleiben auf der strecke,so oder so...

der kleine mann muß hinnehmen,was immer ihm gesagt wird...nur leider hat der kleine mann keine möglickeit,sich gegen euch zu wehren,weil wir alle nur noch entmündigte kleinkinder sind,die nach den nasen der bonzen zu tanzen haben...und leider wird euch das schicksal der arbeitslosigkeit nicht wiederfahren..man wird sie,oder frau merkel oder wen auch immer,nie bei einsätzen der straßenreinigungs-kolonne sehen...

sozial und christlich ist an dem was sie äußerten nichts...eher menschenverachtend und unwürdig...aber für den fall,das sie diesen brief wirklich lesen,machen sie sich keinen kopf,sobald sie später wieder wohlbehütet in ihrer s-klasse in ihre schickes eigenheim fahren,werden sie alles negative,das ihnen derzeit entgegenschlägt wieder vergessen haben..zuhause erwarten sie ihre frau,die zuhause bei den kindern bleiben kann,ohne eine faule arbeitslose,oder schwarzarbeiterin zu sein,und ihre 2 wohlerzogenen kinder,die wohl mit volljährigkeit nicht die sorge um einen arbeitsplatz haben müssen,sie können ihre kinder bestimmt gut unterbringen,in ihrem gemeinschaftsdienst....

geradeaus
15.06.2006, 12:35
Hallo sue,
genau so isses,bin in einer ähnlichen Situation und jedes Wort ,was du schreibst ist absolut war.
Vielen ergeht es so,schreib doch diesen Brief nach Berlin event.
Man bekommt zwar meist Standart Antworten,aber bin sicher,je mehr Leute ihren Unmut äussern,desto besser .

Gruss geradeaus

Upsala
17.06.2006, 21:41
Es gibt echt viele Parallelen wenn man dann erst mal sucht. Die rechtsdrehende braune Soße legiert sich unter schwarzroter Regierung scheinbar gut. In der NRhZ habe ich dazu einen Artikel vom 20.12.05 gefunden (weiß nicht ob der hier schon mal erschienen ist?) der diese Parallelen hauptsächlich an Kirche und Wohlfahrtverbänden aufzeigt.
Quelle (http://www.nrhz.de/archiv%5F23/beitrag.php?id=1121)

Und auch der Slogan „Du bist Deutschland“ wird dort und auch hier (http://news.independent.co.uk/europe/article329451.ece) noch mal genauer unter die Lupe genommen. Mir war das bisher nicht so bewußt. Aber dank Müller komm auch ich langsam dahinter. :oops:

Die Ägypter
17.06.2006, 21:56
du wusstest das nicht?

Upsala
17.06.2006, 22:17
Nö! Ist mir nicht mal peinlich. Kann ja auch nicht alles wissen und wende mich nicht an ein Millionenpublikum um sie zu verar…en. Aber die, die so einen Unfug in die Welt setzen, sollten es wissen. Dazu gehört eben auch der Herr Müller.

Die Ägypter
17.06.2006, 22:27
Mal eine herausfordernde Frage...

Glaubst du, sie haben es nicht gewusst?

Frag mich nicht warum... ich glaube es nicht - und denke eher..."was einmal funktioniert hat, kann neuaufgelegt wieder "funktionieren"..

Wollen wir beide jetzt die Hymne anstimmen....

E*n*gkeit und *echt und *rei*eit..... für das *eutsche *ater*and....

la - lala - la la la laalala.....

*wegduck*

Upsala
17.06.2006, 22:46
orry, aber den Text kann und werde ich nie lernen und in der derzeitigen Situation auch nicht ablesend singen. Ich glaube sehr wohl, daß diese Instrumente von studierten Leuten sehr bewußt eingesetzt werden. Dafür werden sicherlich Millionen von Euro investiert um sie an das Volk zu bringen und um dem System der Volksverdummung gerecht zu werden. :sad:

DrByte
17.06.2006, 22:59
Sehr geehrter Herr Stefan Müller

Abschaum wie Stefan Müller würde ich nicht mit Herr anreden. Ich würde diesen Abschaum Stefan Müller eher mit Euxxxxxx (zensiert) befreien was meiner Meinung noch viel zu barmherzig ist.

ganzschöntraurig
18.06.2006, 00:04
@drbyte,

leider fragt uns keiner nach unserer meinung...


wenn das alles wie geplant läuft,werden demnächst die strassen voll sein von unkrautrupfern,mülltonnenleerern,straßenkehrern und und und..und frauen,die sich erlauben als arbeitslose ein kind zu bekommen,werden bis zum schlüpfen des kleinen auf der strasse stehen und danach sofort mit dem zwerg auf dem rücken weiterarbeiten....und das alles unter dem deckmantel des sozialstaates deutschland...berlin reibt sich die hände,ist vollkommen zufrieden und glücklich,und wir machen bis zum umfallen ein-euro-jobs...vom letzten euro kaufen wir uns nen sargnagel...

die haben 1 1/2 jahre gebraucht um zu merken,das hartz4 so nicht funzen kann..wer weiß wie lange eine neue reform dauert und wie sie funktionieren soll... :Respekt: bis dahin,immer schön freundlich,nichts hören,nichts sehen und nichts sagen... :kotz:

Upsala
18.06.2006, 00:17
@ DrByte

Man sollte nicht das fordern, was sich einige Politiker für uns wünschen. Ein Leben unter Hartz IV Bedingungen wäre m.E. die größte Strafe für diese Herren u. Damen!
8)

border
18.06.2006, 11:44
Hallo Zusammen,

@ drbyte:
Ich würde diesen Abschaum Stefan Müller eher mit Euxxxxxx (zensiert) befreien

- ich glaube nicht das es gut ist sich den Sprachgebrauch und auch der Mittel derer von früher anzueignen.
außerdem würde ich mir nicht anmaßen wollen darüber entscheiden zu können oder gar zu wollen jemanden sein Leben zu nehmen.

Die Wahl der Mittel muß gewählt werden, aber mit solchen Aussagen ist man nicht besser wie die, die sie durchführen, oder durchführten.

MEINE MEINUNG!

MfG

border

StephanK
18.06.2006, 12:20
Ich schließe mich borders Meinung an.

Verbalradikalismus hilft nicht weiter.

Kein Mensch ist "Abschaum", und schlimmeres als einen baldigen Vorruhestand soll man Herrn Müller nicht wünschen.

In einem vielleicht auch DrByte bekannten alten Lied heisst es zwar "reinen Tisch macht mit dem Bedränger", aber zwei Strophen weiter eben auch "die Müßiggänger schiebt beiseite" und nicht etwa "füsiliert sie". An dieser friedlichen Tradition halten wir fest und wollen hier nicht lesen müssen, dass irgendjemandem der Tod gewünscht wird. :evil:

ganzschöntraurig
18.06.2006, 13:33
zitat:...und schlimmeres als einen baldigen Vorruhestand soll man Herrn Müller nicht wünschen.

in diesem vorruhestand wird herr müller weiterhin seinen schäfchen im trockenen haben,gibt ja dicke auslösen und pensionen...fantastische aussichten also,nur nicht für den normalbürger...der darf knüppeln bis 67...und dann zum sozialamt,denn von der rente bleibt dann auch nichts mehr..eigentlich sollten alle nach dem leben müßen,was beschlossen und verabschiedet wird..ohne ausnahme...

Upsala
19.06.2006, 09:44
Ein Zwischenruf bei n-tv (http://www.n-tv.de/679305.html) zeigt einen kurzen Einblick in die „Schöne Neue Welt“ des Jahres 2025. :sad: