Filmsammler
14.06.2006, 16:53
In der Politik läuft ein Prozess so ab : Jemand wird vorgeschickt, damit er sich den Mund verbrennt, danach wird die Volksreaktion geprüft und schliesslich die provokante Äußerung abgespeckt in die Tat umgesetzt. was CSU Müller da gestern sagte, ist also ernst zu nehmen. Alle Hartz IV Empfänger sollen sich morgens beim Amt melden und 8 Stunden für ihr Geld gemeinnützige Arbeit verrichten.
Ich finde die idee vom Grundsatz sogar gut. Jeder Arbeitslose geht de facto in den Staatsdienst, bis er eine Stelle im 1. Arbeitsmarkt hat.
Je nach der zu bewältigenden Aufgabe und der Vorbildung des Arbeitslosen, bekommt er Hartz IV plus 2.-,3.-,4.-,5.-Euro pro Stunde.- Der Vorschlag ist von mir, nicht von Herrn Müller.
Schöne neue Welt, jedoch muß es erlaubt sein, Fragen zu stellen :
1. Wer schafft in Deutschland kurzfristig 5 Millionen gemeinnützige Arbeitsplätze mit Stellenbeschreibung ?
2. Wie sind in diesen Systemen die Hierarchien geordnet,- ohne geht es ja nicht ?
3. Wer sichert ab, daß der Arbeitslose auch sinnvolle Tagesauslastung hat ?
Wenn das ganze darauf hinausläuft, daß ich morgens um 8.00 Uhr irgendwo aufschlage und einen ausgefüllten Arbeitstag, sei es als Streetworker, Bademeister, Touristenführer, Archivar oder Bereichsleiter einer Truppe von Grünanlagenpflegern habe, okay.
Wenn ich die realität sehe, stellt sich die Situation ganz anders da. Erkennen kann man das bei unseren ABM Kräften im Ort. Morgens geht es in den Wald, da werden (wirklich) die Bäume gezählt und erfaßt, dann sitzt man im Bauwagen und trinkt Kaffee.
In Kyritz haben wir auch eine gemeinnützige Firma, die Matrix heißt. Dort sollen junge Arbeitslose eine Übungsfirma in Form eines Internetcafes betreiben. Die Realität sieht so aus, daß die Leute ihre Zeit absitzen und im Internet surfen.
Wenn mir so etwas angeboten würde, würde ich verweigern, denn das ist Dummenfang. Arbeit, die mich ausfüllt würde ich sofort vom Staat annehmen, wenn sie als Überbrückung für den 1. Arbeitsmarkt dient.
Wie soll nun aber die Praxis aussehen ? Es muß praktisch eine Firma mit 5 Millionen Mitarbeitern aus dem Boden gestampft werden, die deutschlandweit rund 100 Unterfirmen aller gemeinnütziger Couleur hat.
Es müssen Büroräume en masse bereitgestellt werden, die den Arbeitsschutzrichtlinien entsprechen, denn man kann ja nicht alle 5 Millionen Leute den ganzen Tag auf der Straße rumlaufen lassen. Beispielsweise Schuldnerberatung geht ja nicht auf dem Marktplatz, ebenso Telefonseelsorge oder was man sich an gemeinnützigem vorstellt.
Der letzte, der ein solches Programm in Deutschland erfolgreich durchgezogen hat, hatte den Vorteil, daß er gerade 1000ende Kilometer Autobahn bauen mußte, damit er in einigen Jahren schneller die Panzer an die Front bekommt. Die Autobahnen sind ja schon da, ein neuer Krieg nicht in Sichtweite.
Apropos Krieg : Vielleicht schwebt Herrn Müller ja auch vor, eine gemeinnützige Abteilung für Friedenssicherung zu schaffen. Fast jeder deutsche Mann hat ja eine Soldatenqualifikation. Dann könnte es ja so aussehen : Müller, haben Sie gedient ? Ja, Herr Arbeitsvermittler ! Gut, dann habe ich eine auf 4 Monate befristete Stelle im Kongo für Sie !
Ich finde die idee vom Grundsatz sogar gut. Jeder Arbeitslose geht de facto in den Staatsdienst, bis er eine Stelle im 1. Arbeitsmarkt hat.
Je nach der zu bewältigenden Aufgabe und der Vorbildung des Arbeitslosen, bekommt er Hartz IV plus 2.-,3.-,4.-,5.-Euro pro Stunde.- Der Vorschlag ist von mir, nicht von Herrn Müller.
Schöne neue Welt, jedoch muß es erlaubt sein, Fragen zu stellen :
1. Wer schafft in Deutschland kurzfristig 5 Millionen gemeinnützige Arbeitsplätze mit Stellenbeschreibung ?
2. Wie sind in diesen Systemen die Hierarchien geordnet,- ohne geht es ja nicht ?
3. Wer sichert ab, daß der Arbeitslose auch sinnvolle Tagesauslastung hat ?
Wenn das ganze darauf hinausläuft, daß ich morgens um 8.00 Uhr irgendwo aufschlage und einen ausgefüllten Arbeitstag, sei es als Streetworker, Bademeister, Touristenführer, Archivar oder Bereichsleiter einer Truppe von Grünanlagenpflegern habe, okay.
Wenn ich die realität sehe, stellt sich die Situation ganz anders da. Erkennen kann man das bei unseren ABM Kräften im Ort. Morgens geht es in den Wald, da werden (wirklich) die Bäume gezählt und erfaßt, dann sitzt man im Bauwagen und trinkt Kaffee.
In Kyritz haben wir auch eine gemeinnützige Firma, die Matrix heißt. Dort sollen junge Arbeitslose eine Übungsfirma in Form eines Internetcafes betreiben. Die Realität sieht so aus, daß die Leute ihre Zeit absitzen und im Internet surfen.
Wenn mir so etwas angeboten würde, würde ich verweigern, denn das ist Dummenfang. Arbeit, die mich ausfüllt würde ich sofort vom Staat annehmen, wenn sie als Überbrückung für den 1. Arbeitsmarkt dient.
Wie soll nun aber die Praxis aussehen ? Es muß praktisch eine Firma mit 5 Millionen Mitarbeitern aus dem Boden gestampft werden, die deutschlandweit rund 100 Unterfirmen aller gemeinnütziger Couleur hat.
Es müssen Büroräume en masse bereitgestellt werden, die den Arbeitsschutzrichtlinien entsprechen, denn man kann ja nicht alle 5 Millionen Leute den ganzen Tag auf der Straße rumlaufen lassen. Beispielsweise Schuldnerberatung geht ja nicht auf dem Marktplatz, ebenso Telefonseelsorge oder was man sich an gemeinnützigem vorstellt.
Der letzte, der ein solches Programm in Deutschland erfolgreich durchgezogen hat, hatte den Vorteil, daß er gerade 1000ende Kilometer Autobahn bauen mußte, damit er in einigen Jahren schneller die Panzer an die Front bekommt. Die Autobahnen sind ja schon da, ein neuer Krieg nicht in Sichtweite.
Apropos Krieg : Vielleicht schwebt Herrn Müller ja auch vor, eine gemeinnützige Abteilung für Friedenssicherung zu schaffen. Fast jeder deutsche Mann hat ja eine Soldatenqualifikation. Dann könnte es ja so aussehen : Müller, haben Sie gedient ? Ja, Herr Arbeitsvermittler ! Gut, dann habe ich eine auf 4 Monate befristete Stelle im Kongo für Sie !