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15.06.2006, 14:00
Hallo Zusammen,
habe heute mal wieder einen gar nicht so schlechten Bericht in der HAZ gelesen, was mich in diesem aber besonders wütend machte war die Aussage des Herrn Famulla, Chef des paritätischens Niedersachsens
„Es besteht kein Verbot, durch Ein-Euro-Jobs Einnahmen zu erzielen“ und außerdem die unverhohlene Drohung seinserseits „Wenn das nicht geht, verzichten wir lieber ganz auf diese Kräfte.“
Ein-Euro-Jobber – begehrt und ausgenutzt
Von Margit Kautenburger
Hannover. Er spielt mit ihnen Karten, begleitet sie auf Spaziergängen oder klönt einfach nur mit den alten Leuten. Dieter Bohne macht seinen Job mit Leib und Seele – auch wenn dieser schlecht bezahlt ist. Einen Euro pro Stunde erhält der 62-Jährige für die Seniorenbetreuung beim Paritätischen in Hannover – zusätzlich zum Arbeitslosengeld II. „Mir macht diese Arbeit richtig Spaß“, sagt Bohne. Dabei war der gelernte Bankkaufmann äußerst skeptisch. „Ich dachte zuerst, die bei der Arbeitsvermittlung haben ’ne Klatsche“, erzählt Bohne freimütig. „Jetzt, wo ich auf die Rente zugehe, bieten die mir einen Job an.“ Doch er habe ganz schnell gemerkt: „Diese Aufgabe liegt mir.“ Vier Jahre „zu Hause auf dem Sofa“ waren für den kontaktfreudigen Mann schwer zu ertragen. Jetzt kann er sein Kommunikationstalent voll ausleben.
Bohnes Kollegen sind froh über die Unterstützung. „Es ist wichtig, dass jemand mal wirklich Zeit für die alten Menschen hat“, sagt Bohnes Chef Ralf Hohfeld, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Gesellschaft für paritätische Sozialarbeit in Hannover. Eine reguläre Arbeitskraft für diese Aufgabe könne sich der Paritätische nicht leisten, betont er. „Herr Bohne ersetzt hier niemanden, ohne Ein-Euro-Jobber gäbe es dieses Angebot nicht.“
Damit erfüllt der Paritätische Hannover eine entscheidende Vorgabe des Gesetzgebers: Die Arbeitsgelegenheiten, wie die Ein-Euro-Jobs im Behördenjargon heißen, müssen gemeinnützig und „zusätzlich“ sein, das heißt, sie dürfen keine regulären Arbeitsplätze verdrängen.
Die frühere rot-grüne Bundesregierung hat die Ein-Euro-Jobs Ende 2004 eingeführt, um den vielen Langzeitarbeitslosen die Rückkehr ins Berufsleben zu erleichtern. Die Ein-Euro-Jobs, so die Idee, sollen im Idealfall die Tür für eine feste Stelle öffnen. Diese Chance braucht der 62-jährige Bohne nicht mehr – aber von den derzeit rund 266 000 Ein-Euro-Kräften ist immerhin ein Viertel jünger als 25.
Bei der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg hält man die Ein-Euro-Jobs für unverzichtbar. Auf dem ersten Arbeitsmarkt stünden derzeit einfach nicht genügend Stellen zur Verfügung, sagt Sprecher Heinz Oldach. „Viele Langzeitarbeitslose hatten jahrelang keine Berührung mehr mit geregelter Arbeit“, erklärt Oldach. „Die Ein-Euro-Jobs helfen diesen Menschen, wieder Verantwortung zu übernehmen.“ Auch die Bundesregierung weiß die Billigkräfte zu schätzen. Wer mehr als 15 Stunden pro Woche beschäftigt ist, gilt nicht mehr als arbeitslos und erscheint nicht mehr in der Erwerbslosenstatistik.
Es häufen sich jedoch die Stimmen, die am Erfolg des Modells zweifeln. Wie viele Ein-Euro-Jobber tatsächlich den Sprung in feste Arbeitsverhältnisse schaffen, ist unklar. Die Arbeitsgemeinschaften, in den Kommunen zuständig für die Vermittlung der Ein-Euro-Jobber, äußern sich sehr zufrieden, an Belegen hapert es aber. „Es gibt keine umfassende Auswertung. Das birgt großen Sprengstoff“, sagt Bernhard Jirku, Arbeitsmarktexperte bei ver.di. Vorliegende Zahlen besagen, dass deutlich unter fünf Prozent der Ein-Euro-Jobber eine reguläre Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt finden. Optimistische Schätzungen gehen von weniger als zehn Prozent aus.
Das Modell stößt auch wegen des um sich greifenden Missbrauchs an seine Grenzen. Kritiker wie der Gewerkschafter bemängeln, die Anforderungen an die Ein-Euro-Jobs glichen einer Quadratur des Kreises. Die Menschen sollen möglichst nah herangeführt werden an bezahlte Arbeit, sie dürfen aber Festangestellten nicht gefährlich werden, sollen also möglichst weit entfernt bleiben von regulären Jobs. Wie schwierig dies in der Praxis ist, zeigt der Ärger, den der Paritätische in Niedersachsen ausgelöst hat.
Der Wohlfahrtsverband hatte eine Ein-Euro-Jobberin in einem Projekt des betreuten Wohnens für hauswirtschaftliche Tätigkeiten eingesetzt und für diese Dienstleistung bei den alten Menschen Geld kassiert – obwohl die Mitarbeiterin von der Arbeitsagentur bezahlt wurde. Die Arge Lüneburg hält dies für rechtswidrig. Der Wohlfahrtsverband verteidigt hingegen diese Praxis und rügt die Vorgaben der Arbeitsvermittler als „lebensfern“. „Es besteht kein Verbot, durch Ein-Euro-Jobs Einnahmen zu erzielen“, sagt Günter Famulla, Chef des Paritätischen Niedersachsen. „Wenn das nicht geht, verzichten wir lieber ganz auf diese Kräfte.“
Die private Konkurrenz ist sauer. „Die Verbände machen mit den Ein-Euro-Kräften ein gutes Geschäft“, rügt Kai Warneke, Mitinhaber des privaten pmk-Pflegedienstes in Lüneburg. In der Pflege dürfte es diese subventionierten Beschäftigten seiner Ansicht nach gar nicht geben. „Das ist Wettbewerbsverzerrung“, sagt Warneke. „Wir beschäftigen für die gleiche Arbeit nur sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer.“
Auch die Gewerkschaft ver.di fordert von der Bundesregierung, so schnell wie möglich umzusteuern. Zumindest sollte die Ein-Euro-Beschäftigung auf sechs Monate begrenzt oder die Förderung innerhalb von zehn Monaten in Zehn-Prozent-Schritten auf null zurückgefahren werden. „Die Ein-Euro-Jobs sind übersubventioniert und daher heillos attraktiv“, sagt ver.di-Arbeitsmarktexperte Jirku. Alle seien bestrebt, die kostenlosen Kräfte einzusetzen. Welche Arbeiten die Ein-Euro-Jobber machten, werde aber kaum kontrolliert. „Manche Vermittler werfen mit ein Euro-Jobs nur so um sich“, berichtet Jirku. Wichtig sei ihnen dabei nur, dass sie die Leute irgendwo unterbrächten. Dies belegen auch Zahlen des Bundesrechnungshofs: Ein Viertel der Ein-Euro-Jobs verstößt danach gegen geltendes Recht, die Hälfte der Jobber arbeitet in einer Grauzone.
Vor allem in der Alten- und Krankenpflege, im Handwerk, auf dem Bau und bei der Grünflächenpflege ersetzen Ein-Euro-Kräfte Festangestellte. „Das geht von der Schulrenovierung bis hin zum Journalistenbüro, das Web-Seiten für soziale Einrichtungen entwirft“, berichtet Wilfried Nodes, Sprecher des Deutschen Berufsverbands für soziale Arbeit. Rund 500 Sozialarbeiter hätten einen Ein-Euro-Job. „Das sind überwiegend Arbeitsstellen, die eigentlich dringend gebraucht werden“, meint Nodes.
Inzwischen ist auch der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, alarmiert. Er sehe mit Sorge, dass Ein-Euro-Jobs in manchen kommunalen Bereichen missbraucht würden, um Dienstleistungen zu ersetzen, sagte er kürzlich. Konsequenzen hat diese Einsicht bisher aber nicht.
wie gesagt an diesem Artikel habe ich nichts zu mäkeln. Habe aber einen Leserbrief an die HAZ bezüglich der Äußerungen des Hr. Famulla geschrieben.
Hier nun von mir verfasster Leserbrief:
Zu der Äußerung des Hr. Günter Famulla, "Es besteht kein Verbot, durch EEJ Einnahmen zu erzielen" ist folgendes zu sagen.
Leider hat der Gesetzgeber wohl vergessen dieses Verbot in Hartz IV mit einzuflechten, da er dachte es würde wohl niemand auf die Idee kommen für zusätzliche also nicht erforderliche Arbeit Geld einzustreichen, um sich so zusätzlich an den EEJ zu bereichern (für die der Staat sowieso bis zu 500 Euro pro Nase an den Träger der Einrichtung zahlt).
Herr Famulla und viele andere Unternehmer zeigen uns hingegen, mit welcher Dreistigkeit auch nach außen hin EEJ als nicht erforderliche Kräfte eingesetzt, aber im Inneren Geld mit Ihnen verdient wird. (der normal denkende Bürger würde dies als doppelte Abzocke betrachten)
Sein Nachsatz "Wenn das nicht geht, verzichten wir lieber ganz auf diese Kräfte" läßt darauf schließen das bei den Wohlfahrtsverbänden noch einige Leichen (wenn nicht nur) im Keller liegen.
Außerdem versucht er mit diesem Ausspruch die Träger der EEJ in eine bestimmte für Ihn gefällige Richtung zu lenken.
Im Großen und Ganzen bestätigt die Aussage des Hr. Famulla nur das was viele Menschen schon lange wußten, und das ist daß mit den EEJ viel Geld verdient und eingespart werden kann, und zwar da wo im Normalfall versicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen werden müßten.
so da wars, hoffe er wird abgedruckt.
MfG
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habe heute mal wieder einen gar nicht so schlechten Bericht in der HAZ gelesen, was mich in diesem aber besonders wütend machte war die Aussage des Herrn Famulla, Chef des paritätischens Niedersachsens
„Es besteht kein Verbot, durch Ein-Euro-Jobs Einnahmen zu erzielen“ und außerdem die unverhohlene Drohung seinserseits „Wenn das nicht geht, verzichten wir lieber ganz auf diese Kräfte.“
Ein-Euro-Jobber – begehrt und ausgenutzt
Von Margit Kautenburger
Hannover. Er spielt mit ihnen Karten, begleitet sie auf Spaziergängen oder klönt einfach nur mit den alten Leuten. Dieter Bohne macht seinen Job mit Leib und Seele – auch wenn dieser schlecht bezahlt ist. Einen Euro pro Stunde erhält der 62-Jährige für die Seniorenbetreuung beim Paritätischen in Hannover – zusätzlich zum Arbeitslosengeld II. „Mir macht diese Arbeit richtig Spaß“, sagt Bohne. Dabei war der gelernte Bankkaufmann äußerst skeptisch. „Ich dachte zuerst, die bei der Arbeitsvermittlung haben ’ne Klatsche“, erzählt Bohne freimütig. „Jetzt, wo ich auf die Rente zugehe, bieten die mir einen Job an.“ Doch er habe ganz schnell gemerkt: „Diese Aufgabe liegt mir.“ Vier Jahre „zu Hause auf dem Sofa“ waren für den kontaktfreudigen Mann schwer zu ertragen. Jetzt kann er sein Kommunikationstalent voll ausleben.
Bohnes Kollegen sind froh über die Unterstützung. „Es ist wichtig, dass jemand mal wirklich Zeit für die alten Menschen hat“, sagt Bohnes Chef Ralf Hohfeld, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Gesellschaft für paritätische Sozialarbeit in Hannover. Eine reguläre Arbeitskraft für diese Aufgabe könne sich der Paritätische nicht leisten, betont er. „Herr Bohne ersetzt hier niemanden, ohne Ein-Euro-Jobber gäbe es dieses Angebot nicht.“
Damit erfüllt der Paritätische Hannover eine entscheidende Vorgabe des Gesetzgebers: Die Arbeitsgelegenheiten, wie die Ein-Euro-Jobs im Behördenjargon heißen, müssen gemeinnützig und „zusätzlich“ sein, das heißt, sie dürfen keine regulären Arbeitsplätze verdrängen.
Die frühere rot-grüne Bundesregierung hat die Ein-Euro-Jobs Ende 2004 eingeführt, um den vielen Langzeitarbeitslosen die Rückkehr ins Berufsleben zu erleichtern. Die Ein-Euro-Jobs, so die Idee, sollen im Idealfall die Tür für eine feste Stelle öffnen. Diese Chance braucht der 62-jährige Bohne nicht mehr – aber von den derzeit rund 266 000 Ein-Euro-Kräften ist immerhin ein Viertel jünger als 25.
Bei der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg hält man die Ein-Euro-Jobs für unverzichtbar. Auf dem ersten Arbeitsmarkt stünden derzeit einfach nicht genügend Stellen zur Verfügung, sagt Sprecher Heinz Oldach. „Viele Langzeitarbeitslose hatten jahrelang keine Berührung mehr mit geregelter Arbeit“, erklärt Oldach. „Die Ein-Euro-Jobs helfen diesen Menschen, wieder Verantwortung zu übernehmen.“ Auch die Bundesregierung weiß die Billigkräfte zu schätzen. Wer mehr als 15 Stunden pro Woche beschäftigt ist, gilt nicht mehr als arbeitslos und erscheint nicht mehr in der Erwerbslosenstatistik.
Es häufen sich jedoch die Stimmen, die am Erfolg des Modells zweifeln. Wie viele Ein-Euro-Jobber tatsächlich den Sprung in feste Arbeitsverhältnisse schaffen, ist unklar. Die Arbeitsgemeinschaften, in den Kommunen zuständig für die Vermittlung der Ein-Euro-Jobber, äußern sich sehr zufrieden, an Belegen hapert es aber. „Es gibt keine umfassende Auswertung. Das birgt großen Sprengstoff“, sagt Bernhard Jirku, Arbeitsmarktexperte bei ver.di. Vorliegende Zahlen besagen, dass deutlich unter fünf Prozent der Ein-Euro-Jobber eine reguläre Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt finden. Optimistische Schätzungen gehen von weniger als zehn Prozent aus.
Das Modell stößt auch wegen des um sich greifenden Missbrauchs an seine Grenzen. Kritiker wie der Gewerkschafter bemängeln, die Anforderungen an die Ein-Euro-Jobs glichen einer Quadratur des Kreises. Die Menschen sollen möglichst nah herangeführt werden an bezahlte Arbeit, sie dürfen aber Festangestellten nicht gefährlich werden, sollen also möglichst weit entfernt bleiben von regulären Jobs. Wie schwierig dies in der Praxis ist, zeigt der Ärger, den der Paritätische in Niedersachsen ausgelöst hat.
Der Wohlfahrtsverband hatte eine Ein-Euro-Jobberin in einem Projekt des betreuten Wohnens für hauswirtschaftliche Tätigkeiten eingesetzt und für diese Dienstleistung bei den alten Menschen Geld kassiert – obwohl die Mitarbeiterin von der Arbeitsagentur bezahlt wurde. Die Arge Lüneburg hält dies für rechtswidrig. Der Wohlfahrtsverband verteidigt hingegen diese Praxis und rügt die Vorgaben der Arbeitsvermittler als „lebensfern“. „Es besteht kein Verbot, durch Ein-Euro-Jobs Einnahmen zu erzielen“, sagt Günter Famulla, Chef des Paritätischen Niedersachsen. „Wenn das nicht geht, verzichten wir lieber ganz auf diese Kräfte.“
Die private Konkurrenz ist sauer. „Die Verbände machen mit den Ein-Euro-Kräften ein gutes Geschäft“, rügt Kai Warneke, Mitinhaber des privaten pmk-Pflegedienstes in Lüneburg. In der Pflege dürfte es diese subventionierten Beschäftigten seiner Ansicht nach gar nicht geben. „Das ist Wettbewerbsverzerrung“, sagt Warneke. „Wir beschäftigen für die gleiche Arbeit nur sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer.“
Auch die Gewerkschaft ver.di fordert von der Bundesregierung, so schnell wie möglich umzusteuern. Zumindest sollte die Ein-Euro-Beschäftigung auf sechs Monate begrenzt oder die Förderung innerhalb von zehn Monaten in Zehn-Prozent-Schritten auf null zurückgefahren werden. „Die Ein-Euro-Jobs sind übersubventioniert und daher heillos attraktiv“, sagt ver.di-Arbeitsmarktexperte Jirku. Alle seien bestrebt, die kostenlosen Kräfte einzusetzen. Welche Arbeiten die Ein-Euro-Jobber machten, werde aber kaum kontrolliert. „Manche Vermittler werfen mit ein Euro-Jobs nur so um sich“, berichtet Jirku. Wichtig sei ihnen dabei nur, dass sie die Leute irgendwo unterbrächten. Dies belegen auch Zahlen des Bundesrechnungshofs: Ein Viertel der Ein-Euro-Jobs verstößt danach gegen geltendes Recht, die Hälfte der Jobber arbeitet in einer Grauzone.
Vor allem in der Alten- und Krankenpflege, im Handwerk, auf dem Bau und bei der Grünflächenpflege ersetzen Ein-Euro-Kräfte Festangestellte. „Das geht von der Schulrenovierung bis hin zum Journalistenbüro, das Web-Seiten für soziale Einrichtungen entwirft“, berichtet Wilfried Nodes, Sprecher des Deutschen Berufsverbands für soziale Arbeit. Rund 500 Sozialarbeiter hätten einen Ein-Euro-Job. „Das sind überwiegend Arbeitsstellen, die eigentlich dringend gebraucht werden“, meint Nodes.
Inzwischen ist auch der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, alarmiert. Er sehe mit Sorge, dass Ein-Euro-Jobs in manchen kommunalen Bereichen missbraucht würden, um Dienstleistungen zu ersetzen, sagte er kürzlich. Konsequenzen hat diese Einsicht bisher aber nicht.
wie gesagt an diesem Artikel habe ich nichts zu mäkeln. Habe aber einen Leserbrief an die HAZ bezüglich der Äußerungen des Hr. Famulla geschrieben.
Hier nun von mir verfasster Leserbrief:
Zu der Äußerung des Hr. Günter Famulla, "Es besteht kein Verbot, durch EEJ Einnahmen zu erzielen" ist folgendes zu sagen.
Leider hat der Gesetzgeber wohl vergessen dieses Verbot in Hartz IV mit einzuflechten, da er dachte es würde wohl niemand auf die Idee kommen für zusätzliche also nicht erforderliche Arbeit Geld einzustreichen, um sich so zusätzlich an den EEJ zu bereichern (für die der Staat sowieso bis zu 500 Euro pro Nase an den Träger der Einrichtung zahlt).
Herr Famulla und viele andere Unternehmer zeigen uns hingegen, mit welcher Dreistigkeit auch nach außen hin EEJ als nicht erforderliche Kräfte eingesetzt, aber im Inneren Geld mit Ihnen verdient wird. (der normal denkende Bürger würde dies als doppelte Abzocke betrachten)
Sein Nachsatz "Wenn das nicht geht, verzichten wir lieber ganz auf diese Kräfte" läßt darauf schließen das bei den Wohlfahrtsverbänden noch einige Leichen (wenn nicht nur) im Keller liegen.
Außerdem versucht er mit diesem Ausspruch die Träger der EEJ in eine bestimmte für Ihn gefällige Richtung zu lenken.
Im Großen und Ganzen bestätigt die Aussage des Hr. Famulla nur das was viele Menschen schon lange wußten, und das ist daß mit den EEJ viel Geld verdient und eingespart werden kann, und zwar da wo im Normalfall versicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen werden müßten.
so da wars, hoffe er wird abgedruckt.
MfG
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