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Bjoern
13.06.2005, 15:46
Guten Tag!

Ich war bis Dezember 2004 selbständig. Am 07.02.05 habe ich ALGII beantragt. – Am 26.05. wurde ich gebeten eine Anmeldung bei einer ges. Krankenversicherung und einen aktuellen Kontoauszug vorzulegen, was ich am 30.05. persönlich eingereicht habe.

Seit dem sind nun wieder 14 Tage vergangen und finanziell wird es jetzt richtig eng. Zwei mal haben in den letzten 5 Monaten mir meine Eltern unter die Arme gegriffen und ich kann und will da jetzt kein 3. Mal um Hilfe bitten. - Aus dem Grunde habe ich vor zwei Wochen angefangen mein Keller auszumisten und Kissen, DVD´s, Kaffeemaschine, alte ISDN-Karten und Fotoapparat etc. auf eBay zu vertickern. – Damit ich wenigstens einen Teil der Miete und meinen Lebensunterhalt zahlen kann.

Jetzt habe ich hier im Forum gelesen das es zwischen 2 Wochen und 8 Wochen dauern kann bis die Anträge bearbeitet/bewilligt werden. – Muß ich da von den ursprünglichen Datum (07.02.) oder von den Datum ausgehen, wo ich das letzte Mal Unterlagen eingereicht habe (30.05.)???

Des weiteren benötige ich Medikamente (Antidepressiva) die ich derzeit voll auslegen muß, da ich noch Privatversichert bin, da ich erst mit Antragsbewilligung (rückwirkend) Gesetzlich versichert bin. – Kostenpunkt: 155,- Euro die ich derzeit absolut nicht habe. – Aber in 8 Tagen meine Medikamentenvorräte zu ende sind.

Mein Vermieter schreit nahezu zum Himmel da ich auf meine Miete Juni nur eine Abschlagszahlung geleistet habe und droht mit Räumung. – Ein alter Räumungstitel aus dem Jahre 2004 liegt vor, so daß er sogar die Möglichkeit hätte.

So ganz allmählich bekomme ich Angst und Panik. – Ich habe heute in diesem Forum gelesen, das es die Möglichkeit gibt ein Vorschuß, als eine Art Darlehen zu bekommen. – Ich werde morgen zum Bezirksamt fahren und versuchen eine derartige Lösung herbeizuführen. - Ich habe aber noch nicht einmal einen zugewiesenen Sachbearbeiter.

An die Forumsteilnehmen habe ich daher folgende Fragen:
- Ist dieses der richtige Weg?
- Wann kann ich erfahrungsgemäß mit einer Bewilligung rechnen?
– Bekomme ich das ALGII dann rückwirkend zum 07.02.05 gezahlt?
- Wirkt es sich negativ aus, daß meine Eltern mir Geld für Mietzahlungen und zur Lebenshaltung überwiesen haben?

Bin über jeden Hinweis dankbar!
VIELEN DANK!

Betroffener
13.06.2005, 16:57
:welcome: Bjoern,

Ich war bis Dezember 2004 selbständig. Am 07.02.05 habe ich ALGII beantragt. – Am 26.05. wurde ich gebeten eine Anmeldung bei einer ges. Krankenversicherung und einen aktuellen Kontoauszug vorzulegen, was ich am 30.05. persönlich eingereicht habe.
Immerhin doch schon nach fast 4 Monaten.

Seit dem sind nun wieder 14 Tage vergangen und finanziell wird es jetzt richtig eng. Zwei mal haben in den letzten 5 Monaten mir meine Eltern unter die Arme gegriffen und ich kann und will da jetzt kein 3. Mal um Hilfe bitten. - Aus dem Grunde habe ich vor zwei Wochen angefangen mein Keller auszumisten und Kissen, DVD´s, Kaffeemaschine, alte ISDN-Karten und Fotoapparat etc. auf eBay zu vertickern. – Damit ich wenigstens einen Teil der Miete und meinen Lebensunterhalt zahlen kann.

Jetzt habe ich hier im Forum gelesen das es zwischen 2 Wochen und 8 Wochen dauern kann bis die Anträge bearbeitet/bewilligt werden. – Muß ich da von den ursprünglichen Datum (07.02.) oder von den Datum ausgehen, wo ich das letzte Mal Unterlagen eingereicht habe (30.05.)???
Wenn Dein Antrag mit ALG II beschieden wird, wird die Leistung rückwirkend ab dem Antragstermin gewährt.

Des weiteren benötige ich Medikamente (Antidepressiva) die ich derzeit voll auslegen muß, da ich noch Privatversichert bin, da ich erst mit Antragsbewilligung (rückwirkend) Gesetzlich versichert bin. – Kostenpunkt: 155,- Euro die ich derzeit absolut nicht habe. – Aber in 8 Tagen meine Medikamentenvorräte zu ende sind.

Mein Vermieter schreit nahezu zum Himmel da ich auf meine Miete Juni nur eine Abschlagszahlung geleistet habe und droht mit Räumung. – Ein alter Räumungstitel aus dem Jahre 2004 liegt vor, so daß er sogar die Möglichkeit hätte.

So ganz allmählich bekomme ich Angst und Panik. – Ich habe heute in diesem Forum gelesen, das es die Möglichkeit gibt ein Vorschuß, als eine Art Darlehen zu bekommen. – Ich werde morgen zum Bezirksamt fahren und versuchen eine derartige Lösung herbeizuführen. - Ich habe aber noch nicht einmal einen zugewiesenen Sachbearbeiter.
Das mit dem Darlehen ist korrekt - hierzu braucht es aber viel Sitzefleisch und dann wieder Stehvermögen.
Hierbei ist es egal, ob Du schon einen Sachbearbeiter zugewiesen bekommen hast oder nicht.
Lasse Dich nicht abwimmeln - verlange ggf. den Chef oder den Abteilungsleiter und stelle Deine Bedürftigkeit nach nunmehr fast 5 Monaten ohne Zahlung wegen der langsamen Bearbeitung klar dar und auch dass Dir alle im Nacken sitzen und der Vermieter mit der Räumungsklage droht.

Bezüglich der Krankenversicherung gäbe es auch die Möglichkeit, daß auch die private KV vom Amt übernommen wird. Die 155 € liegen m.E. hier voll im Rahmen (an die GKV werden so um die 125 € entrichtet).

An die Forumsteilnehmen habe ich daher folgende Fragen:
- Ist dieses der richtige Weg?
- Wann kann ich erfahrungsgemäß mit einer Bewilligung rechnen?
– Bekomme ich das ALGII dann rückwirkend zum 07.02.05 gezahlt?
- Wirkt es sich negativ aus, daß meine Eltern mir Geld für Mietzahlungen und zur Lebenshaltung überwiesen haben?
Es gibt nur diesen Weg - un den hättest Du schon viel früher einschlagen sollen. Wenn es genehmigt wird, wird das ALG II rückwirkend ausgezahlt.
Wenn Deine Eltern Dich unterstützt haben, reduziert das natürlich die Darstellungskraft Deiner Bedürftigkeit - ist aber unschädlich für ALG II - es sei denn jemand kommt auf die Idee, das als "Einkommen" zu bewerten.

Abschliessend wäre noch die Frage, ob Du unter 25 bist und noch keine abgeschlossene Berufsausbildung hast - denn dann wären ggf. Deine Eltern noch zum Unterhalt verpflichtet.