Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hartz-IV mal anders betrachtet...
Hallo zusammen,
ich bin neu hier im Forum und seit nunmehr einem Vierteljahr Hartz-IV-Empfänger
(trotz intensiver eigener Bemühungen um Arbeit und ohne ein einziges Angebot seitens der Bundesagentur für Arbeit).
Meine Erfahrungen mit diesem "Amt" habe ich in einer kleinen Geschichte abgelegt. Sie trägt den Titel "Absurdistan - Ein modernes Märchen".
Beste Grüße
Asmodis.
StephanK
17.06.2006, 10:41
:welcome: Asmodis-Eckhart,
schön, dass hier noch jemand mit literarischem Talent seine Erfahrungen zum Besten gibt!
Wenn es doch so märchenhaft wäre...
Nebenbei bemerkt:
"Absurdistan" tauchte in diesem Forum auch schon mal auf. Ich frage mich, ob diese Wortschöpfung auf Karl Mays "Ardistan und Dschinnistan" zurückzuführen ist... ? Die deutschsprachige wikipedia schreibt zu dieser Frage: "Seit wann man von Absurdistan spricht und wo die (auch im englischen Sprachraum verbreitete) Bezeichnung aufkam, bleibt zu erforschen."
Zitat: "Wenn es nur so märchenhaft wäre" - stimmt auffallend.
Allerdings ist die Geschichte - wie Du zweifellos bemerkt haben wirst - mit ziemlicher Verbitterung und reichlich sarkastisch geschrieben.
Und das dicke Ende kommt erst noch, denn ich habe noch längst nicht alle Fortsetzungen ins Netz gestellt.
Warum ich die Form eines modernen Märchens gewählt habe, hat im Übrigen einen ganz pragmatischen Hintergrund. In Form von so genannten fiktiven Geschichten kann man sich noch relativ frei äußern, so wie ich es bspw. bei dem Fantasy-Roman "Norgast" gemacht habe,
wo Hartz-IV, Mobbing und Arbeitslosigkeit (und andere Ungereimtheiten unserer Gesellschaft) zwar auch eine tragende Rolle spielen, aber eher umschrieben dargestellt sind. Sagt man nämlich heute etwas direkt, dann wird man sehr schnell zur Zielscheibe.
Ich weiß wovon ich rede - ich habe nämlich u. a. wegen der Mobbing-/Bossing-Ausführungen auf meiner HP schon mal vor Gericht gestanden.
Ergo: Nur keinen Klartext reden und bedeckt halten. Die Bezeichnung "Absurdistan" hat übrigens weder mit Karl May noch mit Wikipedia zu tun.
Das kommt einfach nur von "absurd" und genauso erscheint mir das, was seitens des Arbeitsamtes oder unserer Politiker mit den Leuten gemacht wird.
Noch absurder wirkt es auf mich allerdings, dass sich soviele soviel gefallen lassen.
Ich habe mich neulich mit einem Nachbarn - Engländer - darüber unterhalten.
Sein O-Ton: "Wenn das bei uns so liefe, dann wären die Leute schon längst auf der Straße und
würden den oberen Zehntausend Feuer unter dem Ar... machen."
Beste Grüße
Asmodis.
Ich freu mich auf die Fortsetzung :Respekt: :Respekt: :Respekt:
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