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27.06.2006, 13:39
Hallo Zusammen,
wollte die dies interessiert mal auf dem laufendem halten wie die üstra auch weiterhin Ihre EEJ vermarktet, und sich als Gönner von Arbeitslosen in der Presse darstellt.
auch schön zu sehen das sie mittlerweile das Fanbeförderer T-Shirt als Werbe Artikel in ihr Programm aufgenommen hat.( aber man muß ja mitnehmen was geht, -oder?)
- interessant zu erwähnen das einige Tage später in der HAZ über einen Stellenabbau bei der Üstra berichtet wird, dazu aber später mehr (ein Schelm wer böses dabei denkt).
Hier die Meldungen vom 23.06.2006 aus der HAZ:
Gute Taten und nette Worte
Sorgentante, Auskunft, Schlichter – das sind die neuen Fahrgastbegleiter der Üstra.
VON FABIAN MAST
Fahrgastbegleiter Roland Härer (57) blickt mit Sorge auf einen gerade zugestiegenen Fahrgast: Verschwitzt und völlig außer Atem, die Augen geschlossen, lehnt der Mann am Fenster. „Der sieht richtig schlecht aus, auf den passe ich auf“, sagt Härer. Als der Mann am Steintor aussteigt, klopft er Härer auf die Schulter – ein sprachloses Dankeschön.
Eines von vielen Beispielen, warum der Job der Servicekräfte so abwechslungsreich ist und sie nach wenigen Wochen schon so beliebt sind bei den Fahrgästen. „Die Leute sind froh, dass wir da sind“, sagt Härer.
Häufig sind es nur ein paar Worte, mit denen der Bahnfahrt ein freundlicher Anstrich verpasst wird. Wie bei dem Russen auf der Linie 3. Er kommt mit dem Fahrgastbegleiter Wolfgang Müller (50) ins Gespräch. Der Kunde erzählt über seine Herkunft und Familie, einfach so. „Viele Leute leiden unter der Anonymität der Großstadt. Die hungern danach, ins Gespräch zu kommen. Das merkt man ganz deutlich“, sagt Sprachtalent Müller, der nicht nur Russisch, sondern auch etwas Niederländisch, Französisch und Englisch in petto hat.
Und das braucht er auch in diesen Wochen. „Man sieht sehr viele WM-Gäste.“ Auch an einer Ticketsäule, wo ein Mexikaner mit Sombrero auf dem Kopf nur Bahnhof versteht. Doch die Fahrgastbegleiter können helfen, und einen Knopfdruck später hat auch der Fußballfan eine Fahrkarte. Ärger mit pöbelnden Fans hat Müller noch nicht erlebt: „Wenn was passieren sollte, lassen wir sofort den Sicherheitsdienst kommen.“
An der Station Buchholz sind es die Fahrgastbegleiter, die aus ihrem Leben erzählen. „16 Jahre lang habe ich mich nur mit Gelegenheitsjobs durchgeschlagen“, sagt Härer. Davor hatte er in einem Zulieferbetrieb für VW gearbeitet – bis die betriebsbedingte Kündigung kam. Es folgten ungezählte Besuche beim Arbeitsamt, schließlich die Resignation: „Völlig ausgeschlossen, dass ich in meinem Alter noch einen Job bekomme.“
Auch Müller hat alles versucht, seitdem vor fünf Jahren bei einem Käsegroßhandel im Allgäu sein Arbeitsplatz abgebaut worden war. Bewerbungen geschrieben? „Irgendwann hab ich aufgehört zu zählen.“
Vor wenigen Wochen dann, sie hatten schon nicht mehr daran geglaubt, kam der Anruf vom Jobcenter mit dem Angebot der Üstra. Ein-Euro-Jobs zwar nur, aber besser als nichts: „Sonst laufe ich Spurrillen in meinen Teppich“, sagt Härer, glücklich, endlich wieder eine Aufgabe zu haben.
Kult-T-Shirt gibt es jetzt auch zu kaufen
Unerwarteter Erfolg für ein T-Shirt: Knapp 2000 Mitarbeiter hat die Üstra zur Fußball-WM mit „Fanbeförderer“-T-Shirts ausgerüstet. Die flotte Dienstkleidung hat allerdings auch bei Fahrgästen Aufmerksamkeit gefunden, viele fragten beim Unternehmen nach den T-Shirts. Deshalb hat sich die Üstra jetzt entschlossen, die Shirts für 12,90 Euro anzubieten. Zu haben sind sie im Service Center City am Platz der Weltausstellung. Der Verkauf läuft ab heute.
und hier nun der Bericht vom 27.06.2006 in dem die HAZ über Stellenabbau bei der Üstra berichtet:
Üstra baut weiter Stellen ab
Bilanz 2005: Defizit des Verkehrsunternehmens beträgt fast zehn Millionen Euro – und ist geringer als erwartet
Von Bernd Haase
Mit einem Defizit von 9,8 Millionen Euro im Jahr 2005 ist die Üstra nach wie vor weit entfernt vom Ziel einer „schwarzen Null“. Der Vorstandsvorsitzende André Neiß zeigte sich gestern dennoch mit der Bilanz zufrieden. „Unser Hauptziel ist es, wettbewerbsfähig zu werden“, erklärte er. Neiß und Vorstandskollege Wilhelm Lindenberg kündigten weiteren Personalabbau an. Beide bezeichneten die Lücke in der Pensionskasse der Üstra, in der 80 Millionen Euro fehlen, als echte Belastung und ersuchten die Region um Hilfe. Außerdem hat die Üstra eine von Hannovers spektakulärsten Immobilien im Angebot. „Wir wollen den Gehry-Tower verkaufen“, sagte Neiß.
l Die Zahlen: Mit ihrem Defizit liegt die Üstra um gut zwei Millionen Euro besser als erwartet. Gegenüber dem Vorjahr fällt das Manko um vier Millionen Euro niedriger aus. Die Fahrpreiserhöhung vom vergangenen Dezember hat sich in sechs Prozent höheren Tarifeinnahmen niedergeschlagen. Die Kombitickets beim Fußball-Konföderationen-Pokal und der Kirchentag haben dem Unternehmen Sondereinnahmen beschert. Die sonstigen Fahrgastzahlen lagen 2005 bei 151,5 Millionen und damit auf Vorjahreshöhe. Lindenberg kündigte an, dass die Üstra ihre Schwarzfahrerkontrollen verstärken wird.
l Weiterer Personalabbau: Derzeit beschäftigt die Üstra 1957 Mitarbeiter. Zuletzt hat sie jährlich im Schnitt 40 Stellen abgebaut. „In dieser Größenordnung wird es weitergehen“, sagte Lindenberg, der die Personalkosten als nach wie vor zu hoch bezeichnete.
l Pensionslasten drücken: Seit Jahren schon ist die Pensionskasse der Üstra unterfinanziert. „Wenn wir die 80 Millionen Euro in die Bilanz stellen, sind wir nicht mehr wettbewerbsfähig“, sagt Neiß. Die Region als Eigentümerin der Üstra soll diese Last übernehmen. Regionspräsident Michael Arndt, gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender beim Verkehrsunternehmen, zeigte sich nicht abgeneigt: „Denkbar ist, dass wir eine Patronatserklärung leisten.“ Das hieße, dass die Region im Ernstfall finanziell einspränge.
l Absage an Intalliance: Die Gründung des Tochterunternehmens Intalliance gemeinsam mit der Deutschen Bahn bezeichnete Neiß als „unerfreuliche Geschichte, an deren Ende wir arbeiten“. Die Partnerschaft habe nicht die erhofften Synergieeffekte gebracht, sondern im Gegenteil zusätzlichen Aufwand verursacht und sogar die Existenz der Üstra in Frage gestellt. „Unser strategisches Ziel, von der Region bis zum Jahr 2020 direkt mit dem Nahverkehr beauftragt zu werden, erreichen wir allein“, sagt Neiß.
l Problemfall Gehry-Tower: Neiß hat nach seinem Amtsantritt im vergangenen Sommer eine Risikoinventur bei der Üstra vorgenommen und vor allem bei Tochterunternehmen manches entdeckt. Ein Problemfall ist der Gehry-Tower im Steintorviertel. „Für ihn sind Mietgarantien gegeben worden, die mit Marktpreisen nichts zu tun haben“, sagt Neiß. Die Üstra hat vorsorglich 2,1 Millionen Euro in die Bilanz eingestellt. Neiß will den schrägen Turm, aus dem die e.on-Tochter Utec als Mitbesitzerin ausgestiegen ist, verkaufen.
- irgendwie passt das doch gut zusammen oder?
MfG
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wollte die dies interessiert mal auf dem laufendem halten wie die üstra auch weiterhin Ihre EEJ vermarktet, und sich als Gönner von Arbeitslosen in der Presse darstellt.
auch schön zu sehen das sie mittlerweile das Fanbeförderer T-Shirt als Werbe Artikel in ihr Programm aufgenommen hat.( aber man muß ja mitnehmen was geht, -oder?)
- interessant zu erwähnen das einige Tage später in der HAZ über einen Stellenabbau bei der Üstra berichtet wird, dazu aber später mehr (ein Schelm wer böses dabei denkt).
Hier die Meldungen vom 23.06.2006 aus der HAZ:
Gute Taten und nette Worte
Sorgentante, Auskunft, Schlichter – das sind die neuen Fahrgastbegleiter der Üstra.
VON FABIAN MAST
Fahrgastbegleiter Roland Härer (57) blickt mit Sorge auf einen gerade zugestiegenen Fahrgast: Verschwitzt und völlig außer Atem, die Augen geschlossen, lehnt der Mann am Fenster. „Der sieht richtig schlecht aus, auf den passe ich auf“, sagt Härer. Als der Mann am Steintor aussteigt, klopft er Härer auf die Schulter – ein sprachloses Dankeschön.
Eines von vielen Beispielen, warum der Job der Servicekräfte so abwechslungsreich ist und sie nach wenigen Wochen schon so beliebt sind bei den Fahrgästen. „Die Leute sind froh, dass wir da sind“, sagt Härer.
Häufig sind es nur ein paar Worte, mit denen der Bahnfahrt ein freundlicher Anstrich verpasst wird. Wie bei dem Russen auf der Linie 3. Er kommt mit dem Fahrgastbegleiter Wolfgang Müller (50) ins Gespräch. Der Kunde erzählt über seine Herkunft und Familie, einfach so. „Viele Leute leiden unter der Anonymität der Großstadt. Die hungern danach, ins Gespräch zu kommen. Das merkt man ganz deutlich“, sagt Sprachtalent Müller, der nicht nur Russisch, sondern auch etwas Niederländisch, Französisch und Englisch in petto hat.
Und das braucht er auch in diesen Wochen. „Man sieht sehr viele WM-Gäste.“ Auch an einer Ticketsäule, wo ein Mexikaner mit Sombrero auf dem Kopf nur Bahnhof versteht. Doch die Fahrgastbegleiter können helfen, und einen Knopfdruck später hat auch der Fußballfan eine Fahrkarte. Ärger mit pöbelnden Fans hat Müller noch nicht erlebt: „Wenn was passieren sollte, lassen wir sofort den Sicherheitsdienst kommen.“
An der Station Buchholz sind es die Fahrgastbegleiter, die aus ihrem Leben erzählen. „16 Jahre lang habe ich mich nur mit Gelegenheitsjobs durchgeschlagen“, sagt Härer. Davor hatte er in einem Zulieferbetrieb für VW gearbeitet – bis die betriebsbedingte Kündigung kam. Es folgten ungezählte Besuche beim Arbeitsamt, schließlich die Resignation: „Völlig ausgeschlossen, dass ich in meinem Alter noch einen Job bekomme.“
Auch Müller hat alles versucht, seitdem vor fünf Jahren bei einem Käsegroßhandel im Allgäu sein Arbeitsplatz abgebaut worden war. Bewerbungen geschrieben? „Irgendwann hab ich aufgehört zu zählen.“
Vor wenigen Wochen dann, sie hatten schon nicht mehr daran geglaubt, kam der Anruf vom Jobcenter mit dem Angebot der Üstra. Ein-Euro-Jobs zwar nur, aber besser als nichts: „Sonst laufe ich Spurrillen in meinen Teppich“, sagt Härer, glücklich, endlich wieder eine Aufgabe zu haben.
Kult-T-Shirt gibt es jetzt auch zu kaufen
Unerwarteter Erfolg für ein T-Shirt: Knapp 2000 Mitarbeiter hat die Üstra zur Fußball-WM mit „Fanbeförderer“-T-Shirts ausgerüstet. Die flotte Dienstkleidung hat allerdings auch bei Fahrgästen Aufmerksamkeit gefunden, viele fragten beim Unternehmen nach den T-Shirts. Deshalb hat sich die Üstra jetzt entschlossen, die Shirts für 12,90 Euro anzubieten. Zu haben sind sie im Service Center City am Platz der Weltausstellung. Der Verkauf läuft ab heute.
und hier nun der Bericht vom 27.06.2006 in dem die HAZ über Stellenabbau bei der Üstra berichtet:
Üstra baut weiter Stellen ab
Bilanz 2005: Defizit des Verkehrsunternehmens beträgt fast zehn Millionen Euro – und ist geringer als erwartet
Von Bernd Haase
Mit einem Defizit von 9,8 Millionen Euro im Jahr 2005 ist die Üstra nach wie vor weit entfernt vom Ziel einer „schwarzen Null“. Der Vorstandsvorsitzende André Neiß zeigte sich gestern dennoch mit der Bilanz zufrieden. „Unser Hauptziel ist es, wettbewerbsfähig zu werden“, erklärte er. Neiß und Vorstandskollege Wilhelm Lindenberg kündigten weiteren Personalabbau an. Beide bezeichneten die Lücke in der Pensionskasse der Üstra, in der 80 Millionen Euro fehlen, als echte Belastung und ersuchten die Region um Hilfe. Außerdem hat die Üstra eine von Hannovers spektakulärsten Immobilien im Angebot. „Wir wollen den Gehry-Tower verkaufen“, sagte Neiß.
l Die Zahlen: Mit ihrem Defizit liegt die Üstra um gut zwei Millionen Euro besser als erwartet. Gegenüber dem Vorjahr fällt das Manko um vier Millionen Euro niedriger aus. Die Fahrpreiserhöhung vom vergangenen Dezember hat sich in sechs Prozent höheren Tarifeinnahmen niedergeschlagen. Die Kombitickets beim Fußball-Konföderationen-Pokal und der Kirchentag haben dem Unternehmen Sondereinnahmen beschert. Die sonstigen Fahrgastzahlen lagen 2005 bei 151,5 Millionen und damit auf Vorjahreshöhe. Lindenberg kündigte an, dass die Üstra ihre Schwarzfahrerkontrollen verstärken wird.
l Weiterer Personalabbau: Derzeit beschäftigt die Üstra 1957 Mitarbeiter. Zuletzt hat sie jährlich im Schnitt 40 Stellen abgebaut. „In dieser Größenordnung wird es weitergehen“, sagte Lindenberg, der die Personalkosten als nach wie vor zu hoch bezeichnete.
l Pensionslasten drücken: Seit Jahren schon ist die Pensionskasse der Üstra unterfinanziert. „Wenn wir die 80 Millionen Euro in die Bilanz stellen, sind wir nicht mehr wettbewerbsfähig“, sagt Neiß. Die Region als Eigentümerin der Üstra soll diese Last übernehmen. Regionspräsident Michael Arndt, gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender beim Verkehrsunternehmen, zeigte sich nicht abgeneigt: „Denkbar ist, dass wir eine Patronatserklärung leisten.“ Das hieße, dass die Region im Ernstfall finanziell einspränge.
l Absage an Intalliance: Die Gründung des Tochterunternehmens Intalliance gemeinsam mit der Deutschen Bahn bezeichnete Neiß als „unerfreuliche Geschichte, an deren Ende wir arbeiten“. Die Partnerschaft habe nicht die erhofften Synergieeffekte gebracht, sondern im Gegenteil zusätzlichen Aufwand verursacht und sogar die Existenz der Üstra in Frage gestellt. „Unser strategisches Ziel, von der Region bis zum Jahr 2020 direkt mit dem Nahverkehr beauftragt zu werden, erreichen wir allein“, sagt Neiß.
l Problemfall Gehry-Tower: Neiß hat nach seinem Amtsantritt im vergangenen Sommer eine Risikoinventur bei der Üstra vorgenommen und vor allem bei Tochterunternehmen manches entdeckt. Ein Problemfall ist der Gehry-Tower im Steintorviertel. „Für ihn sind Mietgarantien gegeben worden, die mit Marktpreisen nichts zu tun haben“, sagt Neiß. Die Üstra hat vorsorglich 2,1 Millionen Euro in die Bilanz eingestellt. Neiß will den schrägen Turm, aus dem die e.on-Tochter Utec als Mitbesitzerin ausgestiegen ist, verkaufen.
- irgendwie passt das doch gut zusammen oder?
MfG
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