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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Privatisierung der Bildung: Scheinselbständige Schule


Hartzbeat
18.02.2008, 16:20
@ alle Eltern und Schüler/innen,
mit den derzeitig forcierten Plänen, Schulen bzw. Lehrplaninhalte Zug um Zug mehr privaten Anbietern bzw. Wirtschaftskonzernen anzuvertrauen, was einseitig immer mehr zu einer "Arbeitsdisziplinierung" der Schüler/innen führt und einer vielseitig ausgerichteten Bildung entgegen wirkt, beschäftigen sich folgende Artikel:

Die scheinselbstständige Schule. - Der „Zwang“ zur Privatisierung macht
vor dem Bildungswesen nicht Halt
(Artikel von Hermann Werle aus MieterEcho 326 vom Februar 2008 (pdf)
In diesem Artikel beschreibt Werle die Situation an Berliner Schulen sowie den Einfluss des Unternehmens Bertelsmann auf die Bildungspolitik. Werle resümiert: "Employability (Arbeitsbefähigung) ist der neue Bildungsbegriff, der die Befähigung für das Funktionieren auf dem Arbeitsmarkt in den Mittelpunkt stellt. Schüler/innen werden nicht mehr gebildet, sondern qualifiziert. Dazu dient neben anderen Maßnahmen die Standardisierung von Abschlüssen.[...] (Quelle) (http://www.labournet.de/diskussion/wipo/gats/bildwerle.pdf)

Privatisierungtendenzen im Bildungssektor. 1.600 Schulen lassen sich
von Bertelsmann evaluieren
(Artikel von Hartmut Schurig in blz - die Zeitschrift der GEW BERLIN Nr. 01/2008 zu Privatisierungstendenzen im Bildungssektor)
(Quelle) (http://www.gew-berlin.de/blz/11830.htm)

Vattenfall auf dem Stundenplan. Gewerkschafter und Bürgerbeauftragte
warnen vor Privatisierung an Schulen
„Um die Privatisierung öffentlicher Aufgaben ging es am Sonnabend auf der Konferenz „Bildung ist keine Ware“, zu der die GEW Berlin und das Berliner Bündnis gegen Privatisierung eingeladen hatten. Sie machte deutlich, wie weit Private bereits in den hoheitlichen Bereich vorgedrungen sind…“ (Artikel von Birgit v. Criegern im ND vom 18.02.2008 )
(Quelle) (http://www.neues-deutschland.de/artikel/124176.html)

Persönlich halte ich diese "einseitige" Art der Bildung hinsichtlich der Herausforderungen, die die Zukunft für uns und unsere Kinder bringen wird (Nicht unendliches Wirtschaftswachstum, damit erhöhte Erwerbslosigkeit, aktuelle fehlende Innovationen und Abbau des 1. Arbeitsmarktes) für sehr bedenklich. Statt brav funktionierende Arbeits- und -losenrobots zu züchten, wären mir allroundtalentierte Menschen für die schwierigen Aufgaben der Zukunft lieber, weil sie mündiger und flexibelgestaltender vor allen auf jenen Gebieten wären, die die Wirtschaft heutzutage aus Besitzstandswahrung sehr zu unseren Lasten mit Sozialabbau beantwortet.

Bildung - eine ausgewogene und vielseitige - ist doch wirklich das Beste, was wir unseren Kindern mitgeben könnten, auch wenn wir derzeit finanziellen Mangel leben...

denkt Hartzbeat