Ohannes
02.07.2006, 16:32
Hallo zusammen,
hab euch heute über google/HartzIV-Forum gefunden.
Bin 45, "ehemaliger" Mediengestalter und überbringe nun als Kurierfahrer meinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Arzneimittel.
Eine gesamtgesellschaftlich gesehen sehr viel sinnvollere Tätigkeit als Werbemittel herzustellen, weshalb sie auch nur um ein Viertel so gut bezahlt wird. (5 Euro/Std.)
Nun habe ich mir vor einem Monat einen schriftlichen Arbeitsvertrag erkämpft indem ich eines Feierabends mit aufgestauter Wut meinem Chef Handy und Schlüssel hingelegte um diesem Schwebezustand im rechtsfreien Raum zu beenden.
Das Problem ist das sich die Fahrzeiten in jedem Monat ändern und Chef nicht bereit ist einen Stundenlohn einzutragen sondern nur einen festen Bruttolohn – mit der Folge, dass er mich nun mit Sonderfahrten und Urlaubsvertretungen zuschüttet womit sich derzeit bei einer täglichen Arbeitszeit von durchschnittlich 8,75 Stunden ein Nettostundenlohn von
4,62 Euro ergibt. Somit habe ich nichts gewonnen ausser einem Urlaubsanspruch und einer schriftlich verankerten Kündigungsfrist.
Immerhin.
Nun muss aber der Vollständigkeit halber erwähnt werden dass es wohl auf dem Niedriglohnsektor Arbeitgeber gibt um nicht zu sagen gängige Praxis ist, dass mir in einem Nebensatz versprochen wird ... und den Rest geb ich dir dann sooo ... Dies ist bisher NICHT geschehen und er weiß dass ich ihn deswegen auch nicht ansprechen werde.
Ich kapier das alles nicht mehr. Hier schneidet sich der Gesetzgeber meiner Meinung nach doch ins eigene Fleisch. Wenn Arbeitgeber die Narrenfreiheit bekommen solche Arbeitsverhältnisse aufzubauen dann fließen mit Sicherheit Millionenbeträge an den Rechenzentren und damit auch am Steuerseckel vorbei.
hab euch heute über google/HartzIV-Forum gefunden.
Bin 45, "ehemaliger" Mediengestalter und überbringe nun als Kurierfahrer meinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Arzneimittel.
Eine gesamtgesellschaftlich gesehen sehr viel sinnvollere Tätigkeit als Werbemittel herzustellen, weshalb sie auch nur um ein Viertel so gut bezahlt wird. (5 Euro/Std.)
Nun habe ich mir vor einem Monat einen schriftlichen Arbeitsvertrag erkämpft indem ich eines Feierabends mit aufgestauter Wut meinem Chef Handy und Schlüssel hingelegte um diesem Schwebezustand im rechtsfreien Raum zu beenden.
Das Problem ist das sich die Fahrzeiten in jedem Monat ändern und Chef nicht bereit ist einen Stundenlohn einzutragen sondern nur einen festen Bruttolohn – mit der Folge, dass er mich nun mit Sonderfahrten und Urlaubsvertretungen zuschüttet womit sich derzeit bei einer täglichen Arbeitszeit von durchschnittlich 8,75 Stunden ein Nettostundenlohn von
4,62 Euro ergibt. Somit habe ich nichts gewonnen ausser einem Urlaubsanspruch und einer schriftlich verankerten Kündigungsfrist.
Immerhin.
Nun muss aber der Vollständigkeit halber erwähnt werden dass es wohl auf dem Niedriglohnsektor Arbeitgeber gibt um nicht zu sagen gängige Praxis ist, dass mir in einem Nebensatz versprochen wird ... und den Rest geb ich dir dann sooo ... Dies ist bisher NICHT geschehen und er weiß dass ich ihn deswegen auch nicht ansprechen werde.
Ich kapier das alles nicht mehr. Hier schneidet sich der Gesetzgeber meiner Meinung nach doch ins eigene Fleisch. Wenn Arbeitgeber die Narrenfreiheit bekommen solche Arbeitsverhältnisse aufzubauen dann fließen mit Sicherheit Millionenbeträge an den Rechenzentren und damit auch am Steuerseckel vorbei.